Ungestört, Cevapcici, Reste und putzen

Guten Morgen, was für ein schöner Morgen. Eine lange ungestörte Nacht liegt hinter mir und auch jetzt stört niemand während ich Kaffee trinke und meine Morgentoilette erledige. Keiner da. Ich liebe ihn, aber Ruhe und Erholung liebe ich auch. Ich brauche einfach meine Ruhe und Erholung vom (Berufs-)Alltag, um herunterzukommen, ist da ständig jemand mit eigenen Interessen, gelingt das nicht oder nur schlecht. Ich meine sogar, dass das mit dem Bluthochdruck anfing, als er hier einzog, vorher waren die Werte unauffällig. Aber beobachten wir das weiter nach seinem Auszug. Heute zum Vater, die Buchhaltung wartet und ich werde Cevapcici mit Paprika-Reis machen. Gestern habe ich Reste gegessen, ein Teller Bolognese am Nachmittag und abends noch eine Kartoffelgemüsepfanne mit Leberkäse. Ich bin hier immer die, die die Reste isst, denn der Kerl ist sich zu fein dafür. Grau grüßt der Tag, immer noch Winter, ich will Frühling und ich will meine Privatsphäre, dann wäre alles gut. Auf Arbeit ist gestern nicht viel passiert, aber ich hatte mit einem elektrischen Kurzschluss im Büro zu kämpfen, hat eine Weile gedauert, bis ich den Verursacher hatte. Danach nur einkaufen und ab nach Hause. Geputzt nicht viel, nur staubsaugen und Wäsche waschen. Ich mag hier derzeit nicht die Putze sein, besonders nicht, wenn er die ganze Woche Zeit hatte und nicht geputzt hat. Kann ja eigentlich nicht sein, dass ich die ganze Woche arbeiten gehe und dann nach Feierabend, einkaufe, koche und putze. Ich warte auf mein Gehalt, nächsten Monat muss ich aufpassen mit meinen Ausgaben und den Dispokredit wieder etwas reduzieren, das sollte gelingen, denn im Februar stehen keine Sonderausgaben an. Die einzige Sonderausgabe ist ein Geschirr-Service von Ikea für knapp 30 Euro, das sollte ich verkraften. Mein aktuelles Geschirr-Service ist mittlerweile unvollständig und die Reste beschädigt. Irgendwie gebe ich gern Geld für Küchendinge aus, denn in der Küche soll alles da sein und funktionieren. Auf in den Tag, der Vater und der Hund wartet, auch wenn ich damit die Ruhe zu Hause verpasse.

Heizungsableser, Mentholtabak, Essen und Spätschicht

Guten Morgen, auch wenn ich gerade nicht viel gut finde. Eigentlich hätte ich ausschlafen können, uneigentlich kommt der Heizungsableser vorbei und ich bin verdonnert früh aufzustehen und zu warten. Nicht so gut geschlafen und keine Lust auf Arbeit heute, besonders nicht auf die Spätschicht. Der Hausflur wird gerade laut gereinigt, könnten sie auch lassen, der Unterschied ist kaum erkennbar. Er wird Ende Januar wieder ausziehen und ich weiß nicht, ob ich trauere oder tanze. Ich werde ihn sicher vermissen. Der Tabak ist alle und ich muss auf eine Notreserve Menthol Tabak zurückgreifen, gar nicht so schlimm, perfekt ist aber was anderes. Er hat gestern Kochbananen und Nudeln gekocht, war ganz gut, aber meine Moussaka hätte ich besser gefunden, die gibt es dann heute Abend. Gestern wie eine Wilde geputzt, auch die schwer erreichbaren Stellen, damit es mit dem Heizungsableser nicht peinlich wird. Eingekauft habe ich auch, aber fast nur Grundzutaten. Er akzeptiert eigentlich keinerlei Fastfood oder Fertigessen. Das ist aber natürlich gut für mich, ich esse viel zu viel Mist und das, obwohl ich viel über Essen weiß und kochen kann. Grau grüßt der Tag und die Rechnung meiner Zahnärztin liegt wie ein Dämon auf meinem Schreibtisch, Geld was ich nicht habe, aber zubeißen können, muss schon sein. Der Heizungsableser war schon da, sehr gut, erledigt. Ein kleiner Mann der schnell überall hinrannte und wieder verschwand. Der Kaffee schmeckt, der Mentholtabak weniger, Brötchen warten und danach meine Kollegen.

Schlaf, putzen, Gulasch und Facebook

Guten Morgen, endlich wieder ganz gut und fast 8 Stunden geschlafen. Das lag aber daran, dass er aus dem Bett geflüchtet ist, als ich ins Bett kam. Dadurch hatte ich das Bett allein. Ich schlafe so besser, aber er auf dem Sofa sicher nicht. Dabei muss er heute arbeiten und nicht ich. Bin noch nicht ganz wach, aber der Kaffee schmeckt. Heute keiner Termine für mich, dafür aber einen dreckigen Haushalt. Kochen wird er später, also ist es heute wohl meine Aufgabe zu putzen. Aber erstmal wach werden. Gestern mit dem Vater und Hund war schön, es gab viel zu bereden und zu kraulen. Das Gulasch ist ganz gut geworden und wurde mit Klößen verputzt. Brötchen warten im Tiefkühler, heute ein entspanntes Frühstück. Endlich finde ich relevante Themen für die Facebookseite meines Arbeitgebers, es hat lange gedauert, bis ich die richtigen Informationsquellen hatte und selbst entscheiden konnte, was relevant ist. Danke, dass da Menschen Geduld mit mir hatten. Ich selber bin ja eher ungeduldig. Grau grüßt der Tag und es ist ruhig hier, keiner da, keiner stört und niemand will was. Er macht gute Fortschritte in Deutsch, ich bin stolz auf ihn, mittlerweile klingt er sehr Deutsch und kann sich gebrochen verständigen. Auf in den Tag und Freiheit genossen.

Mitgewirkt, Rente, gekocht und Sonntag

Guten Morgen, Stille die Zweite, aber nicht lange, er ist auf dem Heimweg. Alleine sein ist klasse, doch alleine einschlafen dann doch schon ungewohnt, irgendwie fühle ich mich sicherer, wenn er in der Wohnung ist. Gestern tatsächlich mitgewirkt, dazu brauchte ich alte Lebensläufe und meine Zeugnisse, der Zeitraum 1997 bis 2009 ist jetzt erklärt. Eigentlich eine wichtige Sache, denn soweit ich gehört habe zählen Studienzeiten bei der Rentenberechnung, von einem Studium weiß die Rentenversicherung bisher nichts. Jetzt bleibt es also spannend, ob mein Rentenanspruch steigen wird. Gestern sehr lecker, eigentlich für uns beide, gekocht. Aber er kam nicht, also aß ich allein und nahm meine Verlängerung Alleinsein dankend an. Nicht das Haus verlassen, aber etwas geputzt, dreckig ins neue Jahr starten ist keine Option. Dem Bafögamt ebenfalls nochmal geschrieben, der Eiertanz um meine Kohle. Die Sonne scheint und blauer Himmel mit kleinen weißen Wolken grüßt. Die Vögel piepsen und alles ist gut. Komische Welt, aber alles friedlich für mich, nicht so ein Drama wie die beste Freundin gerade hat. Brötchen warten und ich plane Rührei, aber ich warte auf ihn, der Sonntag gehört uns. Vielleicht in Zukunft öfter mal einen Sonntag frei, denn der Vater flirtet gerade mit einer Frau, ich würde ihm wünschen, dass es was wird, solange die nicht gleich bei ihm einziehen will. Auf in den Tag, die Kaffeevernichtung hat begonnen.

Abgebrannt, Zuchininudeln und Weihnachten

Ahja Morgen, nicht so genial geschlafen, denn er war spät zu Hause und dafür früh wach. Eine Kombination die ich nicht bevorzuge. Er hat gestern die Küche fast abgebrannt und gestern Nacht gescherzt, dass ich das bestimmt aufschreibe, richtig, das mache ich. Auf Arbeit gestern etwas ruhiger, ich durfte am Nachmittag allein arbeiten, das fand ich gar nicht schlecht. Viele Leute wollen vor Weihnachten noch beraten werden, also heißt es nächste Woche Endspurt. Ich sollte noch nach Weihnachtsgeschenken schauen, für die Kinder, nicht für die Erwachsenen. Der Vater ist wieder in Berlin, ich werde ihn morgen sehen und Nudeln mit Zuchininudeln und Lachs in Sahne kochen. Gestern nach der Arbeit noch etwas aufgeräumt hier, dadurch dass ich am Montag Zahnarzttermine hatte und habe, komme ich nicht zum Putzen. Weihnachten kann kommen, wenn ich alle beraten habe, eine neue Krone habe und beim Psychiater neue Pillen abgeholt habe. Der Kaffee schmeckt und draußen ist es dunkel, keine Ahnung, ob ich heute 6 Stunden Arbeit durchziehe. Er arbeitet heute auch, aber zu meinem Rhythmus versetzt, wir werden uns kaum sehen und morgen auch nicht. Auf in den Tag, Weihnachten kommt bald.

Streichen, aufräumen, Lasagne, Seelenjob und Freizeit

Guten Morgen, seltsam, dass jetzt nichts auf mich wartet. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und ich war gestern zu faul, um meine Wand zu streichen. Ich hatte angefangen die schlimmsten Stellen zu weißen, mich dabei aber so eingesaut, dass ich die Lust verlor. Ein Freund meinte dann auch, dass so eine Aufgabe nicht zwingend am ersten Urlaubstag erfolgen muss und so habe ich schnell umgeschwenkt und stattdessen aufgeräumt und geputzt. Heute kommt er zu mir und ich möchte Lasagne kochen, er kennt Lasagne noch nicht und ich hoffe er liebt Lasagne, wie alle anderen die ich kenne. Gestern kaum mit ihm geredet, irgendwie war mir nicht danach. Die Erkenntnisse der letzten Woche über ihn muss ich erstmal sacken lassen. Ich muss erstmal in meinen Urlaub ankommen, gerade kann ich es nicht richtig fassen, dass ich heute nicht zur Arbeit muss. Ich habe zwar immer noch einen Traumjob, aber ich kenne mittlerweile auch die Schattenseiten dieses Jobs, denn vieles dabei geht auf die Seele. Andere Menschen haben Knochenjobs, ich habe einen Seelenjob. Gestern nicht das Haus verlassen, es gab keinen Anlass, heute schon, aber später, wenn der Kaffee ausgetrunken ist und ich geduscht habe. Auf in den Tag, mein 24 Stunden Freizeit Geschenk.

Gelassen, Fotoshooting, einkaufen, putzen und Privatleben

Guten Morgen, für den Moment gelassen, gestern tobte die Wut. Nachmittags schlafen gewesen, weil ich mit dieser Laune zu gar nichts fähig war. Heute keine Pizza mit dem Vater, dafür ein Fotoshooting auf Arbeit. Keine Lust dazu, weil ich persönlich nicht weiß wie es mit Arbeit weitergeht. Die Sonne scheint und das Thermometer misst 23 Grad im Wohnzimmer. Gestern nichts mehr eingekauft, dabei fehlen hier viele Dinge, gegessen nur Chicken Chips, weil nichts anderes da war. Mal sehen, ob ich es schaffe heute einzukaufen, ich muss aber eigentlich, denn ich habe kein Brot, kein Aufschnitt, kein Tabak, nichts zu kochen und kein Toilettenpapier. Der Wunsch mir Zeit für Privatleben zu nehmen hat dazu geführt, dass hier seit 2 Wochen nicht richtig geputzt wurde. Die Spatzen singen draußen ein Lied. Heute ist der erste Tag des Protestschweigens, das kann ich gut, die letzte Zeit Fehler gemacht, ich hoffe, ich fange mich wieder. Heute eine Beratung, mal sehen wie es wird. Die Arbeitswoche hat noch zu viele Tage, ich wünschte es wäre bereits Samstag. Ich brauche Ruhe, für mich, für meinen Haushalt und vielleicht auch für Privatleben.