Besser, Ärzte, Gewicht, Gesundheit und Liebe

Guten Morgen, heute schon viel besser, vielleicht weil ich ausgeschlafen bin, vielleicht weil die Horroruntersuchungen beim Kardiologen endlich vorbei sind und sicher auch, weil mir das Gespräch mit dem Vater geholfen hat. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist unaufgeregt unten und ich muss Informationen von den Ärzten erstmal sacken lassen. Alles kommt jetzt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung an, ob weitere Pillen nötig sind. Außerdem, welche Überraschung^^, wäre es wohl generell sinnvoll Gewicht zu reduzieren und aufzuhören zu rauchen. Gestern musste ich nämlich auch auf die Waage und ich war geschockt. Jetzt im Sommer weniger und/oder gesünder zu essen, sollte kein Problem sein, aber das Rauchen einstellen oder reduzieren, das wird deutlich schwieriger. Ich versuche dann aber mal beides und hoffe das Beste für die Blutresultate. Ich denke für einen Menschen wie mich, ist eine Blutdruckuntersuchung, die mich nicht schlafen lässt, denkbar ungeeignet, denn das setzt mich so sehr unter Stress, dass die Werte nur hoch sein können und so wie gestern, die Seele auch kurz vor dem Durchknallen ist. Pizza gestern tatsächlich bestellt und mit dem Vater geteilt, die roten Abdrücke der Messgeräte auf meinem Körper sind fast verschwunden. Gestern todesmutig noch gestaubsaugt und der Nachbar reagierte umgehend mit lauter Technomusik, nicht sein ernst, dass ich noch nicht mal 10-20 Minuten die Woche staubsaugen darf. Dem Mann gestern Lebensmittel und Putzutensilien geschickt, er hat sich gefreut, streng genommen hätte ich diesen Einkauf aber mir selber schicken sollen, denn er war viel gesünder als den Kram, den ich für mich bestelle. Aktuell ist meine Stimmung wohl als depressiv einzuordnen mit der Gefahr zum psychotischen, wenn ich nicht schlafe und/oder unter Stress stehe. Ich sehe aber nicht ein, dass ich wegen Stress im Beruf jetzt meine mühsame und unter Schmerzen erzielte Medikamentenreduktion wieder rückgängig mache. Dafür habe ich jetzt Monate gekämpft und gelitten und bei meinem jetzigen Medikament würde eine Dosiserhöhung auch wieder Beinkrämpfe bis zur Unfähigkeit zu laufen bedeuten. Ruhe, ich brauche noch Ruhe und vielleicht noch andere Medikamente für den durch Neuroleptika und die Zeit zerstörten Körper. Die Vögel sind ruhig oder nicht störend und ich habe Angst vor dem Blutergebnis. Es zu wissen ist aber besser, als unwissend zu verfallen. Die Videokonferenz gestern war ok, ich lasse mich aktuell zu nichts drängen, erst kommt die Gesundheit, denn Gesundheit ist unbezahlbar. Ich werde nicht den gleichen Fehler wie meine Mutter machen und Arbeit über Gesundheit stellen bzw. ich habe den Fehler schon mehrfach gemacht und gelobe jetzt Besserung. Ich lasse mich nicht wieder total zerstören und zerstöre mich auch nicht selber, um eine gute Arbeitnehmerin zu sein. Mein Körper ist schon kaputt, aber ich hoffe das lässt sich reparieren, noch bin ich jung genug dafür. Noch ein Song zum Tag für mich und für alle die da draußen gerade nicht weiter wissen…

Nacht, Hochwasser, Reduktion und Dankbarkeit

Guten Morgen, seltsame Nacht, aber rechnerisch acht Stunden geschlafen, mit Wach gegen vier, weil irgendwer Technomusik spielte. Bin müde doch heute steht viel an, ich muss was für die Arbeit machen, ich habe einen Impftermin. Ich könnte aber auch gerne gar nichts machen und aus dem Fenster gucken. Gestern einkaufen gewesen, Moussaka gemacht und viel zu viel davon gegessen. Neuen Massagetermin gemacht, in der direkten Nachbarschaft, damit ich es dieses Mal schaffe, mal sehen, was Angelika drauf hat. Gefällt es mir, frage ich sie nach einer Flatrate. Ich bin müde, nicht nur von der Nacht, allgemein, gerade keine Superkräfte, die waren jetzt zu lange im Einsatz. Gestern bei den Berichten über das Hochwasser doch noch Angst um die bucklige Verwandtschaft bekommen und nachgefragt, ob bei ihnen noch alles trocken ist. Sie leben und es ist alles trocken bisher, fragt sich nur wie lange, denn die unmittelbare Nachbarschaft von ihnen steht schon unter Wasser. Der Kaffee schmeckt, die Zigarette weniger, ich sollte endlich aufhören zu rauchen, kann es aber irgendwie nicht. Nervige Fliegen kreisen unter der Zimmerlampe, haben die kein anderes Zuhause? Dem Mann geht es gut, er arbeitet wieder brav zum Mindestlohn und versucht zu überleben wie wir alle. Ich habe noch keine Idee wie ich die nächsten Wochen auf Arbeit überleben soll, zu viel Arbeit für zu wenig Berater, es wird wohl auf Wartelisten hinauslaufen. Die Sonne scheint und der Blutdruck ist unten, ich hoffe ich reagiere auf die Impfung nicht wie die Hoffende, aber wenn ich habe Blutdrucksenker hier. Nach all dem, was ich durchgemacht habe, kann ich einfach nicht an einer Impfung sterben. Pfingstrosen stehen im Wohnzimmer und ich hoffe sie erblühen, sie sind so wunderschön, wenn sie blühen. Lange nichts zu den Neuroleptika geschrieben, da gerade keine Beschwerden, abgesehen von Durchfall alles gut, wobei der auch durch den Stress kommen kann. Derzeit auch keine leicht psychotischen Zustände wie die Wochen zuvor. Alles friedlich in der Birne. Das Abwarten und Aushalten hat sich also vorerst gelohnt, sicher auch der feste Glaube, dass diese Zustände von der Reduktion kamen und nicht eine nicht ausgeheilte Psychose sind, die jetzt mit weniger Medikament richtig ausbricht. Danke an alle die für mich da waren und geholfen haben und immer noch helfen, dass ich dadurch nicht im Wunderland verschwinde. Mein Gehirn ist jetzt halt ne Baustelle im Rezeptoren-Chaos, aber die Reparaturen gehen voran. Zwischendurch fühle ich mich ziemlich seltsam, Wiedergeburt die Zweite, alles auf null und wieder alles neu kennenlernen. Wie viele Leben werde ich noch haben? Auf in den Tag, es ging mir schon schlechter, also Schnauze halten und dankbar sein.

Früh, müde, Herbst, Homeoffice und Schmerzen

Guten Morgen, viel zu früh, aber gestern nach den Tropfen wurde ich sehr schlagartig müde, also auch sehr früh ins Bett. Gut mache ich heute Frühdienst, habe ich auch früher frei. Irgendwer hat heute früh um 2:50 Krach gemacht und ich lag wach, aber konnte wieder einschlafen. Aktuell könnte ich nur schlafen. Spätdienst gestern war eine Qual, weil ich einfach so müde war und lange durchhalten musste. Viele telefoniert gestern, aber auch ein kurzes Mittagsschläfchen gemacht. Irgendwie alles sehr anstrengend gerade, das liegt entweder an mir oder an unseren Kunden oder an beiden. Aber mich jetzt längerfristig krankschreiben lassen wäre sehr unkollegial. Grau grüßt der Tag und die Autos rauschen, Herbst, eigentlich meine Lieblingsjahreszeit, aber wenn man eh nicht gut gelaunt ist, zieht einen die Dunkelheit runter. Ich hoffe die Reduktion hilft, aber nach einem Tag kann man natürlich keine Ergebnisse erwarten. Die Nachbarn machen Krach, wohl alles Frühaufsteher hier. Aktuell alles zu viel, aber den ganzen Tag allein zu Hause sitzen, ohne was zu tun, macht es auch nicht besser. Mal sehen was heute im Homeoffice passiert, immerhin haben wir heute mal wieder eine Teamsitzung, hätte nicht gedacht, dass die mir mal fehlen könnte. Einen Sonderurlaubstag für die Hochzeit bekommen, sehr schön. Ich hoffe bis dahin geht es mir besser. Auf in den Tag auf das die Übelkeit und Schmerzen mich nicht begleiten, vermisse meine Mutter und höre einen ihrer Songs:

Nacht, Medikamentenvorrat, putzen, Klopapier und Grundversorgung

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, wieder das gleiche Spiel, wach bis spät in die Nacht und dann wach um acht. Heute jedoch auch, weil er gerade von der Nachtschicht kam, allerdings nur für einen Kuss, denn heute ist Doppelschichttag, also fährt er gerade weiter ins Studentenwohnheim. Ich muss heute auch früher ins Büro, ich muss noch Termine absagen bzw. versuchen sie in Telefontermine umzuwandeln. Die Vögel haben wieder Futter, Vogelfutter gab es noch, aber ich habe die vorletzte Packung erwischt. Diskussionen mit der Ärztin gestern gut gelaufen, Reduktion und Vorrat für 100 statt 50 Tage, man weiß ja nie was noch passiert, ich könnte mir neben fehlender Lieferbarkeit auch vorstellen, dass meine Ärztin schließen muss oder die Apotheke. Wenn man auf Medikamente angewiesen ist, ist die Bevorratung derzeit Priorität, sogar noch vor Lebensmitteln. Eine Packung Nudeln verhindert nämlich keinen Klinikaufenthalt. Gestern hier geputzt wie eine Weltmeisterin, der Sonnenschein war so schön und brachte Licht in Ecken hier, die ich den ganzen Winter nicht gesehen habe. Auch die Aussicht hier jetzt sehr viel Zeit zu verbringen, erhöht meinen Bedarf nach einem sauberen zu Hause. Ebenfalls Samen auf dem Balkon verstreut, ich hoffe, es blüht bald. Die beste Freundin ist gestern vergeblich durch 3 Läden, um Klopapier zu bekommen und hat keines bekommen. Wusste ich vorher, deswegen hatte ich mir bereits vor 2 Wochen Klopapier im Internet bestellt, weil es hier im Bezirk schon keines mehr zu kaufen gab. Ich weiß jetzt nur nicht, ob ich Asi oder Siegerin bin, weil ich genug Klopapiervorräte habe. Aber gut gegen Asi spricht, dass ich der besten Freundin selbstverständlich angeboten habe, sich hier Klopapier abzuholen. Was das Einkaufen angeht, bin ich derzeit panisch, ich horte und gebe zu viel Geld aus, aber wird die Versorgungslage schlechter, wird es nur noch teurer, noch kann ich es mir leisten zu horten. Ich habe eine Einkaufsliste für heute, ich vermute jedoch Tomatendosen, Nudeln, Reis und Zucker sind frohe, naive Wünsche. Gestern Nachmittag viele gebrechliche Rentner im Supermarkt um die Ecke gesichtet, die vor leeren Regalen standen, das ist schon asi, dass die jungen und gesunden hier, den Alten alles wegkaufen. Ich gehe mehr in anderen Bezirken einkaufen und bringe damit nicht die Grundversorgung für die Alten, nicht mobilen hier so in Gefahr. Auf ins Büro, ohne Kunden, aber immerhin das Haus verlassen, ich weiß noch nicht, ob ich mit Homeoffice klarkomme.