Regen, Regal, Heizung, Psychiatrie und Emanzipation

Guten Morgen, Regen und graue Aussichten. Die Nachbarn schreien herum, der Mann mosert, weil die Heizung im Haus abgestellt wurde. Ich finde bei Sonnenschein und 25 Grad in der Stadt muss man aber auch nicht heizen? Aber nur meine Ansicht der Dinge. Auch aktuell habe ich hier bei offenen Fenstern die ganze Nacht 23 Grad. Gestern nicht viel passiert, ein paar Anrufe und Mails und mein Küchenregal endlich aufgebaut. Bin ich stolz auf mein Regal, endlich keine Kramecke mehr hinter der Tür, wo immer alles, was man sucht, ganz unten liegt. Nicht mehr so schläfrig, aber energiegeladen ist auch anders. Bauchschmerzen habe ich, die Lasagne war wohl nicht so gut.

Zukunft, keine Ahnung was daraus wird, ich weiß gerade schon nichts mit dem Jetzt anzufangen. Alles unklar und ich sehr erschöpft und hoffentlich nicht schon wieder im Burnout. Immerhin habe ich jetzt einen Arbeitgeber, der mich auch schützen möchte und nicht wie 2012 einfach immer weiterrennen lässt bis ich zusammenbreche. Stille gerade, ich habe mein Neuroleptika wieder leicht erhöht, schade um die Reduktion, aber sicher ist sicher. Die Psychiatrie möchte ich nie wieder von innen sehen, eingesperrt, mit anderen Verrückten und wegen Personalmangel unter Drogen gesetzt, während irgendwelche 20-jährigen Therapeuten ihr Uni-Wissen erstmalig an mir erproben. Und das soll gesund machen? Wenn das wohl zu irgendwas gut ist, dann wohl nur zum Schutz der Gesellschaft, damit die ihre Ruhe vor den Verrückten haben. Das ist zumindest der erlebte Ist-Zustand der Berliner Psychiatrie, den ich kenne. Dass sich da irgendwas während Corona verbessert hat, sehr unwahrscheinlich, denn es gibt noch mehr Personalmangel und noch viel mehr Verrückte.

Meine Wohnung gefällt mir in letzter Zeit immer besser, ich erobere sie zurück, nachdem der Mann jetzt endlich ein richtiges eigenes zu Hause in der Nähe hat. Manchmal habe ich Zweifel, ob Männer und Frauen überhaupt dazu gemacht sind zusammenzuleben, also lieben kann man sich ja, aber dauerhaft zusammen wohnen? Die Bedürfnisse sind doch sehr verschieden und oft wird Frau dann zur Magd, die dem Mann alles hinterher räumt und besorgt. Nicht so gut, aber die Hausfrau hat nun mal Tradition. Früher hatten die Frauen aber halt keine anderen Jobs, dass Frauen heute versuchen, berufstätig zu sein, Hausfrau zu sein und dann vielleicht auch noch Mutter, ist doch der schiere Wahnsinn. Ich kenne wenige Männer, die das auch versuchen. Da ist was gewaltig schiefgelaufen mit der Emanzipation, wenn Frauen versuchen alle traditionellen Frauenaufgaben und alle Männeraufgaben in einer Person zu vereinen. Es hatte schon einen Sinn, dass alle diese Aufgaben jahrhundertelang auf mindestens zwei Personen verteilt wurden.

Zurück zum regnerischen Berlin vielleicht heute mit meiner Schulung weitermachen und für den Moment Annie gelauscht, ein Song den meine Mutter liebte:

Regen, schlaflos, Vorräte, Kriegsbilder und Inklusion

Guten Morgen, ne eigentlich nicht gut, viel zu wenig geschlafen und aufgewacht im regnerischen Ambiente. Keine Ahnung was das ist, aber immer, wenn der Vater da war, komme ich danach nicht zur Ruhe und bin noch ewig wach. Angefangen in der Nacht die Vorräte zu sortieren, dann ein Hummus zu machen und einen Teig für ein Brot vorbereitet. Keine Ahnung, was das sollte. Also ich hätte jetzt Hummus und fertigen Brotteig da, außerdem die Erkenntnis, dass es in diesem Haushalt noch genug Mehl und Backmischungen gibt. Sollte das nicht reichen, gibt es noch reichlich Bohnen getrocknet und eingelegt, Tomatendosen und zahlreiche andere Gläser und Konserven. Eigentlich esse ich heutzutage nichts mehr aus der Dose oder dem Glas, aber ich ahne schon, ich werde damit wieder anfangen. Ich hoffe aber, dass es nie wieder Dosenobst in Zuckerwasser als Nachtisch gibt, wie zu meiner Schulzeit. Dann lieber gar kein Nachtisch oder jeden Tag einen Apfel.

Langsam zu lange zu Hause gewesen, es fängt an zu stinken und ich ahne schon, mein Körper wegen zu wenig Auslauf am Streiken. Die Bilder aus der Ukraine sind furchtbar, das ist neu an Krieg in 2022, überall Kameras, die Bilder in die ganze Welt tragen. Ich glaube hätte es eine derartige Kameraüberwachung in anderen Kriegen der Vergangenheit gegeben, sie hätten nicht so lange stattgefunden. Das ist kein Videospiel, kein Film, das ist Realität. Ist Videoüberwachung vielleicht doch zu etwas gut? Was ist die Steigerung, Überwachung wie im Minority Report? Es ist nur zu deiner Sicherheit, höre ich da in Gedanken und bekomme Angst. Sind die Menschen, die Sicherheit versprechen, nicht oft selbst das Problem? Kann man Menschen überhaupt so viel Macht geben und blind vertrauen? Ich kenne wenige so ehrenhafte Menschen, dass ich da annähernd vertrauen würde. Die meisten sind sich doch nur selbst die Nächsten.

Zurück zu meinen Berlin in April 2022, die Thunfischpizza gestern war gut, Thunfisch ist verdammt lange lagerbar, eine Dose in meinen Schrank ist noch bis 2026 haltbar. Gestern der Arbeitstag war ganz gut, viel gesprochen und beraten. Eine leise Hoffnung macht sich breit, dass die Versorgung von Kranken und Behinderten wieder besser wird, jetzt wo die Corona-Maßnahmen enden, dass sie wieder annähernd ausreichend wird. Inklusion scheint immer noch ein Luxusgut zu sein, dass es nur in guten Zeiten gibt. Pandemie, Krieg? Kommt alleine klar, wer die Zeit ohne Unterstützung überlebt bekommt später dann vielleicht mal wieder Besuch. Oh ich merke gerade nicht so ein fröhlicher Tag heute, alles kacke, die Aussichten trüb, immerhin der Kaffee ist gut. Neue Öko-Filter für die selbstgedrehten Zigaretten überzeugen nicht, aber ich wollte ja eh aufhören? Ach, mein Morgen in einem Song:

Asoziale Nachbarn, Senfeier, Wasser und Wein und kein Krieg

Ein Gruß aus der Nacht, der Nachbar hat Krach gemacht, wunderbar, das braucht eine Frau nahe am Nervenzusammenbruch: asoziale Nachbarn. Vielleicht sollte ich das Lärmprotokoll doch wieder aufnehmen und mich an die Hausverwaltung wenden. Mein Ansatz immer sozial sein zu wollen ist gegenüber Asozialen wohl der Falsche. Das hatten wir doch schon mal, und ist nicht gut ausgegangen. Dieses Mal werde ich deswegen nicht umziehen. Ich bin auch wichtig! Emotional etwas beruhigt, viele Mails mit der besten Freundin geschrieben gestern und den Mann rund gemacht. Der Sturm ist in Berlin bisher nicht so wild, dabei könnte aus meiner Sicht so einiges gern davon geweht werden. Kaffee gemacht, musste jetzt irgendwie sein, aber sehr dünner Kaffee, ich vermute, ein Italiener würde es nicht Kaffee nennen. Gegessen, Reste und ein Tiefkühlgericht, keinen Bock zu kochen, vielleicht heute Senfeier. Bürozeiten abgesagt, weil keine Termine vor Ort und sehr über die Kollegin geärgert. Hört das jemals auf? Dass soziales Verhalten als Schwäche verstanden wird? Die ausgenutzt werden muss? Ich finde, soziales Verhalten ist eine Stärke, keine Schwäche, besonders im Nachhinein. Ego kann doch jeder, als Ego werden wir geboren. Ego ist keine Entwicklung, Ego ist primitiv.

Ach ich weiß schon, warum ich schon mal Jesus genannt wurde, aber ist mein Ziel wirklich am Kreuz zu hängen? Manchmal fühle ich mich bereits so. Scheiß kirchliche Erziehung, dabei verhält sich die Kirche selber eher asozial. Wasser predigen, Wein trinken, sage ich nur. Ich bin wohl die einzige Idiotin, die Wasser trinkt und zwischen Besoffenen sitzt. Zumindest komme ich mir sehr oft so vor. Unklar was ich heute mache, gestern arbeiten hat mir aber ganz gutgetan, auch wenn ich immer noch verwundert bin, dass es Menschen gibt, die nach 2 Jahren Pandemie mit einer unrealistischen Wunschliste an das Sozialsystem ran treten. Soll man da gleich aufklären oder sie einfach mal gegen die Wand laufen lassen? Die Gesetze sind ja eigentlich auf deren Seite, die Realität ist nur eine ganz andere und welcher Mensch mit Hilfebedarf hat schon einen guten Anwalt und alle Zeit der Welt? Magen so weit ok, obwohl ich gestern auch Fleisch gegessen habe. Besonders erfreulich ist aber meine Nase, die ist mal nicht verstopft und tut weh, ich kann durch die Nase atmen, ich kann viel besser riechen, das ist einfach herrlich. Auch nachts kein Atmen durch den Mund und aufwachen mit Halsschmerzen.

Meine Kosmetikerin wurde gekündigt, schon die Zweite, gut muss ich mir eine Neue suchen, diese Schönheitsklinik am Kudamm war eh nicht so sympathisch. Dann suche ich mal neu in meiner Gegend. Es sind milde Temperaturen bei 8 Grad gerade, die Luft durch den Regen wunderbar sauber, wie sehr liebe ich frische Regenluft, Luxus für die Atemwege. Hoffe, mit Putin gibt es eine Lösung, dann halt keine Nato in der Ukraine, Hauptsache kein Krieg. Ich bin wohl eine unbelehrbare Hippie-Braut, auch über 30 Jahre Berlin konnten den Hippie in mir nicht töten. Fickt euch und euren Hass, es ist so einfach asozial zu sein, rühmt euch nicht damit:

Ärztin, kein Zeugnis, TV, Pizza, gekocht und verrückte Welt

Guten Morgen, zurück von der Ärztin und sehr enttäuscht bis wütend. Krankschreibung habe ich, Rezept habe ich, aber jetzt erklärte sie mir doch sehr deutlich, dass sie mir niemals ein Gesundheitszeugnis wegen der Adoption geben wird, weil sie gegen Adoptionen ist. Schönen Dank auch, hätte sie ja gleich sagen können und mich nicht monatelang hinhalten und Untersuchungen erzwingen. Also neue Hausärztin suchen? Nachdem die Dame mich wegen meines Gewichts schon so sehr diskriminiert hat, vielleicht eh sinnvoll? Immerhin die Krankschreibung habe ich, zu mehr scheint sie wohl auch nicht wirklich gut zu sein, schade. Mehr Stress für mich, nach dem Stress. Der Magen ist endlich besser, habe gestern fast normal gegessen und auch das Fieber ist weg, aber fit fühle ich mich trotzdem nicht, bin immer noch sehr erschöpft. Blutdruck unten, der Kaffee schmeckt und es ist dunkel und regnet heute.

Abends wird der Vater vorbeikommen, um hoffentlich endlich den Fernseher zu befestigen und eine Pizza zu verzehren. Gestern nicht viel passiert, morgens Termine abgesagt und dann geschlafen. Auch das fand meine Ärztin unpassend, man dürfe nicht mehr als 8-9 Stunden in 24 Stunden schlafen, weil das ungesund sei. Ich finde, aber wenn man krank ist, normal, dass man mehr schläft? All die Wochen davor hatte ich maximal 6 Stunden Schlaf die Nacht. Egal, vergessen wir diese Frau, keine Ahnung, ob ich da nochmal hingehe. Der Mann darf morgen endlich anfangen zu arbeiten, ich freue mich so für ihn und auch für mich, denn mit einem richtigen Job wird sich glaube ich für uns beide vieles verbessern. Gestern weiter Reste der Hühnersuppe gegessen und später noch das hier gekocht und nicht aufgegessen. Besonders der Zucchini-Dip war ein Highlight. Irgendwie stört mich das allein zu Hause sein gerade gar nicht, ich genieße es, was wohl heißt, dass ich wirklich fertig bin. Der goldene Herbst verschwindet gerade, gelbe Blätter erinnern noch an ihn, aber langsam wird es karg. Den Leuten geht es schlecht, aber mir auch. Verrückte Welt:

Schlaf und Vanilla Rain

Guten Morgen, keine sechs Stunden Schlaf, aber ich bin wach und es ergibt Sinn früh im Büro zu sein. Homeoffice gestern war ok und wieder kein Problem die Stunden vollzukriegen. Zum Glück immer noch keine total durchgeknallten Anrufer. Nach der Arbeit Paket abgeholt und einkaufen gewesen. Das neue Parfüm ist nicht meins, viel zu stark und aufdringlich, erst nach Stunden riecht es so, dass ich es annähernd gut finde. Aufgrund einer Erinnerung gestern angefangen den Film „Vanilla Sky“ zu sehen. Tom Cruise bleibt ein Depp und attraktiv, ja attraktiv fand ich ihn mal in den Achtzigern, vor Scientology. Der Tag grüßt grau, die Sonne dämmert und der Kaffee schmeckt. Angefangen morgens immer erstmal reichlich Wasser zu trinken und zum Kaffee später dann einen Keks zu essen. Keine Lust zu kochen gehabt gestern, also gab es TK-Hühnerfrikassee und Basmatireis. Ich weiß nicht, woher meine Erinnerungs-Blitze kommen, plötzlich erinnere ich mich an Dinge, die 20 oder 30 Jahre her sind. Doch die Erinnerungen sind echt, es gibt Zeitzeugen, es ist nur seltsam, warum mein Gehirn, das plötzlich auskramt. Durch die Neuroleptika war vieles davon jahrelang eingefroren und jetzt regnet es auf meinen Kopf? Lange lebte ich ohne klare Vergangenheit, jetzt setzt sie sich wieder zusammen. So viele falsche Erinnerungen aus der Psychose mussten aussortiert werden, dann lieber meine Vergangenheit, auch wenn die auch nicht lustig war. Hoffe mein neuer Fernseher kommt bald und das er ok ist, weiß man ja nie bei Warehouse-Deals. Der Vogel stresst und ich bin nicht hungrig, eigentlich einen anderen Song gesucht, aber darüber gestolpert, eine dicke, asiatische Lady Gaga, damit kann ich mich besser identifizieren, als mit dem Original:

Regen, eigentlich liebe ich Regen, besonders den Sommerregen, aber Gedankenregen ist echt anstrengend, aber Regenschirme waren noch nie was für mich.

Streit, Heulkrampf und Zukunft gesucht

Guten Morgen, gestern ist mir die Welt ein bisschen auf den Kopf gefallen, gerade läuft vieles schief und obendrauf noch der stressige Nachbar. Die Pizza gestern war gut, aber mit dem Vater fast gestritten, weil ich einfach nicht mehr konnte und einen Heulkrampf bekommen habe. Fand er nicht lustig, aber die Reaktion: „Du schaffst das schon“ war irgendwie auch nicht angemessen. Danach erstmal den besten schwulen Freund, dem Internet-Freund und dem Ehemann mein Leid geklagt, danach ging es mir wieder besser. Kaum geschlafen, weil ich nicht einschlafen konnte, aber heute früh mussten Dinge erledigt werden, damit ich mich nicht wie ein Käfer auf dem Rücken fühle. Die Idee umzuziehen kam gestern auch auf, ich fühle mich unwohl mit der Psycho-Familie unter mir und ich glaube die gehen nicht von alleine weg. Für den Moment keine Ahnung wie es weitergeht, aber checken wir mal die Optionen aus. Heute Abschied nehmen von einer lieben Kollegin, ich bin traurig, aber es ist ihr Leben. Der Vogel stresst, dank meines Blogs kann ich mich jetzt doch wieder an seinen ursprünglichen Namen erinnern, er heißt Gino, obwohl Terrorvogel viel besser passt. Der Kaffee schmeckt und ich rauche zu viel, auch gestern Abend nach dem ganzen Frust zu viel gegessen. Ja Selbstzerstörung, wenn die Welt nicht nett zu mir ist. Heute ins Büro, mit Kolleginnen, aber ich fühle mich derzeit nur bedingt arbeitsfähig. Muss mein Hörbuch noch zu Ende hören, aber ich komme nicht dazu, vielleicht am Sonntag, da hat der Vater abgesagt. Graues, regnerisches Wetter grüßt, Motivation sieht anders aus. Was wird die Zukunft bringen? Wo geht es lang? Keine Ahnung, ich bin nur ein Mensch:

Regen, müde, kochen und vorbei?

Guten Morgen, ne sein wir ehrlich es regnet seit gestern und weit und breit keine Sonne, dafür aber auch sehr kühl. Der Tag gestern mit dem Vater war gut, allerdings bin ich dann nach dem Frühstück auf dem Sofa eingepennt, über zwei Stunden. War aber nicht schlimm, passte sogar, früher schlief ich jeden Sonntag auf dem Sofa. Das Essen ist dann auch gelungen und es wurde spät. Aktuell könnte ich nur schlafen, nicht aus Depression, einfach Müdigkeit. Seitdem ich die Blutdrucksenker erhöht nehme bin ich nachmittags immer müde. Spät wurde es dann auch bei mir als ich nach Hause kam, kaum gechattet, Fernsehen nervte und dann knapp zwei Stunden einem Hörbuch gelauscht. Aktuell scheint es das gewesen zu sein mit Sandalen, es ist kalt, windig und regnet, da ziehe ich auch lieber Socken an, mein neues gelbes Lieblingskleid bleibt dann wohl auch zu Hause. Arbeit, Arbeit wartet morgen, vielleicht besser so, obwohl ich das mit der Tagesstruktur diese Woche auch allein hingekriegt habe. Heute Abend kommt vielleicht der beste schwule Freund, er wollte kochen und ich habe das hier vorgeschlagen. Habe ihn lange nicht gesehen, weil er auf Reisen war, bei uns gibt es immer viel zu besprechen. Der Kaffee schmeckt und ich bin müde, sagt auch mein Herzschlag unter 80, alles entspannt so weit. Mein Bein tut wieder weh, aber noch ist für mich gefühlt nicht der Zeitpunkt das Neuroleptika wieder zu reduzieren. Meine Welt dreht immer noch Scheibe, nichts von Sicherheit und Entspannung in Sicht. Der Nachbar bohrt wieder, was hat der für ein Problem? Die Straße ist laut, alle rasen wieder, jetzt wo Corona „vorbei“ ist. Leider ist gar nichts vorbei, aber gut diese Erkenntnis gibt es dann später. Angefragt für eine neue/gebrauchte Spülmaschine bei Ebay, obwohl das mit den Abwaschen per Hand gerade geht. Es gibt so einige Händler in Berlin, die sich auf gebrauchte Küchengeräte spezialisiert haben. Heute keine Pakete oder Lieferungen erwartet, auch mal ganz entspannend. Dieses ständige Warten zu Hause ist dann doch irgendwie anstrengend und ich dann der Stalker der am Rechner die Wege des Lieferanten verfolgt, weil ich endlich will das er da war und ich mich anderen Dingen widmen kann. Eigentlich fühle ich mich gerade nach Winter Traurigkeit, aber gestern hat der Vater mir einen Ohrwurm ins Ohr gesetzt, das dicke B klingt immer noch, also der Song des Tages:

Regen, Blumenkohl, Termine und zerstören

Guten Morgen, endlich Regen und die Temperaturen sind runtergegangen. Alle Fenster auf und kühle Luft genossen. Gestern wieder ein sehr anstrengender Tag und das, obwohl ich spät angefangen habe und offiziell keine Termine hatte. Graue Aussichten grüßen und ich hatte bereits eine Videokonferenz mit Kolleginnen und Chefin. Jetzt aber Pause und mein Morgenritual nachgeholt. Der Kaffee schmeckt und die Nacht war kurz, es war zu heiß und ich konnte erst spät schlafen. Einen Vertrag über ein Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung bekommen und ausgefüllt. Ich bin als Unterstützung für Menschen vorgesehen, die meine Ausbildung machen wollen. Gestern Blumenkohl gegessen und später veganes gratis Eis, war gar nicht so schlecht das Eis, kann man essen. Der Schatz wird arm beim Zahnarzt und schimpft, Fakt ist aber jetzt investieren ist besser als später sehr teuren Zahnersatz. Noch nicht geduscht, noch nicht gefrühstückt, aber derzeit ist es wichtig das Treffen mit den Chefs wahrzunehmen, sonst spricht eine Kollegin allein mit denen und leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass sie ganz andere Prioritäten sieht als ich. Voller Terminkalender heute mal sehen, wie es wird. Es ist immer noch schwer für mich zu erwachen nach der Sedierung, was aus meinem Körper geworden ist, ist eine Katastrophe, aber zwischen Erkenntnis darüber und der Heilung scheint ein unendlicher Weg zu liegen. Hinsetzen und einfach drüber heulen, ist aber auch keine Lösung. Manchmal frage ich mich, was das Leben eigentlich gegen mich hat, dass ich immer wieder durch die Hölle gehen muss. Ich muss ein sehr schlechter Mensch im früheren Leben gewesen sein. Oder das läuft nach dem Motto: „Ich wollte etwas Schönes zerstören!“. Egal was es ist, es ist scheiße für mich. Dann bin ich halt nicht mehr schön, aber immerhin lebendig und mache dann mal weiter. Die Klappe werde ich aber trotzdem nicht halten….

Grauer Regen, Büro und geräuchert

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht, aber Regen zum Morgen. Ja graue Aussichten bei 17 Grad und Regen sind immer noch ein Grund zum Freuen, nächste Woche sollen es 42 Grad werden. Heute ein wichtiger Team-Termin auf Arbeit. Wieder stundenlang Videokonferenz, gestern waren es 5 Stunden, zu lange, um es noch gut zu finden. Nachmittags dann ein ausgedehntes Mittagsschläfchen. Eines der wenigen guten Dinge im Corona Homeoffice, Mittagsschlaf ist meistens möglich. Allerdings brauche ich den auch seit Corona und nicht erst seit der Hitze mit schlaflosen Nächten. Der Blutdruck ist normal, der Kaffee schmeckt und ich habe etwas Bauchschmerzen, ist immer so, Stress gleich Bauschmerzen. Immerhin gestern einer Ratsuchenden aus der Patsche geholfen, ich dachte erst es sei aussichtslos zeitnah Hilfen zu erhalten. Ich hoffe, es geht ihr bald besser. Heute ins Büro, ich freue mich ein wenig, auch für mich, jetzt zu lange zu Hause und isoliert. Dieser ganze Internetkram ist halt kein Ersatz dafür echte Menschen irgendwo in der Stadt zu treffen. Die Zahlen in Berlin sind unten, jetzt lasse bloß nicht die Delta-Variante kommen, es reicht langsam, allein sein macht mehr Spaß, wenn man es nicht muss und wenn es nicht alle anderen auch machen. Neulich im Keller roch es nach Räucherstäbchen, keine Ahnung welcher Nachbar meinte, unser Keller muss geräuchert werden, ich tippe aber auf die Psychofamilie. Gegessen gestern Salat und Leberkäse, ja kein Bock zu kochen, dafür später auf Eiscreme. HelloFresh hat wieder Gutscheine geschickt, aber ich glaube trotz Gutschein werde ich die Boxen nicht bestellen, für mich allein zu teuer. Ich allein esse auch nur Nudeln mit Pesto. Heute also noch nicht die neuen Sandalen ausführen, es empfiehlt sich geschlossenes Schuhwerk. Feststellen dürfen, dass mein Tetesept Magnesium Präparat zu hoch dosiert für mich ist, also erstmal nicht mehr oder nur die Hälfte nehmen. Auf in das Grau des Tages:

Der Morgen, Mutter, Regen und kein Teenager

Guten Morgen, der Vogel stresst, da ist mein geringer Blutdruck doch gleich dahin, wenn man noch vor dem ersten Kaffee mit 120 Dezibel angeschrien wird. Nicht so gute Nacht, zu kurz und geschwitzt. Gestern nicht das Haus verlassen, außer zum Müll wegbringen. Das der Vater vorbeikommen wollte, hat dann doch noch dazu geführt, dass ich den Boden und den Vogelkäfig gereinigt habe. Der Vater kam spät und ging noch später, ich brauchte dann noch meine Zeit und bin dabei bei Negah Amiri hängen geblieben. Sehr amüsiert, mein Mann fände das sicher nicht witzig, er staunte neulich erst, dass es in Deutschland weibliche Komiker gibt. Die Pizza gestern ist ganz gut geworden und die Gespräche mit dem Vater ebenfalls. Heute eine Beratung und mal sehen, ob es was mit der Kollegin zu bereden gibt, keine Ahnung, ob ich die Wochenstunden noch voll mache oder besser nächste Woche mehr reinhaue, wenn ich mich noch mehr stabilisiert habe. Schaue ich den Kalender nächste Woche, sollte es kein Problem sein, nächste Woche ein paar Stunden mehr zu machen. Die Sonne scheint und ich bin scharf auf den angesagten Regen, gestern viel zu warm, trotz Ventilator. Die Pfingstrosen sind dahin, mal sehen, ob ich heute im Supermarkt neue kriege. Er hat wieder Spätschicht, mehr Ruhe für mich, gerade vermisse ich ihn nicht. Ich bin gerade dabei meine Seele zu sortieren und meinen Körper zu retten, da interessieren mich seine Probleme weniger. Mittlerweile denke ich, dass meine Mutter ihren Tod provoziert hat, indem sie letzten 2 Jahre nicht mehr ihre Blutdrucksenker genommen hat und auch keine Herztabletten, obwohl der Arzt sie verschrieben hatte. Das ist allerdings eine These, die mein Vater gar nicht hören wollte. Aber sie wollte nie ein Pflegefall sein, sie wollte nie behindert sein, doch am Ende war sie es. Sie war immer stolz, sie war immer Hanussen. Besonders im letzten halben Jahr vor ihren Tod hatte sie es nach 10 Jahren plötzlich eilig Erbangelegenheiten zu klären, eine Vorsorgevollmacht auszustellen und eine Patientenverfügung aufzusetzen. Die Patientenverfügung war erst wenige Wochen alt, als sie in der Klinik lag und es darum ging die Geräte abzuschalten oder nicht. Alles Zufall? Wie mein Vater es sehen will? Ich glaube nicht daran, gerade weil sie in den letzten Monaten mit mir so oft über ihren Tod gesprochen hat, mit ihrem Ehemann aber nicht. Wie nach ihrem Tod rauskam hat sie mir immer mehr anvertraut als ihm, ich wusste so viele Dinge, die er nicht wusste. Aber was hilft das Nachdenken, sie wird uns diese Frage nicht mehr beantworten können. Der Kaffee schmeckt, die Sonne scheint und die Bude sieht annehmbar aus. Keine Kaffeespuren auf den Boden mehr und ist er nicht da, laufen Spülmaschine und Waschmaschine weniger als halb so oft. Für den Moment kein Hunger und Sehnsucht nach einem schönen, erlösenden Sommerregen. Es wird Zeit, dass ich wieder ok bin, ein bisschen Teenagermusik dazu, wie gut das Youtube keinen Ausweis kontrolliert und mir erzählt ich bin zu alt dazu: