Ibuprofen, Orthopäde, rücksichtslose Alte, keine Macht

Ein Gruß aus der Nacht, aktuell mit weniger Schmerzen, dank reichlich Ipuprofen. Davon darf ich jetzt sehr viel nehmen, jeden Tag für die ganze Woche, sagt mein Orthopäde. Außerdem Sitzverbot für mich. Ich dachte sitzen geht noch, er ist anderer Meinung. Ansonsten gestern schockiert gewesen über das rücksichtslose Verhalten der Alten beim Orthopäden: Da wird geschubst, gedrängelt, mit Worten, Füßen oder mit dem Rollator. Frei nach dem Motto: „Ich bin alt, ich darf das!“. Dass jüngere Menschen vielleicht auch einen Bedarf haben, dass jüngere Leute einen Termin haben, dass jüngere Leute kaum stehen können vor lauter Schmerzen: „Scheiß darauf!“. Ja, die alten Leute sind viel länger und häufiger im Arztzimmer als meiner einer. Ich dachte bisher nur, die älteren wären rücksichtsvoller, weil sie Schmerzen und Leiden kennen. Genau das Gegenteil ist aber der Fall, keine Rücksicht auf andere und der Rollator als Waffe, um schnell zum Ziel zu kommen, denn die Zeit rennt. Wenn das nicht mal ein Sinnbild meiner und jüngeren Generationen ist: Wir erhalten einen kaputten Planeten, ein kaputtes Sozialsystem, werden im Rentensystem ausgeraubt und wenn wir dabei krank werden, dann machen uns die Alten beim Arzt erneut fertig. Respekt, ihr Alten wisst, wie man überlebt! Nach euch die Sintflut?

Wie kann man so scheiße sein? Weil ihr einen Krieg überlebt habt? Habt ihr deswegen irgendwelche Ansprüche an die jüngere Generation? Sind wir verantwortlich für eure Vergangenheit? Müssen wir dafür eure im Verhältnis zur Einzahlung viel zu hohen Renten bezahlen? Während wir keine Rente zu erwarten haben? Was glaubt ihr, was die nicht mehr so zahlreiche Jugend noch alles ertragen und richten kann für euch? Was glaubt ihr, was uns zur Fortpflanzung animieren soll, wenn jedes Kind sofort euren großen Schuldenberg aufgebürgt bekommt? Wenn überleben auch ohne Kinder schon schwierig genug ist? Nein wir müssen uns nicht erklären, ihr solltet uns mal erklären wie ihr euch ein Überleben der folgenden Generationen vorgestellt habt?! Bisher hatte ich immer sehr viel Respekt vor älteren, aber seit gestern, denke ich, dass die Alten die wirklich asozialen hier sind. Ihr verlangt Respekt und Rücksicht, aber wer gibt uns Respekt und Rücksicht? Stimmt niemand!

Genug gekotzt, ich muss mein Weltbild korrigieren, von wegen, die tollen älteren Menschen, ihr seid nicht toll, ihr seid selbstsüchtig und rücksichtslos. Zum Glück wird der Hund heute abgeholt, ich werde so erleichtert sein, auch wenn meine Mobilität unter Ibuprofen wächst, mit einem entzündeten Rücken ist nicht zu spaßen, überprüft werden muss auch die Niere bei mir, wenn ich dabei nicht von älteren im Wartezimmer platt gemacht werde. Ich könnte bei guter ärztlicher Versorgung noch über 20 Jahre eure Rente zahlen, überlegt es euch gut! Alternativ kann ich dann bald auch Rentnerin werden und mir einen Rollator besorgen, dann sehen wir uns täglich beim Arzt und ich werde vor euch da sein und alle eure Termine und Schmerzen ignorieren! Keine Ahnung, was aus einer Gesellschaft werden soll, in der die Alten Egomanen sind und die jüngere Generation Weicheier. Meine Generation ist da mittendrin, aber ob wir da irgendwas herausreißen können? Ich aktuell nicht, denn ich bin selber krank, krank im kranken System, wen wundert es? Aktuell bin ich wütend, enttäuscht und habe keinen Respekt, vor niemanden, der sich nicht sozial verhält.

Streit, Terror-Vogel, Insel und Rente

Guten Morgen, schon wieder eine zerhackte Nacht, aber ich fühle mich passabel. Etwas Sonne ist zu sehen und kein Laut zu hören. Gestern nirgendwo gewesen, keine Motivation und nur vor mich hin gearbeitet. Viel nachgedacht über den Streit auf Arbeit, eine Behauptung von vielen werde ich zurücknehmen, das Corona, die Arbeit und das Private einfach zu viel waren/sind, dafür kann die Kollegin nur bedingt was. Klar durch sie wurde die Arbeit noch anstrengender, aber dass es vorher schon zu viel war, dafür kann sie nichts. Ein lauer Tag grüßt und ich habe gestern zu viel Lasagne gegessen. Der Terror-Vogel schreit trotz Decke über den Käfig, er geht mir so sehr auf die Nerven, darf ich morgens nicht eine Stunde meine Ruhe haben? Der Vogel ist der größte und teuerste Fehlkauf seitdem ich Vögel haben. Er sollte ein Weibchen sein, er war extra teuer, weil geperlt, doch ein paar Wochen nach dem Kauf verlor er die Perlung im Gefieder und stellte sich als Mann heraus, der Tag und Nacht gerne schreit. Schwierig dazu zu dem Grundsatz bis an Lebensende zu stehen. Blutdruck ok, Herz etwas schnell, aber nicht gefährlich, keine Ahnung was ich heute Nacht träumte, kann mich an keinen Traum erinnern. Es ist seltsam jetzt ohne ihn zu leben, also er ist ja nicht gänzlich verschwunden, aber halt deutlich weniger da. Doch ich erinnere mich auch noch an den Nervfaktor, also unternehme ich nichts. Der Vater schreibt von der Insel, ich hoffe er hat eine gute Zeit, ich war seit 2018 nicht mehr da. Das war damals aber auch der Horror, weil der Vater keinen zweiten Bungalow gemietet hat und wir zur Beerdigung zu viert tagelang auf nur 30 m² hausten, war das schrecklich neben der sowieso schon schmerzhaften Trauer. Kein Rückzug, keine Privatsphäre, braucht man ja auch nicht, wenn man gerade seine Mutter beerdigt. ^^ Der Bruder ist dann nach ein paar Tagen ausgezogen und hat lieber am Pool geschlafen. Ich hätte wohl auch lieber auf eigene Kosten was anmieten sollen, statt diesen Horror zu ertragen. Aber ich glaube mein Vater hat einfach kein Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Rückzug und Ruhe brauchen. Er ist eher so ein Gesellschaftsmensch, er braucht ständig Menschen um sich, um sich gut zu fühlen, ich bin genau das Gegenteil. Der Kaffee schmeckt und ich muss wohl noch Lebensmittel wegwerfen, die er mitgebracht hat, die Hitze der letzten Woche hat den Vergammelungsprozess beschleunigt. Zum Paketshop komme ich auch heute nicht, Öffnungszeiten die nicht zu meinen Arbeitszeiten passen. Bei der Apotheke bestellt, ja im Alter muss man mehr investieren, um sich „normal“ zu fühlen, überall Zipperlein, überall Handlungsbedarf, um den Laden am Laufen zu halten. Wobei ich auch resultieren muss, dass es nicht nur das Alter, sondern auch ein Resultat von Lockdown, Neuroleptika und Trauer ist, dass mein Körper in schlechter Verfassung ist. Manchmal fühle ich mich schon wie eine Rentnerin, nichts mehr von der „Ich bin unsterblich“ Haltung aus jungen Jahren. Wäre die Rente nicht so mickrig, wäre ich vielleicht schon Rentnerin. Aber eine EU-Rente, die noch nicht mal den Hartz-IV Satz erreicht, nimmt einen die Freiheit nach einer schweren Krankheit eine Auszeit zu nehmen. Also habe ich darum gekämpft als erwerbsfähig zu gelten, auch wenn ich es von 2013 bis 2016 wirklich nicht war und ich, trotz aller Bemühungen, auch heute nicht voll erwerbsfähig bin und es wahrscheinlich auch nie wieder werde. So viel zur „sozialen“ Marktwirtschaft, wo Kranke und Alte weiterarbeiten müssen, weil es sonst nicht zum Überleben reicht. Die Pläne jetzt das Rentenalter auf 68 anzuheben sind ein Hohn für mich, wie soll ich bis fast 70 arbeiten? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich vorher sterbe und nie Rente bekomme, obwohl ich eingezahlt habe, ist leider höher. Da kann ich nur hoffen, dass mein Mann mich überlebt und wenigstens eine Witwerrente bekommt. Das ganze Rentengeld meiner Mutter ist unwiderruflich weg. Mindestens 30 Jahre eingezahlt und nichts bekommen. Zum Glück hat sie sich wenigstens ihre private Altersvorsorge, ein paar Jahre vor Ihren Tod, auszahlen lassen und in Immobilien gesteckt, somit haben ihr Ehemann und ich jetzt wenigstens etwas davon. Sie hatte immer Angst vor Altersarmut und wurde dann gar nicht alt, doch wie es scheint hat sie mich damit vor der totalen Armut bewahrt. Auf in den Tag, die Kollegin schreibt schon, aber ich bin noch nicht arbeitsbereit, erstmal duschen und vielleicht frühstücken und dann Mitmenschen.

Streit, Herzprobleme, Rente und woanders

Guten Morgen, gestern wieder Streit, den ich angezettelt habe. Ich will meine Ruhe. Denn gestern Morgen teilte mir meine Hausärztin mit, dass sie mir kein Gesundheitszeugnis für die Adoption ausstellt, wenn ich nicht zum Kardiologen gehe. Ich habe aber Angst vor dem Kardiologen, meine Mutter hatte Herzprobleme und mein Stiefopa ist daran gestorben. Außerdem ist bekannt, dass es schnell mal zur Herzschwäche oder schlimmeren durch Neuroleptika kommt. Dazu war gestern durchgehend mein Herzschlag viel zu schnell, erst abends senkte es sich ein wenig. Habe jetzt einen Termin beim Kardiologen im Juni, denn sterben ist dann doch keine Option. Vielleicht alles zu viel gerade, aber etwas zu schnell ist mein Herz schon ne Weile. Wie gut, dass ich krankgeschrieben bin, mein Gefühl sagt mir sonst ist ein Herzinfarkt nicht weit. Er war mittags als ich ihm das mitteilte sehr besorgt und rief sogar an, aber abends war er dann wieder egoistisch wie immer. Ich finde es ergibt keinen Sinn soziales Verhalten immer und immer wieder einzufordern, entweder sind die Leute sozial oder auch nicht. Wohnung gestern abends aufgeteilt, er in einem Zimmer, ich in einem Zimmer, so ging es irgendwie. Heute schon etwas ruhiger und weniger dramatisch drauf, aber meine Ruhe will ich immer noch. Jetzt ist er weg, arbeiten, sehr gut, nur leider kommt er durch den Frühdienst auch früh nach Hause. Das Konto sieht mies aus, denn auch die letzten Abbuchungen des Monats wurden gebucht, das Gehalt ist noch nicht da. Die nächsten Wochen werde ich wohl versuchen gar nichts mehr einzukaufen, ich habe genug Vorräte und er bringt ja auch noch Lebensmittel mit. Ich muss dringend die letzte Kochbox kochen, sonst kann ich das wegwerfen. Lebensmittelrettung scheint jetzt wohl mein Thema zu sein. Vermisse den Vater, den habe ich gestern nach dem Termin mit der Hausärztin angerufen und meine Sorgen und Befürchtungen geteilt. Er meinte, dass er nicht an einen nahen Tod glaubt, weil ich dazu zu fit bin, trotz schnellen Herzschlag. Er kennt das genau von seinem Vater, der mit Herzschwäche am Schluss kaum mehr etwas allein machen konnte. Das hat mich etwas beruhigt, dass ich jetzt einen Termin beim Arzt habe zeigt aber meine Angst. Die Woche endlich die restlichen Unterlagen zur Klärung meines Versicherungsverlaufes bei der Rentenversicherung eingereicht, wer weiß, ob ich die Rente bald brauche. Erstaunlich fand ich aber, dass die Schulzeugnisse aus den 90ern von mir sehen wollten, warum auch immer. Versuche die mögliche Rentenberechnung von mir zu verstehen sind gescheitert, es ist eine sehr trockene Materie mit zu vielen Regeln mit Wenn und Aber. Da muss ich den Spezialisten von der Rentenversicherung wohl einfach glauben, ohne es selber zu verstehen. Es wird also eine Überraschung was die meinen, was ich kriegen kann. Sollte ich wieder schwer erkranken, werde ich nämlich nicht wieder kämpfen, dann gebe ich auf und versuche mit der Rente irgendwo einen schönen Platz zum Leben zu finden. Ein schöner Platz zum Leben wird aber wahrscheinlich nicht Berlin sein, vielleicht noch nicht mal Deutschland. Dieses ständige Kämpfen, dieser ständige Wettbewerb mit mies gelaunten Leuten bei beschissenen Wetter, das ist für mich kein schönes Leben. Ein grauer Tag grüßt, ich verpasse da draußen nichts, aber werde wohl einen kurzen Tagesausflug machen, den ganzen Tag in der Wohnung sitzen ist auch nicht förderlich, ich bin schon viel zu lange hier. Auf in den Tag oder erstmal zurück ins Bett, es ist zu früh um irgendwas zu machen.

Etappen, Neuroleptika, Dosis und Rente

Guten Morgen, Etappenschlaf, aber 8 Stunden. Ich will meinen Schlaf zurück! Was waren das noch Zeiten wo ich 8 Stunden oder mehr durchschlafen konnte. Doch heute ist der letzte Tag meiner Ärztin vor der Rente, erst dachte ich mir ich bringe ihr ein kleines Geschenk und dann dachte ich mir aber auch, sie hat mir soviel schlechtes angetan, dass sie einfach keine Blumen oder Schokolade verdient hat. Gestern immerhin aufgeräumt und geputzt hier, aber auch viel geschlafen. Zum Glück habe ich keine Angst mehr vor Bus und Bahn, aber die Maskengeschichte ist immer noch sehr unangenehm. Die Nebenwirkungen meines neuen Medikaments sind so unangenehm, dass ich fast wieder so weit bin mein altes Medikament zu verlangen, auch wenn es meine Persönlichkeit tötet. Ich reagiere halt sehr empfindlich auf die Neuroleptika, da können alle Ärzte ihre Mindestdosistabelle in die Tonne treten. Er fängt jetzt mit der Deutschklasse an, endlich, ich würde mich auch gern mal in Deutsch mit ihm unterhalten, Englisch ist halt nicht meine Muttersprache und oft fehlen mir die Worte. Nach dem Arzttermin heute keine Termine, einkaufen müsste ich und hoffentlich ein neues Medikament oder eine neue Medikamtendosis bei der Apotheke holen. Ist schon seltsam, ich wollte mein neues Medikament nie, ich habe mich lange geweigert und jetzt ist es der Alptraum meines Lebens. Ich kenne zwar Leute die es vertragen, aber ich gehöre nicht dazu. Die Vögel singen ein Lied und der Kaffee schmeckt, immerhin der Blutdruck ist wieder ok. Diese Woche noch immer allein mit der Kollegin, aber wir wuppen den Laden schon. Auf in den Tag, heute Zähne gezeigt, es geht um mein Leben, mein Wohlbefinden und ich wünschte so sehr meine Ärztin hätte meine Pillen nehmen müssen, um endlich zu verstehen.

Blutdruck, Medikation, Ärztin, Urlaub und Mutter

Guten Morgen, immerhin fast 8 Stunden mit Unterbrechung geschlafen. Blutdruck zu hoch, aber noch nicht gefährlich. Habe mich überwunden und nutze jetzt das neue Gerät, was mir meine Hausärztin verschrieben hat, auch wenn ich da höhere Werte habe, als mit dem anderen bisherigen Blutdruckgerät. Der Termin mit der Ärztin gestern war etwas fruchtlos, sie möchte, dass ich vorerst bei der Medikation bleibe, aber ich werde sie jetzt abends statt morgens nehmen. Die Neuigkeit schlechthin war dann, sie geht schon nächsten Monat in Rente, wunderbar, ich wollte mir ja eh eine neue Ärztin suchen.^^ Mein Urlaub gestern gecancelt, nicht nur mein Gefühl, sondern auch Empfehlung der Ärztin, dass ich derzeit keinen Flieger betreten sollte. Nicht auszudenken was ich im Flieger mit Panikattacke mache oder wenn ich auf der Insel bin und vielleicht psychotisch werde. Blöd für den Vater, der wird jetzt alleine reisen, aber ich möchte nicht die nächste Frau sein, die auf einer Reise mit ihm verstirbt. Zu früh wach, Arbeit beginnt erst viel später, aber zum Glück heute nur Homeoffice mit kaum Terminen. Heute kommt der zweite Versuch mit meinem Kleid, 2 Nummern größer, ich hoffe dieses Mal passt es. Gestern die anderen Kleider zur Post gebracht, muss ja nicht sein, dass ich Kleider bezahle, die ich nicht haben will. Mit dem Schatz nochmal zur Krankheit und die abgesagte Reise gesprochen, aber wieder nicht mit den Pillen herausgerückt, ich glaube das möchte ich ihm in aller Ruhe von Auge zu Auge erklären und nicht per WhatsApp, wo er weit weg ist und ich sein Gesicht nicht sehen kann. Die beste Freundin hat sich schon ewig nicht gemeldet, schon schade, dass wir keinen Kontakt haben können, wenn es mir schlecht geht. Jahrelang glaubte ich, dass müsste so sein, aber jetzt kenne ich Menschen, für die ich da bin und die auch für mich da sind. Es gibt auch eine gute Nebenwirkung des neuen Medikaments, die dicke Frau isst nicht mehr soviel. Ich habe kaum Appetit und komme mit weniger aus. Habe es endlich geschafft einen Ableger von der Zitronenmelisse meiner Mutter zu machen, seitdem sie weg ist, halte ich ihre Gärtner Ehre nach oben. Mein Vater und mein Bruder versuchen das auch, durch ihre Pflanzen lebt sie ein Stück weiter und sie hatte viele Pflanzen. Schade um den Urlaub, aber ich habe zu große Angst und glaube nicht, dass der Vater mich generell und zum Todestag auffangen kann. Gestern ein langes Gespräch mit dem Vater gehabt, das gutgetan hat, ich muss aufpassen ihm nicht eine Mitschuld für ihren Tod zu geben. Vielleicht ist die Suche nach Schuld auch total unangebracht. Die Sonne scheint und der Tee schmeckt, ich fühle mich ganz passabel und die Vögel piepsen, ich habe keine Lust mehr auf Corona, ich will meine Mutter zurück und eine vernünftige Medikation, aber ich weiß, die Wille sitzt auf den Dach.

Wach, Plexiglas, Gardinen, Medikamente, Geld und Rente

Guten Morgen, keine Ahnung warum ich schon wach bin, vielleicht gehe ich gleich wieder ins Bett, ist schließlich mein freier Tag. Meine Vögel singen aber schon ne Weile ein Lied, wohl wegen Sonnenschein, denn Futter und Wasser haben Sie. Der Juli rückt näher und damit vielleicht auch wieder eine reguläre Bürotätigkeit. Diese Woche kommen die Plexiglasscheiben. Gestern mit dem Vater war ganz nett, aber mega geil ist, ich habe jetzt Gardinenstangen mit Gardinen dran. Ein bisschen Privatsphäre für mich. Nur eine Gardine muss noch gekürzt und gesäumt werden. Feststellen dürfen, dass überwiegend festkochende Kartoffeln nicht geeignet sind für Bratkartoffeln, es wird zu matschig. Mal sehen, ob hier heute was geliefert wird, angekündigt ist was, aber ich glaube nicht mehr recht dran, nachdem ich erst DHL und dann auch Amazon abschreiben konnte. Meine Hoffnung ist jetzt Hermes, die haben bisher geliefert. Heute erster Tag ohne mein altes Medikament, 14 Tage Übergangszeit reichen habe ich beschlossen. Das neue Medikament macht mich hyperaktiv, ich rede zu viel und zu schnell und kann die Füße kaum still halten. Allerdings lässt diese Wirkung im Laufe des Tages nach. Ich hoffe, das pendelt sich noch auf ein normales Maß ein. Für mich das erste Neuroleptika das nicht sediert, sondern genau das Gegenteil bewirkt. Alles gut hier, ich muss nur mit dem Geldausgeben aufhören, denn durch Corona und die ganze Umgestaltung hier, habe ich mehr Geld ausgegeben als sonst. Jetzt habe ich aber wirklich alles und die Haushalts verschönerten Ausgaben sollten sich wie gestern, auf 3 Euro für einen Bügelsaum beschränken. Ich sehe etwas Sonne durch einen wolkenreichen Himmel scheinen, gestern der Regen war toll, denn es war viel zu schwül. Heute schon besser, bei hoher Luftfeuchtigkeit komme ich nicht klar. Mein Kreislauf spielt dann verrückt und das Atmen fällt mir schwer. Einen Ruhestand auf einer karibischen Insel kann ich also vergessen. Apropos Ruhestand, ich warte immer noch auf die Neuberechnung meiner Rente, über 7 Jahre Ausbildung fehlten im Versicherungsverlauf, das sollte doch zu einem Anstieg meiner theoretischen Rente führen. Zwar möchte ich derzeit keine Erwerbsminderungsrente beantragen, aber vielleicht kommt es nochmal so weit, dann wäre es gut, wenn ich davon leben kann, 2013 war das nicht möglich. Gleich bekomme ich frische Brötchen geliefert, das nenne ich einen guten Service, der Kaffee ist auch noch warm und ich schaue dann mal was mit dem Tag wird.

Homeoffice, Shortbread, Urlaub, Corona und Rente

Guten Morgen, also auf meinen Blutdruck wirkt sich das Homeoffice gut aus, aber ich würde doch wieder gern ins Büro, auch wenn ich mehrfach hörte, dass derzeit Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so anzuraten sind. Zwar sind die Busse und Bahnen leer, aber die restlichen Fahrgäste zeigen oft wunderliches Verhalten. Unter mir gerade Disco mit schlechter Musik, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob es mit anderer Musik viel besser wäre, ich bin seit der Kontaktsperre Ruhe verwöhnt. Gestern mit der Arbeit nicht aus dem Pot gekommen, irgendwie war der Arbeitstag irre lang und wollte nicht enden. Ich hoffe, heute wird es besser. Immerhin eine kurze Woche, Freitag bis Montag habe ich frei. Der Kaffee schmeckt und draußen grüßt ein sonniger Tag, alles gut so weit. Heute früh nach Mitternacht noch Shortbread gemacht, meiner erster nicht perfekter Anlauf, aber trotzdem sehr lecker. Die Kosten betragen dabei keine 2 Euro für fast 800 gr. Shortbread. Die Vögel zwitschern und mir ist nach Urlaub, vielleicht sollte ich trotz Krise und Reiseverbot Urlaub beantragen, dann kann ich zu Hause heimwerken. Der Jahresurlaub ist noch unangetastet. Gestern das hier entdeckt und für gut befunden, dass mir die Rente um 43 % gekürzt wird, wäre mir sonst völlig entgangen, während ich hier zu Hause völlig unpolitisch zwischen meinen Vorräten sitze und backe. Heute vielleicht Paketlieferungen, vielleicht auch nicht, dabei finde ich z.B. eine neue Klobrille, durchaus wichtig, denn die Alte ist kaputt und der Toilettengang damit ein Balanceakt. Aber was rede ich da, natürlich ist eine Klobrille keine überlebenswichtige Priorität, notfalls geht es auch ohne, trotzdem Konsum von viel Gebäck. Auf in den Tag, die Dusche und selbstgebackenes Brot wartet und leider kein Grund das Haus zu verlassen.