Schlaf, Homeoffice, Mietenwahnsinn, Strom und Mindestlohn

Guten Morgen, endlich mal 7 Stunden geschlafen, ich hoffe das kann ich wiederholen. Gegessen gestern weiter Glasnudeln. Im Büro war es nicht so toll, denn es finden sehr laute Bauarbeiten statt, wie man da dann den ganzen Tag sein soll, ist gerade fraglich. Ist auch in der Beratung nicht so eine tolle Geräuschkulisse, wenn nebenan ein Haus abgerissen wird. Die Inzidenz steigt auch, also zurück ins Homeoffice? Ist jetzt nur blöd, ich habe bereits sehr viele geplante Termine. Gestern war sehr anstrengend, gleich zwei sehr verrückte Frauen, danach war ich platt. Irgendwer hier im Haus ist aus- und eingezogen, ich tippe auf die Wohnung über mir, schleichend werden hier alle Wohnungen von Eigentümern bewohnt. Der Mittelstand versucht seinen Arsch zu retten, in einem Berlin wo die Mieten explodieren. Wer es finanziell irgendwie kann, kauft sich eine Wohnung, um dem Mietenwahnsinn zu entgehen. Angefangen in meine momentane Teamleiterfunktion reinzuwachsen, wollte ich nie, aber wenn es sonst keiner macht, kann ich auch nach Hause gehen.

Die Stromgesellschaft hat Geld geschickt, da müsste noch mehr kommen, denn der Abschlag war viel zu hoch. Zum Glück lag mein Strom-Verbrauch schon immer bei nur 50 % dessen, was sie für einen Single-Haushalt erwarten/berechnen. Keine Ahnung wie ein Single-Haushalt so einen hohen Verbrauch haben soll, dafür müsste ich schon immer und überall alle Lichter und alle Geräte anlassen? Heute soll endlich die Mission Fernseher beendet werden, der Fernseher soll an die Wand montiert werden und der „wertvolle“ zu kleine Ikea-Tisch aus Pressspann kann entsorgt werden. Der Mann hat weiterhin Vorstellungsgespräche, für qualifizierte Arbeit, ich drücke ihm die Daumen, ich mag nicht dauerhaft die Frau sein, die mehr verdient und mehr zahlt. Ich wollte Gleichberechtigung, nicht die Zahlmeisterin sein. Will er ja auch, aber was soll man(n) machen, wenn man immer nur Jobs zum Mindestlohn bekommt? Ist auch schwierig für seinen Stolz.

Der Kaffee schmeckt, es ist dunkel, es regnet und windet stark. Die Jukebox im Kopf meldet diesen Song:

6 Stunden, das dumme Sachsen-Mädchen, kein Opfer und Barrikaden

Guten Morgen, 6 Stunden scheint mein neues 8 Stunden zu sein. Jetzt bin ich immer wach nach 6 Stunden. Gestern Abend noch ausgiebig mit der Ebay Käuferin gestritten, sie wollte kein Geld mehr überweisen und als ich einwilligte, damit sie mich in Ruhe lässt, wollte sie sogar noch Geld zurück, angeblich, weil Ware nicht in Ordnung war, warum hat sie sie dann mitgenommen? Beweisfotos, auf denen nichts zu sehen war, außer dass sie gute Ware in Säcke getan hat. So ein freches, stressiges, wahrscheinlich Nazi-Mädchen aus Sachsen. Entschuldige an alle netten Sachsen, aber meine Erfahrung ist erneut: Aus Sachsen kommt nichts Gutes. Ich hoffe sie meldet sich nie wieder, denn selbst wenn Ware nicht in Ordnung war, sie hat auch Ladeneinrichtung mitgenommen, die nicht Teil der Annonce war. Ach was rechtfertige ich mich, weil ich an ein gieriges, unverschämtes Mädchen aus Sachsen geraten bin. Ich verkaufe nichts mehr an Sachsen.

Ich muss trotzdem noch ins Lager, aber jetzt ohne Druck, die Wintersachen spenden bevor der Winter kommt, klappt trotzdem. Ach hätte ich doch komplett verkauft, für einen höheren Preis an eine angenehmere Person. Merke auch: Ebay Verkäufe nie wieder mit der eigenen Handynummer. Es ist noch dunkel, der Kaffee schmeckt und heute geht es ins Büro, finde ich aber gut, will heute nicht hier bleiben. Der 10te Tag Arbeit ohne einen freien Tag dazwischen, immer ist irgendwas an meinen eigentlich freien Tagen von der Hauptarbeit. Die Bude sieht nicht so gut aus, komme zu nichts, wenn ich hier bin koche oder schlafe ich. Gestern das hier gekocht, dem Mann waren das zu viele Glasnudeln und zu wenig Fleisch. Gestern Abend mit einem alten Freund aus Abi-Zeiten gesprochen, man sind wir beide alt geworden. Er ist so eine Mischung zwischen George Michael und Otto und damals ein verdrogter Partyking. Essenslieferung gestern hat geklappt, vollständig, keine Ahnung warum Rewe das drauf hat und Bringmeister nicht.

Auf in den Tag, die Überlebende lebt dann mal weiter, mit Erkenntnissen die meine Welt nicht braucht. Ich habe mich nie als Opfer gesehen, aber bin es doch? Obwohl Opfer bleiben liegen nach einem Attentat, ich bin immer wieder aufgestanden, wonach auch immer. Immer stolz mit dem Kopf durch die Wand. Barrikaden? Kein Hindernis, immer durch…

Homeoffice, Squid Game, alte Kinder und zu jung

Guten Morgen, zu wenig Schlaf, aber heute Homeoffice also ist auch ein Schläfchen später möglich. Heute kommt der Hund zu mir, aber nur tagsüber, so blieb mir der nächtliche und extreme frühe Spaziergang mit dem Hund erspart. Gestern leider nicht viel hingekriegt, beim Arzt gewesen, eingekauft, geschlafen und telefoniert und gechattet. Die seltsame Nachbarin hat ein Paket für mich angenommen, unangenehm dort zu klingeln. Amazon versendet gerade wieder mit DHL und nicht mit dem eigenen Boten, dafür hat frau aber kein Prime, um ein Paket irgendwann im Paketshop abholen zu können. Gestern auf Empfehlung in „Squid Game“ hereingeschaut, was für ein kranker Scheiß. Asiaten in Serie brutal ermorden, vielleicht lustig für andere, verstehen brauche ich das nicht. Keine Ahnung was Zuschauer daran gut finden, ich habe genug gesehen und wechsel dann auf den Disney Channel. Mit der Käuferin gestern noch gechattet, hoffentlich klappt das alles reibungslos, eine Last auf meinen Schultern weniger, wenn das Lager geräumt ist, ich habe dann nur noch ein Kanapee dort stehen.

Gegessen gestern noch Reste vom Curryreis und später Fisch und Kartoffeln, keine Lust zu kochen. Der Kaffee schmeckt und es dämmert gerade. Erwachsensein, das hatte ich mir lustiger vorgestellt. Fakt ist aber, sowas gibt es vielleicht gar nicht, sondern nur ältere Menschen die sich den Erwartungen angepasst verhalten. Die meisten wollen doch nur überleben und nicht erwachsen sein und spielen dann halt die ihnen zugewiesene Rolle. Nach außen hin bin ich vielleicht erwachsen: Ich habe eine Wohnung, Arbeit, einen Ehemann, aber innerlich bin ich immer noch Pippi Langstrumpf, alternativ auch Ronja Räubertochter. Die Müllabfuhr macht Lärm, vielleicht habe ich einen neuen alten Duft für mich gefunden, ich hatte den Duft schon mal in meinen 20ern versucht, aber damals fühlte ich mich zu jung dafür, heute passt es. Stichwort zu jung, die Jukebox im Kopf spuckt diesen Song des Tages aus:

Marathon, Gemüsedöner, Lager, Sitten und keine Egoisten

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber die Nachbarin über mir läuft Marathon in ihrer Wohnung. Keine Ahnung wo man Samstag früh um 6 hin muss, aber Sie rennt und rennt und findet anscheinend den Ausweg aus ihrer Wohnung nicht. Gestern auf dem Heimweg einen extra Umweg gefahren, um einen Gemüsedöner zu kriegen. War lecker und genauso lecker wie bei Mustafa, nur ohne Schlange. Im Büro war es ok, eine Beratung einer Angehörigen, Datensicherung, anlernen des Azubis, bloß selber keinen Stress machen. Der Kaffee schmeckt und es ist noch dunkel, ich muss aber heute früh arbeiten, weil ich auch früh frei brauche, um danach ins Lager zu fahren, um das Problem: „Vater will, dass ich Lager räume, aber gleichzeitig stellt er alles so zu, dass ich an nichts herankomme“ zu lösen. Mit dem Mann weiter gestritten, ich könnte auch schweigen. Nach der Arbeit noch geschlafen, ich vermisse mein Mittagsschläfchen aus dem Homeoffice. Schlaf ist so wichtig für meine Stabilität, besonders jetzt. Stress und kein Schlaf, das geht nicht lange gut. Der Countdown zu meinem Geburtstag läuft ab, die große 45 droht, nicht mehr lange zu einem halben Jahrhundert. War nie mein Plan so alt zu werden, was aber auch am evangelischen Glaubensansatz liegt, dass das Leben leiden ist und die Erlösung/die Belohnung erst im Himmel kommt. Ich bin mir nicht sicher, ob meine Mutter im Himmel ist, sie war beides gut und schlecht, die Erinnerungen des kleinen Mädchens, das ich war, waren aber überwiegend schlecht. Schläge, Vernachlässigung, emotionaler Missbrauch, nur um nur die Top 3 zu nennen. Ja, das waren noch die lustigen 70er und 80er, wo es noch keine Helikopter-Eltern gab. Keine Ahnung wie die Generationen davor ihre Kindheit überlebt haben, denn da waren die Sitten noch rauer.

Anderes Thema, wir haben 2021, eine Zahl die immer noch beeindruckend ist, gestern über Amazon aufgeregt: „Paket wurde einem Hausbewohner übergeben“ aber kein Hinweis darauf, welcher Nachbar. Ich klingel doch jetzt nicht bei jedem Nachbarn auf Verdacht. Besonders bei denen unten möchte ich echt nicht klingeln. Die Bude sieht mies aus, keine Zeit zu putzen, wann auch und mit welcher Kraft? Mache nur das Nötigste, wie Müll wegbringen und Abwasch in die Spülmaschine räumen. Schlafe derzeit wieder wie ein kleines Mädchen, nur Größen angepasst, heißt: ich in der Mitte eines großen Bettes mit zwei großen Decken und ganz vielen Kissen. Gibt irgendwie Geborgenheit. Der Mann kommt heute noch vorbei, mal sehen, wie das wird, große Sehnsucht habe ich gerade nicht. Ich brauche keine ausgeprägten Egoisten in meinem Leben. Der Bruder schickte gestern Musik, dieses Mal ein Volltreffer für mich, gute Musik und noch besserer Text:

Danke Bruder!

Wochenende, Disco, Job und Psychose-Musik

Guten Morgen, keine Ahnung warum, aber wieder sechs Stunden Schlaf. Endlich Wochenende. Brauche ich auch dringend. Alles zu aufregend/anstrengend gerade. Zu kalt geworden, um mit offenen Fenster zu schlafen. Gestern Nacht um eins noch Türkendisco vor der Tür, war das laut, ich vermute, viele andere wurden geweckt. Der Kaffee schmeckt und über die Geschichte von Melanie nicht (wieder) verrückt werden. Der Mann hat endlich einen Job gefunden, wie es scheint, im Homeoffice, ich freue mich für ihn und gleichzeitig bin ich aber etwas ketzerisch, ob er dann nach einer Weile mehr Verständnis für mich hat, die jetzt viel zu lange im Homeoffice war. Warten wir ab. Die Zeit stellt so vieles klar. Gestern noch meine Brandnooz Coolbox erhalten, hatte ich schon vergessen, dass ich die Dezember 2020 bestellt hatte. Sehr schöne Box, mit einer Menge vegetarischen und veganen Kram, leider dank DHL aber kaum noch gekühlt, als es ankam. Aktuell Lebensmittel mit DHL in zu verschicken ist doch sehr^^ optimistisch. Das Lager wartet auf mich heute, ich will früh mit Kamera hin, damit das Licht noch gut ist, danach aber dann kein Entkommen mehr vor der Exceltabelle?! Gestern nach der Arbeit musste es Döner sein, ich vermute ich stinke heute noch, aber Döner macht schöner. Keine Ahnung, ob der Mann dann heute herkommen wird für seine Fahrrad-Schicht, könnt gut sein, dass er jetzt „krank“ ist bis der neue Vertrag beginnt. Morgen kein Vater Besuch, weil Wahlen und Marathon, da bleiben wir beide lieber zu Hause. Die Rosen des Mannes blühen wunderschön, schade, dass ich an sowas meist erinnern erpressen muss. Der Terrorvogel freut sich lautstark über den Tag, ich freue mich nicht so, wenn ich ihn höre. Gestern noch baden gewesen und Musik gehört, mein besseres Englisch versaut mir so manchen Song, weil ich endlich die Texte verstehen, für den Moment gestorben ist die über Psychose singende Rihanna. Hat die etwa auch zu viel gekifft? Dann lieber ruhigere Musik, über die Erinnerung, hoffentlich wird wirklich alles gut…

Die Neuen, Freaks, Glutamat und Zeitsprung

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber immerhin durch. Der Trick mit dem Schlafen ist doch so einfach, einfach mal vor oder spätestens um Mitternacht schlafen. Ist mir nicht gelungen. Die Eigentümerversammlung gestern war grausam, weil zwei Neueigentümer meinten das die üblichen 1,5 Stunden nicht reichen und sehr viele Fragen und besonders Einwände formulierten und das ganze dann auf 2,5 Stunden verlängerten. Tolle Sache so 2,5 Stunden am Stück ohne Pause im geschlossenem Raum mit Maske. Formulierte auch ein anderer Besitzer, aber die neuen gaben keine Ruhe. Danach dann gestresst heim, Mann getroffen und dann zu spät zu Netto. Zu spät, weil bereits alle Wochenangebote ausverkauft waren, ich frage mich was da Montag Morgen los war, dass z.B. ein Wochenvorrat Pfifferlinge bereits ausverkauft war. Es gibt da aber einen sehr herzigen neuen Kassierer, seelisch krank, nicht nur zu sehen an den Narben an seinem Arm vom Ritzen, den ich sehr mag. Wir Freaks halten zusammen, also ab sofort mein Lieblingskassierer. Irgendwie ist mein Radar für seelisch Kranke feiner, bewusster geworden. Früher fand ich solche Leute einfach nur irgendwie anziehend und sympathisch, heute weiß ich warum. Es zu wissen ist deutlich besser, denn Beziehungen mit Freaks können freundlich gesagt auch mal sehr anstrengend werden. Aber wie meine Mutter sagen würde: „Einfach kann jeder!“. Gegessen dann ein asiatisches Menü vom Imbisswagen, die Zutaten (Ente, Reis, Gemüse) waren prinzipiell gut, aber die Soße, die Soße war nur Glutamat mit Wasser. Gut, nicht mehr da kaufen. Vögel abdecken am Morgen, blöde Idee, weil eine Krähe vorbeiflog und der Terrorvogel anfing zu schreien. Der Kaffee schmeckt und heute Homeoffice, ich fühle mich aber tatsächlich so, dass ich anfangen könnte die Warteliste abzutelefonieren. Die Trauer um die Kollegin ist umgeschlagen in Wut, ich mag und mochte ihre teilweise dominante, unberechenbare Art auf Arbeit nicht. Privat ist sie ein Schatz, aber im Beruf, es gibt lustigeres, als angeschrien zu werden und nicht zu Wort kommen zu dürfen. Es wird trotzdem schwer ohne Sie, denn so verbleibe ich mit der Kollegin, mit der ich am wenigstens kann. Ein grauer Tag grüßt und es ist frisch, immerhin kein Regen. Aktuell habe ich den Eindruck, nachdem ich beziehungstechnisch meine Teenagerzeit wiederholt habe, dass ich mich wieder an mein 11-jähriges-Ich angenähert habe. So viele Erinnerungen an damals, was war ich damals für ein cleveres und kampfbereites Mädchen. Darüber hinaus aber auch eine Lolita, was die Sache nur unnötig komplizierte. Lolita werde ich nie wieder, aber ich denke das ist auch gut so, als ein kleines Mädchen ohne Plan zu sein, dass Begehrlichkeiten auslöst und das nur als Aufmerksamkeit sieht, böser Fehler. Mit meinem Hörbuch: „Unkaputtbar“ von Nicole Jäger komme ich gerade nicht weiter, nachdem ich es erst kaum erwarten konnte, verlor ich bereits nach 2 Stunden das starke Interesse. Zu viel Hausfrauen-Psychologie, zu wenig Gemeinsamkeiten mit meinem Leben. Aber ich werde es noch zu Ende hören. Eigentlich ist sie sehr lustig, aber lustig gibt es in dem Buch nicht, eher Predigten. Schade, hätte ich anders geschrieben. Egal, bin ich jetzt mal fertig mit meinem Zeitsprung? Oder noch mittendrin? Passend dazu, meine Lektion in Diversity als Kind:

Murmeltier, kochen, Schlaf und Ohrwurm

Guten Morgen, sagte das Murmeltier, ja Schlaf ist gerade wirklich mein Motto. Gestern tagsüber sechs Stunden extra geschlafen. Ich bin so müde gerade, aber gut die Woche und alles war sehr anstrengend. Gestern also nicht viel passiert, ich war beim Paketshop, habe gekocht, geschlafen und noch Fernsehen geschaut. Heute kommt eine neue Kochbox von HelloFresh und danach geht es weiter mit Dinnerly. Mit Gutscheinen zahle ich da nämlich auch nur 3-4 Euro pro Mahlzeit, ein Döner ist teurer. Die Straße ist noch sehr ruhig, kaum Autos und der Himmel grüßt wolkig. Keine Sehnsucht nach dem Mann, wir haben uns diese Woche genug gesehen. Vielleicht heute aufräumen und putzen, gerade fühlt es sich so an, als wäre das im Laufe des Tages möglich. Kaufe keinen Tabak mehr auf Vorrat, wer Tabak will, kann auch seinen Arsch bewegen oder es lassen. Morgen zum Vater für ihn gibt es Spaghetti mit Shrimps. Habe den Eindruck, dass es weder Vater noch Ehemann so toll finden, dass ich aufgehört habe/hatte für sie zu kochen, aber ich will keine selbstverständliche Gewohnheit sein. Ich liebe kochen, aber ein bisschen Wertschätzung dafür wäre auch ganz schön. Blutdruck normal, Herzschlag unter 80, ich scheine endlich entspannt zu sein, auch keine Magenschmerzen mehr. Ich schlafe aktuell 6 Stunden durch und manchmal kann ich danach weiterschlafen. Denke ich an die vergangenen Monate ist das eine Verbesserung, kein Etappenschlaf mehr mit maximal 2-3 Stunden am Stück schlafen. In der Wohnung fühle ich mich auch wieder allein sicher, nur beim Einschlafen habe ich manchmal ängstliche Momente. Der Kaffee schmeckt und ich ärgere mich immer noch über den Kardiologen, wie übergriffig mir einfach fachfremde, von ihm erfundene Diagnosen in den Arztbrief zu schreiben. Die Beschwerde dazu ist bereits raus, aber bisher keine Antwort. Dass der Schatz hier nicht mehr wohnt, hat einen Vorteil: Ich habe jetzt ein richtiges Arbeitszimmer nur für mich. Ich gelobe hiermit an meinen Homeofficetagen nur noch dort zu arbeiten, meine Kunden haben in meinem Wohnzimmer nichts zu suchen. Das mit der Verkabelung dazu kriege ich auch noch hin. Der Recruiterin gestern geschrieben aber einen leider nicht zu Ende korrigierten Lebenslauf geschickt, blöder Fehler. Frau sollte nicht morgens beim ersten Kaffee Dokumente herausschicken. Aber gut, so scharf war ich auf den Job auch nicht, war ja eher Neugier auf das Angebot. Ich hoffe die Kollegin ist nächste Woche wieder da, wäre schön, nicht allein zu arbeiten. Kein magisches Denken gerade, nur immer noch zu viele rote Autos, aber vielleicht normal im Osten? Oder es ist nur meine Wahrnehmung, dass ich jetzt besonders aufmerksam auf Autofarben reagiere? Wie viel rote Autos mir früher täglich begegnet sind, weiß ich nämlich nicht. Der alte Geliebte der Mutter hat nicht geantwortet, schade, aber auch verständlich. Bis diese Woche dachte ich, dass ich die Einzige bin, die noch nicht fertig ist mit der Trauer um die Mutter, aber der Vater sprach diese Woche von einer Erkenntnis was es bedeutet, ohne sie zu leben, aber ich habe nicht nachgefragt was das bedeutet, das kommt dann morgen. Der Ohrwurm zum Morgen, denn ich sogar auf Vinyl habe:

„It’s my life, I do it my way
You don’t like my way?

Then hit the highway!“

Wünsche ein schönes Wochenende da draußen!

Schlaf, Chef, rote Autos und müde

Guten Morgen, schon besser. Das war eindeutig zu viel Stress und zu wenig Schlaf die Tage. Auch heute Nacht wenig Schlaf, weil ich einfach nicht einschlafen konnte, nachdem ich entdeckt hatte, dass man mein alter Chef nach 8 Jahren auf einen meiner Social Media Profilen war. Was will dieser Arsch? Ich hatte ihn doch gelöscht und wie ich auch dachte gesperrt. Mit diesem Mann möchte ich sicher mein ganzes Leben nichts mehr zu tun haben. Es reicht doch, wenn er mein Leben einmal zerstört und sich daran bereichert hat. Mit dem Vater war es gestern angenehm sehr viel geredet und etwas Neues zu meiner Vergangenheit erfahren, einen Fakt den meine Mutter mir nie mitgeteilt hatte, aber ihm. Gestern nicht mit dem Freund gechattet, irgendwie reicht es gerade, wir reden immer sehr lange, aber aktuell habe ich den Eindruck, dass seine Depression meine schlimmer macht. Das ist nicht so gut, bei aller Sympathie. Ich brauche jemanden der mir, wenn ich sage: „Die Welt ist scheiße“ widerspricht und nicht noch 10 Beweise liefert wie scheiße die Welt ist. Das ist, dann glaube ich, dann auch für ihn nicht so förderlich. Stille hier und Sonnenschein, nicht so viel über die Vergangenheit nachdenken, ich kann sie nicht mehr ändern. Was in meiner Hand liegt, ist das Jetzt und Morgen, der Rest gehört, wem auch immer. Was mich vorgestern endgültig verunsichert hat, war die Sache mit den Autos, vor meiner Tür. Im direkten Blickfeld standen 7 rote Autos. Ein statistisch unwahrscheinlicher Fakt. Denn rot ist bei den Deutschen mit 7,2 % aller Autos keine übliche Autofarbe. Vor meinem Fenster waren aber 7 Autos von 20 rot. Um sicherzugehen, dass ich nicht spinne, habe ich es fotografiert, aber z.B. dem Vater ist bei dem Bild nichts aufgefallen. Vielleicht wirklich Zufall vielleicht mögen meine Nachbarn halt sehr rote Autos. Aber ich wohne hier schon Jahre und es gab noch nie so viele rote Autos. Aber ob Zeichen oder nicht, ich ignoriere das lieber. Es ist einfach die Angst, dass das Gastlighting und/oder die Psychose wieder losgeht. Vielleicht reagiere ich auch viel zu sensibel, warum schaue ich überhaupt auf Autofarben? Autos kann man auch ignorieren, ich fahre noch nicht mal Auto. Was auch immer ich da vor über 8 Jahren mit einem Fremden über die Bedeutung von Autos und Autofarben besprochen habe, ist viel zu lange her um heute noch Gültigkeit zu haben. Vielleicht alles Zufall, die roten Autos, der Ex-Chef auf meinem Profil, ich scheine gerade zu viel Zeit zu haben zu beobachten und nachzudenken. Wird Zeit, dass ich wieder arbeite statt hier zu Hause Autos zu beobachten und im Internet zu surfen. Der Mann möchte heute vielleicht vorbeikommen, könnte gut sein, ich denke heute würde ich sogar kochen. Vergessen, vergessen, ich wünschte ich könnte vergessen wie andere Menschen, aber ich vergesse nicht. Ich schaffe es hier und da Erinnerungen zu verdrängen, aber irgendwo in meinem Hirn bleiben sie erhalten und grüßen dann irgendwann, wenn es gerade gar nicht passt. Der Kaffee schmeckt und ich bin nicht wirklich motiviert irgendwas Sinnvolles zu tun, sollte ich aber, bevor ich wieder parkende Autos beobachte und dann auch noch drüber nachdenke. Es gibt auch eine Erfindung die heißt Gardine, da sieht man dann gar keine parkenden Autos mehr. Hunger, gerade habe ich selten Hunger, ist aber vielleicht ganz gut so, nachdem ich jetzt mein aktuelles Gewicht kenne, wie gesagt großes Erstaunen bei der Hausärztin, wie man mit dem Gewicht so gesunde Blutwerte haben kann. Mein linkes Bein tut nur nicht mehr weh, es ist auch endlich abgeschwollen, die linke Wade war dicker als die rechte, was ich an den Hosen merkte, gestern machte die Hose kein Problem mit der linken Wade und ich bin schmerzfrei kilometerweit gelaufen. 2021 ein Jahr für die Tonne, aber wir sind selber schuld, dass die Natur keinen Bock mehr auf uns hat. Die Erde ist nicht unser Untertan, die Erde ist unsere Mutter. Vielleicht lege ich mich gleich wieder hin, gestern habe ich in Etappen 12 Stunden geschlafen, mein Körper ist sehr erschöpft, meine Seele ist erschöpft, jetzt wo ich nach 3 Jahren Angst weiß, dass mein Körper abgesehen von Übergewicht in Ordnung ist. Das ist eine zentnerschwere Last die von meinen Schultern gefallen ist und jetzt bin ich müde.

Besser, Ärzte, Gewicht, Gesundheit und Liebe

Guten Morgen, heute schon viel besser, vielleicht weil ich ausgeschlafen bin, vielleicht weil die Horroruntersuchungen beim Kardiologen endlich vorbei sind und sicher auch, weil mir das Gespräch mit dem Vater geholfen hat. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist unaufgeregt unten und ich muss Informationen von den Ärzten erstmal sacken lassen. Alles kommt jetzt auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung an, ob weitere Pillen nötig sind. Außerdem, welche Überraschung^^, wäre es wohl generell sinnvoll Gewicht zu reduzieren und aufzuhören zu rauchen. Gestern musste ich nämlich auch auf die Waage und ich war geschockt. Jetzt im Sommer weniger und/oder gesünder zu essen, sollte kein Problem sein, aber das Rauchen einstellen oder reduzieren, das wird deutlich schwieriger. Ich versuche dann aber mal beides und hoffe das Beste für die Blutresultate. Ich denke für einen Menschen wie mich, ist eine Blutdruckuntersuchung, die mich nicht schlafen lässt, denkbar ungeeignet, denn das setzt mich so sehr unter Stress, dass die Werte nur hoch sein können und so wie gestern, die Seele auch kurz vor dem Durchknallen ist. Pizza gestern tatsächlich bestellt und mit dem Vater geteilt, die roten Abdrücke der Messgeräte auf meinem Körper sind fast verschwunden. Gestern todesmutig noch gestaubsaugt und der Nachbar reagierte umgehend mit lauter Technomusik, nicht sein ernst, dass ich noch nicht mal 10-20 Minuten die Woche staubsaugen darf. Dem Mann gestern Lebensmittel und Putzutensilien geschickt, er hat sich gefreut, streng genommen hätte ich diesen Einkauf aber mir selber schicken sollen, denn er war viel gesünder als den Kram, den ich für mich bestelle. Aktuell ist meine Stimmung wohl als depressiv einzuordnen mit der Gefahr zum psychotischen, wenn ich nicht schlafe und/oder unter Stress stehe. Ich sehe aber nicht ein, dass ich wegen Stress im Beruf jetzt meine mühsame und unter Schmerzen erzielte Medikamentenreduktion wieder rückgängig mache. Dafür habe ich jetzt Monate gekämpft und gelitten und bei meinem jetzigen Medikament würde eine Dosiserhöhung auch wieder Beinkrämpfe bis zur Unfähigkeit zu laufen bedeuten. Ruhe, ich brauche noch Ruhe und vielleicht noch andere Medikamente für den durch Neuroleptika und die Zeit zerstörten Körper. Die Vögel sind ruhig oder nicht störend und ich habe Angst vor dem Blutergebnis. Es zu wissen ist aber besser, als unwissend zu verfallen. Die Videokonferenz gestern war ok, ich lasse mich aktuell zu nichts drängen, erst kommt die Gesundheit, denn Gesundheit ist unbezahlbar. Ich werde nicht den gleichen Fehler wie meine Mutter machen und Arbeit über Gesundheit stellen bzw. ich habe den Fehler schon mehrfach gemacht und gelobe jetzt Besserung. Ich lasse mich nicht wieder total zerstören und zerstöre mich auch nicht selber, um eine gute Arbeitnehmerin zu sein. Mein Körper ist schon kaputt, aber ich hoffe das lässt sich reparieren, noch bin ich jung genug dafür. Noch ein Song zum Tag für mich und für alle die da draußen gerade nicht weiter wissen…

Schlaf, Essen, Sorgen und Symptome

Guten Morgen, beschissene Nacht, weil ich zu viel gegessen hatte und dann nicht schlafen konnte. Vielleicht war es auch der Schlaf tagsüber, auf jeden Fall nix mit durchgängigen, erholsamen Schlaf in der Nacht. Die Nachbarin meinte dann auch um 2 Uhr nachts noch einen Joint durchziehen zu müssen und den Geruch mit billigem Deo überdecken zu wollen, ist toll, wenn man im Bett liegt und plötzlich diese Wolke hereinzieht. Vielleicht auch schlaflos wegen Corona Angst, Angst um meine Existenz. Da wäre das berufliche, da wäre aber auch die frische Impfung und die möglichen Nebenwirkungen. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt und ich bin wach. Plan für den Tag den Mann besuchen, ich war ihn noch nicht besuchen, vielleicht weil er sehr beengt und fast in Brandenburg lebt. Vielleicht aber auch, weil mir die letzten Wochen immer alles zu viel war und ich auch generell selten Leute besuche. Ein Freund aus Internatszeiten ist damit beschäftigt sein Haus, das geflutet wurde, wieder trocken zu legen. So hat das Hochwasser ein Gesicht für mich. Immerhin heute kein Durchfall mehr, ist bei mir immer Stress und damit ein Frühwarnzeichen, wenn der Magen-Darm-Trakt durchdreht. Fühle mich schwächlich, die Kämpferin ist müde oder doch grippeähnliche Symptome von der Impfung? Ich habe nämlich auch Gliederschmerzen. Egal, der Tag ist da, ich auch und es geht weiter mit dem Corona Leben. Arbeitsmail gelesen, ein Treffen heute, also den ganzen Tag anders organisieren. Ich glaube, Brandenburg fällt aus. Kein Hunger, aber wenn wundert es, nach dem Essen gestern. Alles gerade doof, alles unklar und mein Körper hat keinen Bock mehr auf mich und mein Leben.