Wach um acht, Er, Beißschiene und meine Mutter

Guten Morgen, also langsam wird es gruselig, jeden Morgen wach um acht, egal wann ich schlafen war. Vorgestern/gestern mit ihm war schön, ihn in den Armen zu halten und mit ihm zu lachen, sogar das gemeinsame Schlafen im kleinen Bett hat wunderbar funktioniert. Gestern Nacht habe ich besser geschlafen als letzte Nacht allein. Gestern die Gespräche gut überlebt, kein Streit und keine Abmahnung, alles gut. Doch das Arbeitspensum wird auch diese Woche sehr hoch sein, weil ich wieder Vertretungen mache. Ich liebe meine Arbeit, aber gerade habe ich den Punkt erreicht, wo ich nicht mehr hier schreie. Grau grüßt der Tag und dunkle Wolken ziehen vorbei, ich habe nichts zum Frühstücken da, weil ich gestern nach der Arbeit nur nach Hause und nicht mehr in den Supermarkt wollte. Meine neue Beißschiene scheint in Ordnung zu sein, sie passt perfekt und die Zähne schmerzen nicht durch sie, keine Ahnung warum die Zahnärztin mich deswegen nächste Woche nochmal sehen will. Ich glaube ich sage den Termin ab, ohne Grund nach Wilmersdorf zu fahren, kann ich mir auch sparen. Er hatte wieder Doppelschicht gestern: nachmittags bis abends Schicht und dann noch eine Nachtschicht, ich hoffe, er liegt jetzt im Bett mit seinen neuen Kissen und schläft. Heute keine Beratungen, dafür eine Menge Teambesprechungen, auch anstrengend. Die eine Kollegin sollte aus dem Urlaub zurück sein, sehr gut, wir haben zu viel Arbeit für nur 1-2 Personen, ich werde die Kollegin fragen, ob sie Arbeit von mir übernehmen möchte, sie sollte ja ausgeruht sein, während ich seit Wochen für 2 arbeite. Der Kontostand sieht nicht erfreulich aus, aber davon lasse ich mich nicht runterziehen, ich komme schon durch den Monat, so oder so. Ich vermisse meine Mutter, irgendwie raffe ich erst jetzt, dass sie wirklich nie wieder kommen wird. Zurückbleiben mein Vater, ihr Hund und ich, aber ich denke wir meistern das ganz gut. Da hatte ich so viele Jahre Angst vor ihr und jetzt ist sie einfach weg. Mein soziales Netzwerk ist mittlerweile wieder gut, ich brauche nicht mehr dringend Mutti zum Reden, ich möchte aber trotzdem mit ihr reden. Heute keine Angst zu sterben, der Blutdruck ist sogar zu niedrig, wir werden alle sterben, aber nicht heute.

Morgenzigarette, Hühnersuppe und gar nichts

Guten Morgen, allein, allein, sehr gut, noch ausgiebig nach ihm weitergeschlafen, das geht prima, was nicht so prima geht, ist einschlafen, wenn ich weiß er kommt noch nach Hause und/oder ins Bett. Ziemlich ärgerlich, wenn ich schlafen will, will ich schlafen und nicht lauschen, ob er kommt. Gestern Nacht hat er den Knaller gebracht, um Mitternacht fing er an zu scannen und zu drucken. Ich wusste, dass er das wollte und hatte es ihm am Morgen/Mittag angeboten, warum er dann bis Mitternacht wartet, wenn ich zu schlafen versuche, verstehe ich nicht. Zigaretten rauchen ist ein Thema, auf das mein Körper derzeit gar nicht steht, die traditionelle Morgenzigarette gerade, findet mein Körper eindeutig total scheiße. Ich rauche derzeit ja nur noch 1/4 von meiner üblichen Menge, aber ganz sein lassen kann ich es trotzdem nicht. Die Hühnersuppe gestern ist sehr gut geworden, ich habe mich drauf gestürzt, er mochte sie nicht. Sein Pech, Kranke brauchen Hühnersuppe und kochen dann nicht extra für Gesunde die keine Hühnersuppe wollen. Für den Moment fühle ich mich ganz gut, aber ich schwitze schon wieder leicht. Heute steht nichts an, was ich organisieren muss, nur mein Bett und ich und wenn ich will, später zu Netto oder auch nicht. Sogar mein Laptop wartet heute auf mich, er hat ihn nicht zur Uni entführt. Gestern bin ich auf meinen alten Laptop ausgewichen, aber ich kaufe mir doch keinen neuen Laptop, damit er dann damit herumrennt. Heute also alles nicht so romantisch, aber ich bin auch krank und bissig. Ich finde, er sollte mich umsorgen, statt sich nur um sich zu sorgen. Eigentlich eine gute Chance endlich Nichtraucher zu werden, aber die Gewohnheit akzeptiert das noch nicht. Mal sehen, ob ich heute etwas aufräume, derzeit fühlt es sich nicht so an. So eine Krankheit ist auf jeden Fall eine gute Chance an Essen und Rauchwaren zu sparen.

Schlafen, einkaufen, putzen und selbständiger Eremit

Guten Morgen, wach gewesen gegen 8, aber wieder hingelegt. Es ist Sonntag, was will man da um 8 machen? Für mich ist die einzige valide Antwort: Schlafen! Gestern auf Arbeit war es sehr ruhig und so bin ich auch früher gegangen, ich wusste, ich muss noch einkaufen und ich wusste, die chaotische Wohnung wartet. Der Kühlschrank ist wieder voll und die Vorräte aufgestockt, dafür habe ich in zwei Supermärkten mehr Geld gelassen, als ich gestern verdient habe. Aufgeräumt habe ich einen Teil der Bude, der Rest muss heute passieren, ganz oben auf der Liste: Bad putzen, Vogelkäfige reinigen und Boden wischen. Seltsam heute allein zu sein, ich hatte das nicht geplant, aber deswegen ist es trotzdem ein Geschenk. Er findet es seltsam, dass ich auch mal gern allein bin, ich bin kein Mensch, der Gesellschaft um jeden Preis will. Ich komme gut alleine klar und kann das auch genießen. Vielleicht bin ich deswegen ein schrulliger Eremit, vielleicht aber auch nur eine selbstständige Frau, die Niemanden braucht, um in guter Gesellschaft zu sein. Gegessen habe ich gestern Lasagne und Schokolade, für mich ein leckerer Abend. Den Vögeln geht es gut, aber sie schweigen, der Kaffee schmeckt und die Sonne scheint. Seltsam meine kleine Welt, aber ich bin derzeit glücklich, so wie es ist.

Kühler, Vorfreude, quatschen und Plastikmüll

Guten Morgen, endlich ist es kühler. Leider ohne Regen und dafür mit grauen Aussichten, aber gestern mit fast 40 Grad war einfach zu viel. Doch noch ein bisschen Vorfreude auf mein Date gefunden, aber prinzipiell schaue ich trotzdem sehr nüchtern in den Tag. Mein kostenloser Probemonat bei Netflix ist durch, hat mir gefallen, aber aktuell bin ich nicht bereit dafür 13,99 Euro im Monat auszugeben. Mir reicht schon die GEZ Gebühr, die ich ohne großen Nutzen zahlen muss. Meine Vögel schreien, ich muss mich kümmern. Gestern mit dem Vater war gut, ich konnte ihn ausgiebig mit meinem Arbeitsproblem zu quatschen. Hat geholfen, mir geht es etwas besser. Deswegen war es auch kein Problem, das Vater und Hund dann später einfach schliefen, während ich kochte. Es gab Bratwurstschnecken mit Paprika, Zucchini und Zwiebel Reis. Ich muss hier noch etwas aufräumen und vielleicht noch Frühstücken. Eigentlich räume ich montags auf, das entfällt heute. Da ist wohl die Entscheidung für Privatleben im Chaos.  Keine Ahnung wie es weiter geht, privat wie auch beruflich, das Leben bleibt eine Wundertüte und ich hoffe, ich entdecke in meiner Tüte nicht nur Plastikmüll.

Wecker, Date, Spätdienst, Asien und Thermometer

Guten Morgen, verpennt schaue ich in den Tag, früh wach gewesen, aber weiter und weiter gepennt, bis der Wecker alles erschütterte. Mein Date gestern war ganz gut, aber ich bin vorsichtig und zurückhaltend. Irgendwie wirkt das Date von letzter Woche noch nach, wie eine warnende schlechte Erinnerung. Abends noch gekocht, Reis mit Paprika und Geschnetzeltes. Heute wieder graue Aussichten bei warmen Temperaturen, was das angeht, freue ich mich auf unser kühles Büro. Keine Ahnung wie das mit dem Kerl von gestern weitergeht, aber ich denke schon, dass wir uns wiedersehen. Heute zum Glück Spätdienst und keine Termine, ich lasse mich überraschen was heute so passiert. Mein Kontostand sieht ganz erfreulich aus, dafür dass wir schon den 11ten haben. Gestern morgens noch geputzt, die Wohnung ist in einem akzeptablen Zustand. Viel Kleinkram in Asien bestellt, ich weiß ich bin ein Klimasünder, aber es ist billig und gleichzeitig nett, fast jeden Tag eine Kleinigkeit im Briefkasten zu haben. Ein Brötchen wartet im Ofen auf mich und Kaffee und Zigarette schmecken. Das Thermometer misst 26 Grad im Schatten, für mich ist das bereits Sommer in Berlin. Auf in den Tag, heute Abend nach der Arbeit noch einkaufen und backen, das wird schon alles.

Krankenlager, Wahl, Stress und keine Kraft

Guten Morgen aus dem Krankenlager, mir geht es schon besser, aber spitze ist was anderes. Aktuell keine Bauchkrämpfe, dafür weiterhin Schweißausbrüche und Durchfall. Allerdings sind Gedanken an Frühstück da, das sehe ich als gutes Zeichen. Die Wahlergebnisse sind enttäuschend, aber ich warte noch auf die endgültigen Zahlen. Gestern fast den ganzen Tag verschlafen, kein Hunger und sehr müde, abends dann noch Badewanne und sogar etwas aufräumen hier, ich fühle mich noch beschissener, wenn ich krank im Dreck liege. Keine Ahnung, ob ich es heute zur Kosmetikerin schaffe, ich möchte ungern auf den Wegen oder bei der Behandlung wegen Durchfall rennen müssen oder schlimmeres. Immerhin diese Woche ein zusätzlicher Tag frei, den werde ich auch brauchen. Vielleicht liegt es doch am Stress wegen der Arbeit, denn am Samstag hatte ich in sehr intensives Gespräch. Alles friedlich in Treptow, die Autos rauschen, die Vögel schweigen und ich liege mit Rückenschmerzen auf dem Sofa. Der Vater hat sich nicht gemeldet, aber stattdessen Kerle aus dem Internet. Habe ich aber derzeit keine Kraft und Lust zu, ich will mich erstmal wieder normal fühlen. Die beste Freundin streicht ihre Wohnung, ich bin neidisch, aber derzeit keine Kraft dazu. Vielleicht gleich wieder ins Bett, vielleicht versuchen vorher ein Brötchen zu essen. Um den Bäcker bei der Arbeit mache ich in Zukunft einen großen Bogen, die sind eh unsympathisch und machen Preise nach Nase. Langsam in den Tag gekrochen, ich hoffe, morgen bin ich wieder fit.

Schlaf, Ausbilderin, Spandau und Restgeld

Zweite Nacht ohne genug Schlaf. Heute nicht so strahlende Laune, die Zuständigkeit heute auf Arbeit ist noch nicht geklärt, eigentlich wollte ich sie haben, aber gerade bin ich mir nicht so sicher. Gestern überrascht worden, eine meiner ehemaligen Ausbilderinnen hat mich gefragt, ob ich auch Ausbilderin werden möchte. Ich fühle mich geehrt und habe Interesse bekundet, allerdings weiß ich noch nicht, ob ich das zeitlich und finanziell hinkriege. Ich treffe mich morgen mit ihr und hoffe, dass ich danach mehr weiß. Heute zum Glück wenig Programm, nur Arbeit und danach einkaufen, sonst nichts. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und mein Gesicht braucht noch eine Weile, um sich zu entfalten, zum Glück bin ich am morgen unbeobachtet. Der Musiker antwortet seit gestern nicht mehr, er dachte wohl, ich besuche ihn in Spandau, doch ich finde, er kann auch in einen meiner Bezirke kommen. Ein typisches Berliner Problem, Berliner verlassen nicht ihre Bezirke. Er scheint wohl Berliner zu sein, ich aber nach 30 Jahren Berlin auch. Die beste Freundin schweigt, der Grieche auch, aber auch ich habe nicht viel zu sagen, außer ich möchte schlafen. Das Geld ist noch nicht da und wie ich gestern raushörte, wird es wohl bis nächste Woche dauern. Also habe ich mir gestern mein Essensgeld von dem Vater auszahlen lassen, ich schaffe das schon mit dem Restgeld bis nächste Woche. Auf in den Tag, heute Nachmittag wohl schlafen.