Tinnitus, Pauschbeträge, Zeitumstellung, Einkaufen an anderen Orten

Guten Morgen, früher ins Bett, aber trotzdem zu wenig geschlafen. Gestern nicht viel los mit mir: gearbeitet und geschlafen. Kein Fernsehen, denn kurz nach dem Anschalten tauchte ein Tinnitus auf, also schnell wieder aus die Kiste und Tinnitus vorbei. Schlafen, ich könnte gerade nur schlafen, so bis nach Ostern oder besser Pfingsten. Diese Woche steht noch Kultur auf dem Plan, am Sonntag geht es ins Kabarett, ich freue mich. Steuerrückzahlung erhalten, zu gering, mein gesamter Behindertenpauschbetrag wurde nicht anerkannt, ich muss denen wohl tatsächlich die seit 2021 angehobenen Pauschbeträge in einem Widerspruch erklären. Der Kaffee schmeckt, was ich am Sonntag vor meinem Fenster sah, war wohl das hier, genau liebe Leute, es gibt keinen Krieg. Man kann ja Putin Fan sein, aber einen ganzen Krieg leugnen? Aber gut in den heutigen Zeiten zu unterscheiden, was Propaganda ist und was nicht, eine schier unlösbare Aufgabe, denn aus meiner Sicht versuchen beide Seiten ihr Glück in der Medienmanipulation.

Heute ins Büro, ich habe Termine vor Ort, mal sehen, wie das wird, besonders mit der eher nicht so kompatiblen Kollegin. Diese zu kurzen Nächte seit der Zeitumstellung hängen mir noch in den Knochen, ich hoffe, das legt sich wieder, mein Schlafrhythmus ist auf jeden Fall außer Rand und Band gerade. Auch die Umstellung der Arbeitszeiten ist noch nicht ganz gelungen, ein vier Jahre gepflegter Rhythmus, verschwindet halt nicht in einer Woche. Bunte Tulpen blühen in meinem Wohnzimmer, ein Sonderangebot von Lidl, wenn ich heute schon den Bezirk verlasse, dann werde ich auch die Einkaufsmöglichkeiten an anderen Orten mal auschecken. Hier gibt es halt nur Netto oder Netto und Netto wird seit Corona ständig von Hamstern überfallen. Auch jetzt erinnert das Sortiment der Filiale bereits Montag Nachmittag an immense Mangelzeiten mit leeren Regalen. In anderen Gegenden der Stadt ist das nicht so krass, aber in anderen Gegenden gibt es auch mehr als einen Supermarkt.

Ich überlasse den Netto dann mal den kranken, alten Leuten hier ohne Internetanschluss, ich kann und möchte auch woanders einkaufen, auch wenn es mühsam ist. Ich freue mich auf Ostern, vier Tage am Stück frei, werde ich brauchen. Urlaub an sich wäre gut, am besten auch mit wegfahren. Hier in Berlin winkt natürlich Polen, einkaufen kann man da auch viel günstiger. Vielleicht gehe ich wieder ins Bett, Termine im Büro erst gegen elf, bis dahin jede Sekunde im Bett genutzt:

Zeitumstellung, Corona Notlagen, kein Müsli und Lil Nas X

Guten Morgen, die Nacht mit der Zeitumstellung liegt hinter mir, nein ich fühle mich nicht motiviert jetzt eine Stunde früher aufzustehen. Ich finde dieses ganze Zeitumstellen Schwachsinn. Gestern fünf Stunden Techno von den Nachbarn nicht so geil. Gearbeitet und sonst geschlafen, fast den ganzen Tag. Keine Ahnung, woher die große Müdigkeit kommt. Gut, die Woche war sehr arbeitsreich und anstrengend. Draußen Nebel und kein Sonnenschein und der abgelaufene Kaffee schmeckt. Beschlossen den Ex nicht mehr zu antworten, versuchen wir diesen Alptraum zu vergessen. Festgestellt, dass der Mann keine Zeit hat, weil er jetzt neue Filme auf Disney Plus schauen muss. Ja, einem Filmfreak sehr viele neue Filme bereitstellen und dann erwarten, er hat Zeit für andere Dinge, ziemlich naiv.

Heute zum Vater, ich vermute das letzte Mal, denn im April kommen die Mieter und später ein Essen mit dem besten schwulen Freund. Morgen Arzttermin und später hoffentlich schwimmen, klappt in letzter Zeit in Serie nicht, das mit dem Schwimmen. Immerhin gestern Nacht noch das Bad geputzt und die Haare gefärbt. Ich werde immer grauer, nein ich hatte keinen Stress in den letzten Jahren.^^ War sehr entspannend während Corona die ganzen Verrückten der Stadt in extremen Notlagen zu erleben. Auch das Absetzen, Ersetzen und Reduzieren von Neuroleptika war keine schmerzhafte Geschichte am Rande der geistigen Gesundheit. ^^ Aber ich lebe und sitze in keiner Psychiatrie. Dass ich dabei jetzt grau und dick aussehe, nur ein optischer Beweis, dass ich gekämpft habe.

Ich glaube, mein Bett ruft mich wieder, kein Bock auf Frühstück, oder besser auf Müsli, nachdem ich neulich davon kotzen musste. Keine Ahnung, ob ich so schnell wieder mit Müsli anfange. Heute wartet auch noch türkische Pide auf mich, gestern eine Lieferung vom türkischen Supermarkt erhalten, leider unvollständig und dafür einen Sauerkirschsaft bekommen, denn ich nicht mag. Seit gestern einen Ohrwurm im Ohr, Lil Nas X ist so süß, den würde ich sofort adoptieren:

Passabel, Wraps, Job, Stimmen und weitermachen

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen und heute früh ins Büro. Gestern im Arbeitszimmer mit den Vögeln gearbeitet und meine Allergie hat mich durch die Nase kaum atmen lassen, das mit den Vögeln kann so nicht weiter gehen. Gestern Homeoffice und danach noch eine große Runde um den Block mit Einkauf. Gekocht und gegessen doch lieber vegetarische Wraps mit Erdnusssoße. Sehr lecker. Der Schatz hat Geburtstag und wünscht, dass ich ihn besuche. Ich gebe zu nach Einbruch der Dunkelheit allein am Rande von Neukölln unterwegs sein, ist nicht so motivierend für mich und schlafen kann ich da auch nicht. Aber Geburtstag ist Geburtstag. Gestern auch beim Musik hören Tinnitus bekommen, gut dann wieder Stille und Kerzenschein für mich. Heute eine frühe, wichtige Videokonferenz, es geht um die berufliche Zukunft, also ob ich ab 2023 noch einen Job habe oder nicht. Der Kaffee schmeckt und für die Verdauung nehme ich jetzt Leinsamen und ein neues Medikament. Der Vater wollte, dass ich bei einer Wohnungsbesichtigung dabei bin, ich aber lieber nicht, kriege nur Aggressionen und das ist sicher nicht förderlich für die Gesamtsituation.

Es dämmert, Kerzen brennen, der Kaffee schmeckt, ein grauer Tag grüßt. Mein Englisch scheint besser geworden zu sein, ich verstehe jetzt viele Songtexte auch gesungen und muss nicht nachlesen oder sogar übersetzen lassen. Wer erwartet bei Eminem und Rihanna auch einen Song über Stimmen im Kopf?:

Weiter machen, wie schon immer, immer mit Hoffnung im Herzen, irgendwann wird es besser, ich hoffe nicht erst nach diesem Leben.

Gemüsereis, Energieversorgung, Deko und Luxus-Materialien

Guten Morgen oder zwischen wach. Gestern ein schläfriger Tag, irgendwie könnte ich gerade nur schlafen. Homeoffice gemacht, geschlafen, zur Massage, Gemüsereis gekocht und dann nicht mehr viel. Heute Büro, mal sehen, wie es wird. Die Masseurin hatte Mitleid und Erbarmen mit mir und wandelte kurzerhand einen Teil der Gesichtsmassage in eine Schulter- und Rückenmassage um, danke, denn es fühlte sich gestern wieder nach Hexenschuss an, jetzt geht es wieder. Kaffee schmeckt, aber nur eine Tasse, die Haut von gestern noch ölig, es ist so kalt, dass sogar ich, die Frischluftfetischist, nach kurzer Zeit das Fenster wieder schließe. Zum Glück ist hier alles beheizt, während die Bundesregierung einen Heizkostenzuschuss für die Ärmeren plant. Auch ich habe Schiss vor der Heizkostenabrechnung, darf das aber wohl selber bezahlen, weil ich über der Armutsgrenze verdiene. Die Privatisierung von der Energieversorgung im Land war ein großer Fehler, den jetzt wieder mal das Volk bezahlen muss. Kann irgendwie nicht sein, dass Menschen sich Strom und Heizung nicht mehr leisten können, nachdem die Mietzahlungen an sich für viele schon ein Problem sind.

Bin immer noch müde, keine 6 Stunden Schlaf, ich werde wohl gleich wieder schlafen gehen. Versucht etwas über einen Hindugott herauszufinden, aber keine Chance, keine Ahnung wie sein Name sein soll. Vielleicht auch nur ein Dekoartikel aus den 80ern ohne religiösen Bezug. Mich an meine Liebe zu Kaschmirwolle erinnert, die warme Seide unter den Materialien, allerdings auch daran, dass das sehr teuer ist. Bei Materialien für Textilien bin ich wohl die Tochter meiner Mutter, ich achte darauf woher etwas kommt und wie es sich anfühlt, niemals würde ich Polyester tragen. Da hätten wir mal einen Lebensbereich entdeckt, indem ich auch Snob oder Luxusweib bin, ich schlafe in Leinen und trage gern Baumwolle, Leinen, Seide und Kaschmir. Nichts hier mit Plastik an meiner Haut, dann lieber woanders sparen. Blutdruck ok, Verdauung besser, gestern sogar nur vegetarisch gegessen.

Heute nach dem Büro Pizza mit dem Vater, hoffe, er kommt nicht zu spät. Erwachende Kinderstimmen sind zu hören, die Enkelkinder der Nachbarin, die Assi-Nachbarn hatten gestern wieder Schrei rum- und Techno-Zeit. Hoffe, meine Kraft kommt wieder, aktuell fühle ich mich wie ein Porsche, der aber die Fahreigenschaften eines Trabis hat. Gestern beim YouTube surfen über dieses Video gestolpert und für passend und gut befunden:

Scheißtag, gekocht, Musik, Wissen und Billie Eilish

Guten Morgen, war das ein Scheißtag gestern. Da hilft nur eins: „Schlafen“. Nach der Arbeit also noch gekocht und schlafen gegangen. Leider oder zum Glück viel zu lange geschlafen und erst wieder gegen 22 Uhr erwacht. Machte aber nichts, wach gewesen und wieder schlafen gegangen. Jetzt fühle ich mich schon besser und ich schaue auf ein verschneites Berlin. Es ist sehr kalt, sogar für mich, die sonst auch schon mal bei 15 Grad im T-Shirt rumsitzt. Weiter mit dem alten Kollegen geschrieben, er hatte neue Musik für mich, eine erstaunlich hohe Trefferquote bei ihm 7 von 9 Lieder für gut befunden. Ich kann mich noch erinnern, wie ich als Azubi immer seine CDs kopiert hatte. Budget für eigene neue Musik hatte ich nämlich nicht. Ja damals in den Zeiten, wo man noch für Musik zahlen musste. Dass man heute mit einem Internetzugang legal an unglaublich viel Musik umsonst ran kommt, ist schon eine Verbesserung. Mit dem Internetfreund gechattet, er macht jetzt nächtliche Spaziergänge, darauf würde ich ja selber nicht so kommen, nachts bin ich zu Hause. Stelle ich mir aber nicht schlecht vor, draußen zu sein, wenn alle schlafen. Aktuell bin ich aber eher die Frühaufsteherin, die dann lieber tagsüber durch die Gegend rennt, auch wenn dann zu viele Mitmenschen stören. Die Arbeit war gestern ok, auch wenn ich verwirrt war, der Schädel brummte und ich mich schwindelig fühlte.

Einen Erwerbsminderungsrenteantrag für einen Ratsuchenden ausgefüllt und noch eine Beratung zum Thema Assistenz. Mehrfach von vielen Seiten gehört, dass mein Fachwissen nach bald 4 Jahren Beratung ziemlich groß ist, mir fällt es nur manchmal schwer meinen Gedankensturm zu strukturieren. Oft rede ich dann erstmal und strukturiere später. Den Mann gestern dann nicht getroffen, ich wollte nur schlafen und mein Essen hätte ihm eh nicht geschmeckt. Ich habe den Eindruck, dass mir die Kochboxen guttun, seitdem ich regelmäßig damit koche und esse, nicht mehr zugenommen und weniger Magendarmprobleme. Heute Homeoffice mit vielen Telefonterminen, ich hoffe, die Nachbarn unterlassen das mit der Trillerpfeife, um meinen Vogel zum Ausrasten zu bringen. Sehr störend einen Vogel mit 120dB im Hintergrund zu haben, wenn man telefoniert. Wohl ihre Art gegen mein Homeoffice zu protestieren. Morgen dann Schwimmbad, ich ahne schon ich werde sehr über meine Kondition enttäuscht sein, dann halt Oma schwimmen. Auch werde ich mich sicher schämen, also am besten unsichtbar ins Wasser steigen und dann da bleiben, bis die Zeit abgelaufen ist.

Der Kaffee schmeckt, die Straße rauscht und ich höre neue Musik, zu früh, um jetzt schon zu arbeiten, aber ich glaube einer meiner Schüler hat mir was geschickt, was ich noch lesen könnte. Für den Tag sagen wir „Hallo“ zu Billie Eilish in meiner Musiksammlung:

Schlafen, Elefanten, Cinderella und Mitte

Guten Morgen, sehr viel geschlafen in den letzten 24 Stunden. Tippe auf die Erkältung des Mannes am Wochenende, denn gestern Kopfschmerzen, Schwindel, Gliederschmerzen und totale Müdigkeit. Aber kein Corona laut Test. Seit gestern sind wieder die kleinen Elefanten hier, aka Enkelkinder der Nachbarin über mir. Sehr laut oder sehr hellhörig hier, oder beides. Heute Büro und später Vater und Hund. Alles zu viel gerade, ich könnte auch eine Woche im Bett bleiben. Eine ehemalige Schulfreundin schreibt, sie kann sich erinnern, wer ich bin, aber es gibt Beweisfotos von uns. Der Herbst ist nicht mehr zu leugnen, jetzt beginnt die harte, dunkle Zeit in Berlin. Der Kaffee schmeckt und ich bin immer noch müde, gestern weiter Reste gegessen, keine Kraft für irgendwas, da kommen vorgekochte Essensreste genau richtig. Magen-Darm spielt auch verrückt, Stress. Freunde melden sich zurück, aber auch dazu wenig Begeisterung. Irgendwie gerade zu viel schwarzer Hund überall. Passend zur Verfassung gestern Cinderella auf Amazon geschaut, für die Weicheier im Garten, aber dann bin ich halt ein Weichei. Der Mann berichtet zufrieden vom ersten Arbeitstag, das freut mich, irgendwer muss ja zufrieden sein. Ich finde meine Arbeit gerade zum Weglaufen. Vielleicht doch eine Kur oder medizinische Reha für mich beantragen? Doch wer lernt dann die Neuen an? Ich muss meine Mitte finden, gerade nur Extreme. Einatmen, ausatmen, weitermachen:

Ok, keine Angst, Essen und Wahlen

Guten Morgen, das Neueste hier: „aromatisierte Milch im Kaffee“. Ganz ok geschlafen nur einmal wach, aber war auch fertig von der Woche, die Woche ist aber noch nicht vorbei. Heute noch Homeoffice, morgen zum Vater. Im Büro ganz ok gestern, habe um einen eigenen Büroraum gekämpft, kann irgendwie nicht sein, dass der neue mit weniger Stunden, kaum Erfahrung und aktuell keiner Arbeitslast, das Büro bekommt, während ich gerade fast alles allein machen muss und mit meinen Kräften am Balancieren bin. Aufräumen wäre auch ein Thema hier, aber wann? Jeden Tag beschäftigt, also alles auf den Montag? Im Traum Morddrohungen erhalten, aber keine Angst und Panik mehr, irgendwie seit Wochen und Monaten keine Angst- und Panikattacken mehr, die sind einfach verschwunden. Obwohl ich glaube, sie sind verschwunden, seitdem ich die höhere Dosis Blutdrucksenker nehme und meine Werte jetzt wieder normal niedrig sind. Also vielleicht gar keine Angst- und Panikattacken, weil es wirklich einen Grund gab Angst zu haben? Schließlich ist meine Mutter so verstorben und ich habe immer gespürt, wenn die Werte zu hoch waren und bin dann spätestens nach der Blutdruckmessung panisch geworden. Jetzt sind die Werte gering und ich werde nicht mehr panisch. Manchmal ist es gar keine seelische Krankheit? Wieder vor Mitternacht ins Bett, das scheint mir gerade gutzutun, so komme ich wenigstens auf 7 Stunden Schlaf oder auch mal mehr. Hier und da ist es doch gut, sich an die eigenen Ratschläge, die man anderen erteilt, auch selbst zu halten. Könnte sein, dass der Mann heute kommt, er hat glaube ich Fahrradschicht heute. Gegessen gestern Salat und Lachs und spät am Abend noch eine Wirsing-Suppe gekocht für heute. Ich muss weniger besser essen. Da es jetzt immer früher dunkel wird, wohl bald wieder das Vitamin D ansetzen, keine Späße mit depressiven Verstimmungen. Rote Chrysanthemen blühen im Wohnzimmer, der Einkauf bei Lidl war gestern sehr erfolgreich, kein Vergleich zum immer geplünderten Netto um die Ecke. Keine Ahnung warum hier Nachbarn im mittleren Alter seit Corona immer alles wegkaufen und die alten, wenig mobilen, dann vor leeren Regalen stehen. Ich gehe dann halt in einen anderen Bezirk einkaufen und bestelle, wenn es darum geht, dass mir jemand alle Getränke bringt. Der Kaffee schmeckt und der Tag grüßt grau und kühl, mal sehen, ob die Wahlen wiederholt werden, abwarten und Kaffee trinken. Zum heutigen Tag etwas aus der 90er Hip-Hop Kiste:

Schlafen, Süßkartoffel-Gnocchi, Erinnerungen und der Wille

Guten Morgen, schon besser, sehr viel geschlafen gestern und nochmal drüber nachgedacht was jetzt zu viel war, ich denke die Arbeit gerade. Zurück ins Büro ist Stress und die Doppelaufgabe: Anlernen und Beraten, war jetzt so unstrukturiert auch nicht gut. Dabei dann kaum noch schlafen und der Salat ist perfekt oder besser der Wahnsinn nah. Das kann so jetzt nicht weitergehen, sonst schreibe ich bald aus dem Krankenhaus. Gekocht gestern Süßkartoffel-Gnocchi, allerdings nicht ganz nach dem Rezept, denn ich hatte weder Pilze noch genug Walnüsse. Also gab es stattdessen Möhren und Schinkenwürfel, war sehr lecker. Gestern eine Lieferung erhalten oder sollte ich besser sagen „Lieferungen“, denn ein kleiner Junge der aussah wie 12, lieferte erst nur die Hälfte und kam dann noch dreimal wieder um den Rest zu bringen und sich zu entschuldigen. Ich sage dazu jetzt einfach mal: „Spaß mit Azubis!“. Noch an mehr Sätze von meiner Mutter erinnert, also an Sachen, die sie zu ihren Lebzeiten erzählt hat. Also entweder hat sie Teile der Zukunft gekannt oder ich erinnere mich falsch? Fast alle Erinnerungen dieser Art haben in ihrem Laden stattgefunden, also vielleicht jetzt wo ich die Reste des Ladens verkaufe, ein Erinnerungsfehler? Mein ganzes Leben hatte ich aber nie falsche Erinnerungen, außer in der Zeit der Psychose, da erlebte ich Horrorvorstellungen als meine eigenen, zum Glück waren das nicht meine Erinnerungen, wie ich heute weiß. Mein echtes Leben war auch nicht lustig, aber im Vergleich was ich in der Psychose erlebte, ist mein Leben schwer in Ordnung. Nicht so richtig Bock auf den Kollegen heute, es wird Zeit für eine Aussprache und eine strukturierte Zusammenarbeit mit mehr Erholungspausen für mich. Der Mann freut sich auf den neuen Job, Nachtschicht ist nicht so gesundheitsförderlich, da kann man doch hoffen, dass Homeoffice für ein Unternehmen mit schlechten Mitarbeiterbewertungen besser ist? Am Wochenende immerhin Wäsche gewaschen, gestaubsaugt, Müll weggebracht, Anfragen zum Ladenabverkauf beantwortet, gekocht, gebadet, telefoniert, Musik gehört und geschlafen. Mehr dann nicht denke, das war schon zu viel. Heute eine Beratung, gerade keine Ahnung worum es geht, aber ich denke die werde ich allein machen. Der Kollege hat es nicht eilig in die Beratung einzusteigen, auch wenn es eilig ist, also höre ich auf mich selber damit zu stressen. Wer nicht will, der hat schon. Wahrscheinlich früher ins Büro, dann habe ich auch früher frei und darf wieder in mein Bett. Der Herbst grüßt bei grauem Wetter und Bäume tanzen im Wind. Frühstück wäre gut, aber ich habe keine Lust, ich gehe wohl lieber zum türkischen Bäcker. Die Wille sitzt gerade auf dem Dach und denkt: „Ich würde schon wollen, wenn ich wollen würde!“ Ein beruhigender Song zum Tag dazu, es ist Zeit für Sonnenschein:

Schlaf, die Wohnung, Wahlen und Veränderung

Guten Morgen, wirklich ganz gut, fast 8 Stunden geschlafen. Insgesamt aber nicht so gut drauf, denn der Vater hat verkündet, die ehemalig gemeinsame Wohnung mit meiner Mutter aufzulösen. Das hat mich dann doch getroffen, dass diese Erinnerung verschwinden wird. Andererseits eine Wohnung in Berlin fast leer stehen lassen, ist natürlich auch keine Dauerlösung. Er verkauft jetzt ihren Kram, denn er und leider auch ich nicht brauchen. Darüber hinaus wird er wohl endgültig zur neuen Frau ziehen, ein Ort wo ich ihn wohl nie besuchen werde. So verliere ich nicht nur den Ort der Erinnerung an meine Mutter, sondern auch ihn stückweise. Alles nicht so lustig. Der Vogel schreit und geht mir auf die Nerven, einiges vor heute, nachdem die erste Priorität „Schlafen“ erfüllt ist. Endlich keine Arzttermine heute, heute wartet die Wohnung auf mich. Der Mann ist fertig mit der Nachtschicht und schläft hoffentlich bald. Die Wahlen stehen vor der Tür und ich bin immer noch nicht sicher was ich wählen werde, es ist eine strategische Abwägung. Eine zu wichtige Wahl, um irgendeine Außenseiter-Partei zu wählen. Dabei wird mir immer wieder vom Wahl-O-Mat die Tierschutzpartei mit größter Übereinstimmung angeboten. Die werden aber sicher nicht die AfD in meiner Gegend stoppen können. Zukunft, ich hoffe, das Land kippt nicht nach rechts, zu viel Frust in der Bevölkerung und beobachtbar weniger soziales Verhalten. Ein ehemaliger Freund schickte gestern ein 1a Querdenker-Video auf einem Telegramm-Kanal, auf seinem Planeten möchte ich nicht leben. Ich finde, man muss unterscheiden zwischen Verschwörungstheorie und wie in meinem Fall Kritik an der Regierung und ihren Maßnahmen. Ich leugne nicht, dass es Corona gibt, ich leugne nicht, dass Maßnahmen nötig sind, finde aber die Umsetzung unserer Regierung schlecht und egoistisch. Alles sacken lassen erstmal, es scheint wieder etwas kontrollierte Normalität wiederzukehren. Die Bude sieht mies aus, irgendwie haben mich die letzten Jahre geschafft, als mein Mann zum ersten Mal meine Wohnung sah, meinte er noch wie ordentlich und sauber, aber jetzt, nachdem er hier wohnte und es im Job richtig abging, sind wir hier weit davon entfernt. Keine Lust zu putzen, wenn er dann gleich wieder kommt und alles dreckig macht. Keine Kraft zu putzen, wenn wieder Leute am Arbeits-Telefon mit Selbstmord drohen. Keine Zeit zu putzen, wenn ich ständig für zwei Männer am Einkaufen und Kochen bin. Keine Kraft zu putzen, wenn ich große Schmerzen wegen des Entzuges von Neuroleptika habe. Überforderung, meine Wohnung erzählt eine Geschichte der Überforderung. Aber ich bin noch da und putzen kann man nachholen. Veränderung, die größte Herausforderung für mich, früher änderte sich so oft immer alles für mich, ich sage nur mindestens 10 Umzüge bis zum 18. Lebensjahr, ich glaube es waren sogar mehr. Ein Grund warum ich heute nicht mehr so darauf stehe, aber das Leben geht weiter und Leben ist immer Veränderung:

Psychiater, Tod, Haare und Slim Shady

Guten Morgen, viel zu früh, aber ich war auch früh im Bett. Für den Moment alles gut, die Straße rauscht, die Vögel schweigen. Es ist gut, dass ich am Montag einen Psychiater-Termin habe, ich brauche einen Notfall-Plan, denn die Erinnerungen sind gerade zu stark und mein Körper immer noch stark gestresst. Die Schublade voller Medis könnte ich natürlich auch allein was tun, aber ich möchte vorher lieber mit einem Arzt darüber sprechen. Dass ich Abilify hochsetzte, kommt nämlich gar nicht Frage, nicht mehr laufen können und unberechenbare Herz- und Blutdruckwerte sind keine Option, aber vielleicht gibt es noch einen anderen Notfall-Plan? Mein Internet-Freund glaubte mir gestern die Geschichte mit dem Psychopathen-Chef und dem Spiel nicht, aber ich bin mir zu 100% sicher, dass diese Erinnerung aus 2009 echt ist, das war Jahre vor der Psychose. Alle Erinnerungen ab Ende 2012 bis Mitte 2013, da können wir gerne über den Wahrheitsgehalt diskutieren, aber nicht auch über alle Erinnerungen davor und danach. Aber was weiß er schon über den Tod? Er ist nicht wie ich fast gestorben, er hat nicht wie ich schon 8 nahestehende Personen und noch mehr Bekannte an den Tod verloren. Manchmal denke ich, er jammert auf sehr hohen Niveau depressiv vor sich hin, aber vielleicht ist er auch einfach schwächer als ich. Aber zurück zu normalen Themen. Ich war beim Friseur und das war gut, Haare wieder schick und gesund. Danach noch geschlafen, ich könnte gerade nur schlafen, ich bin so erschöpft. Gegessen TK-Lasagne, nein ich mag immer noch nicht kochen. Ich habe im letzten Jahr so viel gekocht, ich habe keine Motivation mehr und gerade auch keinen Hunger. Der Mann ist gerade im Bewerbungsmarathon, jeden Tag Bewerbungsgespräche und heute auch Probearbeiten. Ich bewerbe mich gerade nirgendwo, ich liege hier rum und erhole mich für was für einen Beruf auch immer. Zum Glück bin ich für den Moment noch finanziell gut abgesichert, so schnell droht kein Hartz IV. Noch keinen Plan für heute, Bude putzen wartet immer noch, aber mal sehen, vielleicht auch besser weiter ausruhen, am Montag geht es zurück in den Alltag. Sommer, Sommer wäre schön, aber irgendwie wird das dieses Jahr wieder nichts, es ist grau, es ist drückend und in Südeuropa brennen die Wälder. Wie gerne würde ich gerade verreisen, auch wenn es anstrengend ist, alles besser als in der Bude in Berlin zu sitzen. Die Nachbarn haben gestern wieder gegrillt, mit Kohle auf dem Balkon und mein Schlafzimmer wurde wieder mit Rauch- und Fleischgeruch geräuchert. Tja ist gerade fraglich wer hier der echte Slim Shady ist….