Hausärztin, Schlüsselfragen, Küchensachen, MHD und Musik

Guten Morgen, wenig geschlafen, aber tief. Tatsächlich bereit, endlich zur Hausärztin zu gehen, dauere es so lange es dauert, heute habe ich keine anderen Termine. Der Mann war gestern da, aber nur kurz, der Vater rief panisch an, weil er sich ausgesperrt hatte. Der Aufforderung, ich möge mich sofort in Bewegung setzen, um den Zweitschlüssel zu bringen, bin ich nicht nachgekommen, weil ich dachte, er kann den Schlüssel auch selbst abholen, weswegen dann geschrien und aufgelegt wurde. Der Vater hatte morgens unsere Verabredung abgesagt, der Vater hat ein Auto, der Vater sieht seine Partnerin jeden Tag und keinen Schlüssel haben ist für mich nicht so ein Notfall wie neulich bei mir, mit Schmerzen bewegungsunfähig in der Wohnung zu liegen, mit einem Hund der Gassi muss, aber nicht alleine raus kann und das Tage und nicht nur 30 Minuten. Muss ich mich jetzt schlecht fühlen, weil ich am Sonntag halb angezogen mit dem Mann auf dem Sofa sitze und spontan keine Lust hatte mich anzuziehen, den Mann rauszuwerfen und mit dem Bus zu ihm zu kommen? Bin ich jetzt eine schlechte, egoistische Tochter, weil ich nicht gesprungen bin und erstmal andere Lösungen gesucht habe? Egal, dazu musste ich dann erstmal den Mann anschimpfen und später noch Freunde voll texten. Die nur zugefallene Tür ließ sich dann wie von mir empfohlen mit einer Karte öffnen und das Thema hatte ich erledigt, in 3 Minuten.

Gekocht die Nudeln, aber der Mann brachte noch einen Burger mit. Dem Mann jetzt doch Küchensachen aufgeschwatzt, er hat kaum welche und meine Mutter hat sehr viele hochwertige Sachen, die jetzt wegmüssen. Vakuumverpackten gemahlenen Kaffee, der seit 6 Monaten abgelaufen ist, wollte er aber nicht. Die Sachen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum in Deutschland interpretiert er eher als: „Todesgefahr ab folgendem Datum“. Dass luftdicht abgepackter Kaffee aber auch nur irgendwann schlecht wird, glaube ich nicht, lediglich geschmacklich sind irgendwann Einbußen zu erwarten. Aber gut in Afrika abgelaufene Dinge zu essen/trinken, ist glaube ich eine andere Nummer als in Deutschland. Die Sonne scheint, der Kaffee schmeckt und frische Luft strömt über den Balkon in die Wohnung. Muss später noch in die Elternwohnung, weitere Sachen einpacken und dem Vater eine Unterschrift geben, das Finanzamt macht nämlich gar nichts ohne meine Einwilligung.

Kalt ist es, aktuell mal keine Schmerzen und auch nichts Seltsames los im Kopf. Noch keine Nachricht erhalten, was mit meiner Lieferung von Samstag war, nix geliefert, heißt für mich nämlich auch nichts bezahlen. Medikamentenreduktion läuft, ohne positive oder negative Nebenwirkungen, vielleicht wirklich nur noch eine Placebodosis, die ich da nehme. Immer noch kaum Musik gehört, ich bin sauer auf die Liebe meines Lebens. Versuchen wir es trotzdem ein bisschen gute Laune zu verbreiten:

Frei, Schüler, Disco, Kurzraffer und Pink Floyd

Guten Morgen, endlich wieder gut und lange geschlafen. Fühle mich schon besser. Konnte es gestern nach Feierabend kaum glauben, dass ich endlich freihabe. Aktuell auch kein Bedürfnis irgendwas zu machen oder irgendwen zu sehen. Auch nicht den Mann. Bleibt mal alle schön wo ihr seid, ich bleibe dann mal hier. Vielleicht heute Wohnung aufräumen und kochen, vielleicht auch nicht. Obwohl ich habe noch Lammkeule und grüne Bohnen, das reizt mich schon. Gestern nicht gekocht, es gab wieder Burger, zu mehr war ich nicht imstande. Ein grauer Tag grüßt und es ist etwas schwül warm. Päckchen kamen gestern keine an, aber wenn wundert es DHL. Arbeit war ganz ok, ich konnte endlich alles aufarbeiten, was mir im Nacken saß, jetzt bin ich etwas erleichtert und habe nicht mehr das Gefühl ständig irgendwas für irgendwen vergessen zu haben. Ein Schüler hat sich gestern schon gemeldet, ich kriege wohl sechs davon und bin gespannt. Ständig vor dem Ventilator sitzen finden meine Augen nicht witzig, ich bekomme Augenprobleme davon. Das Haus ist ruhig, gestern wieder Türkendisco auf der Straße, heißt Auto mit sehr lauter, anhaltender, orientalischen Musik vor dem Haus. Das fand ich aber ganz unterhaltsam, das erinnert mich an Neukölln. Obwohl wenn es mich an Neukölln erinnert, dann war das wahrscheinlich eher arabische Disco. Der Vater müsste bald zurückkommen, mal sehen, was sein Auge macht und was er von der Insel zu berichten weiß. Nächste Woche wartet ein Marathon von Teamsupervision auf Arbeit auf mich, noch ein Grund mehr jetzt die Füße stillzuhalten. Ich brauche meine Kraft, um eventuelle Kämpfe durchzustehen. Ich renne jetzt nicht weg, ich liebe meinen Job, aber so kann es nicht weitergehen. Der Kaffee schmeckt und meine Vögel piepsen nur leise. Gestern noch einkaufen gewesen und geschwitzt wie Sau dabei, aber gut auf den Rückweg hatte ich auch 15 kg plus auf meinen kaputten Rücken. Alt werden ist nichts für Weicheier, krank sein schon mal gar nicht. Es ist teuflisch, dass man beim Reduzieren von Neuroleptika gern mal Zustände hat, die sich wie die Krankheit anfühlen, es ist aber nicht die Krankheit, es sind Entzugserscheinungen. Neulich einem Freund erzählt was bei mir von 2009 bis 2013 alles passiert ist bevor ich durchknallte, vielleicht eine normale Reaktion meines Körpers und keine Schizophrenie. Im Kurzraffer war das: Überarbeitung zum Hungerlohn ohne Urlaub seit Jahren, Selbstmord des geliebten Nachbarn, Umzug in eine Horrorwohnung in der ich nie zur Ruhe kommen durfte, eine Vergewaltigung durch einen Blogger, wieder Umzug, Machtspiele auf Arbeit und Aufhebungsvertrag und dann der endgültige Ausbruch der Psychose. Viele Gründe total verrückt zu werden, keine angeborene Krankheit, die einfach so irgendwann ausbrach. Ich gehe dann mal positiv davon aus, dass mir soviel Scheiße auf einmal nicht mehr passieren wird. Das muss doch mal reichen für ein Leben. Mein Leben jetzt ist viel gefestigter, ich habe eine sichere, meist ruhige Wohnung, ich arbeite nicht mehr mit machtgeilen Männer die Frauen unterdrücken wollen, ich lade keine Unbekannten aus dem Internet in meine Wohnung ein und zu meinen Nachbarn halte ich Distanz. Wenn sich hier wer umbringt, dann will ich ihn/ sie nicht gut gekannt haben. Ich bleibe dann mal hier in meiner Wohnung, ich bleibe dann mal verheiratet und hoffentlich auch in meinem Job. Die Scherben von damals sind immer noch nicht alle aufgelesen, falls mir mal nach leiden ist. Zurück zum jetzt, ein Brötchen wartet und Eier sind auch da, etwas Sonnenschein grüßt und Pink Floyd untermalt meinen Morgen:

Zeit, Vater, Lager, Ostern und Musik

Guten Morgen, nicht so gute Nacht und dann auch noch Zeitumstellung. Aber ich glaube, ich lege mich später nochmal hin. Die Sonne scheint die Vögel schreien und er hat gar nicht geschnarcht. Heute zum Vater, ohne kochen, aber dafür Lager sichten. Keine Ahnung was wir mit den ganzen Klamotten meiner Mutter machen sollen. Heute Bestandsaufnahme. Gestern zu viel gegessen, ich habe asiatisch gekocht und später noch Ofenkäse. Ganz gut Ostern freizuhaben, vermutlich werde ich schlafen und mich um Balkonien kümmern, ich glaube ich kann jetzt anfangen zu pflanzen. Er hat heute auch frei und er hat versprochen zu putzen, mal sehen wie es dann hier aussieht, wenn ich wieder heim komme. Mein Geld ist schon da, erfreulich, das hat mich gestern nur leider dazu verleitet online zu shoppen. Man könnte auch vermuten, dass Amazon hinter der Pandemie steckt, die verdienen sich jetzt reich durch die Lockdown-Situation. Osterhasen stehen bereit für das Fest, wobei Fest dann wohl nur ein Familienfrühstück mit Waldspaziergang ist. Er telefoniert schon wieder, aber ich glaube seine Freunde sind gerade die besseren Gesprächspartner für ihn, ich möchte nicht stundenlang darüber reden, warum trotz akademischen Abschluss kein qualifizierter Job vorliegt und wer daran alles schuld ist. Das kann er gern mit den anderen Absolventen klären. Mich zieht dieses Gespräch nur runter und jeder meiner Vorschläge wird als unpassend erachtet. Mir fehlt da oft, Bescheidenheit und Dankbarkeit, dass es viel schlimmer sein könnte. Immerhin hat er Jobs und verdient ein wenig Geld, das ist nicht selbstverständlich während Corona. Aber vielleicht kann ich diesen Hunger nach Karriere einfach nicht mehr verstehen, denn meine Wunsch-Karriere endete im Krankenhaus, deswegen bin ich jetzt frei von solchen Ambitionen. Ich will einfach mein kleines friedliches Leben leben und nicht mehr die Welt erobern. Der Kaffee schmeckt, versuchen wir mal gute Laune zu suchen, zum Beispiel mit Sonntags-Musik:

Besuch, Friseur, Rassismus und Freunde

Guten Morgen, Kindern ist es egal welcher Wochentag ist, hier sind sie spätestens um 7 wach und machen Krach, auch heute. Er hat gestern Huhn in einer scharfen Tomatensoße mit Reis gemacht, war ganz lecker und ich habe dann noch ein Brot gebacken. Arbeit war dann ziemlich aufregend, über drei Stunden telefoniert und kaum zum Atmen gekommen. Der Kaffee schmeckt und sein Freund kam gestern nicht, dafür angeblich heute, aber ich glaube nicht mehr dran. Doch wieder bestellt, aber so tolle Sachen wie eine Großpackung Waschmittel, Haarfarbe und Lebensmittel. Vorbei die Zeiten wo ich unnötige Bestellungen gemacht habe, einfach so, aktuell wird alles bestellte auch wirklich benötigt. Er war beim Friseur, schon besser, er bekam schon einen kleinen Afro. Gestern lange nach einem akademischen Förderprogramm für ihn gesucht und gefunden, er meinte aber, dass sein Deutsch zu schlecht wäre dafür. Das sehe ich anders, ich werde ihn weiterhin damit nerven. Ein grauer Tag grüßt und es regnet und regnet, nicht so motivierend. Immerhin haben wir hier gerade Friede und er später wieder eine lange Schicht, ich bekomme also meine Ruhe. Gestern sogar zusammen geputzt, so stelle ich mir das vor, saubere Bude und nichts zu tun am Sonntag. Der Kaffee schmeckt und ich habe passabel, aber zu kurz geschlafen. Gelbe Lilien fangen in meinem Wohnzimmer an zu blühen, das freut mich. Der Balkon sieht noch öde aus, aber es ist noch nachts zu kalt für Blumen. Nicht mehr beim Fernsehfritzen gemeldet, das letzte Telefonat war blöd, mir ist die Lust vergangen. Wieder Diskussionen zum Rassismus in Deutschland gehabt, der lässt sich nicht wegdiskutieren, dunkelhäutige Menschen findet man meistens im Niedriglohnsektor. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass ich jemals einen dunkelhäutigen Menschen in einer Deutschen Bank gesehen hätte. Auf in den Tag, der Gast will tatsächlich kommen, sein bester Freund, ich mag ihn, mit ihm gibt es immer was zu lachen. Der besten Freundin geht es nicht sonderlich, Stress mit der Mutter, aber sie lässt mich nicht helfen, obwohl jede helfende Hand nötig wäre. Beginnen wir den Tag mit Oldschool-Musik:

Etappennacht, 50%, schlechte Laune und keine Zeit

Guten Morgen, eine Etappennacht liegt hinter mir, es geht mir naja. Dieses Mal ist er schuld, der seitdem dass mit den Jobs ist nur mies drauf ist, sich verbarrikadiert und mich nur kontaktiert, wenn er was zu essen will. Wie das helfen soll einen neuen Job zu finden weiß ich nicht. Aber gut ich lasse ihn, ich müsste das auch erstmal verdauen, wenn ich so schlecht behandelt wurde. Der Kaffee schmeckt und es ist noch dunkel, heute geht es zum Vater Rinderrouladen machen, dann hat er die Wohnung allein. Gestern die Arbeit war nicht so aufregend, ein langes erst fachliches und dann später eher persönliches Gespräch mit der Kollegin. Ich versuche dann weiterhin mein bestes, das Team zusammenzuhalten. Gestern noch bei Netto gewesen und Glück gehabt, 50 % auf Gemüse und Obst, das hat sich gelohnt ich habe jetzt den Luxus von Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren in meinen Kühlschrank. Gefühlt alle Mitmenschen sind gerade am Kotzen und ich scheine dafür ein Auffangbecken zu sein. Das geht derzeit und lenkt mich davon ab selber zu kotzen. Verhältnismäßig geht es mir gut. Wieder nicht zum Putzen gekommen, aber immerhin Wäsche gewaschen, zum Putzen brauche ich Ruhe und keinen Mann, der ständig irgendwo sitzt und telefoniert während ich die Arbeit mache. Ich hoffe es kommen wieder bessere Zeiten, mit meinem Arbeitsteam, mit ihm und mit meiner Gesundheit. Graue Schläfen grüßen an meinem Gesicht, zum Haare färben, komme ich mit Mann hier auch nicht. Die Kälte und der Schnee machen seine Laune nicht besser, er ist ein Afrikaner, der beschlossen hat den Winter zu hassen. Vielleicht gehe ich gleich wieder schlafen, alles doof und anstrengend und keine Zeit für mich, Dinge zu klären, die ich klären muss. Wünsche einen schönen ruhigen, erholsamen Sonntag draußen!

Still, Restessen, fernsehen und Langeweile

Guten Morgen, so Weihnachten geschafft und ein grauer Sonntag grüßt. Still ist es hier, sehr still, sogar kaum Autos zu hören. Die Nacht war nicht der Hit, wieder zweimal wach, aber ausgeschlafen. Heute nirgendwo hin und ich glaube auch niemanden sehen. Dem Vater abgesagt und der Mann hat gestern noch mit Freunden gefeiert. Dann habe ich endlich Zeit für Foto-Negative. Schmerzen haben aufgehört und die Bude sieht ok aus. Gestern Restessen und abends noch selbstgemachte Burger, heute vielleicht gefüllte Paprika. Viel ferngesehen, mit dabei: Captain Future, the Crowds, Rapunzel total verföhnt, das verflixte siebte Jahr und das letzte Einhorn. Heute, ich schäme mich fast, läuft auf TLC den ganzen Tag Couponing extrem, ich freue mich drüber und die Aufnahme läuft. Der Kaffee schmeckt, aber es wird wohl besser bei einem Kaffee bleiben, der Blutdruck ist etwas hoch. Müll wegbringen ist heute die Mission des Tages, Weihnachten entsorgen. Gestern endlich Haare gefärbt, ich werde immer grauer, aber bin zu eitel um dazu zustehen. Über Weihnachten doch wieder bestellt, aber nur Kleinigkeiten, auch so verschwindet ein Weihnachtsgutschein. Langweilig, alles langweilig bei mir, aber reicht ja auch nach dem Drama der letzten Wochen, also nicht beschweren, sondern genießen. Frühstück wäre was, aber ich bin unentschlossen, vielleicht auch wieder ins Bett. Wünsche einen entspannten Sonntag da draußen!

Gruß, leer, ruhig und Lauch

Guten Morgen, ne eher ein Gruß aus der Nacht. Er schläft noch und ich vermute ich nach dem bloggen auch. Gestern die Arbeit war sehr anstrengend und danach noch einkaufen umso mehr. Der Supermarkt war aber voll von Kunden und leer von Waren. Kein Gemüse mehr, kein Obst und Brötchen nur Restposten. Dunkel und grau ist es und heute zum Vater, wir haben immer noch Papierkram zu erledigen. Er scheint sich jetzt nach der Eheschließung auch mehr zu trauen, zu trauen Forderungen zu stellen. Bei vielen bin ich kompromissbereit, aber weder meine Vögel noch meine Pflanzen hier stehen zur Diskussion. Wasser und Zigarette für den Moment, er hat sich doch über die Lebensmittel gefreut, er soll gesund essen, die letzten 2 Jahre hat er sicher 10 Kilo zugenommen, während ich die gleiche dicke Frau blieb. Im Gegensatz zu meinen Nachbarn habe ich nicht zur Lockdown-Verlängerung gehortet, ich habe noch genug hier und fürchte keinen Hungertod. Das Konto sieht gerade schon besser aus, wenn ich will werde ich wieder für mich bestellen, wenn die Nachbarn wieder den Netto geplündert haben. Ruhig ist es geworden auf Arbeit, aber ich versuche mir deswegen keine Sorgen zu machen, sondern einfach die Ruhe zu genießen. Nächste Woche z.B. werde ich nur 2 Tage ins Büro fahren. Schlafen, ich muss mehr schlafen, das hilft mir immer. Gestern Lauchgemüse mit Schupfnudeln und Schweinesteak gegessen, ein schlecht gewähltes Menü, wenn er dann doch kommt und hier schläft. Sehr sexy so eine pupsende Frau.^^ Weiter machen, alles wird gut, irgendwann.

Chatmeisterin, Hip-Hop, egal und Amazon Schrott aus China

Guten Morgen, aktuell bin ich Chatmeisterin, auch gestern wieder abends Gespräche mit vier verschiedenen Leuten. Lange mit einem alten Freund aus der Hip-Hop-Zeit gesprochen, was für eine Zeitreise. Leider sind viele alte Leute von damals tot, im Knast, in der Psychiatrie oder drogenabhängig. Soviel zu meiner heiteren Jugend. Ich habe es nur in die Psychiatrie geschafft, aber auch wieder raus und mittlerweile geht es mir wieder gut. Spät schlafen gewesen und jetzt schon wach, aber ich habe keine Pläne, also geht es wahrscheinlich gleich wieder ins Bett. Ein grauer Sonntag grüßt und meine Wohnung schreit: Räume mich auf! Rückenschmerzen haben aufgehört, sehr schön, gestern ein Basenbad gemacht, das scheint geholfen zu haben. Blutdruck ok und Kaffee schmeckt, die Kinder der Nachbarn lärmen. Brötchen oder Toast warten im Tiefkühler, aber gerade kein Hunger. Gestern die Reste vom Boeuf Straganoff mit Kartoffeln gegessen. Heute vielleicht Kochbox, was es aber wird, hängt davon ab, ob mein Schatz heute oder morgen vorbeikommt. Komischerweise ist es mir wieder egal geworden, ob er da ist oder nicht, mir geht es wieder besser und ich brauche seine Anwesenheit nicht mehr so dringend. Es bleibt aber für immer in Erinnerung, dass er in Zeiten wo ich ihn dringend brauchte, er nicht da war, weil er sich nur um seine eigenen Probleme gekümmert hat. Gut seine Probleme möchte ich nicht haben, aber ich denke auch meine Probleme sind wichtig. Mich von Amazon verarschen lassen, Kopfhörer als Blitz-Angebot gekauft, für 20 statt angeblich 84 Euro. Was geliefert wurde, sind aber Kopfhörer aus Asien mit blechernden Klang, die man bei Wish für 13 Euro kriegt. Was wurde aus Amazon? Früher hatten die qualitativ hochwertige Waren zum besten Marktpreis. Heute Chinaschrott zu überteuerten Preisen. 😦 Die Makler sind wieder im Haus und machen Krach, nein niemand wird die überteuerte Wohnung im miserablen Zustand kaufen. Dass ich jetzt richtige Besitzerin meiner Wohnung bin, macht mir Angst, soviel Verantwortung, wenn der Vater sich nicht an sein Wort hält, bin ich am Arsch. Auf in den Tag, der Vogelkäfig muss auf jeden Fall gereinigt werden und das Bad schreit auch hier. Vielleicht besser, wenn ich heute meine Ruhe habe, wenn ich Besuch habe putze ich hier gar nichts. Auf in den Tag, auch wenn ein Blick aus dem Fenster wenig motivierend ist.

Kaffee, Tanzparty, aufräumen und Sonntag

Guten Morgen mit Kaffee, denn die Blutdruckwerte und der Puls sind normal und niedrig. Da freue ich mich. Ganz gut geschlafen, aber nicht volle 8 Stunden, aber die Nachbarn machten Krach um 7, schön mit Kindern zusammenzuleben und einer dazu passend schreienden Mutter. Alles friedlich hier, gestern konnte man die neue Regelung, ab 23 Uhr ist alles zu, auch an der Straße vor dem Fenster bemerken, viel weniger Autos. Das Problem Berlin wird weiter Party machen, dann halt früher am Tag. Gestern erst gesehen wie eine Freundin von einer frühen Tanzparty ohne Mundschutz berichtete. Ab und zu fremdel ich noch mit dieser Wohnung hier, besonders wenn ich nachts aufwache, weiß ich oft erst nicht wo ich bin. Keine Ahnung was ich im Traum denke, wo ich wohne. Ich bin dann aber immer sehr erleichtert und froh, wenn ich schnalle, dass ich hier wohne. Dieser Ort erscheint mir sicher und angenehm. Gestern noch ein langes Gespräch mit der Projektleitung, hat gutgetan. Wir haben seit Wochen, wenn nicht sogar Monate nicht richtig gesprochen. Er kommt jetzt heute doch vorbei, aber will kein Huhn, keine Ahnung was jetzt mit seinem Lieblingsessen Huhn geworden ist. So richtig freuen auf ihn tue ich mich aber nicht, ich bin immer noch enttäuscht und wütend. Der Vater hat nicht nur heute, sondern auch die nächsten Sonntage keine Zeit für mich, so sieht also Abnabelung aus. Gut für unser Alter ist unser Verhältnis auch zu eng, welche Kinder über 40 sehen ihre Eltern zweimal die Woche? Aufräumen ist angesagt, aktuell fühle ich mich auch so, als wäre das kein Problem, ich bin ganz gut drauf. Die Sonne ist zu sehen, der Kaffee schmeckt und ich höre die Kinder im Haus. Die Kartoffelsuppe gestern ist gut geworden, es ist eine Menge die locker 2-3 Tage reicht, aber bei Kartoffelsuppe habe ich kein Problem, solange das Gleiche zu essen. Online Lebensmittel zu bekommen wird schwieriger und teurer, aber konnte fast alles im Supermarkt um die Ecke kriegen, zu kleineren Preisen. Das Schleppen ist nur trotzdem mühsam. Frei, endlich frei und Ruhe für mich, das tut auch meinen Blutdruck und Puls gut, während meines Urlaubs im August, waren die Werte auch unauffällig. Morgen zum Zahnarzt, Zahnreinigung und neue Beisschiene. Bock habe ich darauf nicht, aber ich will meine Zähne behalten. Für mein Alter sind meine Zähne noch gut und ziemlich vollständig Original. Hunger gerade keinen, aber Brötchen warten, alles gut gerade, auch keine Übelkeit wie die letzten Tage. So finde ich mein Leben akzeptabel. Auf den Sonntag.

Kuscheliger Sonntag, Kraft, Optimismus und meine Mutter

Guten Morgen, ein verregneter, aber kuscheliger Sonntag mit guten Essen liegt hinter mir. Ich denke wir haben das Beste aus dem Sonntag gemacht, zusammen gekuschelt auf dem Sofa liegen und lecker kochen und essen. Jetzt ist er schon weg und ich versuche das Standesamt anzurufen, um einen Beratungstermin zu kriegen, aber ich habe drei Nummern und egal wo ich anrufe, keiner geht dran. Der Kaffee schmeckt, die Kippe brennt und auch heute löst das Wetter keine gute Laune aus. Nicht viel zu tun, einkaufen und aufräumen, wenn ich will. Ich blinzele noch in den grauen Tag, alles wird gut und der Frühling kommt bestimmt. Musik versüßt mir den Morgen, keine Ahnung warum ich gerade einen Hang zur Schnulze habe. Aber ich fühle die Musik und bin glücklich, fast so intensiv wie als Teenager. Die Umarmungen meines Schatzes geben mir Kraft, Kraft um im Berufsalltag gegen die schlechte Laune oder gar Depression meines Gegenübers anzureden, solchen Menschen Kraft, Hoffnung und vielleicht sogar gute Laune zu geben ist eine anstrengende Mission, aber meistens erreiche ich was, aber auch nur, wenn ich selber genug Optimismus im Gepäck habe. Meine Erfolgsprämie nach so einem Gespräch ist ein Lächeln oder sogar ein Danke. Das Leben hat mich gefickt und fast zerstört, aber ich bin auferstanden wie der Phönix und jetzt fliege ich wieder, wenn auch etwas paranoid, weil ich nicht nochmal brennen will. Es ist so schade, dass meine Mutter alle diesen Entwicklungen nicht mehr sehen kann, dass ich beruflich wieder Fuß gefasst habe, dass ich keine Hilfen mehr vom Staat brauche, dass man mich unter Menschen aussetzten kann und ich rede mit ihnen und das ich ihn gefunden habe und vielleicht heirate, sie wäre sehr glücklich, ich bin kein Pflegefall mehr und allein auch nicht. Dabei war sie dagegen die Medikamente zu reduzieren, sie war dagegen, dass ich den Job wechsle, aber ich war anderer Meinung und lag richtig. Wie gut, dass ich ein Dickkopf wie sie bin und meinen Weg gehe, egal was da kommt. Danke Mama, dass du meine Pflegerin warst, danke das du immer an mich geglaubt hast und mich gefordert hast, obwohl es Meinungen gab, dass es sinnlos und aussichtslos ist. Du hast deine Mission erfüllt und bist gegangen, als die Mission erfüllt war. Ich vermisse dich in Dankbarkeit und lebe nun für uns beide.