Spät, Mindestlohn, Smartphone und Handakten

Guten Morgen, gestern ist es noch spät geworden auf Arbeit, denn ich habe mich zu einem abendlichen Spontan-Termin überreden lassen und es bereut, das passiert mir nicht nochmal. Früh pennen gegangen und heute Nacht tatsächlich fast 9 Stunden geschlafen, schlafen ist einfach herrlich. Sein Bewerbungsgespräch war gut, aber leider bieten Sie nur Mindestlohn bei einer Vollzeitstelle an, dagegen verdient er jetzt schon mehr. Alles ruhig hier, ist immer noch seltsam hier allein zu sein. Gestern Abend noch baden gewesen, komisch jederzeit baden zu können. Auch heute wird das Büro großteils mir allein gehören, ich habe angefangen einen Spätrhythmus für mich einzuführen, so spät, dass die Kolleginnen da nicht mehr da sind. Ich genieße die Ruhe und natürlich auch das Ausschlafen. Das ist auch eine Lösung für unser Platzproblem, ich mache morgens einfach Platz, indem ich zu Hause bleibe und später komme. Nichts gehört vom Vater, ich vermute, sein Smartphone ist kaputt, es war mal das Smartphone meiner Mutter, ich finde es irgendwie passend, dass das Telefon kaputt geht, wenn er ne Neue hat. So als würde meine Mutter aus dem Himmel, ihr Smartphone zurückrufen. Für die Arbeit einen neuen, großen Karteikasten besorgt, die Kolleginnen waren neidisch und wollen jetzt auch so einen. Bei der Anzahl der Handakten die jede Kollegin hat, ist das auch angemessen, um nicht zu sagen, dringend notwendig. Brötchen warten, der Kaffee schmeckt und der Blutdruck ist zu hoch, aber noch nicht gefährlich, auf in den Tag, gerade kriecht etwas Sonne hinter den Häusern hervor.

Spätdienst, Ruhe, Vater und Valentinstag

Guten Morgen, wieder wach um acht, aber umgedreht und weiter gepennt. War heute Nacht bis fast 2 wach, weil er und ich noch reden wollten und er Spätdienst hatte. Heute allein arbeiten, fand ich vor einem Jahr noch gruselig, heute eher entspannend. Endlich Ruhe, kein Gequatsche und kein Gezicke. Drei Termine heute, das wird schon, Langeweile auf Arbeit hatte ich schon lange nicht mehr. Die Pizza gestern war gut, aber der Vater kam wieder 2 Stunden zu spät und war dann nicht hungrig. Wir haben darüber gesprochen, dass es zukünftig keine Pizza am Donnerstag mehr gibt. Er braucht das nicht mehr und für mich ist es nur Stress, von dem ich wenig habe. 1,5 Jahre habe ich mich jetzt um meinen Vater gesorgt, jetzt sorgt sich eine andere. Loslassen ist so eine Sache, denn mit ihm lasse ich auch meine Mutter ein Stück los. Gestern 5 Beratungen gemacht, immer noch Akkordarbeit, aber ich fühlte mich gestern gut dabei. Valentinstag und für mich gibt es etwas Romantik am Abend, nach seiner Schicht. Wir müssen leider beide heute und morgen arbeiten. Mit der Zahnschiene läuft es gut, derzeit keine Zahnschmerzen. Ich freue mich auf ihn, ich freue mich für meinen Vater, aber es bleibt auch ein mulmiges Gefühl. Meine und seine Unterlagen sind bei der Lohnsteuerfrau, ich hoffe das Finanzamt lässt Geld regnen, schon ewig keine Lohnsteuererklärung gemacht. Auf in den Tag, alles verändert sich und ich bin nicht mehr für zwei Männer zuständig.

Frühdienst, Verstopfung und Selbstbewusstsein

Guten Tag, dunkel ist es und die Autos rauschen, der Kaffee steht bereit und die Kippe brennt. Alles ok so weit, keine Ahnung warum es ist immer wieder nötig ist, dass ich nach dem Spätdienst Frühdienst habe. Gestern 2 Beratungen, aber mir ging es nicht sonderlich, irgendwie war mir die ganze Zeit schlecht. Abends wurde es dann besser, aber ich kam zu einem immer noch schlecht gelaunten Mann nach Hause. Ich fragte mich dann, ob er sauer auf mich ist, denn das geht schon seit Tagen, aber wie sich dann klärte, hatte er einfach tagelang Verstopfung und war deswegen mies gelaunt. Schön, dass nicht immer alle Dinge mit mir zu tun haben. Irgendwie kann ich es derzeit noch nicht fassen, dass ich wieder jeden Tag arbeiten muss, das Herumgammeln zwischen den Jahren war auch ganz schön. Brötchen warten, die Dusche, der Bus und das Büro, aber ich würde mich für den Moment gerne verstecken. Diese Woche wieder Pizzaabend und Sonntag mit dem Vater, er ist wieder da und hat Zeit, obwohl er mit einer Frau am flirten ist. Mein Selbstbewusstsein wächst derzeit, komisch dann mitzubekommen, dass die eine Kollegin mich nach 1,5 Jahren immer noch so behandelt, als wäre ich der Azubi. Bisher hat mich das nicht gestört, aber gestern ist es mir aufgestoßen, auch wenn sie es sicher gut gemeint hat. Heute fühle ich mich schon besser, ist auch nötig, denn heute werden wir stundenlang zusammen sitzen und reden, das ist anstrengender als zu beraten. Auf in den Tag, immerhin früh frei nach Frühdienst.

Wecker, Date, Spätdienst, Asien und Thermometer

Guten Morgen, verpennt schaue ich in den Tag, früh wach gewesen, aber weiter und weiter gepennt, bis der Wecker alles erschütterte. Mein Date gestern war ganz gut, aber ich bin vorsichtig und zurückhaltend. Irgendwie wirkt das Date von letzter Woche noch nach, wie eine warnende schlechte Erinnerung. Abends noch gekocht, Reis mit Paprika und Geschnetzeltes. Heute wieder graue Aussichten bei warmen Temperaturen, was das angeht, freue ich mich auf unser kühles Büro. Keine Ahnung wie das mit dem Kerl von gestern weitergeht, aber ich denke schon, dass wir uns wiedersehen. Heute zum Glück Spätdienst und keine Termine, ich lasse mich überraschen was heute so passiert. Mein Kontostand sieht ganz erfreulich aus, dafür dass wir schon den 11ten haben. Gestern morgens noch geputzt, die Wohnung ist in einem akzeptablen Zustand. Viel Kleinkram in Asien bestellt, ich weiß ich bin ein Klimasünder, aber es ist billig und gleichzeitig nett, fast jeden Tag eine Kleinigkeit im Briefkasten zu haben. Ein Brötchen wartet im Ofen auf mich und Kaffee und Zigarette schmecken. Das Thermometer misst 26 Grad im Schatten, für mich ist das bereits Sommer in Berlin. Auf in den Tag, heute Abend nach der Arbeit noch einkaufen und backen, das wird schon alles.

Moin, Blumen, Brasilianer, Gesicht und Spätdienst

Moin, moin, genug geschlafen, aber noch nicht bereit für die Arbeitswoche. Gestern nicht viel passiert, außer zu viel Geld im Supermarkt gelassen, weil ich allein für Blumen 14 Euro ausgegeben habe. Eine Pflanze ist dabei für meine Mutter/meinen Vater, denn es fehlt eine Blumenampel auf ihren Balkon. Eigentlich war meine Mutter die Gärtnerin, aber mein Vater versucht den Job zu übernehmen und ich unterstütze ihn. Die Vögel haben mich heute Morgen mal nicht so laut und lange angeschrien. Gestern Abend doch ein Date für die Woche ausgemacht, ich treffe einen Brasilianer in meinem Alter. Mal sehen wie das wird, wir treffen uns an einen öffentlichen Ort, der weit genug weg von meinen zu Hause ist, aber gleichzeitig nah genug ist, um die Flucht schnell zu ergreifen. Meine Gesichtshaut ist derzeit nicht der Hammer, deswegen habe ich mir gestern einen Gutschein für eine Gesichtsreinigung bestellt, damit ich weiterhin ohne Make-up herumrennen kann. Heute Spätdienst mit 2 Beratungen und offener Sprechstunde, mal sehen wie das wird. Der Kaffee schmeckt, Brötchen liegen im Tiefkühler, langsam in den Tag und weiterhin gehofft, dass sie mich für die Ausbildung nehmen.