Etappennacht, Netto, Szenariotechnik und Deutsch

Guten Morgen, eine sehr lange Etappennacht liegt hinter mir. Fast 9 Stunden geschlafen mit 2 Unterbrechungen. Keine Ahnung was mit mir los ist, aber ich bin sehr müde, müde bis depressiv. Die Spülmaschine hat sich nach einigen Recherchen als guter Kauf herausgestellt, woanders wird sie gebraucht deutlich teurer angeboten. Abgesehen davon bin ich auch sehr zufrieden mit der Reinigungsleistung. Seltsam ist jedoch schon, dass ich durch Zufall oder Unterbewusstsein, die gleiche Maschine gewählt habe wie die meiner Eltern, nur halt kleiner. Wollte eigentlich wieder Lebensmittel bestellen, aber habe die Lieferung doch noch storniert, ich bin heute eh unterwegs, da kann ich auch auf dem Weg einkaufen. Gesten gekocht, Bett frisch bezogen, Wäsche gewaschen, Bad halb geputzt und Haare gefärbt. Mehr allerdings nicht, ich musste schlafen. Heute zur Eigentümerversammlung, ich habe keine Lust, wir brauchen neue Wasserrohre, ich denke das sollte klar sein, auch ohne Abstimmung. Gestern wieder gemerkt, denn als ich die Haarfarbe auswaschen wollte, gab es kaum mehr warmes Wasser, blöder Zeitpunkt. Romantische Dinge für mich bestellt, wie einen Wäscheständer und ein Backblech, frau gönnt sich ja sonst nichts. ^^ Beschlossen dann heute zu Netto zu gehen, es gibt reichlich Angebote und Gutscheine, ich habe den Eindruck die kämpfen gerade darum ihre Kunden zurück zu kriegen. Das letzte Mal konnte ich dort, mit Sonderangeboten, Gutscheinen und Pfandflaschen fast 15 Euro sparen, das ist online nicht möglich. Der Kaffee schmeckt, die Kippe leider auch, aber immerhin gestern nicht zu viel gefuttert. Ein grauer Tag grüßt, aber ich glaube es hat endlich aufgehört zu regnen. So viel Regen dieses Jahr, man könnte es Regenzeit statt Sommer nennen. Es passieren immer noch Dinge in der Gegenwart, an die ich mich scheinbar erinnern kann, also aus dem Gespräch mit Herrn X. Mittlerweile habe ich dazu aber eine andere Haltung, das ist kein Spiel des Herrn X oder von sonst wem, das war damals nur eine zutreffende Voraussage der Zukunft, zum Teil von mir selber. Das ist keine Verschwörung, das ist auch nicht übersinnlich, das ist Szenariotechnik, wie ich sie an der Uni gelernt habe. Ich sage dazu nur „Brave New World“ oder „1984“ Romane die heute großteils wahr geworden sind. Da ist es doch auch eine denkbare Möglichkeit, dass irgendwer oder ich selber, einen Teil meiner kleinen Zukunft voraussagen konnte. Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber eine hochsensible kreative, es wäre nicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich (kleine) Dinge wusste, bevor sie passieren. Ich nannte das aber immer Menschenkenntnis und Bauchgefühl. Wie auch immer, diese Sichtweise auf Dinge die gerade passieren beruhigt mich immens, es ist nur die ehemalige Zukunft die gerade passiert, kein Spiel. Die Bude sieht gerade annehmbar aus, der Vogel singt ein Lied und der Mann hat sein Carepaket erhalten. Gerade keine Lust mehr ihn zu unterstützten oder groß zu beschenken, aber eine Lieferung mit Getränken und Essen ist noch drin, schließlich muss ich ihm als Ehefrau Unterhalt zahlen? Seine Erwartungshaltung man(n) könne hier in Deutschland ohne Deutschkenntnisse Karriere machen, geht nämlich nicht auf. Das hat er mittlerweile verstanden und lernt fleißig Deutsch. Es wird also alles gut? Bald? Für den Moment schaue ich verkniffen in den Tag, der verkniffen zurückschaut, weitermachen, Stillstand ist keine Option. Passend zu den Bohnen gestern, etwas aus der Hip-Hop Kiste:

Zwischen-Morgen, Pennerlook, putzen und kochen

Guten Morgen, ne eigentlich nur ein Zwischen-Morgen, nach dem Schreiben zurück ins Bett, jetzt schon beschlossen. Gestern tagsüber sehr viel geschlafen, war nicht so geplant, kam aber so. Die neue Spülmaschine weiter eingeweiht, es ist wirklich alles viel sauberer, wenn es durch die Maschine gespült ist. Irgendwie dadurch Motivation bekommen weiter zu putzen und irgendwann mitten in der Nacht sogar den Ofen und Bleche sauber gemacht. Wobei Bleche? Besser ein neues bestellt, wer mehrfach Grillhähnchen auf den Blechen zubereitet hat, kann die Bleche vergessen. Die Anschaffung von einer Grillhähnchen-Pfanne für den Ofen kam zu spät. Der Kaffee schmeckt und es ist noch dunkel und sehr ruhig. Der Vater war gestern morgens da, um den Unterbau der Spüle noch einzubauen. Ich war aber total verpeilt und müde, weil ich noch geschlafen hatte. Wieder erwischt worden beim Müll wegbringen im Pennerlook, aber irgendwie finde ich sich zurechtmachen, um den Müll wegzubringen, auch übertrieben. Denn Mann nur abends gesprochen, irgendwie kein Bedürfnis nach ihm, nach seinem Besuch. Brauche niemanden der mich vollkotzt. Es regnet, mal was ganz Neues, aber besser als Affenhitze. Ich vermute das war es mit dem Sommer, sehr schade und nein ich bin nicht bereit für Winter. Der Winter in Berlin ist hart, so viel Dunkelheit, so viele Monate. Angefangen die Sachen die ich habe mehr zu pflegen, denn es gibt keinen Nachschub dank Corona. Weder ein neuer Laptop ist möglich, noch eine neue Küche oder gar eine neue Wohnung. Ich kann glücklich sein, für das, was ich habe und sollte mehr auf Erhaltung achten, denn Neuanschaffungen sind einfach viel zu teuer geworden. Selbst wenn ich könnte, ich zahle doch keine 800 Euro plus, um einen Laptop zu kriegen, der das Gleiche kann wie meiner, der aber vor Jahren deutlich günstiger war. Dann doch lieber mehr aufpassen bei der Benutzung und regelmäßig reinigen. Wegwerfgesellschaft muss man sich leisten können, ich kann das derzeit nicht und das, obwohl mein Gehalt ausreichend ist. Irgendwie derzeit immer weniger Fleisch, muss ja nicht immer sein, morgens geht auch Käse und ein Ei, mittags sowas wie gestern, lieber gutes Fleisch alle paar Tage, als jeden Tag die Billig-Produktion. Früher bei Oma, war eigentlich nur der Sonntag der richtige Fleischtag, da gab es dann Braten, aber die anderen Tage eher weniger oder sogar gar kein Fleisch. Vielleicht heute noch Wohnzimmer umräumen, vielleicht auch nicht, putzen könnte ich auch Tages-füllend. Blutdruck unten, Herzschlag jetzt auch dauerhaft unter 80, ich scheine gut eingestellt zu sein. Nicht an die Arbeit gedacht, mein Leben besteht auch aus anderen Dingen, jetzt bin ich dran. Hoffentlich geht es den Leuten bald wieder besser, jetzt wo es wieder Selbsthilfegruppen, offene Kontakt- und Beratungsstellen, und auch wieder vermehrt betreute Arbeitsstellen gibt. Die Personaldecke der Betreuer bleibt aber weiterhin dünn, zu viele haben gekündigt oder sind krank. Wer hat schon Bock auf soziale Arbeit, wenn alles drumherum asozial wird? Eine Pandemie im Lebenslauf hätte ich wirklich nicht gebraucht, aber einfach vorher abtreten, wie meine Mutter, ist auch keine Lösung. Mal sehen, was ich heute koche, im Zweifelsfall habe ich aber noch Kartoffelsalat und Würstchen aus dem Glas. Dank Corona und den ganzen Kochboxen, habe ich gelernt deutlich besser zu kochen, vorher war das eher „Versorgungskost“ wie es mein Vater nennen würde. Schade, dass das der Ehemann kaum zu schätzen weiß, er finde europäisches, und besonders deutsches Essen, immer noch nicht gut, egal was ich mache. Aber nigerianisches Essen finde ich nicht so gut, dieses eklige Palmöl und der widerliche getrocknete Fisch, der angeblich überall rein muss. Ich kann und werde nichts kochen, was ich nicht mag. Aber gut Grundlagen der asiatischen Küche sind mittlerweile auch da, unser Kompromiss. Wie gut, dass die Putzfee in mir wieder aufgetaucht ist, nach dem Zusammenleben mit dem Mann sieht es hier nicht gut aus, aber ich hatte bisher nicht die Kraft das grundlegend anzugehen. Auf in den Tag oder besser ins Bett, solange die Nachbarn nicht wieder die Technomusik aufdrehen, ein bisschen meiner guten Laune Musik:

Spülmaschine, Lamm, einkaufen und das Haus

Guten Morgen, kalt ist es geworden, keine Lust mehr offene Fenster zu haben, ist einfach schon nach wenigen Minuten zu kalt. Die neue/gebrauchte Spülmaschine ist gut und funktioniert. Leider ist die Freude nicht so groß wie erwartet, vielleicht wegen dem ganzen Stress drumherum. Die Reinigungsleistung ist aber klasse, so sauber war mein Geschirr noch nie. Gestern sogar angefangen das angeblich saubere Geschirr mit der Spülmaschine neu zu reinigen. Der Mann war gestern da, aber nur am Schimpfen über die Jobsituation und laufende Bewerbungsverfahren. Hatte Lamm gekocht, was auch gut ankam. Heute wahrscheinlich Blumenkohl, die nächste Kochbox kommt erst am Dienstag. Mittlerweile auch sauer auf die Ex-Kollegin, wie kann sie sich so einfach aus dem Staub machen, nachdem wir so gekämpft haben? Wie feige und asozial ist das mir gegenüber? Auch gibt es da so einige Umgangsformen von ihr, die auch immer sehr belastend waren. Gestern bei Netto gewesen und zugeschlagen, viele fast abgelaufene Sonderangebote, aber die Wochenangebote waren fast alle ausverkauft. Vor Ort einkaufen ist ungewohnt für mich geworden, es ist mühsam, vieles ist nicht verfügbar und dann muss man auch noch schleppen. Aber günstiger ist es, erstmal im Laden schauen und nur die fehlenden Dinge zu bestellen. Immerhin noch Kaffee im Sonderangebot bekommen, Kaffee ist online so viel teurer. Die Idee mit dem Verkauf und Kauf von Immobilien ist erstmal gestorben, ich habe mich vertan mit den Finanzierungen oder besser ich war zu unwissend. Ein Gespräch mit dem Vater brachte Klärung, jetzt kenne ich die genauen Konditionen und sehe auch kein Verbesserungspotential derzeit. Schade, aber nachdem der Nachbar jetzt wieder Besucher und Party in der Bude hat, hört er auf zu bohren? Ist nur fraglich ob Technomusik und lautes Gelaber besser sind. Muss hier immer noch putzen, aber das ist jetzt auch wieder möglich, nachdem ich seit gestern die Wasserversorgung in der Küche wieder nutzen kann. Keinen Bock auf den Mann, wenn er nur schlechte Laune mitbringt, schlechte Laune habe ich gerade auch allein, ein Vortrag über Rassismus in den Bewerbungsverfahren macht es nicht besser. Der Vater kommt nachher vorbei, den Unterbau der Spülmaschine noch einbauen, mal sehen, ob es gelingt, heute habe ich aber Zeit und bin entspannt, falls es länger dauert. Eigentlich eingeladen zum Flohmarkt heute, aber ich vermute allein gehe ich da nicht hin, ich brauche nichts und das Wetter ist mies. Die Überlegung das Wohnzimmer umzustellen steht immer noch im Raum, ich muss hier was ändern, um Coronazeit zu vergessen. Blutdruck und Puls unten, weniger als normal, auch mal ganz gut und in meinen früheren Jahren eigentlich immer normal. Vor der Gewichtszunahme, vor dem Tod meiner Mutter, vor Corona, war mein Blutdruck und Herzschlag immer unter den Werten, die als normal gelten. Musikalisch ist immer noch Mutti-Zeit. Also ein bisschen Zeitreise, passend zu meiner Wohnung in der ich wohl vorerst bleiben muss, unser Haus in der Mitte der Straße:

Büro, gekocht, Kredite und Erinnerung

Guten Morgen, ne eigentlich gar nichts gut, aber ganz gut geschlafen. Gestern nicht lange im Büro ausgehalten und nach Hause schlafen, abends dann noch Videokonferenz. Bin gespannt auf die Spülmaschinenlieferung, ob alles klappt, ob es die bestellte Maschine ist. Kann das Chaos in der Küche nicht mehr ertragen und der rumstehende Abwasch nervt, ich habe auch andere Hobbys als mit der Hand abwaschen. Gestern mein vorerst letztes Hello Fresh Menü gekocht, war lecker, das werde ich nachkochen. Der Kaffee schmeckt und Abwasch wartet, das muss ich noch erledigen, bevor hier fremde Handwerker in der Bude stehen. Gestern schon angesagt, dass ich heute krank bin, ich kann gerade nicht mehr, wieder Durchfall und viel schlimmer, ein zuckendes Auge. Nein ich bin nicht gestresst und habe Zukunftsängste.^^ Noch viel unterhalten gestern, Gehirn bereinigen. Jetzt habe ich erstmal frei, nächste Woche geht es weiter, wie auch immer. Für den Moment aber schlafen, Küche aufräumen und gerade den Müllmännern bei ihrer Mission zu hören. Gestern gedanklich mit einem Umzug beschäftigt, es wäre derzeit ein lohnendes Spiel zu verkaufen und zu kaufen, denn die Kredite dafür sind wahnsinnig günstig. Nach meiner Recherche wäre es möglich eine bessere Wohnung, die mir gefällt zu kriegen und dabei dann noch jeden Monat weniger zu zahlen. Na mal sehen, was der Vater sagt, Kredite umschulden sollten wir aber auf jeden Fall. Auf eine Stelle beworben, die erst perfekt schien, aber dann doch inhaltlich nicht zu 100 % passte, aber warten wir ab was die sagen. Ich brauche auf jeden Fall einen Plan B, aber alle erwarten, dass ich bleibe und kämpfe. Die kaum schlafende Frau mit Magenkrämpfen, Durchfall und einem nervös zuckenden Auge, ist aber gerade eher müde und bräuchte dringend Unterstützung. Die Zahlen in Berlin gehen wieder hoch, aber niemand muss zu Hause bleiben. Ich gelte ab heute/morgen als vollständig geimpft und sollte jetzt wenigstens nicht an Corona spontan versterben. Die Sonne scheint, ich sehe blauen Himmel mit Wölkchen und es ist frisch, Hauptsache Sonnenschein, warme Kleidung finde ich schon. Auf in die Dusche oder besser vorher Küche putzen? Ich ahne eigentlich schon jetzt schon, dass da kein Handwerker um 10 kommt, sondern wahrscheinlich erst um 11 oder später, Handwerker die neue meistgesuchte Berufsgruppe. Auf einen Handwerkertermin wartet man derzeit länger als auf einen Arzttermin. Zum Glück kenne ich ein paar Handwerker persönlich, aber auch die lassen mich warten. Auf in den Tag, irgendwas frühstücken und hoffen, dass das ich mich über die Spülmaschinen-Aktion freuen kann. Abschied, es heißt Abschied derzeit, dazu tönte gestern dieser Song in meinen Ohren, Erinnerung:

Gekocht und über die Privatisierung des Gesundheitssystems

Guten Morgen, wieder nur sechs Stunden Schlaf, aber ich fühle mich ganz passabel. Der Freund kam gestern tatsächlich vorbei und wir redeten lang. Ich glaube, ihn geht es gerade auch nicht so, wegen Arbeit. Kann ich gut verstehen, wir haben ähnliche Arbeit. Der Tag grüßt kühl, aber mit versteckten Sonnenschein und auf mich wartet auch sehr viel Arbeit. Komischerweise könnte ich jetzt doch noch ne Woche Urlaub gebrauchen, aber das hatte ich ja abgesagt. Der Nachbar hat gestern wieder gebohrt, was für ein Idiot mit Aggressionsproblem. Gestern mit dem Freund Lachsfilet in Teriyakisoße gekocht, war lecker, nur etwas wenig für zwei hungrige Menschen. Heute steht viel an und ich muss mich noch sortieren, aber erstmal aufwachen. Heute doch eine Lebensmittellieferung, mit frischen Brötchen, also warte ich gerade auf mein Frühstück. Gestern eine gebrauchte Spülmaschine ergattert, sie kommt am Freitag und ist hoffentlich auch in so einem guten Zustand wie auf dem Foto. Ich weiß, eine Spülmaschine ist Luxus, braucht man nicht wirklich, aber dann bin ich halt Luxusweib. Gestern gegen das Schwarz-Weiß-Denken meines Internetfreundes argumentiert, ich glaube, es hat geholfen. Es ist so schade, dass die Impffrage das Volk spaltet und noch mehr Zusammenhalt in der Bevölkerung zerbricht, gerade jetzt, wo wir uns alle brauchen. Aber es ist natürlich einfach alle Impfgegner als böse und asozial zu titulieren und den Kontakt abzubrechen. Asozial gehandelt hat aus meiner Sicht die Regierung, indem Krankenhäuser privatisiert wurden, indem Krankenhäuser Profit machen müssen, indem Pflegekräfte schlecht behandelt und bezahlt werden. Hätten wir finanziell besser ausgestattete Krankenhäuser, wäre dieses ganze Machtspiel um die Impfungen nicht nötig. Die Verantwortlichkeit dafür auf das Volk abzuwälzen, Millionen in Schutzmaßnahmen zu stecken und privates Vermögen zu vernichten, ja dieses Geld hätte locker gereicht, um alle Krankenhäuser zu sanieren und Pflegekräfte endlich ordentlich zu behandeln und bezahlen. Liegt das alles an der ahnungslosen Verpeiltheit unserer Politik oder war das Absicht? Das ist jetzt mal eine böse Frage, die ich stellen muss, denn die Versäumnisse der vergangenen und aktuellen Politik das Volk ausbaden lassen, ist natürlich einfacher. Aber gut wir haben die Deppen gewählt oder eher unsere Eltern haben die gewählt. Jetzt sollen unerprobte Impfstoffe alles retten und das Volk teilt sich in brave, geimpfte Bürger und böse, ungeimpfte Bürger. Doch so einfach ist es nicht. Ich bin geimpft, aber ich verstehe jeden der es nicht tut, auch wenn das vielleicht die Ausübung des Rechts auf Krankheit und vielleicht auch Tod ist. Für mich liegt die Verantwortung da mehr auf der Seite der Politik, zu handeln, Geld heranzuschaffen für die Krankenhäuser und Pfleger, statt Geld in unbrauchbare Masken, Tests und Impfstoffe zu stecken. Aber gut Geld für die Krankenhäuser zu organisieren, sie staatlich zu bezuschussen, wäre ein Schuldeingeständnis, das geht als Machtmensch natürlich nicht, das geht erst Recht nicht im Wahlkampf. Was können wir tun? Wählen gehen, das kleinste Übel wählen und auf eine Wende hoffen, klar das Gesundheitssystem lässt sich nicht so schnell reparieren, aber irgendwann muss man doch anfangen oder das war es dann und die Gesundheitsfürsorge wird ein Privileg der Reichen. So genug aufgeregt, nur mein Standpunkt zur Sache, was aus meiner Sicht gerade passiert, während sich das Volk gegenseitig verdächtig geimpft oder nicht geimpft zu sein. Zurück zu meiner kleinen Welt, der Kaffee schmeckt, meine Brötchen kommen gleich und nach dem Frühstück werde ich rübergehen in mein Arbeitszimmer und das Homeoffice starten, Leuten helfen, die das System gerade nicht auffängt, ohne dabei mich selbst zu vergessen. Auf in den Tag, dazu fällt mir momentan keine Musik ein, obwohl doch ein Kinderlied von mir, dass ich sehr liebte:

Das Lied kannte ich damals auswendig und auch heute passt die Frage: „Wofür wird mein Leben auf Spiel gesetzt?“

Regen, müde, kochen und vorbei?

Guten Morgen, ne sein wir ehrlich es regnet seit gestern und weit und breit keine Sonne, dafür aber auch sehr kühl. Der Tag gestern mit dem Vater war gut, allerdings bin ich dann nach dem Frühstück auf dem Sofa eingepennt, über zwei Stunden. War aber nicht schlimm, passte sogar, früher schlief ich jeden Sonntag auf dem Sofa. Das Essen ist dann auch gelungen und es wurde spät. Aktuell könnte ich nur schlafen, nicht aus Depression, einfach Müdigkeit. Seitdem ich die Blutdrucksenker erhöht nehme bin ich nachmittags immer müde. Spät wurde es dann auch bei mir als ich nach Hause kam, kaum gechattet, Fernsehen nervte und dann knapp zwei Stunden einem Hörbuch gelauscht. Aktuell scheint es das gewesen zu sein mit Sandalen, es ist kalt, windig und regnet, da ziehe ich auch lieber Socken an, mein neues gelbes Lieblingskleid bleibt dann wohl auch zu Hause. Arbeit, Arbeit wartet morgen, vielleicht besser so, obwohl ich das mit der Tagesstruktur diese Woche auch allein hingekriegt habe. Heute Abend kommt vielleicht der beste schwule Freund, er wollte kochen und ich habe das hier vorgeschlagen. Habe ihn lange nicht gesehen, weil er auf Reisen war, bei uns gibt es immer viel zu besprechen. Der Kaffee schmeckt und ich bin müde, sagt auch mein Herzschlag unter 80, alles entspannt so weit. Mein Bein tut wieder weh, aber noch ist für mich gefühlt nicht der Zeitpunkt das Neuroleptika wieder zu reduzieren. Meine Welt dreht immer noch Scheibe, nichts von Sicherheit und Entspannung in Sicht. Der Nachbar bohrt wieder, was hat der für ein Problem? Die Straße ist laut, alle rasen wieder, jetzt wo Corona „vorbei“ ist. Leider ist gar nichts vorbei, aber gut diese Erkenntnis gibt es dann später. Angefragt für eine neue/gebrauchte Spülmaschine bei Ebay, obwohl das mit den Abwaschen per Hand gerade geht. Es gibt so einige Händler in Berlin, die sich auf gebrauchte Küchengeräte spezialisiert haben. Heute keine Pakete oder Lieferungen erwartet, auch mal ganz entspannend. Dieses ständige Warten zu Hause ist dann doch irgendwie anstrengend und ich dann der Stalker der am Rechner die Wege des Lieferanten verfolgt, weil ich endlich will das er da war und ich mich anderen Dingen widmen kann. Eigentlich fühle ich mich gerade nach Winter Traurigkeit, aber gestern hat der Vater mir einen Ohrwurm ins Ohr gesetzt, das dicke B klingt immer noch, also der Song des Tages:

Nacht, Vater, Pakete, Jobs und Berge

Ein Gruß aus der Nacht, bin müde, aber wach, irgendein Nachbar hat gerade das Haus verlassen. Gestern der Tag ging schnell vorbei, einkaufen gewesen, Mann kam vorbei, Arbeits-Videotreffen, Pizza gemacht, Vater kam zu Besuch und danach alleine entspannen. Bis zum Treffen mit dem Vater ging es mir (sehr) gut, als er dann da war nicht mehr. Thema mit dem Vater war Tod der Mutter und die Entsorgung der Spülmaschine. Ja mein Geschirrspüler ist Schrott und eine Reparatur lohnt nicht mehr. Irgendwie habe ich den Eindruck, auch der Vater entfernt sich gerade. Er hat immer weniger Zeit und wenn, hat die neue Partnerin und deren kranke Mutter Priorität. Finde ich so nicht richtig, mit denen hat er nicht die letzten 30 Jahre verbracht, die haben ihn nicht aufgefangen als es ihm nach dem Tod meiner Mutter schlecht ging, aber gut, die sind wohl seine Zukunft. Wo meine Zukunft dann liegt, weiß ich aber nicht. Der Bruder wird immer seltsamer, der Vater entfernt sich mit neuer Partnerin und ich habe dann wohl nur noch als enge Verwandtschaft den Mann in Berlin. Nicht so gute Aussichten für mich. Heute ein Paket vom Paketshop abholen, ist man einen Tag die Woche nicht da, kommen natürlich alle Pakete auf einmal. Meine Nachbarinnen hatten ja einiges für mich angenommen, aber ein Paket ist jetzt kilometerweit entfernt im Paketshop. Der Kaffee schmeckt und ich überarbeite gerade meinen Lebenslauf, denn es gab eine Anfrage einer Recruiterin. Eigentlich will ich nicht wirklich wechseln, aber zu wissen, was andere bieten und einen Plan B haben, erscheint mir gerade nicht so falsch. Wenn Corona nicht aufhört, weiß ich nicht, ob ich meinen Job seelisch noch lange aushalte. Ein Ausweg scheint nur die extreme Abgrenzung gegenüber dem Kunden, aber selbst wenn ich das lerne und durchziehe, möchte ich das? Alles unklar gerade. Erwachsensein sein, Verantwortung tragen, stinkt. Fühle mich gerade alleine mit der Trauer um die Mutter, der Mann kannte sie nicht, der Bruder ist wie immer abwesend und anderer Meinung und der Vater investiert lieber in die Zukunft. Es ist dunkel, grau grüßt der Tag oder ist es noch die Nacht? Die Straße rauscht aber wie der Tag. Die Aktivität der letzten Tage scheint mir aber gutzutun, gerade nur alleine zu Hause sitzen, echt nicht ratsam. Frische Blumen gekauft, mein Luxus, Schnittblumen braucht man eigentlich wirklich nicht. So viel Depression gerade um mich herum und jetzt ist auch noch der Sommer ausgefallen. Überall verrückte Leute, kein Tag wo ich keinen durchgeknallten Menschen sehe, meistens mehrere und sollte ich zu Hause bleiben, gibt es da immer noch die Nachbarsfamilie und dann im Zweifelsfall auch mich selber. Ich muss mein Leben ändern, wenn ich es noch länger behalten möchte, aber ich kriege es gerade nicht hin, ich müsste abnehmen, ich müsste aufhören zu rauchen, mir einen Sport suchen, aber gerade kriege ich nur das hin, was wirklich für den aktuellen Tag notwendig ist. Also werde ich wegen Corona und nicht durch Corona sterben? Auch ohne Corona wären diese Herausforderungen schwierig. Na immerhin mein Covid-Arm ist wieder in Ordnung, die schmerzhafte Rötung nach der Impfung ist verschwunden, ich hoffe das bringt jetzt auch irgendwas, einen nicht zugelassenen Impfstoff in den Venen zu haben finde ich immer noch gruselig. Das Bein tut wieder weh, die Zehen sind wieder teilweise taub, danke Neuroleptika-Erhöhung, danke Muskelkrämpfe, danke Stress. Erzähle es der Tapete, sagte meine Mutter immer, wenn sie nicht zuhören wollte, ich erzähle es dann mal dem Blog oder den Bergen, hier in Berlin eher Müllberge:

Grau, Verabredung, Wasserzulauf, Hund und Oma

Guten Morgen, endlich mal ausgeschlafen. Grau grüßt der Tag und ich könnte eine Verabredung haben, habe aber glaube ich keine Lust. Ich werde heute wohl nur zum Supermarkt gehen. Keine Lust irgendwo hinzufahren und unbekannte Männer zu treffen. Die Chance im Internet den Traummann oder wenigstens gutes Beziehungsmaterial zu finden, ist doch sehr gering. Gestern wurde alles spät, denn der Einsatz in der Büroküche war nicht sehr erfolgreich, denn der Wasserzulauf für die Spülmaschine in der Küche ist defekt. Damit heißt es wohl nächstes Wochenende wieder hin. Ich freue mich^^. Das Thema Spülmaschine ist eine seit Monaten nicht endende Mission. Ein freier Tag in der Woche ist einfach zu wenig. Die Paprikaschoten gestern waren lecker, allerdings gab es die erst um kurz vor 22 Uhr, weil alles länger dauerte. Gestern mit dem Hund im Wald gewesen, ich wurde traurig, denn der Hund wird nie wieder wild durch den Wald rennen. Wir haben jetzt einen behinderten Hund, der sich zwar über den Wald freut und überall interessiert schnüffelt, aber weder rennen noch hüpfen kann und nach einem knappen Kilometer schachmatt ist. Da kommen wieder Hassgefühle gegen den Bruder auf. Meine Vögel singen und es ist ruhig im Haus. Ich müsste dringend nähen, aber irgendwie habe ich seit Wochen keine Ruhe dazu. Der Flirtwahnsinn hat aufgehört, seitdem ich nicht mehr bezahle bekomme ich kaum noch Nachrichten. Ich müsste mich bei meiner Oma melden, aber nach unseren letzten Telefonat keine Lust, ich lasse mich nicht erpressen. Bald ist Muttertag, komisch ohne Mutter, auch wenn ich diesen Tag nie mochte. Mal sehen was ich mit dem Tag anstelle, für den Moment ist nur Frühstück relevant.