Träume, Clubs, das alte Berlin und Hoffnung

Guten Morgen, wirre Träume oder sind es Erinnerungen? Wer weiß das schon, bin müde und habe gestern zu viel gegessen. Wieder so ein Weg meiner Selbstzerstörung. Die Clubs sind wieder auf, das läuft dann wohl nach dem Motto: „Ich sterbe für meine Party.“ Die Zahlen der nächsten Tage und Wochen werden spannend. ^^ Ich bin mir sicher wir schaffen bald 50 % und mehr Anstieg. Das da gestern in den Clubs nur Genesene und Geimpfte waren, ist doch sehr unwahrscheinlich, nein ich weiß es, dass die Türpolitik da nicht so streng gehalten wurde. Ich wusste gar nicht, dass die Querdenker und die Beastie Boys was gemeinsam haben, ein Kampf um Party ist das aber ganz sicher. Leute, das alte Berlin gibt es nicht mehr, es ist keine Zeitreise möglich und die Ungeduld jetzt macht es nur schlimmer und die alte Freiheit rückt noch mehr in die Ferne. Wären das jetzt nur Teenager die Party machen, ich würde es noch verstehen, aber die meisten Clubgänger in Berlin sind eindeutig älter. Bei mir gestern nicht viel passiert: Müll weggebracht, Wäsche gewaschen, mit der Hand abgespült, gestaubsaugt, gekocht, Mittagsschlaf, Badezimmerschrank aufgeräumt, baden und dann nicht mehr viel. Der Mann hat einen neuen Arbeitsvertrag, leider wieder einen beschissenen, aber irgendwas muss die Miete zahlen. Ein grauer Tag grüßt und der Kaffee schmeckt, vielleicht schlafe ich gleich weiter, zum Vater muss ich erst nach zwölf. Keine Ahnung warum ich so oft in meinem Leben sterben wollte, aber das ging schon sehr klein los, ich hatte immer den Eindruck im falschen Leben gefangen zu sein. Fakt ist aber, ich habe nur dieses eine Leben, ob ich will oder nicht, es gilt das Beste draus zu machen, aktuell bin ich aber weit davon entfernt. Aber solange ich lebe, gibt es Hoffnung. Ich singe dann mal ein Lied:

Angst, Ärzte, sterben und lieber allein

Guten Morgen, keine so tolle Nacht, aber solange wieder hingelegt bis fast 8 Stunden voll waren. Heute Arzttermin Nummer zwei die Woche, nachdem ich gestern meine Ärztin zu einer Blutuntersuchung bringen konnte, wird heute mein Herz untersucht und ein Langzeit EKG gemacht. Ich habe Angst, aber das ändert gar nichts, außer vielleicht die Werte. Nichts machen und einfach sterben ist auch keine Lösung, dann bin ich halt mal teuer für die Krankenkasse. Meine Mutter meinte immer, wir brauchen nicht zum Arzt. Im Nachhinein denke ich, weil sie neben der Arbeit keine Zeit dafür hatte? Ich erinnere mich wie ich als Kind mit Masern fast an Fieber gestorben bin, weil meine Mutter mich tagelang im Bett liegen ließ und nicht zum Arzt mit mir ist, bis das Fieber dauerhaft bei 42 Grad war. Der Arzt hat dann ziemlich geschimpft und sprach von Lebensgefahr. Vielleicht der Grund warum ich mich heute genauso dämlich verhalte und die Arbeit wichtiger finde als die Arztbesuche. Aber nicht diese Woche, diese Woche habe ich mich krankschreiben lassen, um zu allen Ärzten zu rennen. Ein Blutbild wurde, glaube ich noch nie bei mir gemacht und mein Herz auch noch nie untersucht. Der Herzarzt war ziemlich überrascht als ich das mitteilte, aber es gibt keine Pflicht zum Arzt zu rennen. Immerhin kein Durchfall heute, das ist doch mal was und esse ich eine warme Mahlzeit während des Tages, gibt es auch keine Bauchkrämpfe. Dieses morgens minimal Frühstücken und dann erst abends wieder essen, findet mein Bauch gerade nicht lustig. Die Vögel stressen gewaltig, vielleicht weil die Sonne endlich mal wieder scheint. Der Kaffee schmeckt und ich versuche ruhig zu bleiben, wenn ich krank bin, dann bin ich halt krank, wenn ich sterben muss, dann muss ich halt sterben. Mein ganzes Leben lang wollte ich immer wieder sterben, diese Welt erschien mir zu oft nicht lebenswert. Früher wollte ich durch einen vermeidlichen Tod meine Mutter bestrafen, habe es aber dann doch nie gemacht und heute ist sie tot und ich denke, sie ruft nach mir. Es gibt aber auch Menschen auf Erden, die nach mir rufen, die mich noch brauchen, also ab zu den Ärzten und hoffentlich weitergelebt. Die Frauen in meiner Familie sind eigentlich alle sehr alt geworden, außer meine Mutter. Der genetische Vater scheint auch noch zu leben, bisher keine Post vom Anwalt bekommen. Hier allein zu sein, ist immer noch seltsam, einerseits herrlich, dann auch wieder gruselig. 18 Jahre musste ich warten, bis ich endlich allein leben durfte, ohne Fremdbestimmung, ohne ständig umgesetzt zu werden und auf die Launen der Erwachsenen ständig Rücksicht zu nehmen. Vielleicht der Grund warum ich auch heute noch lieber allein lebe. Ich will keine Gefangene sein, von niemanden. Auf in den Tag, genug therapeutisch geschrieben heute und den passenden Song zum Leben und sterben:

Horror, Arzt, Veränderung, Büro und Leben

Guten Morgen, nicht so guter Morgen und schlechte Nacht. In der Nacht sind mir wieder die Gliedmaßen eingeschlafen und der Blutdruck zum Morgen ist Horror. Vielleicht sterbe ich gerade, aber noch kann ich tippen. Also keinen Kaffee, Wasser und Blutdrucksenker sind auch ganz schön. Keine Ahnung warum alle diese Symptome bei der Reduktion wieder auftreten. Laut meiner Ärztin, kann, dass bei meiner jetzigen Dosis gar nicht sein, ist aber so, hat sie mir auch früher nicht geglaubt, dass ich Nebenwirkungen von geringen Dosen habe. Ich muss wohl nochmal zu einem anderen Arzt. Vielleicht liegt auch wieder eine Bandscheibe schief. Oder ich, die Veränderungen nicht gerade toll findet, ist das derzeitige Veränderungsprogramm zu viel. Erbe, Adoption und Hochzeit, ist ja auch viel Programm und nebenbei noch arbeiten gehen. Manchmal glaube ich, dass so ein junger Mann vielleicht zu viel für mich ist, viel zu aufregend, aber die alten Männer sind meistens auch nicht mein Fall. Single fürs lange Leben ist aber auch eine harte Entscheidung. Hoffe ich schaffe den Bürotag heute, zum Glück ist mein Programm nicht so aufregend. Es wäre aber auch kein Wunder, wenn ich alle diese Symptome auch habe, weil ich um meine Mutter trauere. Emotionaler Schmerz und emotionale Belastung äußert sich gern körperlich bei mir. Gestern von Kintsugi gehört, ein schöner Ansatz, Brüche und Scherben mit Gold wieder zusammenzufügen. Gestern seine Schuhe getragen, bequem sind sie und die Idee aus Plastikmüll aus dem Meer Schuhe zu machen finde ich auch gut. Eine Fliege nervt, hat die kein Zuhause? Die Pizza mit dem Vater gestern war nicht der Hit, aber wir haben über die Erbsachen gesprochen, bald ist es so weit. Auch mein Testament steht, ich möchte keine Streitigkeiten hinterlassen. Ein grauer, verregneter Tag grüßt, zum Glück darf ich morgen wieder Homeoffice machen, so wie ich mich derzeit fühle, ist es besser, wenn ich mich zwischendurch kurz hinlegen kann. Auf in mein Leben, jeder Tag könnte der letzte sein.

Puls, abends, einkaufen, schwimmen und Urlaub

Guten Morgen, heute früh sehr entspannt, was mein Puls zeigt. Ich glaube meine Werte der letzten Tage liegen nicht nur an der Medikamentenumstellung, sondern auch am Todestag der Mutter der jährt. Ich kann immer noch nicht verstehen, dass ich ohne sie leben darf und denke ich muss sterben, weil sie gestorben ist. Aber natürlich könnte es auch daran liegen, dass ich die Medikation jetzt wie die letzten Jahre gewöhnt, wieder abends nehme. Ich glaube auch, ich hatte Angst vor der Reise, die jetzt abgesagt ist und siehe da es geht mir besser. Gestern der Tag war anstrengend, die externe Schulung war nicht nur für mich etwas viel, zwei meiner Kolleginnen sahen dabei auch sehr blass aus. Der Kaffee schmeckt, der Blutdruck ist hoch aber ok und ich bin zuversichtlich, dass ich den heutigen Arbeitstag schaffen werde. Die Sonne scheint, die Nacht war ganz gut und mein Kühlschrank ist derzeit ziemlich leer. Muss dringend einkaufen, das ist jetzt wohl das Kontrastprogramm zur Corona Hamsterzeit. Bestelle auch nicht mehr, das ist zu teuer und nicht nur das, ich kaufe durch die Mindestbestellwerte zu viel und muss damit zu viel wegwerfen. Heute Abend Pizza mit dem Vater, aber bei mir, das ist deutlich weniger Stress für mich. Dank Sommerferien ist der öffentliche Nahverkehr nämlich ziemlich lahmgelegt und nur mit viel Zeit, Stress und laufen, sind meine Ziele erreichbar. Urlaub in Berlin, ich habe mir vorgenommen viel in der Natur und am Wasser zu sein. Ein Ausflug mit ihm zum See ist auch geplant, ich will ihm Wasser zeigen und schwimmen, auch wenn er nicht schwimmen kann, aber dann lernt er es halt. Esse seit 2 Tagen Kartoffelsuppe, so wie meine Mutter sie gekocht hat, aber sie ist mir nicht sonderlich gut gelungen. Die beste Freundin hat sich gemeldet, die Kollegin schlägt ein Open-Air-Konzert vor, es wird schon alles wieder. Heute wird unser Büro ziemlich voll, mal sehen, wie es wird, ich glaube ich werde aber vorher eine Stunde im Homeoffice arbeiten, um die Situation im Büro zu entschärfen. Die Maskenpflicht macht mir immer mehr Probleme, besonders in den Öffentlichen fühle ich mich schnell beklemmt und muss aufpassen nicht panisch zu werden. Heute fühlt sich nach leben an, zwar vorerst nur leben in Berlin, aber leben. Habe ihm eine Badehose bestellt, die erste Badehose seines Lebens, baden ist in Afrika nicht so üblich, mal sehen was er zum See sagt, die Argumentation sich sonnen und schwimmen zieht bei ihm schon mal nicht. Bin gespannt auf ein unbekanntes Päckchen, ich habe nichts bestellt, aber trotzdem ist ein Paket zu mir unterwegs und ich weiß nicht von wem. Ich freue mich auf den Urlaub, ich brauche Urlaub, die Corona Anrufe der letzten Zeit sind zu heftig für meine jetzige Situation, ich muss mich mehr stabilisieren, dann kann ich auch wieder richtig helfen. Auf in den Tag, endlich keine Panik mehr und ein Ende der Belastung in Sicht.

Blutdruck, sterben, Onlineshops und Homeoffice

Guten Morgen, Blutdruck viel zu hoch und das nach dem Aufstehen, ich glaube ich sollte mir doch noch Blutdrucktabletten besorgen, denn bei den Werten wird mir bange. Gestern den Freund weiterbearbeitet, dass er herkommt während Corona, eigentlich will er das auch, möchte aber weiterhin Geld verdienen, Homeoffice ist aber bei seinen Jobs nicht möglich. Es ist nicht gerade förderlich, wenn die beste Freundin und der Bruder ständig von den Leichen und der schwarzen Zukunft erzählen, ich bin da insgesamt noch etwas optimistischer. Das wir jetzt alle sterben, halte ich derzeit für wenig realistisch. Heute Abend zum Vater, trotz allem, solange ich raus darf, gehe ich auch raus, gerade wenn es darum geht den Vater zu sehen. Aber gut, ich reduziere Ausflüge schon stark, gestern war ich nur bei den Mülltonnen und sonst zu Hause. Gestern einen Onlineshop erwischt, der noch im März liefern kann, erst große Freude, dann feststellen müssen, dass alles, was ich haben will und nirgendwo kriege, auch dort nicht erhältlich ist. Also warum bestellen? Ich sollte auch auf mein Geld achten und nicht wahllos irgendeine Nahrung bestellen. Heute keine Tagesverantwortung auf Arbeit, welche Erleichterung, ich muss hier nicht 6 Stunden neben dem Telefon sitzen. Gestern nach der Arbeit aufgeregt gewesen und dann alle Kacheln des 1,80 m hoch gekachelten Bad geputzt, das wolle ich jetzt schon über ein Jahr machen, gestern war es so weit. Die Schränke hier sind voll, eigentlich müsste ich jetzt einen Monat oder länger nicht mehr einkaufen, wenn da nicht die Gelüste nach frischen Dingen wären. Ich werde den Weg heute zum Vater nutzen, um bei ihm in den Lidl zu schauen. Meine Gegend hier ist ganz schön und ich glaube auch immer noch der Bezirk mit den wenigsten Infektionen, aber einkaufen kann man hier nicht. Auf in den Tag, gestern den Fehler gemacht, in meinen zu Hause Klamotten zu arbeiten, das war etwas zu legere, heute gebe ich mir mehr Mühe, auch wenn es keiner sieht.

Keine Zeit, Fahrrad, Stress und sterben

Guten Morgen, heute keine Zeit zum bloggen, denn er war da, vor mir wach und außerdem wollte er mein Fahrrad. Das freut das Fahrrad es wurde seit Jahren nicht ausgeführt. Jetzt auf den Weg zur Arbeit, ein langer stressiger Tag liegt vor mir. Durch die 3 Tage frei aber etwas Abstand zur Arbeit gefunden, meine Gedanken sind noch ganz woanders. Er wollte gestern seine Schlüssel nicht zurück, er war wohl doch beleidigt, dass ich sie ihm weggenommen hatte, aber wir haben darüber geredet und jetzt hat er wieder seinen Schlüssel. Ich liebe ihn und möchte ihn nicht verlieren, seine Pläne vielleicht, wegen einem Job, in einer anderen Stadt zu leben, finde ich gar nicht witzig. Wir müssen das hier lösen. Auf in den Tag, viele Termine warten und ich hoffe ich werde aus Stress nicht spontan versterben.

Bluthochdruck, Arzt, Panik, Zeit und Leben

Guten Morgen, wieder ein Tag Leben für mich, trotz Bluthochdruck. Morgen früh werde ich damit zum Arzt gehen, vielleicht hat sie irgendwas für mich dagegen. Der Wert heute früh war wieder hoch, aber niedriger als nachmittags. Komischerweise ist mein Puls Wert gering. Gestern nur eine Beratung auf Arbeit, aber die war ganz gut, sie hat sogar versucht mir danach Geld zu geben, aber ich nehme kein Geld von Ratsuchenden. Ich möchte, dass die Angst aufhört, ich habe ihn schon damit angesteckt. Gestern war ich nachmittags müde und legte mich hin und schlief ein. Das hatte ich ihm aber nicht mitgeteilt und so stand er Stunden später leicht panisch in meinem Schlafzimmer und weckte mich, weil er unsicher war, ob es mir gut geht. Heute zum Vater, der Bruder kommt auch, mal sehen wie es wird, abends nicht kochen, sondern Restaurant, ich bin gespannt, ob es schmeckt. Ich wüsste gern, wie viel Zeit ich noch auf Erden habe, 3 Minuten, 3 Tage oder 30 Jahre. Klar der Blutdruck könnte von meinem Übergewicht kommen, aber ich habe mein aktuelles Gewicht seit 3 Jahren oder mehr und früher waren die Werte immer in Ordnung, trotz Gewicht. Heute ein ruhiger Morgen, er ist schon zur Arbeit und ich habe Zeit für mich, den Blog und für Mails an die beste Freundin. Der Kaffee schmeckt und graues Wetter grüßt, ich dachte bisher, das Risiko einer neuen Psychose wäre meine schlimmste Angst, aber nein das aktuell macht mir mehr Angst. Da bin ich endlich glücklich und dann sowas, früher wollte ich immer sterben oder es war mir egal, ob ich sterbe, aber jetzt möchte ich leben und wünsche mir eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Ich möchte alt werden, älter als jetzt und für Menschen da sein, die Hilfe brauchen. Die Vögel schweigen und hier ist alles gut, Unkraut vergeht nicht und wir werden alle sterben, aber nicht heute.

Regen, Oma, Trauer und Freude

Guten Morgen, es scheint so, als hätte es geregnet, ich habe aber nichts mitbekommen. Gestern doch kurz draußen gewesen, aber nur um Speck und Sahne zu kaufen, denn ich möchte heute Pfifferlinge mit Nudeln machen. Überfällig war Schrank aufräumen und meine Füße von Hornhaut befreien. Mit ihm ein klärendes Gespräch gehabt, soweit alles gut, aber eilig ihn zu sehen, habe ich es nicht. Heute ist ihr zweiter Todestag, der Tag, an dem die Maschinen abgestellt wurden, die Schreckenstage haben also heute ein Ende. Keine Ahnung, ob ich Ende der Woche die Oma zu ihrem Geburtstag anrufe, ich bin mir nicht sicher, ob sie sich freut und überhaupt mit mir reden will. Sie stellt sich halt jetzt als Opfer dar, dem ich Dinge meiner Mutter verweigere, dabei habe ich selber bisher keine besonderen Erinnerungsstücke an sie. Auch hatte ich nicht das letzte Gespräch mit ihr auf Erden, noch ist sie vor meiner Tür gestorben. Lange geschlafen und nicht richtig Bock heute zum Vater zu fahren, manchmal habe ich den Eindruck er trauert nicht um sie, aber vielleicht irre ich mich auch. Das Ende nächster Woche die Arbeit wieder beginnt, ist okay, ich brauche Struktur und Ablenkung. Arzttermine vereinbart, ist schon ein Ding, dass man mittlerweile wochenlang warten muss. Aber es ist ein ja von mir zum Leben, zum Arzt zu gehen, wer sterben will, braucht keine Arzttermine. Gefühlsmäßig ist die Zeit aufregend, da ist Trauer, da ist Verliebtheit und ich könnte stündlich zwischen Heulen und Lachen wechseln. Auf in den Tag, mit dieser Ruhe der Trauer.

Todestag, Leben, Pizza, Kino und Wechseljahre

Moin, lange geschlafen, war zwar früher wach, aber habe beschlossen mich wieder hinzulegen. Die Sonne scheint freundlich und ich muss mit diesen denkwürdigen Tagen leben. Ich dachte, heute ist meine Mutter gestorben, aber meine beste Freundin und auch mein Vater teilten mir gestern mit, dass sie gestern gestorben ist. Passt schon, ich habe auch gestern geheult, nachdem ich die Mail der besten Freundin gelesen hatte. Ein Jahr weiteres Leben für mich, ohne sie. Ich dachte, das wäre nicht erlaubt, denn ich wurde für ihr Leben geboren. Dass ich ohne sie leben darf, ist immer noch seltsam für mich. Aber gut der Rest der Familie lebt auch noch und die denken nicht, dass sie sterben müssen, weil sie gestorben ist. Die Pizza für den Vater gestern war gut, nur leider kam er wieder zu spät und ich musste meinen Teil alleine essen. Wir müssen zur Rechtsanwältin, um endlich eine offizielle Erblösung zu machen, dass die Banken mich anschreiben hat mir Angst gemacht. Langsam kommen die Gedanken an Arbeit zurück, aber Sehnsucht ist es noch nicht. Heute Abend Kino, ich freue mich und ich hoffe meine zwei Männer dazu auch. Ich habe Angst vor den Wechseljahren, es könnte sein, dass sie durch die Medikamente die ich nehme, früher ausgelöst werden. Ich dachte, das fängt erst Mitte Ende 40 an, aber wer weiß. Keine Pläne für heute, außer abends der Kinobesuch, mal sehen was ich mit dem Tag anstelle. Der Kaffee schmeckt, die Zigarette qualmt und ich hoffe meine Hormone fangen sich wieder.