Ungeschickt, balancieren, Wahlen, Zähne und Ruhe

Guten Morgen, genug geschlafen, das ist doch mal was. Der Kaffee schmeckt und erwarte eine Lieferung. Gestern Spinat-Pizza für mich selbst gemacht und sie leider anbrennen lassen. Außerdem morgens ein Glas zerstört, irgendwie bin ich gerade Mrs. Geschicklichkeit. 😦 Liegt wahrscheinlich daran, dass mein Kopf gerade woanders ist und ich sehr müde durch die Welt tappere. Gestern den Morgen mit dem Mann verbracht und dann ist der arbeiten, etwas im Haushalt geräumt, aber nicht genug, einfach zu müde und erschöpft. Der Vogel stresste und stresst gewaltig, nicht nur mich. Vielleicht doch nach einem neuen zu Hause für ihn suchen? Die anderen beiden sind deutlich angenehmer. Heute keine Pläne, schlafen und Bad putzen vielleicht. Bleiben wir realistisch, das Wohnzimmer räume ich heute auch nicht. Erinnerungsturm, ich habe Angst bekommen und die Neuroleptika erhöht, so verliere ich 6 Monate schmerzhaftes Ausschleichen, aber besser 6 Monate als erneut Jahre zu verlieren. Solange ich mich in homöopathischer Menge ausbalancieren kann, sollte ich die Chance nutzen, bevor ich wieder im Knast, in der Psychiatrie sitze. Habe deswegen wieder Muskelkrämpfe, aber besser als Stimmen hören. Die Wahlen in Berlin gestern eine Katastrophe, ich rechne damit, dass die Wahlen in Berlin teilweise oder ganz wiederholt werden müssen, dann aber bitte Briefwahl für mich. Für den Moment aber beruhigt, dass die AfD nicht zugelegt hat. Eine starke SPD kann ich verkraften, Hauptsache nicht Laschet. Muss mich auf Arbeit neu eintakten, das war zu viel die letzten 2 Wochen, habe versucht alles gleichzeitig mit voller Kraft zu erledigen, hat keiner verlangt und jetzt spüre ich, dass es zu viel war. Also Ruhe ab dieser Woche, Pausen einplanen und einfordern und nicht so sehr über die Kollegin und ihr asoziales Verhalten ärgern. Ich muss wohl endlich akzeptieren, dass sehr viele Menschen nach dem Motto: „Zahn um Zahn, Auge um Auge“ leben. Passt nicht in die perfekte Welt der Amelie Nadine, aber die Welt gehört nicht nur mir. Aber liebe Leute, lest die Bibel noch mal, da stehen auch ganz andere Dinge drin als das mit den Zähnen und Augen. Nächstenliebe ist da auch ein Thema. Auf in den Tag und die Ruhe genossen:

Emma, Eintopf, Stimmen und überleben

Guten Morgen, ich bin besorgt. Ja gestern wurde meine Fröhlichkeit leider stark gedämpft, denn Emma, die Therapiehündin der Kollegin, hat einen Tumor. Oft habe ich mit Emma gekuschelt und gesehen wie sie die Kollegin emotional aufbaute und manchmal auch mich. Sie sollten jetzt in der Klinik sein, ich hoffe die magischen Worte: „Koste es was es wolle“ bringen noch was, falls nicht, wäre es eine Katastrophe. Ich weiß nicht was mit der Kollegin passiert, wenn Emma stirbt, sie ist glaube ich ihre wichtigste Bezugsperson. Ich habe Hilfe angeboten, aber bisher hat die Kollegin sich nicht erneut gemeldet, ich denke ich höre heute erneut von ihr. Die Sonne scheint, ich habe genug geschlafen und es erscheint ansonsten ein schöner Tag, ich muss all das Erlebte bei den Ärzten noch sacken lassen und gelobe Besserung. Gestern frisch gekocht, meinen Eintopf mit breiten grünen Bohnen, Kartoffeln, Hackfleisch und Tomate. War lecker und ist, denke ich auch gesund. Ich muss mein Leben ändern, für mein Leben, aufhören zu rauchen, Gewicht verlieren, sonst werde ich das Rentenalter auch nicht erreichen. Die guten Befunde gestern waren ein Zeichen von „Noch ist es nicht zu spät“ und sind damit meine Chance noch was zu ändern. Meine Hausärztin war sehr erstaunt über meiner Werte, trotzdem Gewicht. Meine Gedanken zum Abend kreisen jetzt weniger um Herrn X und aktuell mehr, um meine Erinnerung an den Fieberwahn (Nahtod?) mit 11 oder 12. Damals hatte ich angefangen mich mit nicht sichtbar anwesenden Leuten zu unterhalten. Das hatte damals aber geholfen, die Stimmen, die ich damals hörte, waren fürsorglich und wollten, dass ich überlebe. Der Vater meinte dazu, dass er mir das auch glaubt, und das es normal sei, dass wenn man tagelang allein im Fieberwahn liegt, sich mit nicht anwesenden Leuten zu unterhalten. Also damals doch keine Schizophrenie? Ich weiß es nicht, aber ich habe überlebt. Heute keine Pläne, eigentlich wollte ich den Tag verschlafen und vielleicht zum Supermarkt gehen, mich erholen, alles sacken lassen und Pläne schmieden, uneigentlich warte ich jetzt auf Neuigkeiten von Emma. Der Blutdruck und Herzschlag ist normal, mein Magen macht gerade auch keine Probleme, die Vögel sind mit ihrem Gepiepse zurückhaltend. Leben eine einmalige Chance, ein Song meiner Mutter dazu, sie hatte auch gute Seiten, sie hat mich zur Kämpferin gemacht…