Streit, weniger verrückt, vegetarisch, Kosmetikerin, Eltern und Aretha

Guten Morgen, oder ein Gruß aus der Nacht. Gestern Streit mit dem Mann angefangen, mit dem Ergebnis, dass er jetzt es hier ist und es mir guttut. Durchgeschlafen für immerhin 6 Stunden und jetzt schreiben und dann wieder ins Bett. Der Kaffee schmeckt, die Verdauung ist ok und mein knallrotes Höllengesicht hat sich wieder beruhigt. Keine Ahnung, ob ich zu dieser Kosmetikerin wieder gehe, gestern empfahl sie doch tatsächlich einen Swingerclub als Abnehmprogramm. Sicherlich kein Programm für eine Ehefrau eines katholischen Priesters. Die Streiterei hat nicht viel gebracht, vielleicht auch weil kurz vor Weihnachten ist. Gekocht gestern vegetarisch mit Kürbis, war lecker. Heute Homeoffice, aber kaum Termine, mal sehen, wie es wird, mein Eindruck ist gerade, dass die Anrufer zum Glück weniger verrückt sind. Die Woche noch ein Konzert und Kabarett geplant, leider beides am selben Tag. Lebensmittellieferung erhalten, seit den Kochboxen gibt es eigentlich nur noch wenig zu bestellen, wird dann nur schlecht. Solange ich keine Männer bekoche, ist das auch eine gute Lösung für mich. Heute gibt es eine neue Lebensmittelbox.

Heute werde ich auch noch einen Grund finden, das Haus zu verlassen, Pakete müssen zurückgebracht werden und Pfandflaschen stapeln sich. Diese ganze Bestellerei ist schon nervig, wenn Sachen geliefert werden, die dann nicht passen und man dann alles zurückschicken muss, um nicht für Sachen zu bezahlen, die man dann eh nicht braucht. Blutdruck gestern abends total unten, 100 zu 70 finde ich dann doch etwas wenig. Dabei war gestern der Weg zur Kosmetik aufregend, denn es gab ein Verkehrschaos am Treptower Park, womit der Bus erst im Stau stand und dann gar nicht mehr fuhr, so einen unfreiwilligen gestressten Spaziergang gemacht. Die Kollegin gehen diese Woche alle in den Urlaub und ich bin wieder die „Last woman standing„. Immerhin meine Kundinnen haben das bemerkt und sich ausgiebig darüber bedankt, dass ich in solchen Zeiten noch da bin und arbeite. Nachdem ich aber jetzt schon Monate gefühlt alleine arbeite, habe ich aber langsam auch die Nase voll und würde lieber nur auf dem Sofa sitzen und auf den Weihnachtsmann warten.

Der Stiefvater will heiraten, keine gute Nachricht für mich, aber verständlich, nur werde ich diese Frau niemals als Mutterersatz akzeptieren. Keine Ahnung inwieweit dann doch Kontakt mit dem Vater möglich sein wird und wenn, ob sie aufhört meine Mutter spielen zu wollen. Wie gesagt, nach dem Verlust von Stiefvater eins, hat es bei mir über 20 Jahre gedauert, bis ich Stiefvater zwei akzeptierte. So viel Zeit hat diese Frau wahrscheinlich nicht und ich auch nicht. Der Schnee ist wieder weg, die meisten finden das gut, ich hoffe immer noch auf weiße Weihnacht, aber die Meteorologen prophezeien andere Dinge, schade. Ach lassen wir Aretha den Morgen besingen und ich gehe besser wieder ins Bett:

Scheißtag, Einkaufspreise, Aggressionen und Erinnerungen

Tach och, war das ein Scheißtag gestern. Auf Arbeit so sehr geärgert, dass ich schreiend davon rennen wollte, ja wieder die Kollegin. Dann zum Restaurant um den sehr müden Mann zu treffen und schlechtes Essen bekommen. Dann Rohrbruch am Herrrmannplatz und keine U-Bahn nach Hause. Ein durchgehend „perfekter“ Tag. Brauchte dann noch ne Weile um mich abzuregen. Den besten schwulen Freund zugekotzt und noch weitere Personen. Heute schon etwas besser. Heute wieder Büro und Supervision. Vielleicht alles gerade zu viel, zurück ins Büro, Kollege anlernen, sehr viele Termine und dann auch noch privat sehr viele Verpflichtungen. Gut, dass ich heute noch meine Massage habe. Am Wochenende ins Lager, es gibt Kaufinteressenten, aber die wollen mehr Informationen und Fotos. Aber gut, vielleicht kann ich dann auch noch mal für mich schauen, ob ich passende Kleidung finde? Klar ist, niemand wird mir die Verkaufspreise der Mutter zahlen, ich kann froh sein, wenn ich annähernd die Einkaufspreise erhalte. Dafür sollte ich aber die gesamten Einkaufspreise kennen. Zum Glück war meine Mutter ein Inventur-Nazi, die meisten Antworten sollte ich durch eine Excel-Tabelle finden. Wieder angefangen mit der undankbaren Freundin zu sprechen, vielleicht gibt es ja doch eine Lösung. Endlich gelernt die Zahnschiene für oben auch wieder aus dem Mund zu kriegen, das war die Tage ein Problem, weil sie zu fest sitzt. Wieder Verdauungsprobleme, aber immerhin 7 Stunden geschlafen. Heute Pizza mit dem Vater, ich möchte einen neuen Sauerteig ausprobieren. Der Mann hat mir gestern verschiedenfarbige Rosen mitgebracht, jede Farbe hat eine Bedeutung. Aktuell ist mein Motto wohl: „Ach Sie suchen Streit?“ oder sind es doch nur die Anderen oder beides? Ich sage nur: „Friedlich durch das Leben gehen ist gar nicht mal so leicht“. Warum können mich die Arschlöcher der Welt nicht einfach in Ruhe lassen? Wie die Musikauswahl zeigt spitzen^^ Laune. Aggressionsabbau mit politisch nicht korrekter Musik. „Die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht…“

Streit, Heulkrampf und Zukunft gesucht

Guten Morgen, gestern ist mir die Welt ein bisschen auf den Kopf gefallen, gerade läuft vieles schief und obendrauf noch der stressige Nachbar. Die Pizza gestern war gut, aber mit dem Vater fast gestritten, weil ich einfach nicht mehr konnte und einen Heulkrampf bekommen habe. Fand er nicht lustig, aber die Reaktion: „Du schaffst das schon“ war irgendwie auch nicht angemessen. Danach erstmal den besten schwulen Freund, dem Internet-Freund und dem Ehemann mein Leid geklagt, danach ging es mir wieder besser. Kaum geschlafen, weil ich nicht einschlafen konnte, aber heute früh mussten Dinge erledigt werden, damit ich mich nicht wie ein Käfer auf dem Rücken fühle. Die Idee umzuziehen kam gestern auch auf, ich fühle mich unwohl mit der Psycho-Familie unter mir und ich glaube die gehen nicht von alleine weg. Für den Moment keine Ahnung wie es weitergeht, aber checken wir mal die Optionen aus. Heute Abschied nehmen von einer lieben Kollegin, ich bin traurig, aber es ist ihr Leben. Der Vogel stresst, dank meines Blogs kann ich mich jetzt doch wieder an seinen ursprünglichen Namen erinnern, er heißt Gino, obwohl Terrorvogel viel besser passt. Der Kaffee schmeckt und ich rauche zu viel, auch gestern Abend nach dem ganzen Frust zu viel gegessen. Ja Selbstzerstörung, wenn die Welt nicht nett zu mir ist. Heute ins Büro, mit Kolleginnen, aber ich fühle mich derzeit nur bedingt arbeitsfähig. Muss mein Hörbuch noch zu Ende hören, aber ich komme nicht dazu, vielleicht am Sonntag, da hat der Vater abgesagt. Graues, regnerisches Wetter grüßt, Motivation sieht anders aus. Was wird die Zukunft bringen? Wo geht es lang? Keine Ahnung, ich bin nur ein Mensch:

Regen, Job, Unfall, Dissoziation und normal verrückt

Guten Morgen, immer noch Regen, herrlich. Gestern war ein Tag zum Vergessen. Alles schrecklich, der Morgen und erst Recht der Nachmittag. Auf Arbeit immer kämpfen, neben sehr vielen Beratungen ist einfach nicht witzig und bringt mich an den Rand. Keine Ahnung, ob es noch eine Lösung gibt, der Mann fragte gestern schon was die Jobsuche macht. Er merkt einfach wie sehr mir das alles an die Nieren geht. Was ich stattdessen machen soll weiß ich aber nicht, vielleicht auch einfach Pause. Ich könnte mir auch noch eine Ausbildung vorstellen und soweit ich weiß, ist das Arbeitsamt gerade großzügig mit der Finanzierung von Fortbildungen. Blutdruck und Herzschlag gestern viel zu hoch, heute früh zum Glück wieder niedrig, da nehme ich schon Blutdrucksenker, aber treffe ich auf die Kollegin, sitze ich hier trotzdem mit 150 Blutdruck und einen Herzschlag um fast 100. Dass die Chefs nicht sehen, dass die Dame nur Stress und Streit bringt, das geht nicht nur mir so. Die Straße ist laut und heute warten viele Termine auf mich und eine sehr nette Kollegin, ich hoffe das tut mir gut. Der Mann ist gestern durch den Regen während der Arbeit bis zur Unterhose nass geworden, er freut sich nicht so über den Regen. Der Kaffee schmeckt mit Bio-Milch und ich muss einen Regenschirm suchen, denn heute geht es ins Büro. Vor der Arbeit noch testen, aber ich vermute alles außer Corona bei mir. Immerhin fühle ich mich heute nicht so seltsam wie gestern, mir geht es alles andere als gut, aber meine Seele ist wieder stabiler. Gestern nach der Arbeit erstmal geschlafen und dann später nochmal, gegessen Königsberger Klopse mit Kartoffeln. Schlafen und Gespräche, sind die zwei Dinge die mich gerade aufrechterhalten. Der Vater hatte einen Unfall und trägt jetzt Augenklappe, er hat den Kampf gegen einen Sonnenschirm verloren. Aber alles heilbar wie er sagt. Ich hoffe, er kommt bald heil und ohne Delta zurück, er fehlt mir als Gesprächspartner, mit dem Mann in Englisch quatschen ist halt nicht das Gleiche. Irgendwie bricht für mich gerade das soziale Miteinander weg, meinen üblichen Gesprächspartnerinnen geht es durchweg schlecht und keine hat Lust vorhanden sich noch andere Sorgen anzuhören, ich auch nur noch bedingt. Damit bleiben wir aber allein mit unseren Sorgen, obwohl wir uns stützten könnten. Wenn beide Seiten aber unbedingt Entlastung suchen und beide sich kaum mehr was anhören können, dann ist das wohl das Spiel der Ertrinkenden, die sich an sich klammern, statt zu schwimmen und damit beide untergehen. Aber immerhin ist mir das bewusst, ich muss auch auf Arbeit aufpassen mich nicht zu sehr mit Ertrinkenden zu beschäftigen. Das ist hart, aber ein ertrinkender Rettungsschwimmer rettet halt auch keinen. Aktuell kommt mir die Realität manchmal unwirklich vor, es ist aber keine Dissoziation, es kommt nicht seltsames vor, aber ich habe einfach den Eindruck im falschen Film zu leben. Das mit Corona und dem Dauerlockdown kann doch gar nicht wahr sein. Wüsste ich es nicht genau, würde ich denken Deutschland hat eine kollektive Psychose und nur die Menschen, die bereits wegen einer Psychose in Behandlung sind, behalten einen klaren Kopf. Wer hätte mal gedacht, dass die Irren den Normalen erklären müssen wie man mit irren Zuständen und Isolation zurechtkommen kann? Immerhin heute Morgen Ruhe, Zeit und Friede für mich, die Dusche wartet und dann raus da in diese verrückte Welt in der ich mit meiner Andersartigkeit immer weniger auffalle.

Gemischt, Ruhe, Scammer und Veränderung

Guten Morgen, gemischte Stimmung. Er war gestern noch da, morgens und auch nachts nach der Arbeit und wir haben gestritten. Alles nicht so toll, er hat sich entschuldigt, aber irgendwie habe ich das nicht gelten lassen, weil ich merkte, dass er sich nur entschuldigt, weil er keinen Stress will. Leider gar nichts im Haushalt gemacht an meinen freien Tagen, gestern nur einkaufen und zum Paketshop. Nicht gechattet, aber dafür mit einem Freund, der gerade in Italien reist, telefoniert. Der Mann meckert immer noch über die 40-Stunden-Woche, ist er nicht mehr gewöhnt und hat er sich anders vorgestellt. Aber weniger arbeiten muss man sich leisten können, mit geringfügig mehr als Mindestlohn, reicht auch der Verdienst aus der 40-Stunden-Woche nicht. Ich glaube Sehnsucht ist gerade dann nicht mehr mein Thema, Ruhe ist auch ganz schön. Die Tage nochmal über meinen Scammer von 2018 nachgedacht und über die Google-Bildersuche recherchiert. Das Bild von ihm stammt von einem bekannten amerikanischen Autor und mit diesen Bildern hat er (die nigerianische Gruppe) von 2017 bis 2019 Frauen verarscht. Wie gut, dass ich noch rechtzeitig was bemerkt habe, bevor ich Geld gesendet habe oder völlig sinnfrei in die USA gereist bin. Der Kaffee schmeckt und die Sonne scheint, Arbeit wartet, aber ich habe heute Spätschicht. Gestern wieder ein Paket durch DHL an die Wohnungstür geliefert bekommen, geht doch! Ganz passabel geschlafen, aber zu wenig, es ist bereits jetzt zu warm mit 27 Grad im Schatten. Bin gerade in Veränderung, der jetzige Lebensabschnitt nennt sich wohl „wehren und einfordern“. Viel zu lange sehr vieles ertragen und toleriert, aber ich bin nicht mehr sediert, einsam und dankbar für jeden Kontakt. Auch ich kann wählen mit wem ich wie in Kontakt sein möchte. Er hat gestern Angus-Burger mitgebracht, also gab es Burger für mich. Ein Laugenbrötchen schmeckt zum Frühstück, gerade kein Gefühl für ihn, aber darüber nachdenken bringt auch nichts. Vielleicht erstmal Ruhe im Karton und sehen, wann Gefühle zurückkommen, bisher kamen sie immer zurück. Er fand die Geschichte mit dem Mistkäfer im Bett gar nicht so rührend, er findet es eklig, dass ich mit einem Käfer im Bett geschlafen habe, aber wer wie ich Tag und Nacht die Balkontür aufhat, der bekommt halt Besuch von Insekten. Als Kind habe ich oft in der Natur geschlafen und bin da mit ganz anderen Tieren erwacht, ich finde es normal, dass Insekten sich an keine Hausordnung halten. Ich finde allein den Gedanken vieler Menschen schräg, dass sie denken sie hätten ein Anrecht darauf ein Stück Erde für sich allein zu beanspruchen. Tiere interessieren sich nicht dafür, ob irgendwelche Menschen denken sie seien Besitzer oder Eigentümer. Der Kaffee ist mittlerweile kalt und ich sollte duschen, keine Ahnung wie das alles weiter gehen soll, aber so wie es war, kann es nicht bleiben.

Streit, Terror-Vogel, Insel und Rente

Guten Morgen, schon wieder eine zerhackte Nacht, aber ich fühle mich passabel. Etwas Sonne ist zu sehen und kein Laut zu hören. Gestern nirgendwo gewesen, keine Motivation und nur vor mich hin gearbeitet. Viel nachgedacht über den Streit auf Arbeit, eine Behauptung von vielen werde ich zurücknehmen, das Corona, die Arbeit und das Private einfach zu viel waren/sind, dafür kann die Kollegin nur bedingt was. Klar durch sie wurde die Arbeit noch anstrengender, aber dass es vorher schon zu viel war, dafür kann sie nichts. Ein lauer Tag grüßt und ich habe gestern zu viel Lasagne gegessen. Der Terror-Vogel schreit trotz Decke über den Käfig, er geht mir so sehr auf die Nerven, darf ich morgens nicht eine Stunde meine Ruhe haben? Der Vogel ist der größte und teuerste Fehlkauf seitdem ich Vögel haben. Er sollte ein Weibchen sein, er war extra teuer, weil geperlt, doch ein paar Wochen nach dem Kauf verlor er die Perlung im Gefieder und stellte sich als Mann heraus, der Tag und Nacht gerne schreit. Schwierig dazu zu dem Grundsatz bis an Lebensende zu stehen. Blutdruck ok, Herz etwas schnell, aber nicht gefährlich, keine Ahnung was ich heute Nacht träumte, kann mich an keinen Traum erinnern. Es ist seltsam jetzt ohne ihn zu leben, also er ist ja nicht gänzlich verschwunden, aber halt deutlich weniger da. Doch ich erinnere mich auch noch an den Nervfaktor, also unternehme ich nichts. Der Vater schreibt von der Insel, ich hoffe er hat eine gute Zeit, ich war seit 2018 nicht mehr da. Das war damals aber auch der Horror, weil der Vater keinen zweiten Bungalow gemietet hat und wir zur Beerdigung zu viert tagelang auf nur 30 m² hausten, war das schrecklich neben der sowieso schon schmerzhaften Trauer. Kein Rückzug, keine Privatsphäre, braucht man ja auch nicht, wenn man gerade seine Mutter beerdigt. ^^ Der Bruder ist dann nach ein paar Tagen ausgezogen und hat lieber am Pool geschlafen. Ich hätte wohl auch lieber auf eigene Kosten was anmieten sollen, statt diesen Horror zu ertragen. Aber ich glaube mein Vater hat einfach kein Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Rückzug und Ruhe brauchen. Er ist eher so ein Gesellschaftsmensch, er braucht ständig Menschen um sich, um sich gut zu fühlen, ich bin genau das Gegenteil. Der Kaffee schmeckt und ich muss wohl noch Lebensmittel wegwerfen, die er mitgebracht hat, die Hitze der letzten Woche hat den Vergammelungsprozess beschleunigt. Zum Paketshop komme ich auch heute nicht, Öffnungszeiten die nicht zu meinen Arbeitszeiten passen. Bei der Apotheke bestellt, ja im Alter muss man mehr investieren, um sich „normal“ zu fühlen, überall Zipperlein, überall Handlungsbedarf, um den Laden am Laufen zu halten. Wobei ich auch resultieren muss, dass es nicht nur das Alter, sondern auch ein Resultat von Lockdown, Neuroleptika und Trauer ist, dass mein Körper in schlechter Verfassung ist. Manchmal fühle ich mich schon wie eine Rentnerin, nichts mehr von der „Ich bin unsterblich“ Haltung aus jungen Jahren. Wäre die Rente nicht so mickrig, wäre ich vielleicht schon Rentnerin. Aber eine EU-Rente, die noch nicht mal den Hartz-IV Satz erreicht, nimmt einen die Freiheit nach einer schweren Krankheit eine Auszeit zu nehmen. Also habe ich darum gekämpft als erwerbsfähig zu gelten, auch wenn ich es von 2013 bis 2016 wirklich nicht war und ich, trotz aller Bemühungen, auch heute nicht voll erwerbsfähig bin und es wahrscheinlich auch nie wieder werde. So viel zur „sozialen“ Marktwirtschaft, wo Kranke und Alte weiterarbeiten müssen, weil es sonst nicht zum Überleben reicht. Die Pläne jetzt das Rentenalter auf 68 anzuheben sind ein Hohn für mich, wie soll ich bis fast 70 arbeiten? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich vorher sterbe und nie Rente bekomme, obwohl ich eingezahlt habe, ist leider höher. Da kann ich nur hoffen, dass mein Mann mich überlebt und wenigstens eine Witwerrente bekommt. Das ganze Rentengeld meiner Mutter ist unwiderruflich weg. Mindestens 30 Jahre eingezahlt und nichts bekommen. Zum Glück hat sie sich wenigstens ihre private Altersvorsorge, ein paar Jahre vor Ihren Tod, auszahlen lassen und in Immobilien gesteckt, somit haben ihr Ehemann und ich jetzt wenigstens etwas davon. Sie hatte immer Angst vor Altersarmut und wurde dann gar nicht alt, doch wie es scheint hat sie mich damit vor der totalen Armut bewahrt. Auf in den Tag, die Kollegin schreibt schon, aber ich bin noch nicht arbeitsbereit, erstmal duschen und vielleicht frühstücken und dann Mitmenschen.

Nervfaktor, Quiche, kriselig und Abstand

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht zweimal wach in knapp sieben Stunden Schlaf. Aber wen wundert es, gestern ein aufregender Tag auf Arbeit. Habe nach 3 Jahren Nervfaktor durch eine Kollegin endlich was gesagt. Das ging mir sehr nah und danach war ich dann noch Stunden aufgeregt und konnte nicht schlafen. Würde ich diesen Job nicht so lieben, ich wäre schon längst wortlos gegangen. Das alles erinnert mich zu sehr an meine alte Firma, dieses übergriffige Konkurrenzgehabe. Die Arbeit ist seit Corona hart genug, da brauche ich nicht noch Kämpfe im Team. Er hat gestern noch Lebensmittel gebracht, etwas zu viel, aber das meiste mag ich. Deswegen gestern als Resteverwertung noch eine Tomaten-Schafskäse Quiche gemacht. Sehr lecker geworden. Ich würde dann mal sagen für den Rest des Monats brauche ich nicht mehr einkaufen, erstmal essen was da ist. Im Büro war es nett, aber die Teamsupervision hatte es halt in sich und danach war ich zu nichts mehr zu gebrauchen und bin früher nach Hause. Heute zum Glück nur zwei Telefontermine im Homeoffice, aktuell keine Ahnung, ob ich diese Woche meine Stunden voll kriege, aber meine Gesundheit geht vor und das Team auch. Ruhig hier und ein grauer Tag grüßt, ich werde mich jetzt nicht über die grauen Aussichten beschweren, ich weiß bereits nächste Woche, wenn die Hitze wieder losgeht, werde ich sie vermissen. Der Kaffee schmeckt und gestern doch wieder Herzrasen gehabt, wegen der Auseinandersetzungen im Team, ich wünschte das hört endlich auf, unsere Kunden sind anstrengend genug. Und warum auch immer, die besonders kriseligen, landen gefühlt fast immer bei mir. Vögel singen und mein Paket mit einer neuen Pfanne liegt wieder im Paketshop, obwohl ich zu Hause war. Dachte das mit DHL ist vielleicht wieder besser geworden, ist es aber nicht, geliefert wird irgendwann wann es passt, zum Paketshop. Einfach nur Stress Lieferungen mit DHL zu erhalten. Also weiterhin nix bestellen, was mit DHL geliefert wird. Der Mann hat wieder Frühschicht, bei mir geht es erst später los. Langsam fange ich doch an ihn zu vermissen, aber das er jetzt wieder richtig einzieht, steht dann doch noch nicht auf dem Wunschzettel. Aber zusammen wohnen war noch nie mein Wunsch oder schwer auszuhalten für mich, das ist nicht seine Schuld, das war auch bei meinen früheren Beziehungen so. Ich brauche halt auch Zeit allein, egal wie viel Liebe es gibt. Mal sehen, ob ich es heute nach der Arbeit zum Paketshop schaffe oder doch nur zum Müll. Liebe bei mir anscheinend nur möglich, wenn es auch Abstand gibt….

Etappennacht, Überstunden, Techno und Schrulle

Guten Morgen, wieder eine Etappennacht, aber solange dran geblieben bis 7,5 Stunden voll waren. Gestern habe ich mich elend gefühlt, aber vielleicht normal, wenn man zwei Nächte kaum geschlafen hat, Überstunden macht und dabei dann noch im Team kämpfen muss. So kann es nicht weitergehen, auch wenn ich meine Arbeit liebe, es muss sich was ändern. Die Sonne scheint und ich habe Bauchschmerzen, ich glaube nicht, dass das am Essen liegt. Heute Büro, vielleicht ganz gut für mich hier mal raus zu kommen und mit einer Kollegin zu arbeiten. Abends dann Pizza mit dem Vater. Der Kaffee schmeckt, aber es bleibt wohl bei einem, wenn ich meinen Blutdruck anschaue, zu hoch, aber noch nicht gefährlich, Puls ok. Ich bin im Arsch, diese ganze Welt ist im Arsch, aber ich weigere mich die Medikamente hochzusetzen, damit ich ruhig im Job bleibe, kann doch nicht sein, dass man das nur sediert ertragen kann. Ich bin viel leistungsfähiger mit weniger Medikamenten, aber ungerechte/unsoziale Dinge regen mich halt auch mehr auf. Im Haushalt nichts gemacht, das ist gerade nicht meine Prio, aber die Tortellini mit Champignons, Zwiebeln und Schinkenwürfeln gemacht. Ihn gestern als ich mich nach der Arbeit sterbenselend gefühlt habe angerufen, das hat etwas beruhigt und dann ab in die Wanne, was richtig gut war. Weder Nachbarn noch Vögel stressen gerade, nur gestern gab es eine stundenlange Technoeinlage von unten. Es wird Zeit für nach Corona, ich will ins Büro zurück oder freihaben. Dieses ständige allein zu Hause sein und arbeiten tut mir nicht gut. Ich brauche Auslauf, Struktur und echte Interaktion mit anderen Menschen. Gestern massive Ausfälle mit dem Handy, ein Tag wo ich glücklich war doch noch ein Festnetztelefon zu haben, auch wenn ich es normalerweise nicht mehr nutze. Mal sehen, was unsere Chefs noch entscheiden werden, es gibt sehr unterschiedliche Wünsche zur personellen Entwicklung. Vermisse ihn gerade nicht, ich vermisse nur mein Bett und das süße Nichts. Gewöhne mich wieder dran nachts allein zu sein, es gibt viele Gründe warum ich manchmal Angst habe nachts tut mir jemand was an. Aber ich bin kein kleines Mädchen mehr, dass nachts allein zu Hause ist und auch keine junge attraktive Frau mehr, die irgendwer vergewaltigen möchte. In diesem Fall gut eine alte Schrulle zu sein. Schließen wir den Eintrag heute mit einem Song meines Bruders: „Keiner fickt mich außer das Leben…“

Allein, schlechtes Karma, übergriffig und verfolgt

Guten Morgen, erste Nacht allein, wieder zu wenig geschlafen, meine Schuld. Irgendwie musste ich das alles gestern Abend noch sacken lassen und außerdem lief die Waschmaschine noch. Das ist so ein Ritual, gilt es die Wohnung zu zurückzuerobern, wasche ich hier alles durch. Geputzt habe ich auch, schon besser hier und alle Türen auf. Die große Freude ist nicht eingetreten, dafür etwas Erleichterung. Geweint nur ein bisschen. Dem Vater abgesagt, denn heute haben wir Jahrestag, was für ein beschissenes Timing, wie so oft bei uns. Irgendwie scheint das Schicksal nicht auf unserer Seite zu sein. Alles was schieflaufen kann geht schief und besondere Tage fallen immer auf den ungünstigsten Zeitpunkt. Die Nacht nicht der Hammer, irgendein Nachbar hat mich gegen vier geweckt, wir waren dann parallel auf Toilette. Ansonsten ruhig hier und Sonnenschein, zwischen ganz viel Wäsche von gestern, die noch nicht trocken ist. Bin versucht hier auch wieder umzustellen, aber erstmal abwarten. Etwas Angst vor der Impfung, ich hoffe das haut mich nicht um, denn perfekt gesund, davon bin ich weit entfernt. Möchte ihn später im Park treffen, da wo wir uns kennengelernt haben vor zwei Jahren. Trage gerade keinen Ring, irgendwie ist der derzeit eher Symbol der Unterdrückung und von Problemen. Solange ich hier allein zu Hause bin, verzichte ich dann mal auf dieses Symbol. Das Finanzamt gestern nochmal angerufen, sie arbeiten dran und die Bearbeitungszeit beträgt gerade drei Monate, nicht wie im Internet angegeben 5-8 Wochen. Dann gibt es also wieder Hoffnung auf das Geld, in ein paar Tagen haben wir drei Monate gewartet. Die Miete ist bezahlt, das Monatsticket auch und ich würde ihm gern eine French Press organisieren, denn Kaffee zum Morgen hat er lieben gelernt. Vielleicht doch der falsche Tag für eine Impfung, ich sehe aus wie der Tod auf Latschen und fühle mich auch so. Blutdruck und Puls auch zu hoch, vielleicht weil ich Angst habe, vielleicht weil das mit der Beziehung gerade alles zu viel ist. Eigentlich ein freundlicher, sonniger Tag, der Kaffee schmeckt mit reichlich frischer Milch, die er mitgebracht hat. Er hat gestern wirklich bedacht für mich bei den Gratis-Artikeln zugeschlagen, mag ich alles, kann ich alles gebrauchen. Auch die Grill Cool Box ist nicht so enttäuschend wie gedacht, außer ein Haferjoghurt alles brauchbar. Da ich die Box bereits letztes Jahr bestellt hatte, habe ich glaube ich auch nur 10 Euro gezahlt, da habe ich ein gutes Geschäft gemacht, auch wenn es hier jetzt Burger oder auch Burger gibt. Kühlschrank also derzeit voll, dank ihm und der Grill Box. Wäscheberge warten, auch das Bettzeug gewaschen, das war eh überfällig, eigentlich muss ich alle drei Monate alles auf 60 Grad durchwaschen. Schade dass das mit meiner Massage nichts wird heute, das würde ich gerade am dringendsten brauchen, aber es bleibt mir die Badewanne als Trostpreis. Kartons warten im Flur und erzählen von seinem Auszug, er musste einen neuen großen Koffer bestellen, denn er alte ist kaputt. Für einen nigerianischen Mann eine harte Sache, wenn die Frau ihn nun das zweite Mal vor die Tür setzt, in Nigeria gibt es dafür noch nicht mal ein Wort, sowas kommt nicht vor, dass Frau das macht. Gestern mit meinem langjährigen Internetfreund gestritten, er sagte sowas in der Art wie er würde mir die Freundschaft nicht kündigen, selbst wenn ich mich nicht impfen lasse. What the fuck? Wer ist er über meinen Körper entscheiden zu wollen? Ist das sein ernst auch nur daran zu denken deswegen eine Freundschaft zu beenden? Wie übergriffig ist das denn? Wo sind die Graustufen in den Köpfen geblieben? Gibt es nur noch schwarz oder weiß? Gut und geimpft oder böse und nicht geimpft? Schon mal auf die Idee gekommen, dass nicht impfen lassen einen nicht automatisch zum Querdenker oder AfD-Wähler macht? Dass es Gründe gibt, selbst wenn man Corona anerkennt und seit über einem Jahr alle Maßnahmen voll mitträgt? Ich finde diese Spaltung der Gesellschaft sehr bedrohlich und das gerade die angeblichen Gutmenschen körperliche Eingriffe ohne Gegenargumente verlangen oder nie wieder mit einem sprechen? Ich glaube dieser Freund und ich mache jetzt erstmal eine Pause, ich brauche seine Genehmigung nicht, für nichts. Die entfernte beste Freundin steckte die Tage wirklich in Ärger, ein psychisch auffälliger Mann hatte sie verfolgt, deswegen ihr Anruf, aber was hätte ich aus der Ferne tun können? Zum Glück kam ein anderer Freund zur Hilfe, der in der Nähe war. Hui, habe ich heute viel geschrieben, aber es gibt so vieles das mir durch den Kopf geht. Einatmen, ausatmen, alles wird besser, irgendwann.

Streit, Herzprobleme, Rente und woanders

Guten Morgen, gestern wieder Streit, den ich angezettelt habe. Ich will meine Ruhe. Denn gestern Morgen teilte mir meine Hausärztin mit, dass sie mir kein Gesundheitszeugnis für die Adoption ausstellt, wenn ich nicht zum Kardiologen gehe. Ich habe aber Angst vor dem Kardiologen, meine Mutter hatte Herzprobleme und mein Stiefopa ist daran gestorben. Außerdem ist bekannt, dass es schnell mal zur Herzschwäche oder schlimmeren durch Neuroleptika kommt. Dazu war gestern durchgehend mein Herzschlag viel zu schnell, erst abends senkte es sich ein wenig. Habe jetzt einen Termin beim Kardiologen im Juni, denn sterben ist dann doch keine Option. Vielleicht alles zu viel gerade, aber etwas zu schnell ist mein Herz schon ne Weile. Wie gut, dass ich krankgeschrieben bin, mein Gefühl sagt mir sonst ist ein Herzinfarkt nicht weit. Er war mittags als ich ihm das mitteilte sehr besorgt und rief sogar an, aber abends war er dann wieder egoistisch wie immer. Ich finde es ergibt keinen Sinn soziales Verhalten immer und immer wieder einzufordern, entweder sind die Leute sozial oder auch nicht. Wohnung gestern abends aufgeteilt, er in einem Zimmer, ich in einem Zimmer, so ging es irgendwie. Heute schon etwas ruhiger und weniger dramatisch drauf, aber meine Ruhe will ich immer noch. Jetzt ist er weg, arbeiten, sehr gut, nur leider kommt er durch den Frühdienst auch früh nach Hause. Das Konto sieht mies aus, denn auch die letzten Abbuchungen des Monats wurden gebucht, das Gehalt ist noch nicht da. Die nächsten Wochen werde ich wohl versuchen gar nichts mehr einzukaufen, ich habe genug Vorräte und er bringt ja auch noch Lebensmittel mit. Ich muss dringend die letzte Kochbox kochen, sonst kann ich das wegwerfen. Lebensmittelrettung scheint jetzt wohl mein Thema zu sein. Vermisse den Vater, den habe ich gestern nach dem Termin mit der Hausärztin angerufen und meine Sorgen und Befürchtungen geteilt. Er meinte, dass er nicht an einen nahen Tod glaubt, weil ich dazu zu fit bin, trotz schnellen Herzschlag. Er kennt das genau von seinem Vater, der mit Herzschwäche am Schluss kaum mehr etwas allein machen konnte. Das hat mich etwas beruhigt, dass ich jetzt einen Termin beim Arzt habe zeigt aber meine Angst. Die Woche endlich die restlichen Unterlagen zur Klärung meines Versicherungsverlaufes bei der Rentenversicherung eingereicht, wer weiß, ob ich die Rente bald brauche. Erstaunlich fand ich aber, dass die Schulzeugnisse aus den 90ern von mir sehen wollten, warum auch immer. Versuche die mögliche Rentenberechnung von mir zu verstehen sind gescheitert, es ist eine sehr trockene Materie mit zu vielen Regeln mit Wenn und Aber. Da muss ich den Spezialisten von der Rentenversicherung wohl einfach glauben, ohne es selber zu verstehen. Es wird also eine Überraschung was die meinen, was ich kriegen kann. Sollte ich wieder schwer erkranken, werde ich nämlich nicht wieder kämpfen, dann gebe ich auf und versuche mit der Rente irgendwo einen schönen Platz zum Leben zu finden. Ein schöner Platz zum Leben wird aber wahrscheinlich nicht Berlin sein, vielleicht noch nicht mal Deutschland. Dieses ständige Kämpfen, dieser ständige Wettbewerb mit mies gelaunten Leuten bei beschissenen Wetter, das ist für mich kein schönes Leben. Ein grauer Tag grüßt, ich verpasse da draußen nichts, aber werde wohl einen kurzen Tagesausflug machen, den ganzen Tag in der Wohnung sitzen ist auch nicht förderlich, ich bin schon viel zu lange hier. Auf in den Tag oder erstmal zurück ins Bett, es ist zu früh um irgendwas zu machen.