Ohne Hund, Onkel, Stress und Wasser gegen Haustiere

Guten Morgen, seltsam aufwachen ohne Hund, obwohl das auch stressig war. Der Vater hat den Hund gestern Abend noch abgeholt. Der Onkel rief noch an, um viel zu spät zu einem Geburtstag einzuladen, klar kann ich nicht, aber das war ihm sicher auch klar. Immerhin er hat überhaupt persönlich gefragt. Gestern nach der Arbeit noch mit dem Hund durch den Park gelaufen und anschließend eine 2-stündige Videokonferenz. War beides anstrengend, ich wollte doch nur ruhen und essen, war dann aber beides erstmal nicht. Geld sollte unterwegs sein, wenn die Sächsin von Ebay wirklich überwiesen hat. Mit der untreuen Freundin noch gechattet, sie hat gerade auch zu viel Arbeit und kommt kaum zum Schlafen, das erklärt auch einiges. Eine Präsenzberatung gestern, zu viel erzählt, für die Aufnahmefähigkeit von meinem Gegenüber, aber es gab einen Betreuer der mitgeschrieben hat.

Heute auch früh Büro, keine Ahnung was mit früh ist, aber scheint aktuell normal zu sein. Getestet, aber immer noch kein Corona, aber überall Grippesymptome. Pakete von mir sind irgendwo gelandet, ja ohne Homeoffice, ist bestellen keine so gute Idee mehr. Ein Paket ist in einem anderen Haus in der Nachbarschaft, eines in einem Paketshop der 6 km entfernt ist. Der Terrrorvogel mag auch kein Wasser, die Wasserpistole hilft also nicht nur gegen kratzenden Hund, sondern auch gegen schreienden Vogel. Ich war schon kurz davor dem Vogel ein neues zu Hause zu suchen. Aktuell ab und zu ein zuckendes Auge, noch so ein Frühwarnsymptom, aber ich weiß, dass ich gestresst bin, auch so. Geräte aufladen für den Weg mit dem Bus, ja weder auf Smartphone noch auf iPod möchte ich verzichten. Dann kann ich genau wie die anderen blind, taub und stumm im Bus sitzen. Die Frage zum Frühstück bleibt unbeantwortet, entweder Bäcker oder jetzt noch was zubereiten. Gestern Abend gab es nur noch Nudeln mit Pesto.

Heute noch zur Apotheke und zum Supermarkt, mit Hund dabei darf man eigentlich nirgendwo rein, auch nicht zum Bäcker. Versuchen wir es mit guter Laune, um den grauen Tag zu verscheuchen…

Bewaffneter Morgen, Hund und nix kaufen

Guten Morgen, bewaffnet in den Morgen, bewaffnet mit einer Wasserpistole, für oder gegen den Hund, wenn er wieder kratzt. Ansonsten aber friedlich hier, das haarige Wunder kriegt gerade Futter und ich damit Ruhe um zu schreiben? Nachdem es mir gestern wirklich nicht gut gegangen war, heute Homeoffice für mich, ist auch besser mit dem Hund, aber ich denke auch für meine Seele und meinen Körper gerade. Alles zu viel und da ich heute nur Telefon- und Videotermine habe geht das auch. Rücken tut weh, Schultern tun weh, aber nervlich gerade ok. Also bald Arbeit und dann auf in den Tag. Nachmittags dann Spaziergang im Wald, ich denke, das wird auch mir guttun. Die Hälfte der Einkäufe gestern vergessen, so gab es eine improvisierte Thunfischpizza für den Vater. Sachen auf Ebay verkaufen ist anstrengend, dauernd Rückfragen, dauerndes Gefeilsche um jeden Cent. Da kommt auch die Idee auf, einfach alles für einen guten Zweck zu verschenken und seinen Frieden zu haben. Der Mann freut sich über eine Essenslieferung, ich hoffe er kocht was Gutes daraus, eigentlich alles sehr gesund was ich ihm gesendet habe. Der Vater sollte im Zug sitzen und ich war schon mit dem Hund draußen, nachdem der hier Terror gemacht hat. Trage Sachen aus dem Laden meiner Mutter, das ist seltsam, aber meine Art ihr zu gedenken. Warum sollte ich mir neue Sachen kaufen, wenn ich noch ein ganzes Lager davon voll habe? Aktuell also auf allen Ebenen, besser nicht einkaufen, ich habe genug und mehr von allen. Der Hund stresst, ich hoffe, er kommt bald zur Ruhe nach Gassi und Frühstück. Vielleicht bekomme ich dann auch Frühstück? Der Nachbar war noch nicht hier um sich zu beschweren, dieses Mal bin ich aber auch bereit alles Maßnahmen gegen ihn ausführen zu lassen. Blutdruck normal mit dem Blutdrucksenker, deswegen keine Einträge mehr dazu, wären da nicht die Nebenwirkungen vom Blutdrucksenker. Auf in den Tag, vielleicht nachher das hier kochen, Hähnchen und Erdnüsse kommen eigentlich immer gut. Ein Song zum Tag:

Schlafen, Elefanten, Cinderella und Mitte

Guten Morgen, sehr viel geschlafen in den letzten 24 Stunden. Tippe auf die Erkältung des Mannes am Wochenende, denn gestern Kopfschmerzen, Schwindel, Gliederschmerzen und totale Müdigkeit. Aber kein Corona laut Test. Seit gestern sind wieder die kleinen Elefanten hier, aka Enkelkinder der Nachbarin über mir. Sehr laut oder sehr hellhörig hier, oder beides. Heute Büro und später Vater und Hund. Alles zu viel gerade, ich könnte auch eine Woche im Bett bleiben. Eine ehemalige Schulfreundin schreibt, sie kann sich erinnern, wer ich bin, aber es gibt Beweisfotos von uns. Der Herbst ist nicht mehr zu leugnen, jetzt beginnt die harte, dunkle Zeit in Berlin. Der Kaffee schmeckt und ich bin immer noch müde, gestern weiter Reste gegessen, keine Kraft für irgendwas, da kommen vorgekochte Essensreste genau richtig. Magen-Darm spielt auch verrückt, Stress. Freunde melden sich zurück, aber auch dazu wenig Begeisterung. Irgendwie gerade zu viel schwarzer Hund überall. Passend zur Verfassung gestern Cinderella auf Amazon geschaut, für die Weicheier im Garten, aber dann bin ich halt ein Weichei. Der Mann berichtet zufrieden vom ersten Arbeitstag, das freut mich, irgendwer muss ja zufrieden sein. Ich finde meine Arbeit gerade zum Weglaufen. Vielleicht doch eine Kur oder medizinische Reha für mich beantragen? Doch wer lernt dann die Neuen an? Ich muss meine Mitte finden, gerade nur Extreme. Einatmen, ausatmen, weitermachen:

Schlafen, Süßkartoffel-Gnocchi, Erinnerungen und der Wille

Guten Morgen, schon besser, sehr viel geschlafen gestern und nochmal drüber nachgedacht was jetzt zu viel war, ich denke die Arbeit gerade. Zurück ins Büro ist Stress und die Doppelaufgabe: Anlernen und Beraten, war jetzt so unstrukturiert auch nicht gut. Dabei dann kaum noch schlafen und der Salat ist perfekt oder besser der Wahnsinn nah. Das kann so jetzt nicht weitergehen, sonst schreibe ich bald aus dem Krankenhaus. Gekocht gestern Süßkartoffel-Gnocchi, allerdings nicht ganz nach dem Rezept, denn ich hatte weder Pilze noch genug Walnüsse. Also gab es stattdessen Möhren und Schinkenwürfel, war sehr lecker. Gestern eine Lieferung erhalten oder sollte ich besser sagen „Lieferungen“, denn ein kleiner Junge der aussah wie 12, lieferte erst nur die Hälfte und kam dann noch dreimal wieder um den Rest zu bringen und sich zu entschuldigen. Ich sage dazu jetzt einfach mal: „Spaß mit Azubis!“. Noch an mehr Sätze von meiner Mutter erinnert, also an Sachen, die sie zu ihren Lebzeiten erzählt hat. Also entweder hat sie Teile der Zukunft gekannt oder ich erinnere mich falsch? Fast alle Erinnerungen dieser Art haben in ihrem Laden stattgefunden, also vielleicht jetzt wo ich die Reste des Ladens verkaufe, ein Erinnerungsfehler? Mein ganzes Leben hatte ich aber nie falsche Erinnerungen, außer in der Zeit der Psychose, da erlebte ich Horrorvorstellungen als meine eigenen, zum Glück waren das nicht meine Erinnerungen, wie ich heute weiß. Mein echtes Leben war auch nicht lustig, aber im Vergleich was ich in der Psychose erlebte, ist mein Leben schwer in Ordnung. Nicht so richtig Bock auf den Kollegen heute, es wird Zeit für eine Aussprache und eine strukturierte Zusammenarbeit mit mehr Erholungspausen für mich. Der Mann freut sich auf den neuen Job, Nachtschicht ist nicht so gesundheitsförderlich, da kann man doch hoffen, dass Homeoffice für ein Unternehmen mit schlechten Mitarbeiterbewertungen besser ist? Am Wochenende immerhin Wäsche gewaschen, gestaubsaugt, Müll weggebracht, Anfragen zum Ladenabverkauf beantwortet, gekocht, gebadet, telefoniert, Musik gehört und geschlafen. Mehr dann nicht denke, das war schon zu viel. Heute eine Beratung, gerade keine Ahnung worum es geht, aber ich denke die werde ich allein machen. Der Kollege hat es nicht eilig in die Beratung einzusteigen, auch wenn es eilig ist, also höre ich auf mich selber damit zu stressen. Wer nicht will, der hat schon. Wahrscheinlich früher ins Büro, dann habe ich auch früher frei und darf wieder in mein Bett. Der Herbst grüßt bei grauem Wetter und Bäume tanzen im Wind. Frühstück wäre gut, aber ich habe keine Lust, ich gehe wohl lieber zum türkischen Bäcker. Die Wille sitzt gerade auf dem Dach und denkt: „Ich würde schon wollen, wenn ich wollen würde!“ Ein beruhigender Song zum Tag dazu, es ist Zeit für Sonnenschein:

Büro, Finanzamt, Frauenrolle und krankes System

Guten Morgen, ganz passable Nacht mit 6 Stunden Schlaf, ich lege mich nach dem Schreiben wieder hin. Gestern der Tag im Büro war gut, einiges geschafft und sogar beraten, fachlich nicht emotional. Morgens große Freude, dass Geld vom Finanzamt war da, damit sehen jetzt gleich zwei Kontoauszüge deutlich freundlicher aus. Immer noch diskriminierend finde ich aber, dass bei dem Überweisungsgrund auf mein Konto der Name meines Mannes stand. Als wäre das sein Geld allein, obwohl nach Sichten der Finanzdaten klar sein sollte, dass ich die meisten Steuern bezahlt habe. 2021 die Frau darf zwar das Geld verdienen, die Frau darf auch die Steuererklärung machen, aber das rückerstattete Geld gehört immer dem Mann? Wo leben wir? Für mich hat diese Methode nichts mit Gleichberechtigung zu tun, wenn es nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem Geschlechtsorgan geht. Aber egal, ich habe ja mein Geld bekommen, durch die Heirat auch mehr als sonst, aber diese Unterordnung der Frau im System stört mich immer noch gewaltig. Warum kann nicht jedes Paar allein entscheiden, wer formal steuerpflichtig ist? Ein grauer Tag grüßt und die Vögel halten bisher den Schnabel. Der Blutdruck ist unten und der Kaffee schmeckt. Heute noch ein paar Stunden Homeoffice, muss eine Kundin anrufen, die mich sonst stalkt. Heute Essenlieferungen, Hello Fresh zur Mittagszeit und am Abend der Einkauf vom Supermarkt. Nach dem Steak heute vegan kochen, ich muss nicht jeden Tag Fleisch haben. Versuche mir derzeit selbst mehr Wertschätzung entgegenzubringen, es wird frisch und lecker für mich selbst gekocht, es werden Massagetermine und Arzttermine vereinbart und bei der Arbeit gibt es jetzt mehr Grenzen im Umgang mit den Kunden. Ich predige immer Achtsamkeit für den Umgang mit sich selber, Gesundheit als erste Priorität im Leben usw. und halte mich dann selber nicht dran. Allen soll es gut gehen, nur ich kann dabei vergessen werden? Das kann so nicht weitergehen, signalisierte erst der Körper und nun auch die Seele, ich höre dann besser mal zu, so schlimm ist das auch nicht, sich mal um sich selbst zu kümmern?! Ist das auch Resultat von veralteten Rollenbildern? Das die Frau die Kümmerin ist? Ich bin aber keine Hausfrau und Mutter, der Mann nicht der Großverdiener und Ernährer. Kann doch irgendwie nicht sein, dass ich arbeite, dabei meinen „Mann“ stehe und mich zusätzlich aufopferungsvoll um die Familie und andere kümmere. Wer kümmert sich da um mich? Irgendwie ist da was bei der Emanzipation schiefgelaufen. Das ist keine Gleichberechtigung, wenn frau nur zusätzlich zu ihren traditionellen Aufgaben noch arbeiten geht. Das ist Ausbeutung. Vielleicht auch der Grund lieber getrennt zu leben, ich mag zu Hause nicht noch jeden Tag Dienstmagd, Köchin und Putzfrau für den Mann sein. Auch ich bin nach der Arbeit müde und brauche Erholung. Apropos Arbeit da scheint es endlich aufwärtszugehen beim Mann, zwei etablierte Unternehmen geben ihm nächste Woche Arbeit und er ist hoffentlich endlich weg vom Fahrrad fahren zum Mindestlohn. Was meine Arbeit angeht, habe ich wieder Hoffnung, dass das alles doch noch wird und ich mich nirgendwo bewerben muss oder andere Pläne umsetzten muss. Es liegt auch an mir, mehr Grenzen zu setzen und besser auf mich zu achten. Die Arbeit und die geringfügige Erhöhung des Neuroleptika scheinen gerade zu helfen mich zu stabilisieren, tja so ist das wohl auch beim Reduzieren von Neuroleptika, manchmal muss man einen kleinen Schritt zurückgehen, um nicht völlig von vorne zu beginnen. Ich versuche mich jetzt nicht als Verliererin zu sehen, die wieder mehr nimmt, sondern als achtsame Frau, die in einer Krisensituation rechtzeitig einen kleinen Schritt erhöht, um nicht völlig abzurutschen und danach wieder mit der deutlich höheren Anfangsdosis leben zu müssen. Werden die Zeiten wieder stabiler, gehe ich wieder runter. Schade daran ist nur die Erkenntnis, dass ich wohl lebenslang gefährdet bin, nichts mit einmaliger Psychose und ausgeheilt. Wird das Leben zu belastend, besteht Gefahr für mich. Risikofrei ohne Medis leben, ist wohl nur für mich drin, wenn mein berufliches und privates Leben stabil und stressfrei ist. Davon bin ich aber aktuell weit entfernt, wir haben seit 1,5 Jahren Corona Pandemie, die Ehe klappt nicht, die Arbeit ist mega stressig, ich kann wohl glücklich sein, dass ich Familie und Freunde habe, einen guten Psychiater und gerade nicht noch ein Umzug dazu kommt. Aber irgendwie auch krank, dass mein Leben die Medis nötig macht, damit ich funktionieren kann. Was ist das für eine Gesellschaft, wo jeder sich irgendwas einschmeißt, um weiterhin ein funktionierendes Rad im System zu sein? Das bedingungslose Grundeinkommen wäre so eine Erleichterung für viele, aber ja das würde die Arbeitgeber entmachten, wenn man sich plötzlich aussuchen kann, wo, wie und wie viel man arbeitet. Die Lohnsklaverei ist ein lohnendes Geschäft der Reichen, um noch reicher zu werden. Aber genug gekotzt über unser System, der Tag wartet und die Sonne kommt gerade raus, das erinnert mich an Emiliana…

Nacht, Ärzte, Nebenwirkungen und Stress

Guten Morgen, beschissene Nacht, mehrfach wach und dann nicht zwischen sechs und sieben wach, um ohne Termin zur Hausärztin zu können. Kacke. Ärzte, Ärzte ich muss relevante Ärzte anrufen, damit ich alle Termine diese Woche schaffe. Hektik, genau das brauche ich gerade nicht. Blutdruck zu hoch, Herz ok, trotz der Tablette. Leider feststellen müssen, dass die Nebenwirkung meines Blutdrucksenkers nicht nur der gewünschte langsamere Herzschlag ist, sondern auch Magen-Darm-Probleme. Ich scheine wohl die Person gewordene Nebenwirkung zu sein, alles, was möglich ist, passiert bei mir. Aber gut, insgesamt bin ich in einem schlechten Zustand. Aber was will man erwarten, wenn man viele Jahre so sediert war, dass man sich einfach um nichts mehr gekümmert hat? Das ist aus meiner Sicht auch der Grund warum Menschen mit Neuroleptika früher sterben, nicht nur die schlimmen Nebenwirkungen, sondern auch die Unfähigkeit sich um die Nebenwirkungen zu kümmern. Morgen und übermorgen Herzarzt, ich habe Angst, was gar keine gute Voraussetzung ist. Immerhin zur Hausärztin darf ich gleich doch noch, die Zahnärztin ist im Urlaub. Was mich gerade neben Corona, Nebenwirkungen und Arbeitsstress fertig macht, ist das ich mich meine zu erinnern, dass Herr X mir diverse Krankheiten voraussagte. Krankheiten, die bereits eingetreten sind oder wo es Anzeichen gibt, dass sie da sein könnten. Was nun? In Panik verfallen? Alles als falsche Erinnerung vom Tisch wischen? Oder doch alle Tests machen und die Ärzte befragen? Dabei gehe ich doch so ungern zu Ärzten, aber schaden kann es natürlich nicht, dass alles abzuchecken. Gestern tatsächlich den Kleiderschrank aufgeräumt und einen großen Sack Dinge entsorgt, das war es dann aber auch für gestern. Der Nachbar dreht wieder durch, aber noch habe ich niemanden alarmiert, weil ich hörte wie sie versucht ihn zu stoppen. Die neue Nachbarin kennengelernt, eine junge, sehr kleine und dünne Spanierin, die aber deswegen nicht weniger laut ist. Gerne nutzt sie gegen Mitternacht oder später laut quatschend den Hausflur. Verstehe ja nicht, warum man im Hausflur nicht mal ein paar Minuten die Klappe halten kann, wenn andere schlafen. Beim Mann alles gut, er wird jetzt gecoacht für die Jobsuche, ich hoffe es bringt was, denn ich habe den Eindruck, dass es kulturelle Probleme bei der Selbstdarstellung im Bewerbungsgespräch gibt. Das wäre z.B. dass man in Afrika anscheinend sehr dick aufträgt in der Selbstdarstellung, während man in Deutschland tendenziell eher bescheiden und zurückhaltend daher kommt. Der Vogel stresst gewaltig, keine Ahnung warum, sogar heute früh als noch die Decke drüber lag. Auf unter die Dusche, auf zu meiner Rentnerinnen Ärztin, wie ich erfahren habe ist sie schon über 70. Keine Ahnung warum ich bei Ärzten ältere Frauen bevorzuge, vielleicht weil mein ganzes Leben die einzige Autorität, die ich anerkannt habe, eine ältere Frau war, und zwar meine Mutter. Auf in den Tag, alles wird gut, wenn ich mich darum kümmere.

Schlaf, kotzen, Job, Gefühle und kein Drama

Guten Morgen, heute das Motto, solange wieder hinlegen, bis es genug Schlaf war. Gestern auch kein guter Tag, morgens den Bus verpasst, weil er zu früh war, also völlig umsonst früh aufgestanden, fertig gemacht und losgerannt. Homeoffice war dann ok, aber mir ging es schlecht, war dann ganz froh, dass mein letzter Termin ausfiel und bin dann kotzen gegangen. Gekocht wegen der Umstände dann Gemüsesuppe mit Maultaschen, das blieb dann drin. Mein Körper schreit schon eine Weile „Stress“ erst das Herz und der Blutdruck, schlechter Schlaf, Bauschmerzen, Durchfälle, Tinnitus, Augenzucken und gestern dann kotzen. Ja, Arbeit macht „Spaß“. Genau das richtige ^^ Programm, nachdem endlich die Nebenwirkungen vom Reduzieren des Neuroleptika weg sind. Das möchte ich auch erwähnen, endlich kein Beinkrampf mehr! Auch kein Schwindel oder Unruhe, kaum mehr Muskelkrämpfe, Alpträume auch keine. Habe auch keine tauben Hände oder Füße mehr. Außerdem beschlossen das Gummibärenglas und die Keksdose aus der Küche verschwinden zu lassen, Schluss mit dem ständigen Genasche. Zum Arzt muss ich auch, aber gerade ist mir alles zu viel, ich schaffe meine Arbeit, aber ansonsten nicht viel. Ich hoffe, es ändert sich bald was. Nächste Woche Gespräch mit den Chefs, finde ich gut, aber erhoffe mir keine Lösung. Heute wieder Regen, ich will nicht meckern, Regen ist wunderbar, aber haben wir nicht Sommer? Der Schatz hat vielleicht endlich qualifizierte Arbeit gefunden, allerdings nur eine 20 Stunden Stelle, aber das ist doch mal ein Anfang. Auf Dauer mit drei Universitätsabschlüssen Essen ausliefern ist halt frustrierend und nicht nur wegen des Mindestlohnes. Gestern meine Gefühlslosigkeit gegenüber dem Mann mit der Kollegin mit ähnlichem Krankheitsbild besprochen, das ist ein Schutzreflex, weil meine Seele überlastet ist, versucht sie mehr Stress zu vermeiden und schaltet ab. Das Drama mit dem Mann obendrauf ist gerade einfach zu viel. Es liegt an ihm da jetzt irgendwas wiederzuerwecken, von mir aus passiert da aktuell nichts. Heute zwei Termine und offene Sprechstunde, ich werde aber weniger Stunden machen. Blutdruck und Herzschlag erfreulich niedrig, gerade echt kein Drama mehr….

Regen, Job, Unfall, Dissoziation und normal verrückt

Guten Morgen, immer noch Regen, herrlich. Gestern war ein Tag zum Vergessen. Alles schrecklich, der Morgen und erst Recht der Nachmittag. Auf Arbeit immer kämpfen, neben sehr vielen Beratungen ist einfach nicht witzig und bringt mich an den Rand. Keine Ahnung, ob es noch eine Lösung gibt, der Mann fragte gestern schon was die Jobsuche macht. Er merkt einfach wie sehr mir das alles an die Nieren geht. Was ich stattdessen machen soll weiß ich aber nicht, vielleicht auch einfach Pause. Ich könnte mir auch noch eine Ausbildung vorstellen und soweit ich weiß, ist das Arbeitsamt gerade großzügig mit der Finanzierung von Fortbildungen. Blutdruck und Herzschlag gestern viel zu hoch, heute früh zum Glück wieder niedrig, da nehme ich schon Blutdrucksenker, aber treffe ich auf die Kollegin, sitze ich hier trotzdem mit 150 Blutdruck und einen Herzschlag um fast 100. Dass die Chefs nicht sehen, dass die Dame nur Stress und Streit bringt, das geht nicht nur mir so. Die Straße ist laut und heute warten viele Termine auf mich und eine sehr nette Kollegin, ich hoffe das tut mir gut. Der Mann ist gestern durch den Regen während der Arbeit bis zur Unterhose nass geworden, er freut sich nicht so über den Regen. Der Kaffee schmeckt mit Bio-Milch und ich muss einen Regenschirm suchen, denn heute geht es ins Büro. Vor der Arbeit noch testen, aber ich vermute alles außer Corona bei mir. Immerhin fühle ich mich heute nicht so seltsam wie gestern, mir geht es alles andere als gut, aber meine Seele ist wieder stabiler. Gestern nach der Arbeit erstmal geschlafen und dann später nochmal, gegessen Königsberger Klopse mit Kartoffeln. Schlafen und Gespräche, sind die zwei Dinge die mich gerade aufrechterhalten. Der Vater hatte einen Unfall und trägt jetzt Augenklappe, er hat den Kampf gegen einen Sonnenschirm verloren. Aber alles heilbar wie er sagt. Ich hoffe, er kommt bald heil und ohne Delta zurück, er fehlt mir als Gesprächspartner, mit dem Mann in Englisch quatschen ist halt nicht das Gleiche. Irgendwie bricht für mich gerade das soziale Miteinander weg, meinen üblichen Gesprächspartnerinnen geht es durchweg schlecht und keine hat Lust vorhanden sich noch andere Sorgen anzuhören, ich auch nur noch bedingt. Damit bleiben wir aber allein mit unseren Sorgen, obwohl wir uns stützten könnten. Wenn beide Seiten aber unbedingt Entlastung suchen und beide sich kaum mehr was anhören können, dann ist das wohl das Spiel der Ertrinkenden, die sich an sich klammern, statt zu schwimmen und damit beide untergehen. Aber immerhin ist mir das bewusst, ich muss auch auf Arbeit aufpassen mich nicht zu sehr mit Ertrinkenden zu beschäftigen. Das ist hart, aber ein ertrinkender Rettungsschwimmer rettet halt auch keinen. Aktuell kommt mir die Realität manchmal unwirklich vor, es ist aber keine Dissoziation, es kommt nicht seltsames vor, aber ich habe einfach den Eindruck im falschen Film zu leben. Das mit Corona und dem Dauerlockdown kann doch gar nicht wahr sein. Wüsste ich es nicht genau, würde ich denken Deutschland hat eine kollektive Psychose und nur die Menschen, die bereits wegen einer Psychose in Behandlung sind, behalten einen klaren Kopf. Wer hätte mal gedacht, dass die Irren den Normalen erklären müssen wie man mit irren Zuständen und Isolation zurechtkommen kann? Immerhin heute Morgen Ruhe, Zeit und Friede für mich, die Dusche wartet und dann raus da in diese verrückte Welt in der ich mit meiner Andersartigkeit immer weniger auffalle.

Stress, Palak Chicken, Notbremse und nigerianische Musik

Guten Morgen, ganz passabel aber wieder nur 6 Stunden geschlafen, aber ich fühle mich ok. Heute früh zum Bürgeramt, gar keinen Bock drauf, aber mein neuer Ausweis liegt da bereits Monate rum. Sehr stressiger Tag gestern und wieder Überstunden, auch heute wartet sehr viel auf mich, sehr viele Anrufe und Termine, aber erstmal zum Bürgeramt. Wenn es geht, mache ich heute kürzer, habe genug Stunden die letzten Tage gemacht. Gestern indisches Palak Chicken gekocht. Mein erstes indisches Gericht und es ist lecker und gut geworden. Blutdruck und Puls gestern zu hoch, aber gerade in Ordnung. Die Anmeldung zum Psychologie Kongress steht, mal sehen, ob sie mich wirklich sprechen sehen wollen. Zur Notbremse kann man gar nichts mehr sagen, Ausgangssperre? Grundrechte? Kann man den Politikern noch trauen? Ich weiß es nicht und kriege langsam Angst, wenn sich Merkel wie Erdogan aufführt. Solche Beschränkungen der Freiheit sind mir nämlich bisher nur aus den Erzählungen meiner Freundin in der Türkei bekannt. Vielleicht ist mein Misstrauen unangebracht, aber wenn man liest wie sich die Politiker an der Pandemie bereichern, ist die Vermutung von anderen Motiven nicht fern. Der Lockdown könnte schon längst vorbei sein, hätte man bisher wirkliche Lockdowns gemacht und nicht immer diese halben Lösungen. Der Krampf im linken Bein scheint endlich vorbei zu sein, ich fühle mich besser und kann auch wieder problemlos laufen. Auf in den Tag, nicht mehr ganz so frische Brötchen warten. Heute auf Youtube einen Song gesucht und diesen nigerianischen Song vorgeschlagen bekommen, sehr schön, das hat man davon, wenn man den Internetanschluss mit einem Nigerianer teilt:

Zink, Vorstellungsgespräche, Nachbarin und Mietpreisdeckel

Guten Morgen, hier ist was los, eine Nachbarin zieht aus. Schade, das war eine gute Nachbarin. Warum ziehen die Guten aus und die Schlechten bleiben? Gestern fühlte ich mich als würde ich krank werden, Halsschmerzen und einfach totale Müdigkeit, aber nach einer Zink-Tablette und viel Schlaf geht es heute wieder. Mein Körper wollte wohl schon stressbedingt aufgeben, hat sich aber doch noch gerappelt. Er hat heute viele Vorstellungsgespräche, eigentlich sollte das heute unser Tag sein, aber ich vermute ich kriege nur den Nachmittag und Abend. Zwischendurch doch immer wieder Arbeitsmails gelesen, scheint alles gut und ich wurde angefragt für einen Vortrag. Gestern sehr viele Unterhaltungen gehabt, klar mit ihm, aber auch mit Vater, Bruder, einem Freund, einer Freundin, Kolleginnen und Nachbarn. Tja da brauche ich immer Urlaub, um die private Kommunikation zu pflegen. Arbeite ich, höre und rede ich jeden Tag soviel, dass ich abends dann meist keinen Bock mehr habe. Der Terror-Nachbar verhält sich ruhig, warum zieht der nicht aus? Warum die nette Nachbarin? Fremdsprachige Umzugshelfer machen Krach im Flur, aber gut, ich bin wach. Gerade jetzt zur Aufhebung des Mietpreisdeckels umzuziehen halte ich für gewagt. 15000 Berliner fanden das gestern spontan gar nicht lustig. Ich kenne viele die jetzt vor großen Mietnachzahlungen stehen und vielleicht ihre Wohnungen verlieren werden. Gedacht war der Mietendeckel mal, um die einkommensschwächeren Mieter zu schützen, jetzt ist es genau das Gegenteil geworden. Nur wer durchgängig seit 2019 beim Jobcenter war, kann wohl damit rechnen, dass das Jobcenter jetzt die Mietnachzahlungen trägt. Eine Freundin von mir wird es hart treffen, sie hatte Mietrücklagen, aber durch Corona und sonstige Katastrophen sind die Rücklagen jetzt verschwunden. Der Terror-Nachbar ärgert sich gerade bestimmt über den Umzug, sehr gut, dann konzentriert er sich mal nicht auf uns und unsere Geräusche. Ich hoffe mein Schatz findet bald Arbeit, aktuell ist er in 4 oder 5 verschiedenen Bewerbungsgesprächen, da muss doch irgendwas klappen. Aktuell gibt es zwei interessante Stellen, auf die ich mich bewerben könnte, aber habe beschlossen dann doch erstmal bei meiner Arbeit zu bleiben, diese Tätigkeit passt einfach zu mir, auch wenn es Probleme mit den Kolleginnen gibt. Probleme mit Kollegen gibt es aber überall, also fraglich, ob ein Wechsel was bringen würde. Er hat etwas Geld überwiesen, sehr gut, er kann sich an den Kosten hier ruhig beteiligen, sind nämlich nicht nur meine Kosten. Auf in den Tag, ungestört, hoffentlich.