Mindestlohn, falsche Maske, Supermarkt und rauchen

Guten Morgen Nell und wer noch so liest. Ganz gute Nacht, er hat auf dem Sofa geschlafen. Die letzten zwei Nächte hatte ich nämlich versucht auf ihn Rücksicht zu nehmen, damit er schlafen kann, aber das Ergebnis war eine sehr müde Nadine und ein immer noch unausgeschlafener Mann. Dass er nicht schlafen kann, liegt also nur bedingt an mir. Ich vermute es sind die Sorgen, dass man(n) mit Mindestlohn auch bei Vollzeitarbeit einfach zu wenig verdient. Zum Amt möchte er nicht und selbst wenn, ich verdiene ja auch noch Geld in der theoretischen Bedarfsgemeinschaft. Gestern einfach nur noch müde gewesen nach der Arbeit, war dann noch im Supermarkt um die Ecke und danach alles abgesagt und schlafen gegangen. Der Besuch des Supermarktes war erfolgreich, fast alles bekommen und miterleben müssen wie eine alte gebrechliche Dame den Laden nicht betreten durfte, weil sie nur eine medizinische Maske hatte und keine FFP2-Maske. Woher gehbehinderte Rentner ohne Internet die richtigen Masken bekommen sollen, ist eine unbeantwortete Frage, hier in der Gegend kann sie es nur bei der Apotheke versuchen und die ist teuer. Auf Arbeit hat eine Kollegin die Bombe platzen lassen, sie ist dann ab nächste Woche weg, denn es winkt ein neuer Arbeitsvertrag. Ich freue mich für sie, aber gleichzeitig ist das ziemlich blöd für mich. Ein grauer Tag grüßt, es sind nur noch 15 Grad und es regnet, so soll es wohl die nächsten Tage bleiben. Ruhig hier, nichts zu hören, nur ein paar Autos. Heute keine Arbeit, keine Post und keine Lieferungen, das ist auch mal ganz schön. Der Kaffee schmeckt und es gibt reichlich zum Frühstücken. Gestern nur Burger gemacht, ich war zu faul zum Kochen. Brioche Brötchen sind dazu eine deutlich leckere Variante. Heute werde ich allerdings kochen, entweder gibt es Steak oder Putenkeule. Das Bad putzen wäre auch eine Option, ich kann mich wieder schmerzfrei bücken. Der Vater entfernt sich immer mehr, die Mutter auch, das bringt meine Ehe mit sich, aber auch die neue Partnerin vom Vater. Sie ist eine nette Frau, aber so anders als meine Mutter, sie wird ihr nie das Wasser reichen können. Meiner Mutter war ein starker Paradiesvogel, die neue ist eine nette langweilige Frau aus Tempelhof. Die Nachbarn haben gestern eine Wohnzimmer-Disco veranstaltet, aber Musik stört mich in der Regel nicht. Die Inzidenzwerte in Berlin fallen, genau wie letztes Jahr zur wärmeren Jahreszeit. Der Marktleiter im Supermarkt um die Ecke schaute mich gestern erstaunt an, seit Corona sieht er mich nur noch selten, während ich früher mindestens einmal die Woche da war. Ich vermute aber ich bin nicht die Einzige, die dort weniger einkauft, weil es einfach frustrierend ist sich dort anzustellen und dann vor leeren Regalen zu stehen. Gestern bildeten sich auch wieder Schlangen, weil die Einkaufswagen limitiert waren. Mit ihm am Streiten, weil er will, dass ich aufhöre zu rauchen, besonders in der Wohnung, das ist leider eine Diskussion wo ich nur sagen kann du hast recht, aber ich stehe nun mal auf Selbstzerstörung und auf dem Balkon ist es mir zu kalt. Auf in den Tag, vielleicht heute auch nur Schlafen.

Demos, Schlangen, Blumenkohl und Friede

Guten Morgen, eine zerstückelte Nacht, aber insgesamt nach vielen Anläufen genug geschlafen. Gestern Nachmittag ging es schon los mit den Demos in Berlin, ich vermute viele haben auch noch nach 22 Uhr demonstriert, denn Demos stehen über der Ausgangssperre. Eine Demo, gegen was auch immer, ist also die Lizenz draußen zu feiern. Heute geht es weiter mit vielen Demos in der Stadt und wir haben nur 5000 Polizisten, die das alles ordnen sollen, ich würde mal sagen die Polizei ist verloren. Gestern im Büro war alles gut, zweiter Coronatest mit Zeugen auch negativ und eine Präsenzberatung mit einer Geimpften. Nach der Arbeit einkaufen gehen, war aber eine Fehlanzeige, überall sehr lange Schlangen vor den Supermärkten, nein ich stelle mich nicht 30 Minuten plus an, um in einem Supermarkt hereinzukommen. Aber gut gestern wurden die Renten und Hartz IV gezahlt und die Leute wollten sich wohl eindecken. Aber gut hier gibt es genug alternative Nahrung, wir werden auch ohne Einkauf nicht verhungern. Ruhig ist es hier, gespenstisch ruhig, alle Nachbarn ausgeflogen oder am Schlafen? Er hat gestern doch tatsächlich geputzt hier, nachdem er vorgestern eingekauft und gekocht hatte, Danke! Das kann nicht immer nur meiner Aufgabe sein. So kann es gerne weitergehen, wenn wir uns die Aufgaben gerecht teilen. Gestern Abend dann Rindersteak mit Blumenkohl und Spinat gemacht, mir fehlte bei diesem Menü die Sättigungsbeilage, wenn ich das nochmal koche dann mit zusätzlich Kartoffeln. Heute verbleiben aus der Marley Spoon Box Lachs in Blätterteig oder griechisches Huhn, mal sehen wie ich mich entscheide. Leider übersehen, dass da Fenchel dabei ist, nicht gerade mein Lieblingsgemüse, aber gut einmal im Jahr kann man das essen. Der Vater hat für morgen abgesagt, schade aber auch gut, denn so habe ich 3 Tage ohne Pläne für mich. Das brauche ich derzeit auch, denn die Kolleginnen bleiben weiter im Krankenstand, also wird auch die nächste Woche sehr anstrengend. Bin gespannt was die Medien heute berichten, was alles noch in der Stadt passiert, ich rechne mit brennenden Autos und Gewalt, so wie früher mal in den 80ern und 90ern. Auf in den Tag und den Mann gegrüßt, alles friedlich hier und noch kein Frühstück. Danke es war Freitag!

Falsche Maske, Atteste, Lachs und Büro

Guten Morgen, ganz passable aber zu kurze Nacht. Gestern auf Arbeit viel zu tun und danach zu Netto. Der Einkauf war gut, aber danach den Assi-Nachbarn über den Weg gelaufen, sonst treffe ich die selten, aber gestern nach dem Streit natürlich sofort. Bin ich froh, wenn diese Woche geschafft ist, ich will nur schlafen. Eine Kollegin rief gestern an, nachdem sie lautstark des Bioladens verwiesen wurde, weil sie eine medizinische Maske statt FFP2 trug. Dass Sie überhaupt Maske trug ist bei ihr schon ne Leistung, die mühsam mit dem Therapeuten erarbeitet werden musste. Denn Sie ist seelisch schwerbehindert und hatte auch ein Attest darüber dabei. Sie hatte ihren Schwerbehindertenausweis gezeigt, aber wollte halt nicht das Attest mit allen Diagnosen einen wildfremden Mitarbeiter aus dem Supermarkt zeigen. Ich glaube da können wir uns bei den Idioten bedanken, die sich massenhaft Gefälligkeits-Atteste haben geben lassen, damit sie keine Maske tragen müssen, obwohl sie es könnten. Sie kann wirklich schlecht Maske tragen, genau wie ich, gestern im Supermarkt wieder eine Panikattacke wegen der Maske bekommen, aber durchgehalten. Habe ihr die Bestelldienste in Berlin empfohlen, falls sie bald in keinen Supermarkt mehr kann. In was für einer Welt leben wird, in der die schwerbehinderte Risikogruppe, die wir angeblich schützen wollen, nicht mehr vor Ort Lebensmittel kaufen darf. Es kann doch nicht sein, das Menschen nicht mehr Öffentliche fahren dürfen und nicht mehr einkaufen dürfen, weil sie zu krank für eine Maske sind. Auch ich brauchte lange, um mit Maske in den Öffentlichen nicht ständig panisch zu werden. Immer noch Angst vor den Nachbarn, die belauschen uns, aber ich belausche sie jetzt auch und habe mein Lärmprotokoll begonnen. Soweit muss es kommen, dass ich hier Stasi mache und jederzeit die Polizei rufen würde. Das bin eigentlich nicht ich. Heute ins Büro, bin gespannt wie das wird, zwei Beratungen warten, ich werde mein Bestes geben. Er schläft noch, gestern gab es Lachs, der sehr lecker war. Wieder zu kleine Portionen, aber dann halt ein bisschen Brot hinterher. Die Sonne scheint und ich habe Frauenschmerzen, alles wird gut, irgendwann.

Valentins Romantik ^^

Freitag:
Sie: Am Sonntag ist Valentinstag, was machen wir?
Er: Valentinstag? Was machen? Ich arbeite am Sonntag.
Sie: Dann bringe mir wenigstens Blumen. Mit Blumen bin ich zufrieden.

Samstag:
Früh:
Sie: Ich möchte wirklich gerne Blumen von dir du kannst auch zu Netto gehen und die für 1,99 Euro kaufen. Hauptsache ich kriege Blumen von dir.
Er: Schaut mich sprachlos an.
Mittag:
Sie arbeitet als er plötzlich mit der Einkaufstasche im Flur steht.
Sie: Wohin?
Er: Zu Netto.

Später:

Der Valentinstag kann kommen! 🙂

Nichts, Gefühlsreise und Faulheit

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen und wieder wild, aber harmlos geträumt. Gestern nicht viel passiert außer ein Telefonat und ein Chat. Wäsche gewaschen und eine vollständige Lieferung von Rewe erhalten, die bleiben aber trotzdem zu teuer. Fernsehen geguckt und weiter Rotkohl gegessen, einen Teil konnte ich einfrieren, aber der Rest muss gegessen werden. Heute einkaufen, habe ich beschlossen, das Haus verlassen wegen nicht wirklich dringenden Grund, aber war jetzt tagelang zu Hause und bin nur Müll wegbringen gegangen, außerdem stapeln sich die Pfandflaschen. Wieder keine Negative gescannt, irgendwie ist mir das zu anstrengend, emotional anstrengend, diese ganzen vergangenen Gefühle. Gefühle einer Teenager-Nadine, die wirklich nicht glücklich war. Das mein Hermes Paketshop zu ist, ist blöd. Wie soll ich jetzt Pakete zurückschicken? Der einzige Weg wäre der weit entfernte DHL Shop mit langer Warteschlange. Aber bleibe ich mal optimistisch, dass sich das im Januar noch klären wird. Friedlich hier, nur meine Vögel singen ein Lied und ich drücke mich wieder vor dem Boden wischen. Staubsaugen gar kein Problem gestern, aber wischen? Ach nöe. Mein Schatz ist weiter im Bewerbungsmodus, ich hoffe es klappt bald irgendwas, am besten natürlich im Zusammenhang mit seinem Studium und nicht wieder Logistik. Habe ihm Platz in der Küche gemacht, er soll sich auch entfalten dürfen, ist aber schwierig, wenn schon alles voll von meinen Sachen ist. Auf in den Tag, heißt Dusche und dann ab in den Supermarkt, frische Brötchen wären zum Frühstück doch ganz schön.

Gruß, leer, ruhig und Lauch

Guten Morgen, ne eher ein Gruß aus der Nacht. Er schläft noch und ich vermute ich nach dem bloggen auch. Gestern die Arbeit war sehr anstrengend und danach noch einkaufen umso mehr. Der Supermarkt war aber voll von Kunden und leer von Waren. Kein Gemüse mehr, kein Obst und Brötchen nur Restposten. Dunkel und grau ist es und heute zum Vater, wir haben immer noch Papierkram zu erledigen. Er scheint sich jetzt nach der Eheschließung auch mehr zu trauen, zu trauen Forderungen zu stellen. Bei vielen bin ich kompromissbereit, aber weder meine Vögel noch meine Pflanzen hier stehen zur Diskussion. Wasser und Zigarette für den Moment, er hat sich doch über die Lebensmittel gefreut, er soll gesund essen, die letzten 2 Jahre hat er sicher 10 Kilo zugenommen, während ich die gleiche dicke Frau blieb. Im Gegensatz zu meinen Nachbarn habe ich nicht zur Lockdown-Verlängerung gehortet, ich habe noch genug hier und fürchte keinen Hungertod. Das Konto sieht gerade schon besser aus, wenn ich will werde ich wieder für mich bestellen, wenn die Nachbarn wieder den Netto geplündert haben. Ruhig ist es geworden auf Arbeit, aber ich versuche mir deswegen keine Sorgen zu machen, sondern einfach die Ruhe zu genießen. Nächste Woche z.B. werde ich nur 2 Tage ins Büro fahren. Schlafen, ich muss mehr schlafen, das hilft mir immer. Gestern Lauchgemüse mit Schupfnudeln und Schweinesteak gegessen, ein schlecht gewähltes Menü, wenn er dann doch kommt und hier schläft. Sehr sexy so eine pupsende Frau.^^ Weiter machen, alles wird gut, irgendwann.

Schlechte Nacht, Lieferung, Gardinenstange und der (rassistische) Heiratswunsch

Guten Morgen, war nicht so ne tolle Nacht, oft wach gewesen, dabei stört hier gerade weder Geräusch noch Licht beim Schlafen. Vielleicht ist es das neue Medikament? Zum Frühaufsteher, der kaum schläft, will ich aber auch nicht werden. Ein grauer Tag grüßt und das Homeoffice wartet, eigentlich ganz gutzutun gerade, aber nach dieser Nacht, keine Lust. Angefangen mich dem Sommer zu ergeben, bei 26 Grad im Schatten sind Turnschuhe, Socken, Jeans, langärmelige Oberbekleidung und vielleicht noch eine Jacke eine beschissene, sehr schweißtreibende Idee. Also gestern leichte Stoffhose, Sandalen und kurzärmlige Bluse. Schon besser. Meine Lieferung gestern hat gut geklappt, ich war sehr erleichtert, dass die Lieferung schon um 21 Uhr und nicht wie das letzte Mal um Mitternacht kam. Aber leider keine Eier, die wollte ich eigentlich haben. Frühstück ist gerade auch nur bedingt möglich, denn ich habe die Auswahl zwischen alten Brot und gefrorenen Toast. Aber vor der Arbeit in den Supermarkt? Mal sehen wie weit ich morgen mit dem Vater komme, aktuell wäre das Anbringen von Gardinenstangen meine Priorität. Mein neues Schlafzimmer ist immer noch schön, aber die Freude daran ist mir durch den ganzen Stress der letzten Tage vergangen. Alles zu viel gerade, ich will wieder gleichbleibende, friedliche Normalität. Meine neuen, männlichen, afrikanischen Freunde auf Facebook wollen alle flirten und fragen zu schnell nach Heirat. Bin ich jetzt Rassistin, weil ich meinen Freund unterstellt habe, er wollte auch nur schnell heiraten, wenn ich zeitgleich immer wieder erlebe, dass Kerle nur interessiert sind, wenn eine Heirat möglich ist? Ist es Rassismus, wenn frau immer wieder, seit Jahren erlebt, dass Araber und Afrikaner, wegen Papieren, heiraten wollen und sie deswegen denkt, der nächste Afrikaner ist genauso? Mein Schatz ist wirklich nicht glücklich darüber, aber ich auch nicht. Da es mein Schatz aber gerade gar nicht so eilig hat zu heiraten und er mir sogar frei gestellt hat es ganz zu lassen, spricht dagegen, dass er so ein Papiergeier ist. Ich denke er ist eher ein altmodischer Typ, der denkt, führt man eine ernste Beziehung, wird auch geheiratet. In Deutschland ist das aber nicht so zwingend. Aufräumen muss ich hier und putzen, was ich alles muss, aber erstmal mal weiter Kaffee, Toast und dann Homeoffice. Auf in den Tag, vielleicht bekomme ich heute eine gelbe Lampe aus den 60ern.

Grau, Burger, Masken-Angst, Edeka und Himmel

Guten Morgen, noch nicht ganz da und wieder schlecht geschlafen. Graues Wetter grüßt und ich musste feststellen, das Gardine zu machen im Vogelzimmer hilft, dass sie nicht beim ersten Sonnenstrahl losschreien. Die Burger gestern waren sehr gut und später noch einen Apfelkuchen gebacken. Das ist nämlich meine Spezialität: frische Äpfel kaufen und sie dann so lange nicht essen und herumliegen lassen, bis nur noch ein Apfelkuchen die Äpfel retten kann. Wieder Lebensmittel im Internet bestellt, solange ich beim Einkaufen eine Maske tragen muss, wird das wohl auch noch öfter vorkommen, denn erneut an der Kasse im Supermarkt mit Maske Beklemmungsgefühle bekommen und schwere Dinge alleine schleppen ist halt auch nicht so wunderbar. Außerdem finde ich viele Dinge von Edeka soviel besser als die Dinge von Netto oder Lidl. Billig-Discounteressen, kann zwar auch gut sein, ist es aber auch oft nicht. Mit dem Vater geschrieben, ich bin zwar immer noch sauer, aber wir reden und wir werden uns die Woche noch sehen, mir wäre zwar nach einem dramatischen Kontaktabbruch, aber Fakt ist, damit schade ich mir auch. Mein Vater ist z.B. der, der sollte ich im Krankenhaus landen, sich um mich kümmern wird. Das Büro wartet und auch Arbeit, immer mehr Leute tragen keine Maske im Bus, ich komme mir seltsam vor, weil ich eine Maske trage und das, obwohl ich Probleme mit einer Maske habe. Neulich sogar gesehen wie ein junges Mädchen ihre Freundin davon abgehalten hat, ihre Maske im Bus aufzusetzen. Gestern noch Wäsche gewaschen und baden gewesen, meine Seele braucht noch ne Weile. Ich habe endlich meinen Laptop abbezahlt, wunderbar, diese Maschine gehört also jetzt mir. Der Schatz hat viel Arbeit derzeit, aber stört mich nicht, ich muss erstmal mit mir selber klarkommen. Ob die neuen Pillen gut sind oder nicht wird die Zeit zeigen, denn erst dann zeigen sich die Nebenwirkungen. Ich vermisse meine Mutter und winke gegen Himmel.

Feiertag, Hauptdarstellerin, Privilegien und Corona-Panik-Käufe

Guten Morgen, viel zu früh wach, was aber auch daran liegen könnte, dass ich derzeit keine Gardine im neuen Schlafzimmer habe. Arbeit ging gestern schnell vorbei, viel zu tun und dabei auch Spaß gehabt. Feiertag, ich könnte weiter streichen oder auch nicht.  Für den Moment nur wach werden, abends holt mich der Vater auf einen Spaziergang und eine Pizza ab. Immer noch seltsam mir hier selber das beste Zimmer zu geben und damit jetzt fast 20m² mehr Wohnfläche zu haben. Es ist toll jetzt in einem großen Zimmer mit tollem Ausblick wach zu werden. Das ist mein Leben und ich bin die Hauptdarstellerin, nicht mehr meine Mutter. Gestern wieder Videochat mit ihm, er hat heute wieder Doppelschicht, schaue ich auf sein Leben, weiß ich wie privilegiert ich bin. Es kann aber nicht allein meine Aufgabe sein, diese Ungerechtigkeit zwischen unseren Leben auszugleichen. Ich versuche mein Bestes, aber ich bin nicht reich und kann nur teilen was ich habe, das scheint aber nicht genug zu sein. 😦 Heute bisher keine Schmerzen in der Schulter, schön, wenn der Schmerz nachlässt. Der Kaffee ist wieder nicht wie ich mir das vorstelle, ich glaube Jacobs ist einfach nicht meine Marke. Gestern im Supermarkt gefreut, dass fast wieder alles im Angebot war, sogar Klopapier. Am liebsten hätte ich wild gekauft, aber dann erinnerte ich mich an meine Corona-Panik-Einkäufe, die zu Hause warten. Hier wird gar nichts gekauft, denn was zu Hause ist, wird zuerst gegessen. Also gab es gestern Nudeln mit einer Schinken-Champignonsahnesoße, denn die Sahne, der Schinken und die Pilze mussten weg und Nudeln brauche ich auch sehr lange nicht mehr kaufen. Ich war doch sehr erstaunt, als rauskam, dass der durchschnittliche Panikkäufer 20-30 Jahre alt war. Da haben also die Jungen die Nudel- und Toilettenpapiervorräte für die ganze Stadt aufgekauft. Die nächste Altersstufe, zu der ich gehöre, kaufte die Restbestände, während die wiederum noch älteren vor leeren Regalen standen. Darwinismus im Supermarkt. Aber gut versuchen wir es positiv zu sehen, durch die nicht Verfügbarkeit meiner üblichen Einkäufe, habe ich neue Sachen ausprobiert, so habe ich Lemon Curd entdeckt, Shortbread selber gebacken und gelernt asiatische Gerichte zu kochen. Auch habe ich den Eindruck, dass die Ruhe mir geholfen hat Seelenmüll aufzuarbeiten. Ich sehe blauen Himmel und Sonnenschein, ja heute streichen, wenigstens eine Wand. Alles wird wieder normal, schon bald.

Schlaf, Klopapier, Maske, Drama und Spätschicht

Guten Morgen, immerhin 7 Stunden geschlafen, das ist okay. Die Sonne scheint und meine Vögel machen Krach. Die Mission Klopapier ist gestern gescheitert, war in 3 verschiedenen Läden, kein Klopapier, aber immerhin Seife. Dann aber entdeckt, das Amazon 4 Packungen Klopapier mit je 9 Rollen für knapp 11 Euro inklusive Versand anbietet, das fand ich dann akzeptabel, auch wenn das mehr Klopapier ist, als ich wollte. Was solls der Freund hat auch kein Klopapier, dann kann er welches mitnehmen. Gestern ist meine Stoffmaske angekommen, sie ist hübsch, aber so eine Maske tragen dann doch unangenehm. Solange man durch die Nase atmet geht es, aber da ich allergiebedingt viel durch den Mund atme, ist das schon gruselig, wenn die Maske sich dann durch das Atmen vor dem Gesicht bewegt. Für Fahrten mit den Öffentlichen und im Supermarkt trage ich sie aber. Gestern noch mehr Drama mit der besten Freundin, sie hat gerade einen hohen Redebedarf und ich bin da. Geputzt gestern gar nicht, nur gestaubsaugt und Bettwäsche gewechselt, gekocht auch nicht, nur Bolognese aufgewärmt. Gestern also ein fauler Tag. Auch heute keine Pakete, es scheint gerade gar keine Paketlieferungen an meine Adresse zu geben. Ich hoffe wenigstens die Stoffmaske für meinen Freund, per Brief, kommt an. Abends dann noch in die Badewanne, neben dem Bett und Sofa mein liebster Ort derzeit. Ich muss derzeit sehr auf meine Schlafhygiene achten, Corona lädt dazu ein, einen völligen wirren und chaotischen Schlafrhythmus zu haben, das ist aber Gift für mich und meine seelische Gesundheit. Deswegen ein wenig Disziplin für mich, spätestens um 2 Uhr nachts ist Ruhe im Karton, ohne Widerrede. Der Kaffee schmeckt, die Kippe auch und irgendwie rast die Zeit seit Corona, vielleicht habe ich mein Zeitgefühl verloren, aktuell kann ich nicht ohne großes Nachdenken sagen, wie lange ich schon zu Hause sitze. Heute Spätdienst, ich hoffe, ich halte durch, im Büro ist die Spätschicht eine gute Sache, im Homeoffice eher ein langatmiges Problem. Auf in den Tag, alles wird wieder gut, irgendwann.