Kaffee, kurz, Erschöpfung, Erinnerung und Arzttermine

Guten Morgen, noch nicht ganz wach und den Kaffeepot neben mir platziert. Eine kurze Nacht, denn wie immer konnte ich nach dem Besuch des Vaters lange nicht schlafen. War ganz schön mit dem Vater im Wald und auf Balkonien, das gekochte Gericht auch lecker. Heute Homeoffice und Zahnarzt, keine Lust auf Zweiteres. Die Zahnärztin ist streng, teuer und am Arsch der Welt von hier aus gesehen. Frühen Termin gemacht, ich Idiotin, wollte mal wieder die Welt von jemanden retten und habe dabei vergessen, dass ich heute auch Spätdienst habe und deswegen eigentlich später anfangen sollte. Eine neue Woche, eine kurze Woche, denn sie geht für mich nur bis Mittwoch, danach frei. Viele Gedanken, viele Gefühle und immer noch Erschöpfung. Blauer Himmel strahlt und der Vogel ist auch schon wach. Immerhin schlafe ich wieder durch und kein Etappenschlaf, das ist doch mal was. Den Mann nicht gesehen, aber gesprochen, weil in der Badewanne sitzen mir wichtiger erschien. Muss wohl anfangen, mir wichtige private Termine in den Arbeitskalender einzutragen, sonst kommt es immer wieder zu Überschneidungen.

Viel an die Mutter, ihr Handeln, ihre Aussagen gedacht, manche Dinge ergeben jetzt Sinn, manche Dinge regen mich immer noch auf. Schöne Trauma-Familie, aus der ich da komme. Immerhin, die Allergie scheint Pause zu machen, Nase frei, Nebenhöhlen auch. Es ist immer noch verwunderlich, wie ein Kind, das immer im Dreck der Natur gespielt hat, später auf diese allergisch reagiert. Nach diversen Theorien sollte ich eigentlich immun sein. Der schöne, feuchte Sommer freut auch die Mücken, mehrfach gestochen worden gestern. Heute keine weltbewegenden Gedanken, heute nicht viel mit mir, versucht, einen Arzttermin zu erhalten, was aber schwer ist. Die Ärzte hier handeln immer mehr nach dem Motto: „Ihnen tut ihr Arm weh, wenn sie ihn bewegen?“ Dann bewegen sie ihn einfach nicht! Wie so eine Pandemie im Express-Tempo die gesundheitliche Versorgung in den Abgrund zieht. Auf in den Tag, da kommen gerade keine wichtigen Gedanken mehr, Kaffee, Frühstück und dann ein Rentenantrag für einen Kunden, die Formulare der Rentenversicherung sind der Horror und nicht nur für die Zielgruppe der Kranken und Alten. Versuchen wir es mit ruhiger Musik, der eigentlich Lauten:

Homeoffice, Schnee, Corona, Idealbild und scheiß auf Diagnosen

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber selber schuld, zu spät versucht einzuschlafen. Gestern einige Beratungen gemacht und mit der Kollegin ausgetauscht. Heute Homeoffice mit Blick auf Schnee draußen. Ja Schnee, es hat geschneit. Froh heute keine weiteren Termine zu haben, waren jetzt genug Termine, irgendwie reicht es mir halt oft, wenn ich auf der Arbeit war mit den Terminen. Nach Feierabend dann noch weitere Termine, oft zu viel für mich. Wird oft als fehlendes Interesse an meinen Mitmenschen interpretiert, aber so ist es nicht, ich bin einfach müde nach der Arbeit. Die Chefs haben jetzt doch einen Plan erarbeitet, wie es weiter gehen könnte, das macht Hoffnung. Die Pizza gestern nicht der Hit, vielleicht weil ich einfach nicht in Pizzastimmung war, ist immer so, wenn ich koche, obwohl ich eigentlich nicht kochen möchte, ist das Ergebnis mäßig. Sehr dankbar heute im Homeoffice bleiben zu dürfen, ich will nirgendwo hin und virtuelle Kontakte reichen mir. Zu Hause telefonieren und aus dem Fenster schauen, reicht auch mal.

Eine Kollegin hat Corona in der Familie, trotz Impfung, also Quarantäne. Ich habe mich vorgestern und gestern noch getestet und scheinbar alles gut, des letzte Kontakt draußen mit ihr war Tage vor der Infektionsmeldung. Keine Kerze an, es ist bereits hell genug, die Straße rauscht und ich schaue müde und verkniffen in den Tag. Marienkäfer bevölkern meine Fenster, das finde ich ganz schön, ein paar Wintergäste zu haben. Seit der Zahnreinigung am Montag Zahnschmerzen, ich hoffe, das geht wieder weg. Im Haushalt schaffe ich gerade wenig bis gar nichts, immerhin gestern gestaubsaugt und Bett frisch bezogen. Diesem Idealbild der Gesellschaft, dass jeder jederzeit Bock auf Sozialkontakte hat, entspreche ich nicht. Vielleicht, weil ich sensibel bin und aus Erfahrung so viel mehr Informationen von meinem Gegenüber wahrnehme als andere Mitmenschen. Das ist oft dann schnell eine Informationsüberflutung, die ich erstmal verdauen muss. Ich will jetzt im Gegensatz zum Gesellschaftsentwurf nicht behaupten, dass in der totalen Einsamkeit das Glück liegt, für mich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Es gilt für mich nur, die Balance zu finden und zu halten.

Die Tage „Kalter Hund“ gemacht, ein Kindheitskuchen, ich glaube von der Urgroßmutter. Ist ganz gut geworden, aber natürlich gar nicht gesund. Blauer Himmel und Sonnenschein schleicht sich heran, ich hoffe, der Frühling schleicht auch bald. Bin in Veränderung, auch das strengt unheimlich an, aber das nennt sich wohl Leben. Aber bitte Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal, kann ja sein das andere sowas schneller können, ich nicht. Vielleicht ist das meine wahre Behinderung, dass ich aufgrund meiner Geschichte auf zu viele Sozialkontakte und zu viel Veränderung mit Überforderung und Rückzug reagiere. Viele nennen mich Menschenversteher, aber wer versteht mich? Treffe selten Menschen, die mich verstehen und oft haben die dann offiziell Autismus oder ähnliches. Autistisch bin ich aber nicht, dafür bin ich zu empathisch oder vielleicht doch? Ach scheiß auf Diagnosen, je mehr Ärzte man hat, umso mehr Diagnosen. Warum darf man nicht vom Idealbild abweichen, ohne gleich eine Diagnose verpasst zu bekommen? Alles, was anders ist, ist gleich eine Krankheit? Muss behandelt werden? Warum nicht leben und leben lassen? Ich könnte jetzt von meiner Seite aus auch behaupten, dass Menschen mit vollen Terminkalender und vielen Sozialkontakten ADHS haben und nur vor sich selbst weglaufen.

Hui, viel geschrieben heute, also doch wieder volle Birne. Heute weiter lauschen zu Lil Nas X, er erinnert mich irgendwie an Rick James:

Wach, Beratungen, Termine, Biontech, Udon und Teufel

Ein Gruß aus der Nacht, völlig unpassend wach, dann halt schreiben. Wohlfühlskala gerade im Nullbereich und Kaffee darauf. Zum Glück heute Homeoffice und gleich weiterschlafen. Heute Pakete Tag, es sollten welche kommen und es warten welche in der Postfiliale. Der Vorsatz nichts mehr bestellen, hat dann wohl gar nicht geklappt. Aktuell wieder Terminprobleme, zu viele Termine, die sich dann auch noch überschneiden. Es wird zu viel, um sich alles zu merken. Aktuell jongliere ich ständig mit den privaten Terminen und bin nur mäßig erfolgreich. Vorbei die Zeiten wo ich mir meinen einen Termin die Woche oder höchstens am Tag merken konnte?! Auf der Arbeit habe ich dazu einen Kalender im Rechner, aber privat nur einen Papierkalender. Gestern der Tag war ok, war nett im Büro und es wurden mit den Kolleginnen viele Beratungen gemacht. Der Mann schickt Geld, für Einkäufe, nachdem ich über die Lebensmittelpreise gejammert hatte. Versuchen wir es positiv zu sehen, aus keine Zeit und immer pleite ist jetzt gar keine Zeit und nicht mehr pleite geworden. Eine Stelle gefunden an der ich, obwohl über 30 Jahre alt, Biontech in 5 Minuten kriegen soll, das wird eine schöne Stadtreise da hinzukommen, aber ich hoffe auf weniger Nebenwirkungen als mit Moderna.

Das Hähnchengericht gestern war lecker, aber nicht der Hammer, irgendwie stehe ich gerade nicht so auf Paprika. Heute wieder asiatisch mit Udon-Nudeln. Neuen Kerzenständer für die Wand erhalten, ich finde es genial auch an den Wänden Kerzen zu haben. Das mit den Kerzen ziehe ich hier gerade durch, abends brennen hier auch mal bis zu 10 Kerzen gleichzeitig im Zimmer und das alles ohne Feueralarm. Es ist dunkel, die Straße schweigt fast und keine Nachbarn zu hören. Ich bin in Wandlung, ich habe den Eindruck Rückverwandlung, bin wieder aktiver, rede eloquenter und mein bitterböser Humor ist zurück. Abgrenzung, Abgrenzung heißt es jetzt auf der Arbeit, um nicht unterzugehen. Das tut mir gut, das tut mir leid, aber ein absaufender Rettungsschwimmer rettet niemanden. Die Woche erneut gehört, ich möge die Projektleitung machen, mache ich ja schon, weil es sonst keiner macht, aber halt nicht offiziell. Das ist jetzt irgendwie Déjà-vu, das hatten wir doch früher schon mal, dass ich ein Team aufbaue und leite, aber offiziell klein gehalten werde. Bei meinen jetzigen Chefs aber sicher keine böse Absicht, ganz im Gegenteil zum alten Chef. Warten wir ab wie es weitergeht. Besser auf mich aufpassen habe ich denke ich gelernt, aber gut bin ich immer noch nicht darin.

Mit dem schwarzen Humor sind auch wieder böse Seiten an mir erwacht, jetzt bloß keine Angst davor bekommen, nicht immer der Engel zu sein. Wobei Engel müssen nicht immer nett sein? Wie uns die Fernsehserie Lucifer nahebringt? Ja Berlin hat mich auch zum Teufel gemacht, anders hätte ich hier nicht überlebt. Ach, die Stones besingen es ganz gut:

Traurig, krank, Hühnersuppe, kein Einhorn und Lieblingsdinge

Guten Morgen, eigentlich gut geschlafen und auch genügend, endlich kein Etappenschlaf mehr. Aber ich bin traurig. Der Tod ist wieder in meiner Gegend. Nicht direkt, es betrifft den lieben neuen Kollegen, aber es betrifft mich irgendwie auch, da es Selbstmord ist. Nach Rücksprache mit der Chefin werde ich mich krankschreiben, denn auch vorher ging es mir schon nicht gut. Immerhin mein Magen und meine Verdauung haben sich wieder etwas beruhigt für den Moment. Der Tod, er besucht mein Leben und das Leben von Menschen die ich kenne viel zu oft. Ich kann bereits auf eine zweistellige verstorbene Liste blicken und ich bin keine Rentnerin, wo das vielleicht normal ist. Immerhin Blutdruck wieder normal, man sollte auch die erfreulichen Dinge erwähnen. Keine Ahnung was ich jetzt mache, ich muss sehr viele Termine absagen und es tut mir leid. Allerdings, wenn ich da wie gestern saß, müde, mit Rücken- und Bauchschmerzen und versuche zu beraten, ist das doch eine sehr anstrengende Geschichte. Ich brauche Ruhe und keine Details eines Selbstmordes.

Der Kaffee schmeckt und der Tag dämmert, weiß nicht, ob ich es heute noch zur Ärztin schaffe, erstmal aufwachen. Gekocht gestern Hühnersuppe mit Gnocchi, damit der Magen sich beruhigt, was anscheinend auch geklappt hat. Ich kann berichten, dass die Gesichtsmassage dafür gesorgt hat, dass die nasal Falten in meinem Gesicht deutlich besser geworden sind, doch nicht das Alter, sondern Gesichtskrämpfe? Vom Vater nichts gehört, der Mann macht sich auch rar, also gestern den Internetfreund voll getextet. Bude könnte besser aussehen, ist aber ok. Bad geputzt, gestaubsaugt, Müll weggebracht, Wäsche gewaschen, frische Bettwäsche und darüber hinaus sortierte Vorräte in der Küche. Erst mal meinen Gedanken- und Erinnerungssturm verdauen, für mich dann erstmal einfach nichts mehr. Nein ich wünsche mir kein Einhorn wie andere Leute, ich wünsche mir einfach nur in Ruhe gelassen zu werden. Das reicht mir schon.

Der Vogel randaliert, aber schreit wenigstens nicht rum. Alles Corona Nachwehen? Das jetzt wo eigentlich wieder Normalität eintritt die Leute richtig abdrehen? Der neue Sport-BH ist gut, bereits eine Stunde nach dem Tragen weniger Schulterschmerzen. Meine Körper, ein verkrampfter, schwabbeliger Haufen, aber ich lebe. Ob ich so allerdings die für Frauen meiner Familie üblichen 80 oder 90 Jahre schaffe, unklar. 2021 mitten in der Pandemie, immerhin kein Krieg, obwohl Viren auch Krieg sind, aber ein sehr leiser Krieg. Jetzt noch Dunkelheit und Kälte bis nächstes Jahr, vielleicht sollte ich doch auswandern. Auf zu Mama nach Gran Canaria, da ist es sicher sonnig und warm. Und bis dahin an den Lieblingsdingen festhalten:

Regen, Blumenkohl, Termine und zerstören

Guten Morgen, endlich Regen und die Temperaturen sind runtergegangen. Alle Fenster auf und kühle Luft genossen. Gestern wieder ein sehr anstrengender Tag und das, obwohl ich spät angefangen habe und offiziell keine Termine hatte. Graue Aussichten grüßen und ich hatte bereits eine Videokonferenz mit Kolleginnen und Chefin. Jetzt aber Pause und mein Morgenritual nachgeholt. Der Kaffee schmeckt und die Nacht war kurz, es war zu heiß und ich konnte erst spät schlafen. Einen Vertrag über ein Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung bekommen und ausgefüllt. Ich bin als Unterstützung für Menschen vorgesehen, die meine Ausbildung machen wollen. Gestern Blumenkohl gegessen und später veganes gratis Eis, war gar nicht so schlecht das Eis, kann man essen. Der Schatz wird arm beim Zahnarzt und schimpft, Fakt ist aber jetzt investieren ist besser als später sehr teuren Zahnersatz. Noch nicht geduscht, noch nicht gefrühstückt, aber derzeit ist es wichtig das Treffen mit den Chefs wahrzunehmen, sonst spricht eine Kollegin allein mit denen und leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass sie ganz andere Prioritäten sieht als ich. Voller Terminkalender heute mal sehen, wie es wird. Es ist immer noch schwer für mich zu erwachen nach der Sedierung, was aus meinem Körper geworden ist, ist eine Katastrophe, aber zwischen Erkenntnis darüber und der Heilung scheint ein unendlicher Weg zu liegen. Hinsetzen und einfach drüber heulen, ist aber auch keine Lösung. Manchmal frage ich mich, was das Leben eigentlich gegen mich hat, dass ich immer wieder durch die Hölle gehen muss. Ich muss ein sehr schlechter Mensch im früheren Leben gewesen sein. Oder das läuft nach dem Motto: „Ich wollte etwas Schönes zerstören!“. Egal was es ist, es ist scheiße für mich. Dann bin ich halt nicht mehr schön, aber immerhin lebendig und mache dann mal weiter. Die Klappe werde ich aber trotzdem nicht halten….

Früh, Termine, Stau und das Rad

Guten Morgen, zu kurze Nacht, aber die Chefin wartet. Gestern sehr langer Arbeitstag und sehr viel los. Blutdruck zum Morgen sehr gering. Auch heute ein sehr voller Terminplan und wahrscheinlich wieder Überstunden. Aber gut dafür die nächsten Tage vielleicht weniger Stunden. Die Sonne scheint, ein frischer Wind weht und der Vogel hält leider nicht den Schnabel. Meine neuen Sandalen sind da und sie wurden für gut befunden, endlich wieder mein Geschmack. Der Vater ist auf der Insel, ich wünschte ich könnte mich auch dort hin beamen. Die Nachbarn haben wieder vergessen was Rücksicht ist, laute Technomusik und ab 21 Uhr die Kinder anschreien. Nach den Graswolken, die hier ab mittags hochziehen, könnte man leider vermuten, dass die Überforderung mit den Kindern daher kommt. Ich würde bekifft auch lieber meine Ruhe wollen und nicht auf zwei kleine wilde Jungs aufpassen, die nicht pennen wollen. Leider musste ich feststellen, dass die psychiatrische Versorgung in meinen Bezirk unter aller Sau ist, also beten hier niemals krank zu werden und sollte ich krank werden, schnell in einen anderen Bezirk anmelden. Irgendwas ist auf der Straße los, Stau und Polizei, die gegen die Fahrtrichtung fährt. Mit dem Schatz gestern nur kurz gesprochen, er war abgelenkt, keinen Bock das Zweit- oder Drittgespräch zu sein. Hätte ich heute nicht den Acht Uhr Termin, wäre ich heute lieber im Büro, war wieder zu lange zu Hause. Aber um acht bereits im Büro sein, eher unrealistisch für mich. Bin wieder wie früher im Nachtmodus, heißt kann ich frei wählen, gehe ich nicht vor Mitternacht ins Bett. Angeblich für Menschen mit seelischer Krankheit normal, sie lieben die Ruhe in der Nacht. Nur in der Nacht bin ich frei von Anrufen, Nachrichten und ich kann in Ruhe ungestört nichts tun. Der Kaffee schmeckt und treibt meinen Blutdruck hoffentlich etwas hoch, ich glaube bin ich entspannt, sind die Pillen zu viel, aber arbeite ich, sind die gerade richtig. Ich muss lernen mich besser abzugrenzen, nicht jeder Anruf muss gleich beantwortet werden, nicht jedes Schicksal mitgefühlt werden. Obwohl es gestern vergleichsweise kühl war, heute früh schon 25 Grad in der Bude. Ventilator Wetter, wäre der Ventilator nicht so laut. Heute viele und stundenlange Videokonferenzen, eigentlich keinen Bock zu, besonders mich selbst dabei die ganze Zeit zu sehen. Auf in den Tag, im drehenden Rad….

Arbeit, Vogel, Wahlen und Geld

Guten Morgen, endlich mal über 7 Stunden geschlafen, das ist aktuell schon viel für mich. Er hat auf dem Sofa geschlafen, also eine gute Nacht für mich. Viel zu viel Arbeit für mich, schnell kriegt man derzeit keinen Termin bei mir. Gestern Putenunterkeule für ihn gemacht, er hat sich drauf gestürzt. Was ich morgen für den Vater mache, ist unklar, vielleicht Fisch. Heute nach der Arbeit mein Glück im Supermarkt versuchen. Er wird mich heute allein lassen, das finde ich gut, auch wenn ich gerade nicht total gestresst von ihm bin. Dafür stresst die Arbeit genug. Der Kaffee schmeckt und ich sehe Sonnenschein. Die letzten Tage stresst mein Vogel ab, entweder Frühling oder Geräusche, die er hört aber ich nicht. Ich würde mal sagen ein Nymphensittich ist nicht so Pandemie gerecht, er macht einfach zu viel Krach. Zum Glück ist die nächste Woche kurz durch den Ersten Mai, ich vermute da könnte was los sein in der Stadt. Die Unzufriedenheit über die Politik steigt und steigt, auch bei Menschen die bisher alle Maßnahmen akzeptiert haben. Zum Glück sind bald Wahlen, aber eigentlich kann man niemanden wählen. Es bleibt nur das kleinere Übel. Bin leer, keine großen Gefühle gerade, Arbeit überwiegt, die Geschichten der anderen sind viel dramatischer. Der Freund mit Corona scheint einen milden Verlauf zu haben, der Krebs vom Onkel wurde operiert und die Seelen von vielen anderen, kippen gerade um. Immer noch kein Geld vom Finanzamt, aber immerhin kommt nächste Woche das Gehalt. Auf in den Tag und Roberta zuhören:

Termine, Gratis-Masken, Lockdown-Maßnahmen und Schmerzen

Guten Morgen, ne so richtig gut fühle ich mich nicht. Frauenschmerzen und dazu heute die wichtigen Termine, die über meine berufliche Zukunft entscheiden. Habe nicht sonderlich geschlafen, aber immerhin um die 7 Stunden. Keine Ahnung wie ich heute reagieren werde, keine Ahnung, ob ich mich beherrschen kann. Fast 3 Jahre mache ich jetzt die Machtkämpfe zwischen zwei Kolleginnen mit, ich glaube einfach nicht das zur Auflösung eine Supervision reicht. Ich finde beide ihn ihrem Verhalten sehr egoistisch und das Team soll es aushalten. Er schläft noch, wie beneide ich ihn, ich würde heute auch gern bis Mittag im Bett bleiben. Der Kaffee schmeckt und so richtig Optimismus kommt nicht auf, mein Moralapostel tobt, aber ich weiß: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Immerhin, es gibt jetzt fünf kostenlose OP-Masken für Bedürftige in Berlin. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wie weit kommt man schon mit fünf Masken? Gut immerhin zum Supermarkt. Bei ihm hat sich berufliche wieder was getan, der alte Arbeitgeber will ihn zurück, nachdem er ihn hat wochenlang hat warten lassen. Aber gut, vielleicht die falschen Zeiten, um über Stolz zu diskutieren. Ich finde es schon seltsam, dass Lockdown-Maßnahmen, die angeblich zum Schutz für alte, kranke und behinderte Menschen stattfinden, genau dazu führen, dass diesen Menschen die Versorgung und damit Lebensqualität abhandenkommt. Sind wir jetzt besonders rücksichtsvoll oder einfach nur asozial? Über die neue Villa in Berlin von Herrn Spahn möchte ich dabei gar nicht weiter nachdenken. Eine Beratung heute, vielleicht hätte ich gar keine vereinbaren sollen, aber meine Ratsuchenden sind mir wichtig, auch wenn ich mit den restlichen Dingen auf Arbeit nicht zufrieden bin. Keine Ahnung was ich frühstücken werde, vielleicht Paracetamol, unter Schmerzen zu diskutieren und friedliche Lösungen finden, könnte schwierig werden. Auf in den Tag, es wird passieren was passieren wird und ich bin ein freier Mensch.

Arbeit, telefonieren und Hoffnung

Guten Morgen, sehr kurze Nacht, aber ohne Etappen. Homeoffice war ok und der Vater wieder viel zu spät zur Pizza. Dieses Mal ist mir aber der Teig gut gelungen, ich habe doch wieder ein klassisches Rezept genommen und den Teig sehr lange ruhen lassen. Gestern überlegt, wo ich notfalls sonst arbeiten könnte, es gibt durchaus Optionen, aber erstmal abwarten. Die größte Erleichterung zum gestrigen Tag war aber, dass er jetzt doch wieder arbeiten darf, dadurch wird seine Laune sicher bald wieder besser. Nachdem der Vater weg war noch gechattet und telefoniert, irgendwie wollen meine Kontakte seit Corona mehr mit mir reden. Ein grauer Tag grüßt und der Kaffee schmeckt, heute wieder Büro mit zwei Kolleginnen. Für eine Kollegin habe ich Regenbogenmasken. Termine warten auf mich, langweilig wird das heute nicht, wobei ich bei einem Termin etwas Bauchschmerzen habe, aber das wird heute mein letzter Termin mit ihm. Rote Amaryllis blühen im Wohnzimmer, ich liebe diese Blume. Für meinen Schatz auf Jobsuche gegangen, einer seiner Jobs ist für den Winter untragbar und außerdem sehr schlecht bezahlt, den gilt es auszutauschen, wenn nicht sogar beide. Leider hat die Kollegin einen frühen Termin gemacht, der meine Anwesenheit erfordert, also nicht soviel Zeit heute früh, aber immerhin Brot da. Das Motto des Dezembers ist wohl Hoffnung, alles wird wieder, irgendwann.

Wasser, Paar-Zeit, Postfach und Dosis

Guten Morgen, das war doch mal eine erholsame Nacht, meint auch der Blutdruck und Puls. Erleichternd, denn gestern der Tag war dann doch sehr aufregend. Morgens zu Netto, danach arbeiten an der Präsentation, dann zu Eigentümerversammlung, dann zum Zahnarzt und dann nach Hause eine Lebensmittel-/Getränkelieferung empfangen. Das mit der Lieferung ist schiefgelaufen, das wichtigste: 18 Liter Wasser wurde einfach nicht geliefert. Jetzt habe ich kein Wasser und darf rennen und schleppen, sehr ärgerlich. Eigentlich hatte ich nur bestellt, weil ich das Wasser geliefert bekommen wollte. 😦 Ich hatte mich eigentlich gefreut, heute nicht das Haus verlassen zu müssen, aber ohne Wasser geht es nicht. Anstrengend war der Tag und abends der Blutdruck und besonders Puls erhöht. Aber ich habe das alles an einem Tag geschafft, das wäre vor ein paar Wochen nicht denkbar gewesen. Mir scheint es also wieder gutzugehen, schade das es zeitgleich ihm immer schlechter geht. Irgendwie kommen wir nicht zur glücklichen Paar-Zeit. Ein grauer Tag grüßt und ich habe heute Spätschicht, aber es wartet genug Arbeit auf mich, um den Tag rumzukriegen. Die Blumen von der Hochzeit vergammeln langsam, schade, so schnell ist Hochzeit vorbei. Tee rinnt mir die Kehle herunter, Wasser ist alle, Brötchen warten im Tiefkühler und Aufschnitt im Kühlschrank. Heute mal ruhig, ohne Fahrten quer durch die Stadt. In meinem Postfach wartet die Arbeit, wieder Frauen und keine Männer. Männer fragen wohl nicht so gern um Hilfe. Wasser kaufen gehen oder nicht ist die Frage, ich mag eigentlich nicht, saufe aber allein jeden Tag mindestens 2 Liter. Gegessen gestern Pizza und Salat, endlich ist mir nicht mehr übel und ich habe auch keinen Durchfall. Trotz drastischer Reduktion von ursprünglich 15mg auf 2mg keine psychischen Auffälligkeiten, im Gegenteil mir geht es soviel besser. Meine Ärztin meinte aber das 2mg nichts bringen können, also ganz weglassen? Ich warte lieber noch ab. Ihr Ansatz von viel hilft viel, funktioniert bei mir nicht. Erstmal Brötchen und dann wahrscheinlich murrend zum Supermarkt und Wasser schleppen. 😦