Pizza, Friseur, Life Changer und ich bin ich

Guten Morgen, schon besser. Gestern tagsüber viel geschlafen und abends dann schon sehr misanthropisch und soziophobisch auf den Weg nach Kreuzberg gemacht. Hatte überlegt abzusagen, aber habe es doch nicht getan und bin jetzt sehr froh drüber. War nämlich alles seltsam gestern, aber als ich dann den Vater sah und dazu ein Radler trank, besserte sich die Situation schlagartig. Ich denke ein therapeutischer Erfolg durch mich und den Vater, erstmal Wegetraining für mich und dann ein wenig Gesprächstherapie mit dem Angstlöser Alkohol. Hatte vergessen wie gut Alkohol gegen Ängste hilft, obwohl die steigenden Alkoholikerzahlen in Deutschland seit der Pandemie Beweis genug sind. Mein letzter Alkoholkonsum war Weihnachten, vielleicht hätte ich zwischendurch doch ein Bier trinken sollen. Blutdruck und Puls unten, ich sehe Sonnenschein. Ruhig hier und der Kaffee schmeckt. Heute zum Friseur, ich bin gespannt, ob Manuella was drauf hat. Bei meinen Haaren kapitulieren viele Friseure und/oder machen nur Mist. Langsam habe ich Abstand zur Arbeit, kein Bedürfnis gerade die Arbeitsmails zu lesen, keine Aufregung, aber Kontakt zur Kollegin. Optimismus und Kraft getankt, dass das mit Arbeit vielleicht doch noch werden kann. Tatendrang ist aber immer noch was anderes, die Bude sieht immer noch schlimm aus, vielleicht schaffe ich es heute zu putzen. Ich hätte 2009 nach meiner Vertragsunterzeichnung im Unternehmen gleich wegrennen sollen, als der Chef ein therapeutisches Spiel ankündigte, um herauszufinden, ob ich als Kind fast gestorben bin. Keine Ahnung warum ich nicht gerannt bin, obwohl mich ein Kollege gleich danach warnte. Aber ich hatte ja keine Ahnung was mich erwartete, ich hatte keine Ahnung, dass ich mich fast tot arbeiten würde und danach in den Wahnsinn geschickt werde. Der Chef kündigte es damals als Life Changer an, ja verändert hat sich mein Leben danach wirklich. Ich hätte mich fast umgebracht, ich wurde fast unter rechtliche Betreuung gestellt, wurde durch Medikamente zum Zombie und verlor viele Jahre meines Lebens, meine Jugend, meinen gesunden Körper und mein gutes Aussehen. Wenige schaffen es da wieder raus, es war ein Kampf dazustehen, wo ich heute stehe, wieder im Beruf, wieder sozial integriert, und zwar dick aber immer noch körperlich gesund. Das soll eine Belohnung sein? Wie wäre es denn gewesen mich einfach korrekt zu bezahlen, einen Urlaubsplan einzufordern und mich gut und wertschätzend zu behandeln? Nicht möglich? In was für eine Sekte bin ich da damals reingeraten? Aber gut mein Fehler, dass ich dachte für den Traum eine Redakteurin zu sein alles geben zu wollen. Alles haben sie wirklich bekommen. Ich denke im Nachhinein der richtige Psycho oder mit meinem heutigen Wissen würde ich sagen Psychopath ist und war mein Chef. Dass er noch frei herumlaufen darf, mir tut jede seiner Kontaktpersonen leid. Aber genug zur Vergangenheit, sie ist, was sie ist und ich lebe noch. Schauen wir ins jetzt, jetzt scheint die Sonne, ich habe frei, bin verheiratet und bin umzingelt von Menschen, die Verständnis für meine Besonderheiten haben und sie nicht mit Gewalt ändern wollen. Ich habe jetzt eine anstrengende, aber sinnstiftende Tätigkeit, ich arbeite deutlich weniger und verdiene dabei mehr Geld als damals, gut reich werde ich damit auch nicht, aber für mich reicht es dicke. Das ist aber mein Verdienst, Ergebnis meines Kampfes, meines Willen zu überleben und der Hilfe von zahlreichen Leuten, allen voran meiner Mutter. 16 Jahre schreibe ich jetzt mit meinem Blog das Internet voll, ich hätte dabei bleiben sollen, auch hier habe ich Leser und wie ich finde viel mehr sympathisch als die in der Firma damals. Da stehe ich nun und bin endlich wieder Ich:

Freunde, Therapie, Erinnerungen und Berlin

Guten Morgen, zu kurze Nacht aber der Magen rumpumbelt. Ein grauer Tag grüßt und die Vögel halten noch den Schnabel. Gestern nicht viel passiert, habe einen kleinen Ausflug gemacht und mit einem asiatischen Essen auf dem Heimweg abgerundet. Immer bestellen ist zu teuer, allein den Mindestbestellwert knacken ist so eine Sache, wenn man allein isst. Abends rief eine gute alte Freundin an, wir haben seitdem sie Familie hat wenig Kontakt, aber sprechen wir uns ist es als hätten wir erst gestern gesprochen. Danach noch gechattet und den Tag vorbeigehen lassen. Gestern Nacht die Krankenkasse belästigt, ich habe die Therapieempfehlung von 2020 an den Terminvergabeservice gesendet. Vielleicht ist das Ding schon abgelaufen und vielleicht können die auch nichts tun, ich telefoniere aber nicht nochmal 20 und mehr Therapeuten ab, um überall ne Absage zu bekommen und/oder beim falschen Therapeuten zu landen. Das hatten wir schon und war verschwendete Zeit und verschwendetes Geld. Aktuell fühle ich mich wie wieder auferstanden, mit allen guten und schlechten Seiten meiner Persönlichkeit vor der Psychose. Ich bin wieder kreativ und lebendig, quatsche Witziges wie ein Wasserfall und habe sehr viele Gefühle, zu viele Gefühle. Schattenseite ist die Erinnerung, ich erinnere mich an so vieles was wahrscheinlich durch Neuroleptika verdrängt war. Die Angst über diese Erinnerungen wieder in die Psychose zu gleiten ist hoch, ich will nicht mehr ins Wunderland, nie wieder. Ich will aber auch keine Neuroleptika mehr, die alles zum Erstarren bringen, also muss ich da durch. Passende therapeutische Hilfe dazu wäre gut, aber notfalls muss sprechen darüber mit Familie und Freunden auch helfen. Das ist noch eine andere erfreuliche Sache wieder die Alte zu sein, ich zählte neulich dem Mann gegenüber auf wo meine Freunde in Berlin wohnen, herauskam eine Liste von bereits 5 guten Freunden, 2 potenziellen Freundinnen und meinem Internet-Freund in Frankfurt. Dazu kommen dann noch Vater, Bruder und Ehemann. Wow, das sind für meine Verhältnisse sehr viele vertraute Leute. Ich glaube nur in den Internatszeiten, hatte ich so viele Vertraute in meinem Leben. Davor und danach niemals. Mich jetzt also nochmal zu isolieren und dabei wahnsinnig werden ist deutlich unwahrscheinlicher als 2013. Es gibt genug Menschen, denen ich traue und die mich festhalten. Aber auch ich halte sie fest. Berlin 2021, 32 Jahre in dieser Stadt, die ich brauchte um fast zu sterben und dann doch noch Anschluss zu finden. Berlin ist hart, nix für kleine Dorfmädchen, wie ich es war als ich 1989 herkam. Aber ich lebe, Berlin hat mich stark beschädigt, aber nicht umgebracht. Neben Berlin gibt es in Deutschland mittlerweile keine andere Option für mich mehr, wenn ich nochmal umziehe, dann ins Ausland. Berlin: „Und ich weiß, ob ich will oder nicht das ich dich zum Atmen brauche“…

Traum(a), Therapie, Büro und 2020

Guten Morgen, keine gute Nacht, wach gewesen um 5 Uhr morgens. Wieder Ängste aus vergangenen Tagen, mitten in der Nacht nachgedacht, ob ich da irgendwas verdrängt habe, aber das, an was ich mich erinnern kann, ist schrecklich genug und reicht eigentlich als Begründung. Abschütteln diese Träume und Ängste, ich habe jetzt ein anderes Leben und alles liegt schon Jahrzehnte zurück. In diesem Fall ein Fluch auf mein gutes Gedächtnis. Ich würde gern vieles vergessen, aber ich vergesse nichts. Besonders meine Jahre in Neukölln, scheinen bis heute traumatisch zu sein, wie oft träume ich noch dort zu wohnen und bin dann beim Aufwachen erleichtert, dort nicht mehr zu wohnen. Ein grauer Tag grüßt und Beratung wartet, aber erstmal ankommen in 2020 mit einem Kaffee. Blutdruck ok, Puls auch, ich glaube würde er hier wohnen, würden diese Träume aufhören. Ich habe überlebt, das ist alles was zählt und ich lebe jetzt. Das Thema Therapie sollte ich wohl doch weiter angehen, auch wenn es aussichtslos erscheint, einen richtigen Therapeuten zu finden. Sich lebenslang mit Pillen voll knallen kann aber auch keine Lösung sein. Auf in den Tag, heute Supervision, aber ich habe nichts zu sagen, ich finde andere im Team sollten endlich mal reden. Raus aus dem Haus heute, ich denke das wird mit guttun, andere Umgebung, andere Gedanken und was zu tun. Ich bin kein verlorener Teenager mehr, auch nicht in den 20ern, ich bin eine erwachsene Frau in einem sicheren Umfeld. Ein Hoch auf mein Leben in 2020, trotz Corona.

Das war dann wohl nichts

Das war dann wohl nichts mit Videotherapie. Der Termin, den ich vom kassenärztlichen Terminvergabeservice bekommen habe, war nur ein kurzer Videochat mit einem Psychologen, der sich kurz meine Geschichte und mein Anliegen anhörte und meinte er spricht eine Empfehlung für Therapie aus. Schön dann weiß meine Krankenkasse Bescheid, aber einen Therapieplatz habe ich damit nicht. Da soll ich jetzt telefonieren und Listen führen, um dann vielleicht doch noch eine Kostenübernahme für private Therapie zu bekommen. Das wusste ich vorher schon, wie man in Berlin versuchen kann an einen Therapieplatz kommen. Meine Erfahrung zeigt aber, man kommt nicht so leicht an einen Therapieplatz und wenn beim falschen Therapeuten. Große Kacke. Weitersuchen, wenn ich nicht vorher aufgebe. 😦

Fisch, Rassismus, putzen und Therapie

Guten Morgen, ganz passable Nacht, aber zu früh wach. Das mit dem Fisch gestern war ein Reinfall, zu oft aufgetaut und zu viele Gräten. Weder er noch ich mochten viel von dem Fisch essen. Irgendwie ist er gerade schräg drauf, er macht sich zu viele Sorgen wegen einen richtigen Job und sprach sogar von Rassismus, dass er keinen richtigen Job bekommt wegen seiner Hautfarbe. Leider nicht unwahr, denn Studien haben gezeigt, dass weiße Arbeitgeber weiße Angestellte bevorzugen. Ich denke aber auch Corona, denn so viele Stellen gibt es gerade nicht. Ich denke ihm wird es schon besser gehen, wenn er irgendeine Arbeit hat, wobei das natürlich keine Dauerlösung sein kann. Bisher ist das einzige Angebot ein unbezahltes Praktikum. Aber die Arbeitgeber seiner Studentenjobs haben beide gesagt, dass sie ihn auch sozialversicherungspflichtig beschäftigen würden. Kaffee, heute muss es Kaffee sein, die Blutdruckmessung findet das auch ok, also genieße ich gerade. Heute zur Eigentümerversammlung, wird sicher öde und das mit den Rauchmeldern lässt sich eh nicht abwenden. Danach Zahnarzt, würde ich gern absagen, aber ich brauche meine Beisschiene und habe meine jetzige viel zu früh kaputt gebissen. Lebensmittel bestellt, mit vielen Getränken, ich mag und kann nicht alleine fast 30 Kilo Getränke schleppen, ohne andere Einkäufe. Trage meinen Ehering jetzt immer, sogar nachts, ich freue mich ihn zu sehen und er passt auch richtig, im Gegensatz zum zu kleinen Verlobungsring. Gestern viel geschlafen und dann noch ein bisschen geputzt, langsam habe ich wieder die Kraft eine saubere Bude zu wollen und auch zu putzen. Das nächste Mal koche ich wieder für uns, ich glaube dann schmeckt es uns beiden besser. Die beste Freundin hatte gestern Geburtstag und hat sich trotz Gratulation nicht gemeldet, ich hoffe nicht wegen einem Todesfall. Frei, heute habe ich frei, aber ich werde wohl etwas wegen der Arbeit machen müssen, weil mein Vortragspartner für Mittwoch, nicht aus der Tasche gekommen ist, ärgerlich. Ich bereite mich eigentlich immer gründlich und rechtzeitig vor. Ansonsten geht es mir gut, das sollte ich nach all den Horrorwochen zu schätzen wissen und dankbar sein, schmerzfreie Normalität ist auch ein Geschenk. Neuen Termin für Therapie ausgemacht, Videotherapie, mal sehen, ob das funktioniert. Auch wenn ich mich besser fühle, wegen dem Tod meiner Mutter gibt es einiges aufzuarbeiten. Auf in den Tag, vielleicht noch zu Netto, die Dinge kaufen die es online nicht oder nur total überteuert gab und dann mindestens noch 1-2 Stunden für den Vortrag machen.

Nacht, Prüfung, sparen und Reduktion

Guten Morgen, wieder eine schlechte Nacht, ständig wach gewesen. Immerhin Blutdruck ok. Grau grüßt der Tag und gleich nach der Hochzeit mehrere Tage und Termine quer in der Stadt wahrzunehmen war vielleicht doch zu viel. Auch heute wieder Büro mit zwei Beratungen und Lieblingskollegin zur Unterstützung. Er hat heute seine Deutschprüfung, ich hoffe er kommt mit einem Zertifikat zurück, das ist zwingend für die Aufenthaltsgenehmigung. Zuviel und wirr gegessen gestern. Ich brauche Ruhe und muss hier auch mal dringend aufräumen und putzen. Immer noch seltsam einen Ehering zu tragen. Brötchen sind im Ofen, hungrig bin ich derzeit ständig, nachdem mir wochenlang schlecht war. Mal sehen wie der Tag wird, ich bin froh, wenn ich wieder zu Hause bin. Immerhin dann nächste Woche mehrere Tage Homeoffice gerade sehne ich mich danach. Ich vermisse meine Kolleginnen im Büro, waren das noch Zeiten wo wir alle regelmäßig miteinander gesprochen haben. Immerhin das Geld ausgeben für die Hochzeit hat jetzt aufgehört, jetzt heißt es sparen. Werde versuchen ihn in die Familienversicherung zu kriegen, mal sehen was meine Krankenkasse antwortet. Die Regularien dazu sind mir nämlich nicht klar. Immerhin keine Todesangst mehr seit der Hochzeit, es ist so als wäre die Hochzeit jetzt eine Verpflichtung und ein Versprechen zu leben. Suche trotzdem weiter einen Therapietermin, den einen, einen Tag vor der Hochzeit habe ich abgesagt. Das wäre einfach zu viel gewesen, allerdings werden derzeit keine Termine bei der Wunschtherapeutin angeboten. Ich vermisse meine Mutter, mit ihr konnte ich über alles reden, das ersetzt mir kein Mensch auf Erden. Die Reduktion scheint Wirkung zu zeigen, ich hoffe es wird weiterhin täglich besser, weiter reduzieren oder gar ausschleichen, traue ich mich derzeit nicht. Gestern war es dunkel und es regnete die ganze Zeit, heute sieht es nicht viel besser aus. Ein dunkler grauer Tag grüßt. Auf in den Tag und morgen fahre ich nirgendwo hin.

Reduktion, Lebensqualität, Zwieback, Hochzeit und Stress

Guten Morgen so weit, gut geschlafen und Blutdruck und Puls sind okay. Bisher auch kein Durchfall, aber ich überlege mich trotzdem krankzumelden. Alles so anstrengend derzeit und ich hatte durch die Beschwerden kein Wochenende. Immerhin keine Körperteile eingeschlafen gestern und auch heute, die Reduktion scheint zu helfen, ich befürchtete schon ich habe das Karpaltunnelsyndrom. Aber wahrscheinlich doch kein Tunnel, sondern das Neuroleptika. Ich hoffe, die Quälerei hat bald ein Ende, Lebensqualität sieht anders aus. Die Vögel piepsen und heute muss ich die Sache mit dem Anwalt und der Übersetzerin noch organisieren. Er hat ein vielversprechendes Vorstellungsgespräch für einen qualifizierten Job in Berlin, ich drücke beide Daumen. Aktuell ist meine Spezialität mit 2 Decken schlafen, eigentlich ist die zweite Decke seine, aber ist er nicht da, begrabe ich mich unter 2 Decken und fühle mich so wohler. Der Kaffee schmeckt und es ist ruhig hier, sehr schön, ich mag derzeit keine laute Hektik. Frühstücken traue ich mich noch nicht nach den letzten Tagen, ich traue dem Frieden in meinem Magen noch nicht. Vielleicht besser Zwieback. Optimismus ist gerade noch nicht gegeben, aber ich fühle mich besser. Vielleicht schaffe ich das Homeoffice heute doch. Die beste Freundin ist auf dem Weg nach Spanien, zum bald sterbenden Vater, schade, dass sie bei meiner Hochzeit nicht dabei ist. Aktuell haben so viele Leute Probleme und Hindernisgründe, Corona fickt uns alle. Eigentlich bin ich normalerweise die, die Freunden in Not hilft, aber ich kann derzeit nicht, ich muss mir selber helfen. Bin enttäuscht vom Vater, ich fühle mich derzeit nicht unterstützt von ihm, mir scheint seine neue Freundin ist doch seine Priorität und nicht ich, dabei hatte er mir anderes versprochen. So bin ich halt allein, abgesehen von ihm, aber er hat durch die fehlende Arbeitserlaubnis und damit fehlende Arbeit auch nicht gerade blendende Laune. Mein kleines Leben, es währt immer noch, schön wäre es die 70 oder mehr zu erreichen. Nächste Woche Montag einen Therapie-Test-Termin, die Therapeutin gefällt mir vom Foto, aber der Anrufbeantworter sagte schon, sie nehmen derzeit keine Leute auf. Der Tag grüßt freundlich bei 23 Grad, jetzt bloß nicht krank werden, nächste Woche ist es so weit.

Grammatik, Durchfall und Kuschelmonster

Guten Morgen, aufgewacht und scheinbar alles gut, aber dann von ihm mit deutscher Grammatik überfallen worden. In Grammatik war ich immer schlecht, da kann ich nicht helfen, erst Recht nicht, wenn ich noch gar nicht wach bin. Gestern ging es mir schlecht, mein Magen dreht durch und ich habe Durchfall. Nicht sicher, ob ich heute irgendwo hingehe. Die Hochzeit stresst und das, obwohl wir nur eine kleine Feier machen. Soviel zu organisieren. Ich wünschte, die Hochzeit ist endlich vorbei und ich kriege wieder meine Ruhe. Die Medikamentenumstellung allein ist anstrengend genug. Gegessen nur wenig, ich habe derzeit keinen Hunger, schade um den Hirsch, der nur zur Hälfte aufgegessen wurde. Ich genieße seine Gesellschaft, aber gleichzeitig wünsche ich mir Ruhe. Am liebsten würde ich nur mit ihm daliegen und gehalten werden bis es vorbei ist. Ich liebe ihn, aber das ist mir alles zu anstrengend, laute Ballerfilme, deutsche Grammatik, ich möchte nur Ruhe und Schlaf. Die Nacht war nicht so gut, vielleicht schlafe ich später weiter. Er macht jetzt Hausaufgaben, Ruhe für mich, der alten, kranken Frau. Therapie gegen Todesangst wäre wohl was, aber finde in Berlin mal einen guten Therapeuten mit freien Kapazitäten. Ich glaube heute werde ich nur telefonieren, um ein paar Sachen zu organisieren, mehr nicht. Auch der Gedanke der Krankschreibung ist nicht fern. Auf in den Tag, er muss mit dem Kuschelmonster leben, das ich gerade bin.

Prenzlauerberg, Teamtag, asiatisch und Weihnachten

Moin viel zu früh, aber wach. Ich muss nach Prenzlauerberg zu therapeutischen Gesprächen, meine Vorfreude ist verhalten. Ich finde das Teamtag zu nennen ist grenzwertig, aber vielleicht stimmt meine Einstellung gegenüber Therapie auch nicht. Gestern nigerianisch essen gewesen, es war gar nicht so schlimm: Meine Vorsuppe war sehr lecker und das Hauptgericht war essbar, aber er war sehr glücklich endlich wieder ein Stück Heimat zu haben, das war der Sinn der Sache. Für den Moment bleibt aber festzuhalten, dass er die deutsche Küche nicht wirklich mag und ich die nigerianische auch nicht. Wir essen zusammen lieber asiatisch, das mögen wir beide. Die 6-Tage-Arbeitswoche ist hiermit eröffnet, schlafe ich genug, sollte das alles machbar sein. Er schläft noch und hat mir mitgeteilt, nachdem er endlich verstanden hat, dass Berlin aus West und Ost besteht, das er den Westen lieber hat. Ich auch, aber wer kann eine Wohnung wie diese hier im Westen bezahlen? Ich wohne hier direkt an der ehemaligen Grenze zum Westen, mehr war in meinem Budget nicht drin. Der Ex postet schöne Videos auf Facebook, die sind sicher nicht für mich, aber ich mag sie trotzdem. Keine Ahnung warum ich mich Menschen verbunden fühle, die Musik hören, die mein Herz auch erwärmen. Grau und dunkel grüßt der Tag, die Vögel schweigen in der Dunkelheit, Weihnachten droht. Auf in den Dezember, in der Hoffnung auf den Frühling.