Schlaf, Labbertag, Lotto, Pizza und Valentinstag

Guten Morgen, wer ständig wach um acht ist, der muss einfach um spätestens Mitternacht schlafen. So geschehen gestern, denn ich brauche dringend Schlaf. Arbeit gestern an die Kollegin weitergeben, kann nicht sein, dass wir zu dritt sind, aber ich 5 von 6 Tagen die Verantwortliche bin. Jetzt bleiben mir 3 Tage, immer noch mehr als die Kolleginnen. Gestern großer Labbertag und es gab viel zu bereden, sehr anstrengend, besonders wenn Tränen dazu kommen. Gestern abends nur schnell gekocht und Wäsche gewaschen, mehr nicht, ich brauche gerade kein „Mehr“. Heute wieder Beratungen, mal sehen wie es wird, gestern fühlte ich mich kurzzeitig wie ein totaler Versager, was die Arbeit angeht. Ich bin mittlerweile ein dummes Lotto-Schaf geworden, ich gebe Geld aus für die Hoffnung auf einen Gewinn, aber ich gewinne nie oder wenn den Einsatz. Ziemlicher Schwachsinn Geld auszugeben für eine minimale Gewinnchance, das Geld Obdachlosen zu schenken wäre sinnvoller. Das Büro wird heute voll, sehr unangenehm, das Büro ist einfach zu klein, wenn alle sich entscheiden gleichzeitig zu kommen. Heute Abend Pizza mit dem Vater und Hund, ich habe mich von der anstrengenden Hundewoche noch nicht erholt. Auf so ein Fellmonster aufpassen, ist halt doch nicht ohne. Morgen Valentinstag, ich habe ihn verpflichtet vorbeizukommen, um mich zu umarmen und zu küssen, mehr erwarte ich nicht, aber das muss schon sein. Auf in den Tag ein blauer Himmel grüßt und ich sehe auch etwas Sonnenschein, weitermachen.

Die Maske

Guten Morgen, ich bin traurig, weil er traurig ist. Irgendwie kommt bei so vielen Problemen keine gute Laune auf. Heute Abend Geburtstag meiner nicht genetischen Cousinen, ich habe keine Lust, aber werde wohl trotzdem hinfahren. Ich brauche meinen Urlaub, ich brauche Lösungen. Für mich, für ihn. Wenig geschlafen, aber die Sonne scheint. Heute Arbeit und zwei Beratungen, mir geht es gut, auch wenn sie weg ist. Besser als ihm. Der Kaffee schmeckt und ich fühle mich schlecht, weil ich so verdammt privilegiert bin, einfach nur, weil ich hier geboren wurde. Einfach so, nicht mein Verdienst. Ich würde gern zaubern können, kann ich aber nicht. Vieles ist bezahlt und das Konto ist schon wieder rot, der Dispo wird mich durch den Monat bringen. Schweigen, versuchen so Probleme zu töten, aber so funktioniert das nicht. Ich bin verschwitzt durch die Nacht, stinke, die Haare verwirrt und aus meinen Augen tropft es. Scheiße alles, aber selber schuld, ich mag es doch kompliziert, aber das hier ist mir gerade etwas zu viel. Weine ich ihretwegen oder seinetwegen oder beides? Oder doch ganz egoistisch meinetwegen? Ich muss mich selber aus dem Spiel nehmen, Zeit für meine Trauer, Zeit um nachzudenken, doch bis dahin die Maske mit dem Lächeln aufgesetzt….