Mambas, Tofu, Hochzeitstag, Gehirn und Erinnerung

Guten Morgen, seltsamer Tag und eine Unterbrechung in der Nacht. Gestern Morgen kaum ins Büro gekommen, erst wollte und konnte ich einfach nicht losfahren und dann hatte ich einen aggressiven psychotischen Mann im Bus, der sich irgendwann weigerte eine Maske zu tragen. Das Ergebnis war dann ein stehender Bus, aus dem er nicht ausstieg. Als andere dann ausstiegen, schrie er dann, dass jeder, der nicht in seine Seele gucken kann, aussteigen möge, denn hier wären überall grüne Mambas. Ich blieb erst, weil ich Angst um den Busfahrer hatte, dann rief der neue Kollege an und ich ging doch, um einen anderen Bus zu erwischen. Kurz darauf kamen dann Polizeiwagen. Mit dem neuen Kollegen war dann anstrengend, bei aller Sympathie, zu viele Fragen ohne Pause. Heute Hochzeitstag, mit einem Treffen zwischen meiner und seiner Schicht. Ein grauer Tag grüßt, werde versuchen mich ein bisschen hübsch zu machen, auch wenn es ein sehr einfaches Restaurant ist. Gegessen mein vorerst letztes Dinnerly Menü mit Tofu. Konnte man essen, aber wirklich lecker ist was anderes. Geträumt von alten Hip-Hop Freunden, die mich als fett beschimpften. Das hat irgendwie weh getan, auch wenn es wahr ist und außerdem nur ein Traum war. Heute auf Arbeit eine lange Videokonferenz, nicht wirklich Lust zu, aber ich habe versprochen dabei zu sein und der neue Kollege muss sich dort vorstellen. Habe den Eindruck, dass nachdem ich jetzt als einzig erfahrene Kollegin im Büro bin, ich irgendwie auch Teamleiter-Funktion habe und deswegen vorsichtiger behandelt werde vom Team. Komisch, seltsam, wollte ich nie, muss aber sein. Der Kaffee schmeckt, der Blutdruck und Puls ist im Normalbereich, der Mann grüßt zum Morgen. Wieder zurück ins Büro ist gar nicht so einfach, hatte ich mir weniger anstrengend vorgestellt, aber gut, die Busfahrt gestern früh, war ja auch sehr abschreckend und anstrengend. Ich hoffe, ich gewöhne mich noch dran. Gestern wurden die Reste der toten Birken entfernt, ich freue mich, endlich offene Fenster ohne allergische Reaktion. Auch den netten Hausmeister getroffen, er meinte er kennt mich, ich kann mich immer noch nicht erinnern, woher denn, außer von hier. Ich hoffe, er ist kein Ex-Freund von vor 30 Jahren, könnte aber sein. Hoffe ich komme am Sonntag dazu nicht nur zu wählen, sondern auch das Wohnzimmer umzustellen, hier muss sich was verändern. Vermisse die Mutter und habe wieder Sätze von ihr im Kopf, z.B. dass nicht die Nachbarin die Wohnung in Kreuzberg kriegen soll, mein Vater zieht das aber aktuell in Erwägung. Verfluchtes Gehirn, woran es sich alles erinnert, aber Abschalten geht nur mit hoch dosierten Neuroleptika oder mit Tod. Beides keine Option. Für die Arbeit ist diese Fähigkeit aber sehr gut, arbeite ich gemäßigt schnell, kann ich mich in der Regel an jedes Gesicht und jede Geschichte erinnern, ohne Aufzeichnungen. Nur wenn es zu viele reine Telefonkontakte werden, vergesse ich mal oder bringe etwas durcheinander. Eine Erklärung für das Nicht-Melden der eigentlich besten Freundin bekommen, neben ihrem gerade sehr turbulenten Leben ist es wohl die Angst vor Konflikten und diese auszutragen, denn beim letzten Telefonat hatte ich Streit angefangen, das ist jetzt nur schon ein Jahr her. Seitdem nur SMS von ihr. Kann aber auch nicht sein, dass man nie was sagen darf, weil man sonst mit Kontaktabbruch bestraft wird. Einen tollen Herrenduft wieder entdeckt, den bekommt der Mann heute, ich bin süchtig nach diesem Duft. So genug getippt und gegammelt, ich muss ins Büro, Normalität üben.

Ruhe, Friede, Entzug und Traum

Guten Morgen, endlich genug geschlafen und einen Puls unter 90, was Ruhe alles so bringt. Auch der Blutdruck ist unauffällig, ganz anders als noch vor einer Woche. Er war gestern Wasser und Gebäck kaufen und hat gekocht, nachdem ich ihm erklärt habe, dass sein Finger nicht so schlimm ist wie gedacht. Es gab Rindfleisch in einer scharfen Tomatensoße mit Bohnen und Reis, fand ich gestern sogar lecker. Heute geht er in die Kirche, ein Glück, ein paar Stunden für mich oder eher um die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Das Wetter grüßt freundlich, kühl, aber es ist Sonnenschein zu sehen. Hier gerade Friede, nach heftigen Diskussionen gestern. Er will Geld in Bildung investieren, aber wir haben kein Geld und ich bin von der Jobgarantie danach nicht überzeugt. Aber sein Leben soll er machen und mir das Gegenteil beweisen. Ein Lottogewinn wäre hilfreich, aber der kommt leider nicht. Ich will endlich meine Ruhe und nicht ständig seinen Druck mittragen, ich glaube, wenn er ausgezogen ist, werde ich lachen und weinen zu gleich. Die Waschmaschine läuft denn ich wasche seinen Sachen nochmal durch bevor er geht, am neuen Ort gibt es keine Waschmaschine. Ich wünsche ihm das Beste, aber mir auch und das ist nun mal gerade Ruhe. Der Kaffee schmeckt und ich habe meine Ruhe beim Bloggen, während er mal wieder telefoniert, keine Ahnung woher er so viele Menschen kennt, die alle ständig mit ihm telefonieren wollen. Hormonell geht es mir wieder besser, ich spüre wie mein Körper sich erholt und hoffentlich endlich aufhört zu glauben ich würde stillen. Haare färben wäre auch mal wieder angesagt, aber wenn er ständig hier ist, geht das nicht. Ich will endlich wieder eine aufgeräumte, geputzte Wohnung, mit offenen Fenstern und Türen und viel Frischluft. Ich will hier keine Heizkosten zahlen, wenn draußen 20 Grad sind und ich möchte mich in der Dusche oder beim Händewaschen nicht ständig verbrennen, weil er die maximal heiße Wassertemperatur eingestellt hat. Ich glaube ihm ist nicht bewusst, was das für Kosten sind, denn er hat in Deutschland noch nie in einer Wohnung gelebt, wo solche Kosten extra abgerechnet wurden. In seinen Studentenunterkünften war immer alles inklusive. Aber ich denke das muss er selbst herausfinden, herausfinden wie das hier läuft. Ich für meinen Teil möchte zu meinem sparsamen Lebensstil zurückkehren und durchatmen. Aber gut, nicht alles seine Schuld, beim Essen hatte ich auch allein Corona bedingt aufgedreht, Essen als gäbe es kein Morgen mehr und er hat gerne mitgemacht im kulinarischen Luxusleben. Hinzu kommt, dass ich in den letzten Monaten aufgrund der Krämpfe und Schmerzen nicht mehr allein einkaufen konnte, selbst wenn ich gewollt hätte. Aber das scheint jetzt endlich vorbei zu sein, ich fühle mich endlich wieder fit genug einkaufen zu gehen, notfalls auch Getränke. Dass ich die letzten Monate so schräg darauf war, konnte er nicht verstehen, denn ich habe ihm nicht von meiner Medikamentenumstellung und meinen Medikamentenentzug erzählt, weil er gegen Medikamente ist. Er musste also mit einem weinerlichen Häufchen Elend zusammenleben, ohne eine Erklärung zu bekommen. Meine Schuld, aber rückblickend wohl gut, dass ich damit nicht ganz allein geblieben bin. Nicht an die Arbeit gedacht, die kommt früh genug zurück, auch ich habe eine Auszeit verdient und bin damit immer noch die Kollegin mit den wenigstens Krankheitstagen. Die Tage endlich eine Sache aufgeklärt, die mich lange sehr quälte, da war, eine Erinnerung von der ich lange nicht wusste, ob sie real oder ein Traum war. Jetzt bin ich mir sicher, es war ein Traum, denn die Gegebenheiten des Traums passen nicht mit den tatsächlichen zeitlichen Ablauf in der Vergangenheit zusammen. Bin ich erleichtert, diesen Alptraum kann ich also endlich loslassen. Früher mal in den Kalender schauen und nachrechnen, was wann wie passiert sein kann, hätte sicher geholfen. Ein ruhiger Sonntag, genug Kaffee, vielleicht Frühstück und Freiheit gespürt.

Nacht, Homeoffice und spät

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht, wach gelegen, geschwitzt und ein Traum vom alten Verehrer. Kalt ist es und ich habe etwas zu lange geschlafen. Das Homeoffice winkt bereits. Diese Woche nicht so viel Energie, ich habe viel Arbeit geschafft, aber keine Überstunde geschafft. Aber gut, wenigstens keine Unterstunden und keine Ausfälle. Der Kaffee schmeckt und der Blutdruck ist normal, der Bluthochdruck war wohl doch entweder medikamentös bedingt oder es lag an den Angst- und Panikattacken, die seit der Hochzeit weg sind. Für den Moment keinen Hunger und gerade eine unfreiwillige Hello Fresh Box bekommen. Ich hatte meinen Account nur 5 Minuten aktiviert und dann hieß es plötzlich Abbuchung und Bestellung erfolgt. Jetzt habe ich viel Geld bezahlt, für eine Box die ich nicht selber gewählt und nicht gewollt habe. 😦 Das Boeuf Stroganoff ist gestern sehr lecker geworden, wäre das Fleisch nicht so teuer, würde ich das öfter machen. Aufräumen wäre gut, vielleicht komme ich heute dazu, eigentlich keine Pläne das Haus zu verlassen. Nächste Woche sind 2 Kolleginnen zurück, ich hoffe dann entspannt sich die Lage/Belastung wieder bei mir. Verwelkte Rosen grüßen im Wohnzimmer, wird Zeit für die Entsorgung. Auf in den Tag, ich bin spät dran, der erste Termin wartet bereits um 11, aber zum Glück nur ein Telefonat. Auf in den Tag, der Kaffee hilft dabei und die lauten Kinder im Haus ignoriert.

Blaulicht, leer, Schlüssel, Geschenke und Sonne

Guten Morgen, zerrissene aber ganz gute Nacht, dieses Mal weiß ich warum ich wach war, Blaulichteinsatz vor meinem Schlafzimmerfenster in der Nacht. Vielleicht ist das auch schon früher passiert. Blutdruck und Puls unauffällig, also Kaffee gekocht. Gestern nirgendwo gewesen, nur am Briefkasten. Mit ihm ausgesprochen, aber die Enttäuschung bleibt. Gestern Geschnetzeltes mit Paprika in Tomatensoße und Reis gekocht und gegessen, heute kommt der Vater zu Sucuk-Pizza. Ich erwarte eine Kochbox, aber gekocht wird daraus erst morgen. Feststellen müssen, dass der Supermarkt um die Ecke jetzt leer ist, nicht leer von Waren, leer von Kunden. Versucht mit Henna zu färben, ist aber nichts geworden, also doch wieder meine chemische Haarfarbe. Unschlüssig, ob ich heute das Haus verlasse, Haarfarbe kaufen und Passbild machen wäre eine Mission. Vielleicht bringe ich aber auch nur den Müll weg. Ein zu früher Geburtstagsgruß erreichte mich heute, ich will jetzt mal nicht abergläubisch sein. Keine Horrorträume, aber ein Traum über einen verlorenen Wohnungsschlüssel, der mich auch beunruhigte, aufgestanden, Schlüssel gesichtet, alles gut. Heute werde ich den Pizzateig selber machen, ich werde dieses Rezept probieren, bisher ist mir selbstgemacht und gekauft, kein überzeugender Teig untergekommen. Ich vermisse meine Mutter, auch wenn ich ohne Sie mehr Freiheit habe. Der dritte Geburtstag ohne Sie, seitdem sie weg ist, gibt es keine Geschenke mehr für mich. Frühstück wäre eine Mission, vielleicht mit Spiegelei. Ich bin faul, was wollte ich diese Woche alles schaffen, jetzt ist Donnerstag und ich habe nichts geschafft, außer ausreichend zu schlafen. Die Tante hat heute Geburtstag, aber wir reden nicht mehr miteinander, denn sie gehört zu den Querdenkern, wahrscheinlich weil sie seit Corona ihren Job nicht mehr ausüben kann. Die Kochbox ist da, aber auch HelloFresh kalkuliert zu wenig Fleisch/Fisch für zwei Personen. Schauen wir mal, dieses Mal wollte ich meine Boxen teilen. Der Kaffee schmeckt, ich bin entspannt. Es ist kühl aber die Sonne scheint, auf in den Tag oder wieder ins Bett, der Stress kommt früh genug zurück.

Traum(a), Therapie, Büro und 2020

Guten Morgen, keine gute Nacht, wach gewesen um 5 Uhr morgens. Wieder Ängste aus vergangenen Tagen, mitten in der Nacht nachgedacht, ob ich da irgendwas verdrängt habe, aber das, an was ich mich erinnern kann, ist schrecklich genug und reicht eigentlich als Begründung. Abschütteln diese Träume und Ängste, ich habe jetzt ein anderes Leben und alles liegt schon Jahrzehnte zurück. In diesem Fall ein Fluch auf mein gutes Gedächtnis. Ich würde gern vieles vergessen, aber ich vergesse nichts. Besonders meine Jahre in Neukölln, scheinen bis heute traumatisch zu sein, wie oft träume ich noch dort zu wohnen und bin dann beim Aufwachen erleichtert, dort nicht mehr zu wohnen. Ein grauer Tag grüßt und Beratung wartet, aber erstmal ankommen in 2020 mit einem Kaffee. Blutdruck ok, Puls auch, ich glaube würde er hier wohnen, würden diese Träume aufhören. Ich habe überlebt, das ist alles was zählt und ich lebe jetzt. Das Thema Therapie sollte ich wohl doch weiter angehen, auch wenn es aussichtslos erscheint, einen richtigen Therapeuten zu finden. Sich lebenslang mit Pillen voll knallen kann aber auch keine Lösung sein. Auf in den Tag, heute Supervision, aber ich habe nichts zu sagen, ich finde andere im Team sollten endlich mal reden. Raus aus dem Haus heute, ich denke das wird mit guttun, andere Umgebung, andere Gedanken und was zu tun. Ich bin kein verlorener Teenager mehr, auch nicht in den 20ern, ich bin eine erwachsene Frau in einem sicheren Umfeld. Ein Hoch auf mein Leben in 2020, trotz Corona.

Traum, Jobcenter, Sauerkraut und Dusche

Was für eine Nacht und wirr geträumt. Ich träumte, ich hätte ein romantisches Geplänkel mit einem Jugendfreund. Allerdings blieb es jugendfrei, ich ging bevor es ernst wurde. Genügend geschlafen und nur minimal zu früh wach. Schon ne harte Nummer gestern Spätschicht bis fast 8 und heute raus um 6 wegen der Präsentation beim Jobcenter. Der Traum hat mich mitgenommen, aber betrogen habe ich meinen Mann nicht, kommt mir aber trotzdem so vor. Kaffee, Kaffee, erstmal Kaffee, werde wohl nie Leute verstehen, die auf frühe Treffen stehen. Der Tag hat so viele Stunden, warum muss man sich früh treffen? Ich bin schon lange nicht mehr im Jobcenterbezug und muss trotzdem früh beim Jobcenter sein, weil ich meinen Job behalten will. Vorsorglich dafür gesorgt, dass ich morgen im Homeoffice arbeiten kann, das reicht mit gestern und heute, ich muss auch auf mich achten. Muss vor der Präsentation noch kurz ins Büro, Flyer und Visitenkarten holen, zum Glück ist das Büro nicht weit entfernt. Mal sehen was ich anziehe, ich denke eine Bluse wird es schon. Dass ich bekannte Gesichter treffe ich wohl eher unwahrscheinlich. Komisches Leben, der Traum war so real, aber ich wollte diesen Jugendfreund nie als meinen Partner über viele Jahre, obwohl er wollte, also was soll jetzt dieser Traum? Mein Mann ist eindeutig die bessere Wahl und nicht nur, weil der nicht viele Jahre im Knast verbracht hat. Gestern eine Sauerkrautpfanne mit Kassler und Kartoffeln gemacht, war lecker, so richtig deutsch und es bleibt genug für heute übrig. Dunkel und kalt ist es geworden, der Winter naht und Corona ist immer noch da, alles wegen einer Fledermaus. Der Kaffee schmeckt und ich muss noch Blutdrucktabletten besorgen, ich hoffe ich kriege bei meiner Hausärztin einfach so ein Rezept. Das Geld ist noch nicht da, ungewöhnlich, normalerweise überweist der Arbeitgeber sehr früh, diesen Monat nicht. Ab unter die Dusche, ich will mir noch die Haare waschen, gutes Aussehen bei einer Präsentation ist oft schon die halbe Miete.

Hunde-Traum, Zusammenwohnen, Immobilienpreise und Arbeit

Guten Morgen, erstmal sortieren, ich hatte einen wilden Traum. Ich versuchte einen abgemagerten, beigen, kleinen Hund zu retten und rannte dafür durch die Gegend. Aufgewacht und festgestellt es gibt keinen Hund, aber dafür habe ich andere Probleme. Willkommen zurück in meinem Leben. Arbeit wartet, mal sehen, wie das wird, ich vermute es warten sehr viele E-Mails auf mich. Aber erstmal aufwachen. Kurz erschrocken, zu hohe Blutdruckmessung, aber nochmal gemessen und alles gut. Lange geschlafen und relativ gut, fast durchgeschlafen, nur früh kurz wach. Da war ich heute früh doch fast enttäuscht, dass der Traum nicht wahr ist und ich zurück zu meinem Leben muss. Gestern essen gewesen, es gibt dann doch einen Unterschied zwischen Ming Dynastie im Europacenter und Ming Dynastie an der Jannowitzbrücke, das Essen im Europacenter ist leckerer und reichlicher. Er macht sich derzeit Sorgen um seine Zukunft, dabei könnte er doch fröhlich sein den Abschluss geschafft zu haben und ein neues Visum in der Tasche zu haben. Ist er aber nicht, weil noch kein neuer Job in Sicht ist und er sich Sorgen macht. Die Lösung für ein Zusammenwohnen mit Distanz klappt nicht, weil die Immobilienpreise immens in die Höhe geschnellt sind, es stand eine Einzimmerwohnung in meinem Haus zur Diskussion, aber die kostet mehr als meine 2,5 Zimmerwohnung vor ein paar Jahren gekostet hat. Schade, was für Abzocker. Aufgrund der Mietpreisbremse werden langjährig bewohnte Wohnungen die frei werden nicht mehr vermietet, sondern gleich verkauft. Das ist das lohnendere Geschäft. Menschen, die eine (günstige) Mietwohnung brauchen, sind damit aber angeschissen. Er wird wohl doch bei mir einziehen und ich bin zuversichtlich, dass das besser klappt als beim letzten Mal. Zur Arbeit habe ich gerade keine Meinung, weder Freude noch Ablehnung, aber ich denke tendenziell ist es gut wieder was zu tun und Struktur zu haben. Ich hoffe, ich erwische nur nicht gleich wieder so schwere Fälle wie vor dem Urlaub. Insgesamt geht es mir jetzt wieder deutlich besser als vor dem Urlaub, ich bin nicht mehr so emotional und wieder gelassen, was aber auch daran liegt, dass die Nebenwirkungen des Medikaments aktuell erträglicher sind. Der Blutdruck und Puls ist wieder unten, keine Migräne-Attacken, keine Angst- und Panik und wieder ausreichend Schlaf. Ich denke trotzdem, dass ich noch zu hoch dosiert bin. Friedlich ist es hier und es könnte aufgeräumter sein, aber der Putzteufel hat sich vor ein paar Wochen verkrümelt und ist bisher nicht wieder gekommen. Ich habe derzeit andere Probleme als eine perfekt geputzte Wohnung. Besuch habe ich hier eh nicht viel, also wenn stört es? Ich mache mir Gedanken über den Mieter aus der frei gewordenen Wohnung, er war psychisch krank und stand unter Betreuung, lebt er noch? Irgendwo anders mit Betreuung? Oder ist er in seiner Wohnung verstorben? Leider habe ich keine Handynummer und gesehen habe ich ihn Ewigkeiten nicht mehr. Mit anderen Nachbarn hatte er glaube ich keinen Kontakt. Hätte ich ihn oder seine Wohnung für ihn retten können? Aber ich war beschäftigt mit meinem Leben und meiner Arbeit und er war nun mal sehr aufdringlich und unangenehm. Nach dem Traum heute Nacht kann ich gerade nicht fassen wie mein Leben aussieht, ist das mein Ernst? Soviel Verantwortung? Brötchen warten, aber ich habe keinen Hunger und sollte wohl erstmal duschen gehen, aufwachen und zurück in mein Leben weitermachen.

Frei, Kleidung, Mutter, renovieren und Emanze

Moin, heute sehr langsames aufwachen, genug geschlafen, aber gerade etwas verpeilt. Sehr gut, dass ich dem Vater abgesagt habe, mein Sonntag, bei aller Sympathie, ich muss nicht 5 von 8 Tagen Urlaub beim Vater sein. Ich habe auch ein eigenes Leben. Heute wird geräumt, Dinge müssen in den Keller und streichen will ich auch. Aber erstmal wach werden und Kaffee trinken. Gestern vertan, ich wurde gar nicht zur Arbeit erwartet, also Arbeit schnell wieder abgebrochen und mit dem Bus zum Einkaufen gefahren. Danach doch todesmutiges Anprobieren und Sortieren der Kleidung meiner Mutter, die gute Nachricht: Über die Hälfte der Sachen passt gerade eh nicht, also freie Fahrt in den Keller. Was passt gewaschen und bald einsortiert, danach ein Schläfchen mit einem psychotisch wirkenden Traum, doch bevor es gruselig wurde Augen aufgerissen und die Wahrnehmung schnell als Traum und unwahr weg sortiert. Psychotisch wird es erst, wenn man Traum und Realität nicht mehr unterscheiden kann. Die Sonne scheint bei blauen Himmel, ein schöner Tag wie es scheint. Mein Verlangen nach ihm ist stark zurückgegangen, bin beschäftigt mit meiner Mutter, da passt er nicht rein, obwohl seine Mutter auch tot ist. Soll er mal seine Sachen machen, ich mache meine. Ich will meine Ruhe und hier werkeln, dabei haben weder Vater noch er was zu suchen. Ich brauche die Zeit für mich und meine Mutter, es gibt so viele Gefühle und Gedanken zu sortieren. Gekocht gestern gar nicht, es gab Fisch Burger, dazu musste ich nur Fisch Burger-Patties anbraten und den Burger belegen. War akzeptabel, besonders wenn man nicht kochen will. Sie hat auch immer alles allein gemacht, meine handwerklichen Fähigkeiten habe ich von ihr, bereits mit 8 durfte ich mit ihr eine ganze Altbauwohnung streichen und lackieren. Grundlagen für elektrische Arbeiten zu Hause habe ich vom Vater. Damit kann ich handwerklich mehr, als er, der anscheinend handwerklich total unerfahren ist. Das zum Thema Frauen- und Männerarbeit. Es gibt wenig Männerarbeit, vor der ich zurückschrecke. Für was braucht frau überhaupt Männer? Mir fallen derzeit nur das Tragen von wirklich schweren Sachen ein. Ich wurde halt zur unabhängigen Emanze erzogen und in meinen Leben war es oft so, dass ich Jungs einholte, einfach, weil ich nie in Rollenklischees erzogen wurde und immer nur ein Rennen zwischen Menschen und nicht zwischen Mann und Frau gesehen habe. Halten wir es kurz, ich habe mehr Eier, als es viele Männer haben, weil ich einfach nie Frauchen sein sollte und wollte. Eine Lesbe bin ich trotzdem nicht geworden, meistens waren Männer meine Gefährten. Um ehrlich zu sein, ich fühle mich den Männern oft mehr verbunden als den Frauen, eine Erklärung warum mein Freundes- und Bekanntenkreis schon immer überwiegend aus Männer bestand. Mit Männer klar zu kommen ist für mich meist einfacher als mit Frauen. Viele Frauen sind mir einfach zu unselbstständig und zu zickig. Aber natürlich gibt es auch tolle Frauen, die sind aber hart zu finden. Die Musik läuft schon, das wird sie auch den Rest des Tages, ich und die Musik, immer eine gute Zeit.

Komische Träume, Essen, Spanien, Spätschicht und Eigentümer

Komische Nacht, geträumt meine Mutter würde noch leben und geträumt, dass irgendwer mein Schlafzimmer voll gepinkelt hat und darauf hin das Bett entführt hat. Morgens dann ein Anruf aus Essen auf dem Handy, das Internet weiß nichts verdächtiges zu dieser Nummer, mir ist sie aber unbekannt. Ich kenne niemanden in Essen. Vor Jahren lebte da mal meine erste große Liebe, aber soweit ich weiß ist er umgezogen. Irgendwie ein unrealistischer Tag bis jetzt, ich hoffe, das verfliegt, wenn ich die Traumwelt abgeschüttelt habe. Die beste Freundin ist jetzt in Spanien, aber wenn ich so raus blicke ist das Wetter hier sicher auch nicht schlechter als in Spanien. Es fehlt aber das Meer, dafür habe ich hier viele laute Autos. Heute Spätschicht, mal sehen wie es wird, ich fühle mich immer noch unwohl in die Büroräume zu gehen, nachdem ein Einbrecher da war. Irgendwie ist die Geborgenheit weg. Bei der Ärztin gestern nur nett gequatscht und ein Rezept für Pillen bekommen, wir werden uns, wegen Urlaubsplanung, erst wieder im August sehen. Die Eigentümerversammlung war ganz interessant, so sehen also reiche Menschen aus. Ich gehörte bei dieser Versammlung eindeutig zu den jungen Menschen. Zu Hause dann wenig gebacken gekriegt, nur Sofadecke getauscht und Wäsche gewaschen. Telefoniert mit dem besten Freund und meinem Date und früh ins Bett. Immer noch das Problem etwas Passendes zum Anziehen bei diesen Temperaturen zu finden. Ich bin gespannt, ob heute der Berliner Mietdeckel Realität wird. Ich würde es mir für die Bewohner in Berlin wünschen. Auf in Tag, der Kaffee schmeckt und Brötchen warten.

Verschlafen, Gehalt, Hühnersuppe, Hotel, Stress und Brötchen

Zu früh aufgewacht und bisher alles gut. Gestern fast den ganzen Tag verschlafen und damit meinen Kosmetiktermin verpasst. Geld für die Mülltonne. Mein Gehalt ist endlich da, kurz gefreut aber nicht sicher, ob das mehr Geld auch die Mehrarbeit wert war. Kaum gegessen, denn keinen Hunger, nur eine große Portion Hühnersuppe gelöffelt. An so richtig feste Nahrung traue ich mich noch nicht. Gestern tagsüber wirre Träume, ich war erst in meiner Wohnung doch dann entdeckte ich geheime Türe und Räume und aus meiner Wohnung wurde ein unübersichtliches Hotel mit bösen Besitzer. War ich froh als ich in meiner kleinen, sonnigen Wohnung erwachte. Nur ganz wenig gechattet, auch dazu keine Lust. Keine Ahnung, ob ich diese Woche noch ein Date wünsche oder ob ich lieber allein in meinem Bett liege. Gestern immerhin Blumen gegossen und den Boden in Bad und Flur gewischt, zu mehr hat es leider nicht gereicht. Heute arbeiten, ich bin mir nicht so sicher, ob das gut geht, aber ich fühle mich schon besser als gestern. Die beste Freundin glaubt nicht an die Sucuk-Brötchen Theorie, sie glaubt, dass der Stress mich dahin gerafft hat, auch möglich, den am Samstag hatte ich ein Gespräch, dass es in sich hatte. Mein aktueller Stromanbieter reagiert auf meine Kündigung mit Telefonterror auf Festnetz und Handy, nein ich möchte meine Kündigung nicht zurücknehmen. Immer noch keine Antwort auf meine Bewerbung zur Ausbilderin bekommen, ist mir derzeit aber ganz recht, ich habe genug Stress und zusätzlichen Stress kann ich gerade echt nicht gebrauchen. Zum Glück geht das erst im Dezember los, wenn es überhaupt für mich losgeht. Heute nur eine Beratung, reicht mir aber, mal sehen wie ich mich heute schlage. Ich habe mir zwar einen schönen, aber auch anstrengenden Job ausgesucht, das war mit vorher nicht so klar. Mal sehen, ob ich ein Brötchen frühstücken kann, auf in den Tag.