Rücken, Schmerzen, Urlaub, Stärke, Liebe und Hass

Guten Morgen, ne eigentlich gar nichts gut, Rücken seit gestern Morgen. Morgens verhoben mit dem Hund im Treppenhaus. Obwohl, heute früh ist es geringfügig besser. Vielleicht liegt es an der Spritze, die mir die neue Hausärztin gestern gegeben hat. Heute zum Orthopäden, da erhoffe ich mir mehr Hilfe. Keine Ahnung, ob ich mir auch eine Krankschreibung abholen soll, möglich ist das sicher bei meinem Schmerzpegel. Unterstützen kann mich keiner, denn der Bruder hat Corona, der Mann hat Corona und der Vater ist im Skigebiet. Dass der Vater sogar nichts macht, obwohl ich ihm von der Lage erzählt habe, finde ich ziemlich assi, Hauptsache Urlaub für ihn während Corona. Während die überarbeitete, kranke Tochter mit Schmerzen allein in Berlin sitzt. Dabei hatte ich ihn vorgewarnt, dass mir das alles zu viel ist und ich auch schon vor seiner Abreise Rückenschmerzen hatte. Das war dann wohl das letzte Mal Hundesitten für mich, wenn das so läuft. Immerhin ganz passabel geschlafen, gerade nur schlafen, wenn es geht, um dem Schmerz zu entgehen. Neue Hausärztin hat mir auch keine Bescheinigung gegeben, dafür erneute Blutabnahme mit großen blauen Fleck am Arm. Die Freundin vom Vater hatte einen Skiunfall, aber auch ihretwegen fährt er nicht zurück nach Berlin, Hauptsache Urlaub. Wie man noch mit Ü60 so verantwortungslos spaßorientiert sein kann, verstehe ich nicht.

Blutdruck auch wieder zu hoch, entweder ist das billige Ersatzpräparat der Krankenkasse Mist oder es ist einfach zu viel Stress für mich. Ich habe jetzt zum Glück wieder die Originaltabletten da und werde das beobachten. Vergessen mein Müsli vorzubereiten, keine Ahnung was es jetzt gibt. Könnte gerade nur heulen und schreien, nicht wegen der immensen Schmerzen und den ganzen Frust, sondern weil ich hier mit dem Hund festsitze. Keine Ahnung, wie ich zum Orthopäden später kommen soll. Ich werde wohl sehr viel Zeit einplanen müssen, denn ich kann mich nur wie eine Schnecke bewegen. Bestellung gestern nicht vollständig, wieder so ein Lieferjunge der keine Lust hat zweimal zu gehen, um mir auch mein Wasser zu bringen. Finde ich kann man dann auch ehrlich sagen, vor wegen es ist spät, ich bin müde, ich stehe unter Zeitdruck und deswegen und nicht:“war nicht dabei“, obwohl es auf meinem Lieferschein steht. Lügen machen mich immer sauer. Ich selber sehe gerade gelinde gesagt scheiße aus, keine Zeit für mich vor lauter Hund und Schmerzen und keine Kraft das verbergen zu können. Selbst duschen ist gerade eine herausfordernde Tätigkeit.

Schlafen, ich möchte nur schlafen und das der Hund abgeholt wird. Warum können mich nicht alle in Ruhe lassen? Warum immer drauf auf mich? Auf der Arbeit, im Privatleben, keiner scheut sich alle Last auf mich zu laden. Entlastungsangebote: Fehlanzeige. Ja bin stark, aber wenn ich signalisiere: „zu viel“ dann ist das zu viel und kein: „Vielleicht geht ja doch noch was“. Ich schreie nicht so schnell: „zu viel“, das ist ernst zu nehmen. Tee statt Kaffee bei dem aktuellen Blutdruck. Hassen die mich alle? Wenn das Liebe ist, was ist dann Hass?

Röcheln, räumliche Trennung, Urlaub und Tageslicht

Guten Morgen, der Nachbar röchelt und hustet lieblich auf dem Klo, vielleicht hat der mich geweckt. Gestern früh verquatscht mit einer Freundin und nicht schwimmen gewesen. Termin auf morgen verlegt. Dafür dann aber zu Hause fleißig gewesen, Wohnung umgeräumt und mich räumlich wieder vom Terrorvogel getrennt. Der wohnt jetzt nicht mehr im Wohnzimmer, sondern wieder im Arbeitszimmer. Besser ist es, so schreit mich nicht ständig jemand an und ich habe keine so starke allergische Reaktion in den Atemwegen. Auch eine Palme durfte umziehen und weitere Möbel wurden gerückt. Jetzt warte ich auf eine Lieferung. Wobei das heute hauptsächlich Vogelfutter und Getränke sind. Essen gestern war lecker, heute wohl asiatische Suppe und später Kino. Mondlampe gestern schon kaputtgegangen und reklamiert, sehr schnell den Rechnungsbetrag erstattet bekommen. Bin bei den Kollegen am Geld sammeln, für die Kollegin die seit neuesten auch Mutter ist, vielleicht können wir ihr so ein paar Windeln ausgeben.

Fühle mich körperlich besser, Blutdruck unten, Verdauung besser, aber wollen wir nicht zu optimistisch werden. Eine Kerze brennt und der Kaffee schmeckt, eine alte Tischdecke der Mutter reaktiviert, dass der Stiefvater mir Weihnachten Tischdecken geschenkt hat, darüber bin ich noch nicht weg. Der weiß doch, dass meine Mutter Tischdecken gesammelt hat und ich damit Tischdecken-Millionärin bin, obwohl ich nur selten welche nutze. Auch Bilder umgehängt gestern, im Wohnzimmer hängt jetzt ein echtes Gemälde von der verlassenen Olympiastation U-Bahnstation aus den Neunzigern. Keller aufräumen ist gerade so eine Sache, die Beleuchtung im Keller ist defekt, im dunklem Sortieren, dann doch lieber nicht. Heute mal den Hausmeister kontaktieren? Zu viel gegessen, bin traurig und frustriert und stopfe wieder in mich rein, leider. Die Mutter, die Elternwohnung, den Stiefvater loslassen, nicht so einfach für mich, also Schokoladenpudding festhalten? Mein Körper hält da so einigen Frust der Vergangenheit fest. Der Urlaub rennt mir gefühlt davon, zu wenig Zeit für alles, Erholung für Geist und Körper, Freundschaften pflegen und die Wohnung in Ordnung bringen. Gestern nur den Müll weggebracht und abends online Geld ausgegeben.

Wird Zeit für mehr Licht, ich will wieder Tageslicht und keine Vitamin D Präparate. Auch, wenn der Dauerkerzenschein ganz schön ist. Keine Ahnung was ich Silvester mache, wohl nur mit dem Mann chillen und anstoßen und schlafen, wenn ich kann, wobei das Böllerverbot Hoffnung macht, dass das auch möglich sein wird. Silvester ist sonst immer akustische Kriegskulisse für mehrere Tage. Ein paar Raketen um Mitternacht finde ich ja ganz schön, aber aggressive Mitmenschen, die anderen Böllern zwischen die Beine schmeißen, darauf kann ich verzichten. Ist das schön keine Angst zu haben, dass der Vogel jede Sekunde mit 120dB losschreit, ist das schön keine verstopfte Nase zu haben. Warten wir auf Godot oder auch Sommer…

Jollof Rice, Dunkelheit und weiße Weihnacht!

Guten Morgen, oder besser frohe Weihnacht? Bin ich froh? Gerade weniger, eher neutral. Obwohl der Schneefall in Berlin ist wohl ein kleines Weihnachtswunder, weiße Weihnacht nach über einem Jahrzehnt ohne? Gestern nicht so viel passiert, Homeoffice, einkaufen und frischen Rotkohl gekocht. Den Rotkohl werde ich wohl allein essen, mag der Mann und auch der Trauzeuge nicht. Stattdessen überlegt heute Jollof Rice zum Fleisch machen. Muss noch putzen, wegen des Besuches, ist mir dann doch peinlich. Ich finde, zumindest das Bad, muss glänzen. Der Plan ist zusammen essen und dann ziehen die Männer weiter, die halten nämlich nichts von stille Nacht, ich aber schon. Morgen dann richtige Familienfeier und übermorgen dann Netflix, Rotkohl und ich? Schlafe jetzt mit geschlossenen Gardinen, ein ziemlicher Erfolg, dass klein Nadine keine Angst mehr im dunklen Raum hat. Wollen wir mal nicht weiter darüber nachdenken, warum das Jahrzehnte nicht möglich war. Kippe zum Morgen erzeugt Kotzreiz, warum kann ich es nicht lassen? Wenigstens heute bei dem Besuch, werde ich wohl zum Rauchen auf den Balkon gehen, obwohl der eignet sich gerade auch als Kältekammer. Endlich frei, endlich keine Arbeit mehr dieses Jahr, das brauche ich auch. Pause für den Kummerkasten Nadine. Geschenk für den Bruder ist nicht angekommen, sehr schlecht, vielleicht doch noch eine Flasche Wodka für ihn kaufen und einen Ausdruck der Bestellung dran hängen?

Krähen kreuzen laut schreiend, so faszinierend Krähen sind, langsam nervt es, wenn es sonst keine anderen Vögel in der Gegend mehr gibt. Zukunft, was die Zukunft wohl bringt? Ich denke immer noch, dass wenn der Mensch so asozial weiter macht, dass Mutter Natur irgendwann zurückschlagen wird. Aber lassen wir die apokalyptischen Gedanken zum Weihnachtsfest. Versuchen wir es heute mal mit Nächstenliebe und guten Gedanken und freuen uns über die weiße Weihnacht….Frohe Weihnachten da draußen!

Nikolaus, digitales Zertifikat, Kleinkind Musik, Kudamm und Adele

Guten Morgen, gefühlt viel passiert, tatsächlich aber wenig. Nikolaus, interessiert nur keinen. In meinem Alter ohne Mutter gibt es keine gefüllten Schuhe mehr, aber gut vielleicht auch ganz gut so, ich habe schon genug Schokolade. Versucht Stiefvater 1 anzurufen und ihn nicht erreicht, vielleicht ebenfalls ganz gut so, ich bin immer noch sauer und am Fluchen. Dieser ganze Bibelkram, für ein kleines Mädchen einfach mal Hirnwäsche. Dafür mit dem alten Freund telefoniert, wir gehen zusammen zum „Quatsch Comedy Club“, ich freue mich. Einzige Hürde, auch die bestehen auf das digitale Impfzertifikat, ich habe aber nur mein gelbes Impfbuch. Eigentlich wollte ich es auch dabei belassen, aber ich scheine gezwungen zu werden meine Impfdaten auch auf mein Smartphone zu übertragen. Auch beim Schwimmbad hieß es: „Wir akzeptieren nur das digitale Zertifikat“. Möchte ich also irgendwo hin, brauche ich den Eintrag auf dem Smartphone?

Heute Kosmetiktermin, aber nur Pflege, keine Tortur der Haut wie beim letzten Mal. Angefangen sehr alte Musik zu hören, Musik aus den 70ern und 80ern, war mir nicht klar, dass ich später im Leben Songs rausgekramt habe, die in den Charts waren, als ich ein Baby/Kleinkind war, irgendwas muss ich da wohl doch mitbekommen haben. Meine Vorliebe für Earth Wind and Fire ist also nicht so überraschend, wenn das in den Charts war als ich 4 war, ich dachte, ich hätte das mit ungefähr 12 selbst für mich total neu entdeckt. Aber eigentlich auch nicht verwunderlich, in unserem zu Hause lief immer Musik und es wurde oft dazu gesungen und getanzt, also auch kein Wunder, dass ich mich unterbewusst wohl an die 70er Musik erinnere. Ich bin mir sehr sicher, dass meine Mutter auch während der Schwangerschaft mit mir immer Musik gehört hat. Die neue deutsche Welle dagegen habe ich schon etwas bewusster erlebt und sie damals gefeiert, heute kann ich damit aber weniger anfangen oder erst, wenn ich besoffen bin, was ich aber eher sehr selten bis nie bin.

Der Tag dämmert, Spatzen begrüßen den Morgen und ich hatte ungefähr 6 Stunden Schlaf und fühle mich ok. Urlaub, ich hätte gerne Urlaub, am liebsten ab sofort bis nächstes Jahr, keinen Bock gerade auf das was Arbeit für mich bedeutet. Krank schreiben lassen ist aber auch keine Option. Weihnachtsgeschenke ist auch so ein Thema, bisher habe ich nur was für den Vater, für Bruder und Mann fehlen da noch was. Immerhin gestern hier etwas geräumt und geputzt, aber auch nicht viel. Das Allergiespray hilft, meine Nase reagiert jetzt im Winter heftiger als im Sommer, spricht dafür das ich auf Staub und Milben heftiger reagiere als auf Pollen und Gräser. Gekocht gestern Bandnudeln mit Champignons, Spinat und Feta, war lecker und dazu ein Kotelett. Keine Lust wegen der Kosmetik zum Kudamm zu fahren, aber da werde ich in Zukunft wohl öfter hinfahren, denn dort habe ich jetzt auch eine Heilpraktikerin gefunden, die eine Raucherentwöhnung anbietet. Selbsthilfe ist manchmal auch, sich Hilfe zu suchen.

Ein grauer Tag grüßt und der Winter hat erst angefangen, die Tage, die noch natürliche Adele auf YouTube entdeckt, viel sympathischer, als dieses blondierte Make-up Wunder, das sie jetzt äußerlich geworden ist…Ich wünsche einen schönen Nikolaus da draußen!

Stille, Reise, Sucht, Ozeanum und Ne-Yo

Guten Morgen, wach in der Nacht und Stille, kein Geschrei heute und ein Kaffee zum Morgen. Fühle mich aber ausgeschlafen. Heute die Reise, ich bin etwas aufgeregt, auch wegen der Übernachtung im Hotel. Gestern sehr viel Musik gehört und ansonsten kaum was auf die Reihe bekommen. Es gibt so viel Musik, die ich verpasst habe. Abends dann iPod neu bespielt, mit neuer Musik, auch heute für den Weg, denn ich ahne der Mann wird am Smartphone hängen. Irgendwie ist da meine Tabaksucht, im Vergleich zur Smartphone-Sucht, kompatibler im sozialen Verhalten. Ich bin bei einer Zigarette trotzdem für anwesende Leute da. Er mit seinem Smartphone nicht. Was solls, dann habe ich halt eine schöne Zeit mit Ne-Yo, während er daneben sitzt. Bin gespannt auf das Ozeanum, es ist Jahrzehnte her, dass ich tauchen war und ich glaube mein Schatz, war noch nie tauchen und kennt solche Aussichten gar nicht. Das Gesicht hat sich endlich wieder beruhigt, hätte ich vorher gewusst, dass man durch Kosmetik auch erstmal so viel schlimmer aussehen kann.

Gestern eine große Plastikkiste für den Balkon geliefert bekommen, habe beschlossen Kartoffeln und Möhren auf den Balkon auszulagern, die nehmen sonst so viel Platz weg und der Balkon ist derzeit kühler als der Kühlschrank. Der November wie immer zum Weglaufen. Ich fahre dann mal weg, wenn auch nur kurz. Auch eine Chance am Meer an die Mutter zu denken und vielleicht mit ihr zu sprechen. Mein Besuch im August war zu kurz. Muss noch Tasche packen, etwas was meine Mutter nicht verstanden hat, wie man so kurzfristig packen kann, die hat immer Tage vorher gepackt, aber gut, sie hat dann auch immer den halben Haushalt mitgenommen. Ich bin da minimalistischer. Ich denke ein Snack für den Weg, frische Unterwäsche und was zum Schlafen sollte reichen. Urlaub damit bald vorbei, das ging schnell, gerade zieht mich nichts zurück zur Arbeit, all diese traurigen Geschichten ohne Rücksicht auf mich. Aber gut verhältnismäßig geht es mir meistens besser, als den Leuten, die zu mir kommen. Auf in den Tag heute wird ordentlich gefrühstückt und danach Berlin verlassen, um zurückzukehren. Das Beste an Berlin ist, wenn man zurückkehrt, dann erscheint die Stadt immer großartig und alles was ich hier habe. Ne-Yo ist heute früh schon in meinem Gehörgang, aber sein wir ehrlich der Mann braucht einen Hut, ohne Hut, sieht er nur halb so gut aus:

Schlaflos, Lärm, Krebs und Musik

Gruß aus der Nacht, keine Ahnung was los ist, aber ich kann nicht schlafen. Wach gewesen mitten in der Nacht und jetzt schon wieder. Entweder haben die Nachbarn Krach gemacht oder meine Seele ist gerade mal wieder im Arsch. Gestern gab es hier ohrenbetäubenden Lärm über Stunden, ich bin mir aber nicht sicher, ob das die Assi-Nachbarn waren oder doch andere die ihren Boden abzuziehen. Egal sehr belastend diesen Krach zu ertragen, arbeiten hätte ich hier gestern nicht können, zum Glück wollte ich eh ins Büro. Abends war es dann zum Glück ruhig hier. Der Vater hat gestern angerufen, ein neuer Krebsfall in der Familie, aber es wurde operiert und alles sieht gut aus. Die beste Freundin musste gerade die Mutter vor der Obdachlosigkeit retten. Irgendwie überall nur schlechte Nachrichten und die Leute sind durchgängig schlecht drauf. Heute vorerst letzter Arbeitstag für mich, es sei denn ein Urlaub zu Hause ist wegen des Lärmpegels nicht machbar. Dann gehe ich nächste Woche lieber ins Büro. Ich freue mich, dass er hier ist, das erdet mich derzeit etwas. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe heute nichts von dem Nachbarn zu hören, irgendwann ist auch mal gut. Ich frage mich, ob der richtige Lockdown noch kommt oder nicht, wie wir mittlerweile wissen kann die Politik das jeden Tag beschließen und widerrufen. Er hat heute frei und wird das Haus verlassen, Ruhe für mich, wo ich eigentlich gar keine Ruhe möchte, gerade habe ihn lieber hier, zur Sicherheit. Habe Bauchschmerzen, gestern der Bürotag war ganz gut, gutzutun gehabt und der Tag ging schnell vorbei. Nach Feierabend noch zu Lidl, aber nicht viel gekauft. Wie es scheint, sind zwei meiner Kolleginnen mittlerweile auch Freundinnen, vorbei die Zeiten wo ich ohne Freunde da stand. Heute warten zwei Termine auf mich, aber mal sehen ob der Lärmpegel es möglich macht. Der Vater hat abgesagt, weil er Krankenhausbesuche machen wird. Schade ich wollte Backfisch und Radieschensalat für ihn machen. Rosen blühen im Wohnzimmer, aber trotzdem alles trist gerade. Muskelkrämpfe im mittleren Bereich, von wegen mein Medikament wirkt nicht. Dauernd höre ich Polizei, aber sie wollen nicht zu mir, zum Glück. Ich bin leer, alles ist leer gerade, keine Hoffnung auf ein Ende, Resignation, finanzielle Engpässe und Isolation. Da werden auch stabilere Menschen krank. Ich brauche Urlaub, ich will weg hier, aber wo soll ich hin? Versuchen wir es mit Musik:

Urlaub, die Neue, Jobperspektive und Hacker

Guten Morgen, wie sehr sehne ich mich nach Urlaub. Der Tag frei gestern war schön, jetzt hätte ich gern noch einen. Keine Lust das Haus zu verlassen, um die Neue vom Vater zu sehen. Auch nicht wirklich Lust den Corona-Schnelltest, der hier liegt, zu machen. Kein Mann hier, kein Hund hier, nur Vögel und ich. So schön war mein Leben früher immer. Ich durfte jederzeit verantwortungslos und faul alleine sein. So faul war ich gestern aber gar nicht, habe zwei Küchenschränke aufgeräumt und einen Teil des Kleiderschrankes. Gekocht habe ich dann auch noch und dann hieß es ab in die Badewanne. Außerdem viel geschlafen, tagsüber nochmal 4 Stunden extra. Ich könnte derzeit nur schlafen, es ist so schön aufzuwachen und für eine kurze Zeit gar keine Schmerzen zu haben. Heute ist Kotelett angedacht und ich glaube den Hefezopf behalte ich hier. Ich backe und koche nicht für die Neue, das soll sie mal schön selbst lernen. Nur noch eine Arbeitswoche, dann habe ich meine Ruhe, endlich schlafen, endlich unerledigte Dinge erledigen. Wir warten auf das Finanzamt, aber bisher kein Brief und kein Geld. Er sollte den Bescheid kriegen, ich das Geld. Er kommt glaube ich langsam in der Realität an, keiner seiner Mitstudenten aus seiner Uni hat bisher qualifizierte Arbeit gefunden, das ist nicht nur Corona, dass ich auch der Ruf dieser Uni und hat weniger mit Rassismus zu tun. Ein wenig Hoffnung gibt es noch für das Coaching, vielleicht kann dieser Mann ihm sagen, was er jetzt mit Bildung und Karriere machen kann. Er macht zwar auch immer wieder Pläne, aber er kennt den deutschen Arbeitsmarkt nicht so gut. Weitere Fortbildungen, die zu keinem qualifizierten Job führen, brauchen wir nicht. Die Internetkriminalität scheint wieder aufwärtszugehen, mehr Spam, mehr Phishing, da scheint es eine Menge gelangweilter Hacker gerade zu geben. Zum Glück kenne ich das alles schon aus den Neunzigern, als das Internet noch neu, frei und wild war, aber ein 100 % Schutz ist das auch nicht. Mir geht es soweit ganz gut, ein grauer Tag grüßt und ich habe keine Lust, den ganzen Tag im Bett bleiben wäre auch eine Maßnahme. Auf in den Tag, Verantwortung ist kacke, es reicht doch, wenn ich für mich alleine verantwortlich bin.

Früh, einziehen, ausziehen und die Socke

Guten Morgen, viel zu früh, aber schon besser. Wer hätte gedacht, dass ich zum Bloggen mal so früh aufstehe. Gestern dann doch Friedensgespräche geführt, vier Stunden lang. Ich werde trotzdem den Komplettservice hier einstellen, das ist einfach zu viel für mich. Fakt ist auch, dass nachdem ich ihn monatelang bearbeitet habe er möge hier wieder einziehen, ich jetzt schon wünsche er möge wieder ausziehen. Das geht natürlich nicht, dieses Hin und her, aber das ist, was ich fühle. Ich habe heute frei, er muss später arbeiten, wieder etwas Ruhe für mich. Gestern habe ich die Ruhe aber nur zum Schlafen genutzt, habe weder gekocht, noch aufgeräumt, sondern geschlafen und abends die Badewanne besucht. Gegessen seinen Jollof Reis und dazu ein Thunfischsteak gebraten. Das mit dem Braten ging aber in die Hose, der Feuermelder im Flur hatte einen Fehlalarm und ich musste dann schauen, wie ich das laute Ding wieder aus kriege. Heute zur Post und vielleicht auch zu Netto, vielleicht aber auch nicht. Ich kann auch zu Hause bleiben. Auf dem Postamt liegen bunte FFP2-Masken für mich und eine Kollegin. Sein Trinkgeld liegt in einer Socke neben mir, sehr viel Kleingeld, womit man nur bedingt was anfangen kann, denn überall werden hohe Gebühren für den Eintausch erhoben. Der Morgen grüßt grau und es ist kalt, laut Nachrichten gestern haben die Deutschen langsam die Schnauze voll vom Lockdown. Ich auch. Diese Woche habe ich mir vorgenommen mehr ins Büro zu fahren, genug zu Hause gewesen, ich komme wieder depressiv drauf. Mal sehen wie der Tag wird, ich will auf die Insel, Sonne, im Meer schwimmen und spanisches Essen. Ich vermisse meine Mutter…

Kinder, Bestellung, Supervision und Krankenhaus

Guten Morgen, nicht so gute Nacht. Wach gewesen um 4 und aufgegeben um 7. Könnte aber auch an den Kindern im Haus liegen, die gerade schon wieder toben. Noch kurz ein letztes Mal meine Bestellung durchgesehen, vieles was ich Sonntag ausgewählt habe, ist jetzt nicht mehr verfügbar. Mal sehen was dann heute Abend tatsächlich ankommt. Nochmal bestellen ist bei Rewe eh nicht möglich, alle Lieferslots für meine Gegend sind bis Ende des Jahres ausgebucht. Ich plane ein wenig Weihnachten, wenigstens ein kleines Essen mit Freunden (ohne eigene Familie in Berlin) soll es sein. Ob mein Schatz dabei sein kann, ist unklar, es könnte sein, dass er Essen ausfahren muss. Gestern war nicht so wild, sehr ruhig im Homeoffice, aber durchaus Anfragen und Beratungen gehabt. Mal sehen wie es heute wird, heute mit Supervision und ich habe immer noch die Themen Abgrenzung und Hirnblutungen in meinem Gepäck. Nachdem meine Mutter an Hirnblutungen gestorben ist, finde ich es sehr bedrückend, wenn Leute mit ebenfalls Hirnblutungen zu mir kommen und jederzeit sterben könnten. Bei mir wird nicht gestorben! Aber mal sehen, was der Profi dazu sagt. Der graue zu frühe Tag wird mit Kaffee begossen, langsam wird es hell, schlafen kann ich vielleicht nochmal heute Nachmittag. Zum Negativ scannen bin ich nicht mehr gekommen, aber ab nächste Woche habe ich frei, dann kann es richtig losgehen, es warten hunderte Negative. Die Frau vom Vater ist im Krankenhaus, wegen ihrer gebrochenen Hand, ich hoffe sie kommt da schnell wieder raus. Das Krankenhaus ist aus meiner Sicht niemals ein guter Ort. Pinke Rosen lassen ihre Köpfe hängen, bevor sie erblüht sind, schade, ich fand sie so schön. Auf in den Tag, heute wird mal früh gearbeitet, dann wird dass auch was mit dem Nachmittagsschlaf.

Gute Nacht, Einkäufe und Urlaub

Guten Morgen, endlich mal wieder ausreichend geschlafen und auch fast durch. Er hat mich nachts nur einmal geweckt, weil er wohl zur Toilette musste. Schön gemeinsam zu schlafen, auch wenn ich erst dachte das stört mich. Er hatte gestern einfach spontan beschlossen hier zu bleiben. Für mich heute Homeoffice und das ist gut so, mal sehen, was das Team zum erneuten Lockdown sagt. Leider an meinen freien Tagen nicht so motiviert gewesen zu putzen. Aufgeräumt habe ich etwas und Wäsche gewaschen, aber gestern der große Einkauf vor Ort und die Tour zum Paketshop, haben mir dann gereicht. Ich war danach nicht nur atemlos, sondern auch geschafft. So schnell muss ich jetzt aber nicht mehr einkaufen. Ein Teleskopregal fürs Bad liegt unaufgebaut auf dem Boden, das ist mir zu kompliziert gewesen, ich hoffe heute auf seine Unterstützung dabei. Ich will endlich Urlaub, letzte Woche kam es so weit, dass ich lautstark Grenzen setzten musste, für einen psychisch kranken, sehr grenzüberschreitenden Mann. Zum Glück war ich nicht allein mit ihm. Seit Corona werden unsere Kunden immer verzweifelter und verrückter und ich versuche das etwas abzufedern, solange mich meine Kräfte und Nerven nicht verlassen. Dunkel ist es und kalt, aber alles gut hier. Kaffee kochen ist wohl die nächste Mission und irgendwann später dann das Homeoffice.