Sucuk-Pizza, systemrelevant, Ostern und Zickerei

Guten Morgen, endlich genug geschlafen, das ist doch mal was und Frauenschmerzen, das ist auch mal was und erklärt die Empfindlichkeit der letzten Tage. Blutdruck normal, darüber freue ich mich. Gestern beim Vater war nett und die Sucuk-Pizza lecker, es gibt derzeit nicht die gewohnte Chorizo, aber ich habe einen Großvorrat Sucuk. Gespräche mit dem Vater beruhigen mich immer, so auch gestern. Es ist also durchaus sinnvoll in den Corona-Zeiten weiterhin im Kontakt mit dem Vater zu sein, es tut meiner Seele gut. Die Stadt ist eine Geisterstadt, leere Busse fahren durch die Stadt und überall Polizei. Nachts wird es dann sogar hier total ruhig, keine Autos mehr auf der Straße. Habe zugesagt auch am Sonntag zum Vater zu kommen, wenn ich denn was zum Kochen finde und wenn die Polizei mich nicht aufhält. Interessant ist, wie viele systemrelevante Jobs es plötzlich gibt, aber vielleicht versuchen auch nur die Arbeitgeber mit ihren jetzt ausgestellten Bescheinigungen ihre Angestellten zu sichern, ob das der Berliner Senat dann auch so sieht, wird man erst sehen, wenn die Regeln für eine Ausgangssperre stehen. Rosa Tulpen blühen im Wohnzimmer und erinnern an Ostern. Wann war nochmal Ostern? Ich denke Ostern interessiert derzeit keine Sau. Finde es beruhigend, dass Johannes B. Kerner wieder gesund ist und von seiner flachen Corona Infektion berichtet, deutlich bessere Nachrichten, als die Totenzählung aus Italien. Heute werde ich wohl zu Hause bleiben, noch nicht mal der Müll muss rausgebracht werden, es gibt keinen Grund das Haus zu verlassen. Der Einkauf bei Lidl gestern war erfreulich, reichlich Angebote, kiloweise Reis und Nudeln und auch reichlich Obst, Gemüse und Fleisch. Gut auch dort gab es kein Mehl, keine Hefe, keine Tomatendosen, kein günstiges Öl und kaum Konserven, aber mal ehrlich zum Überleben braucht man das nicht, wenn die sonstigen Regale voll sind. Meine Medikamentenreduktion derzeit funktioniert wunderbar, vielleicht auch genau die richtige Zeit zu reduzieren, denn jetzt habe ich mehr Ruhe, heute z.B. werde ich nur die Telefonkonferenz abwarten, 2 Telefonate führen und mich danach mit einer Tabelle beschäftigen. Die Zusammenarbeit im Team gestaltet sich derzeit schwierig, denn so aus der Ferne gibt es viele Missverständnisse und Zickerei, ich hoffe wir überleben die Homeoffice-Zeit als Team. Auf in den Tag, ein sonniger Tag wartet und der Kaffee schmeckt.

Blutdruck, sterben, Onlineshops und Homeoffice

Guten Morgen, Blutdruck viel zu hoch und das nach dem Aufstehen, ich glaube ich sollte mir doch noch Blutdrucktabletten besorgen, denn bei den Werten wird mir bange. Gestern den Freund weiterbearbeitet, dass er herkommt während Corona, eigentlich will er das auch, möchte aber weiterhin Geld verdienen, Homeoffice ist aber bei seinen Jobs nicht möglich. Es ist nicht gerade förderlich, wenn die beste Freundin und der Bruder ständig von den Leichen und der schwarzen Zukunft erzählen, ich bin da insgesamt noch etwas optimistischer. Das wir jetzt alle sterben, halte ich derzeit für wenig realistisch. Heute Abend zum Vater, trotz allem, solange ich raus darf, gehe ich auch raus, gerade wenn es darum geht den Vater zu sehen. Aber gut, ich reduziere Ausflüge schon stark, gestern war ich nur bei den Mülltonnen und sonst zu Hause. Gestern einen Onlineshop erwischt, der noch im März liefern kann, erst große Freude, dann feststellen müssen, dass alles, was ich haben will und nirgendwo kriege, auch dort nicht erhältlich ist. Also warum bestellen? Ich sollte auch auf mein Geld achten und nicht wahllos irgendeine Nahrung bestellen. Heute keine Tagesverantwortung auf Arbeit, welche Erleichterung, ich muss hier nicht 6 Stunden neben dem Telefon sitzen. Gestern nach der Arbeit aufgeregt gewesen und dann alle Kacheln des 1,80 m hoch gekachelten Bad geputzt, das wolle ich jetzt schon über ein Jahr machen, gestern war es so weit. Die Schränke hier sind voll, eigentlich müsste ich jetzt einen Monat oder länger nicht mehr einkaufen, wenn da nicht die Gelüste nach frischen Dingen wären. Ich werde den Weg heute zum Vater nutzen, um bei ihm in den Lidl zu schauen. Meine Gegend hier ist ganz schön und ich glaube auch immer noch der Bezirk mit den wenigsten Infektionen, aber einkaufen kann man hier nicht. Auf in den Tag, gestern den Fehler gemacht, in meinen zu Hause Klamotten zu arbeiten, das war etwas zu legere, heute gebe ich mir mehr Mühe, auch wenn es keiner sieht.

Notfallpläne, Medikamente und Vater

Mahlzeit, heute früh alles Corona und noch ein bisschen gestohlene Zeit mit dem Liebsten. Notfallpläne müssen her, nicht nur für die Arbeit. Der Tiefkühler und der Kühlschrank ist randvoll, Hunger werde ich/wir nicht so schnell haben. Auch reichlich Klopapier ist da, einzige Unsicherheit besteht wegen meiner Medikamente, ob die weiterhin lieferbar sind. Gerade beim Vater, alles gut soweit und der Hund ist heute verfressen. Auf in den Tag, wir schaffen das und auch die Rentner werden überleben.

Ausgeschlafen, grummelig, alles doof und die alte Nadine

Guten Morgen, endlich wieder ausgeschlafen, herrlich. Grau grüßt der Tag und ich bin wegen gestern noch etwas grummelig. Ich habe mich über die Kollegen geärgert und auch über ihn, aber heute schon besser. Werde langsam wütend auf den Vater, ich will nicht, dass er die Neue schon überall in der Familie und bei Freunden einführt. Die beiden sind noch keine 3 Monate zusammen, da wartet man doch erstmal ab. Mal sehen was der Bruder zu der Neuigkeit sagt, ich vermute aber er wird auch nicht begeistert sein. Ich würde gern meine Wohnung verändern, aber Geld und Zeit habe ich dazu nicht. Gestern Abend meinen ganzen Frust bei der besten Freundin abgelassen, wir haben über 4 Stunden telefoniert. Heute zum Vater und der Bruder kommt auch, aber ich will gar nicht, ich will gerade gar nichts, denn ich denke mir: „Ihr seid alle doof„. Kollegen doof, Freund doof und Vater doof. Ich hatte mir das alles anders vorgestellt. Was ich so will und was ich mir so vorstelle, scheint aber keine Sau zu interessieren. Immerhin habe ich frei, mein Trostpreis, der mir allerdings auch Zeit gibt, mich so richtig aufzuregen. Irgendwas verändert sich gerade bei mir, es ist so als würde meine jahrelange Gleichgültigkeit meinen Mitmenschen gegenüber plötzlich verschwinden, und was ist? Meine Mitmenschen regen mich auf. Die letzten Jahre hat mich nie irgendwas aufgeregt, es war mir alles egal. Das, was ich jetzt fühle, ist wieder die alte Nadine, die immer mit voller Wucht Gefühle empfindet, das ist sicher gesund, aber ich hatte vergessen wie anstrengend mein Leben vor der Krankheit war. Aber jetzt wieder mehr Pillen fressen, um wieder so gleichgültig zu sein, ist auch keine Lösung. Willkommen im Leben einer sehr empfindlichen und emotionalen Frau. Auf in mein neues altes Leben oder auch mutig gestritten, the future is unwritten.

Stein, Labbertag, allein und Hochzeits-Alien

Moin, derzeit meine Spezialität: Schlafen wie ein Stein. Auch heute Nacht, eine traumlose Auszeit ohne Unterbrechungen. Ich weiß ein Geschenk, erst neulich klagte eine Frau, dass sie gern mal wieder lange und tief durchschlafen möchte, ich kann das im Gegensatz zu ihr. Gestern auf Arbeit nicht viel passiert, besonders abends wurde es etwas langweilig. Heute Labbertag, das wird anstrengend. Heute früh allein und das ist auch gut so, wir haben uns die letzten Tage viel gesehen. Feststellen dürfen, dass ich mich in einem potenziellen Hochzeitskleid fühle wie ein Alien, das passt einfach nicht zu mir und auch die beste Freundin fand die Fotos im Kleid merkwürdig. Es ist ja auch merkwürdig, Jahrzehnte habe ich mich dagegen gewehrt und jetzt versuche ich es und es fühlt sich fremd und unpassend an. Ich bin halt keine Braut, ich bin eher der Kumpeltyp. Mal sehen wie ich mit diesem Problem umgehe, aber ich vermute komme ich in einer lila Latzhose zur Hochzeit, wird er blöd gucken. Aber gut, dass ich kein stilles, kleines, Weibchen bin, sollte er jetzt schon wissen. Schauen wir weiter, vielleicht wird es auch einfach nur ein schönes Kleid ohne diesen ganzen weißen Spitzenkram. Grau grüßt der Tag, Abwechselung ist derzeit nicht angesagt, wir haben grau oder grau bei mittleren Temperaturen. Denke viel über den Tod meiner Mutter nach, sie war zum Ende hin eine körperbehinderte Schmerzpatientin, davon bin ich weit entfernt, also lebe ich länger? Irgendwas muss ich ja von meinem genetischen Vater haben, ich hoffe ich habe seine Hirngefäße, die nicht so schwach sind, wie die von meiner Mutter. Auf in den Tag und die männerlose Ruhe genossen, morgen geht es wieder zum Vater, denn er möchte die Pizzaabende doch nicht einstellen. Auf in den Tag, in Hosen und Turnschuhen, so ganz ohne Kleid.

Nachtschicht, Lärmschreck, Blutdruck und Basenbäder

Guten Morgen, nein ich bin noch nicht wach, aber er ist nach seiner Nachtschicht gekommen und schläft jetzt. Er mag die Nachtschicht nicht, die Nachtschicht ist aber gerade der best bezahlte Job, den er haben kann. Ich darf heute auch wieder arbeiten, mal sehen wie es wird, könnte anstrengend werden. Der Kaffee schmeckt und ein blauer Himmel mit Wolken ist zu sehen. Er schnarcht, aber das finde ich schön. Gestern versucht zu ruhen, aber meine Nachbarn haben sehr laut Mucke gehört und ihre Kinder angeschrien. Diese Nachbarn sind wirklich der Lärmschreck des ganzen Hauses, aber klingeln bei mir wegen Monster. Kaum ist er wieder da, ist auch mein Blutdruck wieder zu hoch, ich finde das nicht so erfreulich, aber Trennung wegen dem Blutdruck? Kann ich ihn mir gesundheitlich nicht leisten? Aber ich vermute, dass es mir bei jedem anderen Mann mit ernsten Absichten genauso gehen würde. Es ist die Panik, nicht die Blutgefäße, die den Bluthochdruck entstehen lassen. Wäre es ein rein körperliches Symptom, hätte ich allein und in Ruhe nicht Werte zwischen 100 und 110. Gestern nicht viel passiert: Einkaufen gewesen, Wäsche gewaschen, zwei Schlafversuche die wegen Mucke und Geschrei scheiterten, Reste essen und ein bisschen Aufräumen. Jetzt wo hier eine Hochzeit geplant wird, vermisse ich meine Mutter besonders, es gibt so viele Dinge, bei denen sie mir normalerweise geholfen hätte, aber ich muss alles allein regeln. Es gibt zwar noch den Vater, aber was weiß der von Kleidern und der Planung einer Feierlichkeit? In der Badewanne gewesen, angeblich sollen Basenbäder ganz toll sein, aber mir fehlt bisher der Zusatz. Ich warte auf mein Geld, das Konto sieht mies aus, aber bisher war auf meinen Arbeitgeber immer verlass. Auf in den Tag, die Telekom hat angeblich einen Fehler behoben, es gab seitdem tatsächlich keine Ausfälle, ich hoffe es bleibt dabei. Ich glaube ich gehe jetzt wieder kuscheln, bis zur Arbeit habe ich noch Stunden.

Spät, Mindestlohn, Smartphone und Handakten

Guten Morgen, gestern ist es noch spät geworden auf Arbeit, denn ich habe mich zu einem abendlichen Spontan-Termin überreden lassen und es bereut, das passiert mir nicht nochmal. Früh pennen gegangen und heute Nacht tatsächlich fast 9 Stunden geschlafen, schlafen ist einfach herrlich. Sein Bewerbungsgespräch war gut, aber leider bieten Sie nur Mindestlohn bei einer Vollzeitstelle an, dagegen verdient er jetzt schon mehr. Alles ruhig hier, ist immer noch seltsam hier allein zu sein. Gestern Abend noch baden gewesen, komisch jederzeit baden zu können. Auch heute wird das Büro großteils mir allein gehören, ich habe angefangen einen Spätrhythmus für mich einzuführen, so spät, dass die Kolleginnen da nicht mehr da sind. Ich genieße die Ruhe und natürlich auch das Ausschlafen. Das ist auch eine Lösung für unser Platzproblem, ich mache morgens einfach Platz, indem ich zu Hause bleibe und später komme. Nichts gehört vom Vater, ich vermute, sein Smartphone ist kaputt, es war mal das Smartphone meiner Mutter, ich finde es irgendwie passend, dass das Telefon kaputt geht, wenn er ne Neue hat. So als würde meine Mutter aus dem Himmel, ihr Smartphone zurückrufen. Für die Arbeit einen neuen, großen Karteikasten besorgt, die Kolleginnen waren neidisch und wollen jetzt auch so einen. Bei der Anzahl der Handakten die jede Kollegin hat, ist das auch angemessen, um nicht zu sagen, dringend notwendig. Brötchen warten, der Kaffee schmeckt und der Blutdruck ist zu hoch, aber noch nicht gefährlich, auf in den Tag, gerade kriecht etwas Sonne hinter den Häusern hervor.