Schlaf, Vögel, Allergie, Atmen und Freiheit

Guten Morgen, wieder ausreichend geschlafen. Wunderbar. Über 7 Stunden, das ist so wunderbar. Also lag es doch am Medikament, erst seit Abilify konnte ich nicht mehr länger als 5 Stunden schlafen, oft sogar weniger. Die Vögel stressen, schon ein Unding, dass ich seit über 20 Jahren allergisch bin, die Mutter mir trotzdem ständig neue Vögel anschleppt und mir dabei immer wieder sagt, das sei eine lebenslange Verpflichtung. Also lebenslang nicht mehr atmen können, weil Mutter es will? Immer ein Zimmer für Vögel reservieren müssen, weil ich sonst gar nicht mit den Vögeln in einer Wohnung leben kann? Deswegen mit dem Mann nicht die Wohnung richtig teilen können, weil der Platz für die Vögel reserviert ist? Er sagte irgendwann sowas, dass er nicht versteht, dass ich die Vögel ihm vorziehe. Dabei stimmt das gar nicht, ich fühle mich der Mutter gegenüber verpflichtet. Ständig Atemwegserkrankungen, ständig dieser Lärm und Dreck und kein Platz für den Partner, danke Mama. Ein Schelm, wer böses dabei denkt? Wann darf ich endlich frei sein? Wann darf ich atmen? Meine Wohnung so nutzen, wie ich es möchte? Ja, ich fand das mal gut, mit 13 Jahren, aber seit Anfang 20 hatte ich damit ständig gesundheitliche Probleme und sie wusste das. Wie kann man sowas vorsätzlich der eigenen Tochter antun?

Genug gejammert zum Morgen, es ist einfach unfassbar, vielleicht sollte ich doch mal versuchen zu inserieren und meinem Leiden ein Ende setzen. Es wäre so schön, wenn ich hier endlich atmen und ausschlafen kann. Gestern ging es mir nicht so gut, die hohe Luftfeuchtigkeit macht mir zu schaffen, ewig geschlafen, geschwitzt wie Sau und das Gefühl jedes meiner Glieder ist tonnenschwer. Einkaufen gewesen, ein bisschen geräumt und telefoniert und eine Quiche gemacht. War lecker, leider zu viel davon gegessen. Der Tag grüßt grau, die Bude muss geputzt werden und ich hoffe, dass sich meine Seele und mein Körper jetzt schrittweise erholt. Klar denken und erinnern können, schlafen können, schon mal ein Anfang. Leben, Freiheit, ich habe keine Ahnung was das bedeutet, denn ich hatte es nie. Halbzeit mit Menschen mit ungeklärten Motiven, ich hoffe, es gibt auch Menschen mit guten Motiven und nicht nur Egoismus. Hoffnung, ich habe sie noch und die stirbt ja bekanntlich zuletzt…..

Handwerker, Lebenspartnerschaft, Trotzkopf und Vögel

Guten Morgen, das mit dem Handwerker kommt wirklich sehr unpassend: Bad nicht richtig nutzen können, Chaos in der Bude, das mag ich nicht so. Aber gut, wer mag das schon. Immerhin wenigstens die Toilette ist nutzbar. Dazu der Termin mit dem Mann gestern, alles etwas stressig, auch wenn der Termin gut lief. Bin ich froh, wenn die heute fertig werden und meine Wohnung wieder die gewohnte Ordnung hat. Morgens um acht bereitstehen, um fremde Männer in die Bude zu lassen, nicht so mein Ding. Eiscreme, gerade mein Ding, aber viel zu viel, es wird nicht viel besser, wenn man das Eis unter Obst und Nüssen versteckt. Über meine Dämonen nachgedacht, meine haben Vor- und Nachnamen und sind tot oder lebendig. Nix hier mit Phantasie und Science Fiction, auch nichts mit Wahnvorstellungen und Psychose, die gibt es/gab es in echt. Schön, dass wenigstens ich mir selber da jetzt glauben kann, ohne irre zu werden und/oder mich mit Neuroleptika auszuschalten. Es muss einen anderen Weg geben, damit umzugehen.

Es ist immer noch zu warm, um gut schlafen zu können, aber offene Balkontür ist auch gruselig. Immer wieder diese Forderungen: „Nadine braucht einen Mann!“ Warum denn? Also Männer sind hier und da schon ganz praktisch, aber immer, überall und für immer? Ist frau unvollständig ohne Mann? Ist eine Lebenspartnerschaft wirklich das höchste Ziel? Warum? Also klar, Familie, Freunde, die braucht man schon im Leben, niemand ist eine Insel, aber muss frau heutzutage noch im traditionellen Modell leben? Der Trotzkopf schreit da schnell: „Nein, muss ich nicht!“. Können wir nicht alle selbstständige Menschen im Austausch sein? Ich habe nichts gegen Liebe, auch nichts gegen Familie, aber bitte freiwillig! Wozu ist Wohlstand denn sonst gut, wenn nicht zur freien Lebensgestaltung? Ich erinnere mich noch an die Zweckehen meiner weiblichen Vorfahren, da war es wirklich nötig einen Mann zu finden, um zu überleben, aber heute? Heute braucht frau Verbündete, keine Frage, aber die können auch weiblich sein, Familie, Freunde oder Nachbarn.

Lange mit der Freundin telefoniert, war aber irgendwann stressig, ist halt so, wenn der eigene Redeanteil über lange Zeit fast gegen null geht. Da soll einer nochmal sagen, ich rede viel, der hat sie noch nicht erlebt. Bad etwas geputzt, wer Badmöbel abbaut, der erlebt ungeahnte Drecksecken. Gekocht Schupfnudeln mit Brokkoli und Geflügelwurst, war ganz gut, langsam lichtet sich der übervolle Kühlschrank, aber heute gibt es Nachschub. Habe weitere Rotkohl Experimente vor, da geht deutlich mehr, als klassischer Rotkohl zu Weihnachten. Versuchen wir es entspannt anzugehen, keine Vögel zu hören gerade, ich lausche dann mal, notfalls am Laptop:

Vögel, Vorräte, sparen, Probleme, taub und Polenta

Guten Morgen, wach geworden durch die Vögel, die zu laut singen. Wieder eine kurze Nacht und ich schaue verpeilt in den Tag. Gestern massive Probleme mit dem Arbeitstelefon, ständig nichts zu hören, sehr hinderlich, wenn man telefonieren möchte. Doch nicht beim Mann gewesen, weil der nach der Arbeit zu Ikea wollte und es mir zu spät wurde. Die Aussicht, mit einer blutigen Ferse, einer Mikrowelle unter dem Arm und anderen schweren Kram, mit den Öffentliche zu ihm zu fahren, war dann auch wenig motivierend. Ich kann kaum laufen, aber soll mit mindestens 30 Kilo unhandlichen Zusatzgewicht zu Fuß und per Bus durch die Stadt? Ich finde da könnte er mich und den ganzen Kram auch abholen. Die tragende Rolle für seine Wohnung kann er nämlich selbst spielen, finde ich. Gestern dann nach der Arbeit, noch meine letzten Online-Einkäufe optimiert, um die Vorräte nochmal aufzustocken. Aus meinen früheren beruflichen Leben habe ich da noch das Wissen, wie man Sonderangebote, Treuepunkte und Gutscheine so kombiniert, dass man deutlich weniger zahlt.

Pakete kamen an, aber ich erwarte noch weitere Pakete für den Mann. Ich gehe dann erstmal nicht zu Ikea, dieses Sparen durch eine unendliche Reise durch ein Warenhaus ist mir zu stressig. Da zahle ich gern 4,95 Euro, um nicht kilometerweit zu laufen und zu schleppen und auf diesen Weg vielleicht deutlich mehr zu kaufen, als ich eigentlich wollte. Mal sehen, ob ich es heute zum Mann schaffe, er will seinen Kram und mich heute abholen. Den Krieg nicht weiterhin beobachtet, sondern vorbereitet auf die Auswirkungen des Krieges. Telefoniert mit Freundinnen, aber nicht so in Samariterstimmung, mich interessieren die Probleme von Fremden gerade weniger, ich habe eigene Probleme und Freunde und Familie, die auch Probleme haben, das reicht mir dann für den Moment. Auch ich kann mal egoistisch im Selbstschutz verweilen. Meine Selbstwahrnehmung ist immer noch halb eingeschlafen, ich habe jahrelang nicht mitbekommen, was mit meinem Körper los ist, vielleicht weil die Seele zu betäubt war, nicht nur durch Neuroleptika. Aufwachen und feststellen, dass man sich einem Hängebauchschwein angenähert hat, ist dann auch nicht so motivierten wach zu bleiben. Mein Instinkt sagt mir da eher Loch graben und verstecken.

Nachdem ich angefangen habe für den Mann zu putzen, sehe ich auch hier den Dreck deutlicher und frage mich, ob ich blind war. Gegessen gestern indisch, war nicht so gut, aber ich zu faul zu kochen. Später dann einen ersten Versuch mit Polenta gemacht. Ach, versuchen wir es mit ruhigeren Klängen zum morgen und sind bereit für das Klingeln an der Tür durch Lieferanten.

Gebacken, Öl-Frage, Lamm, Pharmaprodukte und das Rennen

Guten Morgen, wirklich ganz gut so weit. Für meine Verhältnisse sehr lange geschlafen. Gestern gar nicht gekocht, sondern koreanisch bestellt, war lecker, aber zu viel davon gegessen und Bauchschmerzen später, ich ahne es war zu fettig. Stattdessen gebacken, einen einfachen Erdbeer-Rhabarber-Joghurtkuchen, der gut gelungen ist und später noch einen Teig für einen Hefezopf heute vorbereitet. Beides eigentlich nicht für mich, der Kuchen ist für den Vater, der Hefezopf für den Mann. Ich muss trotzdem aufpassen, nicht vorher alles allein aufzuessen. Der Kaffee schmeckt und ich bin für die heutige Zeit ein Snob, wenn es um Essen geht. Andere schimpfen, dass es kein Öl gibt und ich frage welches Öl? Olive, Sesam, Walnuss? Seitdem ich mehr koche, habe ich nämlich eine Öl-Sammlung für jede Gelegenheit. Rückblickend eine gute Vorbereitung auf jetzt, denn früher hatte ich immer nur eine Flasche Rapsöl im Haus und war die leer, war Öl halt leer. Aber gut, früher habe ich auch abgepackte Billigwurst vom Discounter gegessen, würde ich heute auch in Notlagen nicht mehr essen. Dann lieber gar keine Wurst.

Der Mann kommt heute vorbei und hat sich Lamm gewünscht, ich plane das Lamm in Tomatensoße mit Brokkoli und Polenta oder Kartoffeln dazu. Wenn Lamm denn heute geliefert wird, das bleibt aktuell noch eine Überraschung, was denn so geliefert wird von der Wunschliste. Nur weil ich es ausgewählt und bezahlt habe, heißt es nicht, dass ich es bekomme. Es gibt aber noch einen Notfallplan. Die Vögel singen ein Lied und die Wäsche trocknet. Medikamente genommen, ich finde es immer noch unnatürlich, dass Menschen regelmäßig Medikamente nehmen, zum Teil lebenslang. Früher haben Menschen auch ohne Pillen gelebt, aber gut, früher sind die Menschen auch früher gestorben. Bei Psychopharmaka bin ich mir aber nicht so sicher, ob das lebensverlängernd ist, oder eher das Gegenteil. Bei mir persönlich haben die Pillen eher dazu geführt, dass meine Lebensqualität und Lebenserwartung gesunken sind. Körperlich war ich noch nie so krank wie jetzt. Aber gut, nun kenne ich eine Methode, wie man jemanden mit Pillen lebendig begraben kann, ohne dabei ins Gefängnis zu kommen. Das die Pharmaindustrie so selten für Nebenwirkungen gerade stehen muss ist schon ein Skandal über den viel zu wenige schreien.

Zurück in mein kleines Leben in Berlin, Kaffeeflecken auf dem Boden erzählen von einer verpeilten Nadine zum Morgen, ich wollte ja eh noch den Boden wischen. Sehe etwas Sonne, die Autos rasen wieder als wäre das hier eine Autobahn vor meinem Fenster, eigentlich gilt hier 50 km/h uneigentlich fahren hier alle 100 hm/h? Ich verstehe nicht, warum die Polizei nicht mit einer Radarfalle zum Abkassieren kommt. Vielleicht weil sie hier gerne selber mit Blaulicht und mehr als 100 km/h vorbeirasen? Passend dazu ein Song aus der Vergangenheit…

Atmen in der Nacht, basische Ernährung und blauer Himmel

Guten Morgen ohne Atemwegsprobleme, nicht aufgewacht mitten in der Nacht, weil ich keine Luft mehr bekomme. Atmen durch die Nase, einfach so. Was ist anders? Einfach mal die Tür zum Vogelzimmer geschlossen und durch die restlichen Zimmer durchgelüftet. Voilà kaum eine allergische Reaktion und atmen können. Dass das so krass ist, war mir nicht bewusst. Ich dachte, es liegt an anderen Dingen, dass meine Nase ständig zu ist, ich dann durch den Mund atme und dann Halsschmerzen bekomme. Schon ne fiese Nummer, dass meine Mutter mir trotz seit über 20 Jahren bekannter Allergie gegen Vögel immer neue Vögel anschleppte, mit dem Satz: „Haustiere hat man bis an dessen Lebensende.“ Tja, was ist nur mit meinem Leben? Ich meine jetzt nicht den Ehemann, der hier auch keine Vögel will, ich meine mich selber, die nun mal atmen muss. Doch was soll ich machen? Die Tierheime quellen gerade über mit abgegeben Tieren und es ist noch zu kalt, um die Vögel vielleicht einfach auf den Balkon zu stellen, wir müssen uns auf jeden Fall räumlich trennen. Bei aller Aufopferung, Verpflichtung und Ehrencodex, atmen für mich muss schon sein. Auch steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann wieder öfter hier ist und dass meine Nachbarn mich weniger wegen ohrenbetäubenden Vogelgesang hassen.

Auch heute keine Kerze, es ist bereits hell genug, ich rutsche gerade wieder in den Nachtmodus, nachdem ich jetzt monatelang unfreiwillig der Frühmensch gewesen bin. Seit der Pubertät bin ich eine Eule, erst mit der Umstellung/Reduktion der Neuroleptika war ich plötzlich immer so früh wach. Die Annahme Frühaufsteher wären die besseren und produktiveren Menschen kann ich nicht unterschreiben, wer mich kennt weiß, dass ich ein Arbeitstier bin und gar nicht faul, wie man es den Eulen gern unterstellt. Gestern endlich die Hühnersuppe gemacht und mit der Tante telefoniert. Die erzählte von ihrer überstandenen Corona-Infektion und von Darmsanierung durch Heilfasten oder basische Ernährung. So nennt sich das also, was ich gerade mit mehr vegetarischer Ernährung versuche und mir offensichtlich guttut. Wie konnte ich so lange mit verstopften, entzündeten Atemwegen und Magendarmbeschwerden aushalten? Alles Sedierung? Ein Fluch? Da soll mich einer nochmal fragen, warum ich schlecht drauf bin, wenn elementare Dinge wie Atmen, schlafen und Verdauung nicht funktionieren. Das muss sich ändern, so kann es nicht weitergehen.

Ich habe auch ein Recht auf mein Leben. Nein, ich habe an erster Stelle ein Recht auf mein Leben und ganz sicher auch dabei atmen, schlafen und essen zu können. Heute Homeoffice und schwimmen gehen, ich freue mich aufs Schwimmen, es tut mir sehr gut, und wenn ich durch die Nase atmen kann, kann ich vielleicht auch bald wieder kraulen? Brustschwimmen ist so rentnermässig, in frühen Jahren bin ich immer mit dem Kraulen allen davon geschwommen. Nix gehört von Mann gestern, ich hoffe, es geht ihm gut. Wenig geschlafen, aber ich fühle mich trotzdem ganz gut, vielleicht weil ich atmen konnte und keine Magendarmprobleme hatte. Blauer Himmel ist zu sehen, es wird Zeit für mehr blauen Himmel für mich:

Alle melden sich, Rotkohl, Mutter und wieder ich?

Guten Morgen, noch gar nicht richtig wach. Gestern tatsächlich einkaufen gewesen und noch einen Sack Altkleider weggebracht. Danach ein Schläfchen und dann über 4 Stunden telefoniert, denn gestern war der „alle melden sich“ Tag. Heute neue Kochbox kriegen und schwimmen in Köpenick, danach gibt es dann wohl Fleisch mit Pommes, diese Woche aber auch vegetarische Gerichte bestellt. Gestern Reste von vorgestern gegessen, der Rotkohl ist nach wie vor meine große Helferin. Morgen dann wohl ins Kino, der neue Matrix Film ist wohl Pflicht für alle über 40, was für ein Zufall ich habe auch interessierte Freunde in dem Alter und bin verabredet. Das Gute in meinem Bezirk, wir haben ein Kino wo keiner hingeht, ich genieße es in leeren oder fast leeren Kinos zu sitzen. Zu viele Mitmenschen sind doch meist nur störend. Nachdem wieder Platz im Kleiderschrank ist, ein paar Oberteile bestellt, immer nur Sachen von Mutti auftragen, ist genau genommen vielleicht doch zu viel des Guten. Vor allem, nachdem ich diese Sachen vor ihrem Tod niemals getragen hätte. Ich werde sie auch so nicht vergessen. Ich habe so viele Sachen von ihr, es muss dazu nicht auch noch alle ihre Kleidung sein. Versuche ich doch mal wieder ich zu sein.

Der Mann weilt mit Magen-Darm-Problemen immer noch beim Cousin, ich denke, das tut ihm gut, also der Cousin. Heute Mission Vogelkäfig umstellen, sie kommen wieder in einen ruhigen Raum und ich darf hier wieder atmen? Ich bin nämlich immer noch allergisch auf die Vögel. Dass die hier stehen, war eigentlich nur wegen des Mannes. Dabei werde ich den Altar der Mutter wohl auch abbauen. Sie ist auch so immer bei mir, ich brauche doch nur in den Spiegel schauen oder in meine Küche gehen, überall sie. Mir ist vieles klar geworden, was sie betrifft, viele unserer Kriege waren Missverständnisse, schade, dass ich das nicht früher bemerkt habe. Aber besser spät als nie. Genieße die Ruhe zwischen den Jahren und bin erfreut, dass es wieder wärmer wird die Woche. Leider sind nämlich meine Getränke auf dem Balkon eingefroren. Weihnachten gab es schon gefrorene Paprika vom Balkon. Schauen wir mal wie es weiter geht mit der alten, dicken Lady in Berlin, die braucht jetzt wieder einen Terminkalender und kleidet sich neu ein. Ach, ich lasse einen kleinen, talentierten Mann für mich sprechen:

Ostern, Essen, denken für Politiker und Hund

Guten Morgen oder besser frohe Ostern? Ganz passable Nacht mit einmal wach sein. Ostern ohne Mutter immer noch seltsam. Habe mit als Erinnerung an die Kindheit Kresse besorgt, ich liebe Kresse und gesund ist sie auch. Das gibt heute ein Eibrot mit Kresse. Die Erdnuss-Nudeln gestern, werde ich wieder machen sehr lecker und er mochte es auch. Nachdem er mich heute verlassen wird, um in die Kirche zu gehen, feier ich Ostern allein, allein feiern heißt bei mir Steak. Habe ich früher auch immer zu Weihnachten gemacht, als ich keinen Kontakt zur Familie hatte. Gestern erfolgreich 20 Masken verteilt, ich bin für Bewegungsfreiheit, auch für die finanziell armen. Abends dann einen Hefezopf nach alten Rezept gebacken, er ist sehr gut geworden und der Mann hat sich drauf gestürzt. Ich mag diese neumodischen Rezepte meist nicht, sie sind unnötig kompliziert und oft ist dann für die Zutatenliste eine Weltreise nötig. Ich koche dann lieber wie Oma, einfache Zutatenliste mit Zutaten die man überall kriegt. Meine Vögel haben die Sonne gesehen und los geschrien, ich glaube heute gibt es einen Ostern Cracker für Sie. Für die Menschen warten hier noch Lindt Osterhasen, bei meinem Schatz steht noch ein Weihnachtsmann im Regal. Der Kaffee schmeckt, wie immer im etwas Vanillezucker und reichlich Milch. Habe mir vorgenommen heute meinen Kleiderschrank zu sortieren, vieles kann weg, das wird auch einiges meiner Mutter sein. Aber im dritten Jahr nach ihrem Tod kann man aufhören ihre Sachen aufzutragen? Es wird Zeit, dass ich mich selbst finde, ich bin nicht ihr Abziehbild. Bin gespannt was mit den Tests wird, aber statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir beide Corona haben sehr gering. Ich werde morgen nach dem Testergebnis informieren. Er hat sich jetzt auch in anderen Städten beworben, nicht lustig, wenn man wegen des Berufes weg muss. Mal sehen wie weit ich heute mit dem Aufräumen komme, vielleicht setzte ich mich auch einfach auf den Balkon und beobachte Nachbarn. Ich freue mich, dass Herr Laschet über Ostern nachdenken möchte, wie aufopfernd, an seinen freien Tag über wirkungsvolle Maßnahmen nachdenken. Ich frage mich nur was hat er das ganze letzte Jahr während seiner Dienstzeit gemacht? Erst denken, dann handeln, ein neues Prinzip für Politiker? Morgen Abend kommt der Hund zu mir, ich freue mich und gleichzeitig nicht, denn fast 30 Kilo und die Treppe hoch und runter zu tragen ist schon ne Nummer und ich selber bin ja auch gerade kein Leichtgewicht. Auf in den Tag, die Spatzen draußen singen ein Lied und ich hatte meine Ruhe am Morgen.

Vögel, Büro und gescheiterte Moderation

Guten Morgen, soweit alles gut, ganz passabel geschlafen, aber zum Aufstehen mussten die Vögel schreien, was ihn nicht erfreut hat. Heute ins Büro Datensicherung und Beratungen machen, mal sehen, wie es wird. Das Menü ist gestern ganz gut geworden, heute dann Kebab. Der Kaffee schmeckt und die Sonne scheint. Gestern das erste Mal wieder tagsüber das Medikament genommen, mir ging es etwas seltsam mit Übelkeit. Fühle mich als Raucherin in der eigenen Wohnung bedrängt, aber leider kann ich da wenig argumentieren, dass Rauchen ja so gut sei. Auf Arbeit zunehmend friedlich, eingesehen, dass ich es nicht persönlich nehmen sollte, wenn ich es als Moderator der Teamsitzungen nicht schaffe den Redefluss der Kolleginnen zu stoppen, daran sind jetzt auch schon mehrere Profis gescheitert. Ich hatte es erst als respektloses Verhalten und mein Scheitern daran interpretiert. Alles da für das Frühstück, aber keinen Hunger. Die Brandnooz Coolbox ist wie erwartet gut, kann ich fast alles gebrauchen, so kann es gern weiter gehen. Lust auf den Tag und mit diesem Song im Ohr den ersten Kaffee genossen:

Faul, Fernsehen, Karma und Lockerungen

Guten Morgen, ganz passable Nacht, allein geschlafen, er ist auf dem Sofa eingepennt. Egal, ich kann mittlerweile eigentlich auch ganz gut mit ihm im Bett schlafen. Gestern sehr faul gewesen, kein Antrieb für den Haushalt, habe ein Paket abgeholt, war einkaufen, habe mich mit der Steuererklärung beschäftigt und ein Brot gebacken, mehr war nicht drin, also sieht es hier wüst aus. Habe vielleicht die Chance ins Fernsehen zu kommen, bin mir aber unklar darüber, ob ich Bewerbungsbilder einreichen soll, denn die wollen nicht nur mich sehen, sondern auch meine Wohnung. Keine Ahnung, ob ich das will, Fremde in der Wohnung. Heute Homeoffice, es warten bereits viele E-Mails, aber ich beschäftige mich später damit. Ich hoffe dem Vater geht es gut, er arbeitet zu viel, jemand müsste ihn stoppen, er ist keine 20 mehr wo eine 60 Stunden Woche plus an einem vorbeigeht. Aktuell denke ich an die Vergangenheit, bei einigen Sachen würde ich gern Strafanzeige stellen, aber wahrscheinlich alles zu lange her. Wie dumm oder vielleicht auch schon krank, war ich in 2012. Schon hart, wenn andere das gnadenlos ausnutzen und mir massiv schaden. Aber vorbei, alles vorbei, ich hoffe, das Karma richtet es. Ein grauer kalter Tag grüßt, er war gestern sehr durcheinander, weil es kein warmes Essen gab, als er kam, so sehr verwöhnt habe ich ihn, dass er wohl dachte, das wäre selbstverständlich. Ich bin hier aber nicht seine Bedienstete, ich arbeite selber und habe auch meine Grenzen und aktuell stehe ich an einer und bin sehr müde. Die Vögel zwitschern und mir geht es ganz passabel, mich nervt nur der Zustand der Bude. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe auf Lockerungen in Berlin. Ist zwar ganz lustig, wenn plötzlich alle so leben müssen, wie ich es eh schon seit Jahren tue, aber ich lebe dabei nach dem Berliner Motto: „Alle Möglichkeiten haben, keine nutzen.“ Aktuell gibt es dafür aber einfach zu wenig Möglichkeiten, um das Sofa als bewusste Wahl zu zelebrieren. Auf in den Tag, frisches Mehrkornbrot wartet und ich glaube auch mein Mann, das ich hier endlich fertig werde.

Bügeln, schwarz, Lieferung und Randy

Guten Morgen, ganz ok, aber nachts nochmal raus wegen dem Hund. Er ist irgendwie sehr mies drauf, ich wollte nur, dass er nicht in der Küche bügelt und das Bügelbrett nutzt und er fing an zu schimpfen er sei nicht blöd. Gut dann lasse ich ihn mal, seine Reaktion war auf jeden Fall überzogen. Blutdruck ok, Augenringe zu schwarz, ich bin froh, wenn ich heute Nacht nicht mit dem Hund rausmuss, auch wenn er der liebste Hund der Welt ist. Er hat ein Bewerbungsgespräch in einer Videokonferenz, deswegen Bügeln, einen Haarschnitt gibt es ja nicht. Heute wieder Homeoffice für mich, bin ganz froh, wenn ich morgen ins Büro darf. Gestern unser Jobcoaching war ok, keine gute Laune danach, aber auch nicht schlechter als vorher. Heute Supervision, ich hoffe auch ohne Ausraster und Streit. Der Hund schläft, ich will erst später mit ihm raus, die Vögel halten zum Glück auch den Schnabel. Gestern Reste von Bolognese und Burger gegessen, er mag mittlerweile meine Burger lieber als McDonalds. Heute erwarte ich Pakete, ein Regal und eine Brandnooz Box, ich bin gespannt was geliefert wird. Schade dass man nicht bei IKEA bestellen kann, aber 40 Euro Liefergebühr sind mir einfach zu viel für ein Produkt das unter 40 Euro kostet. Bei einem anderen Möbelhaus zahle ich nur 10 Euro für die Lieferung. Gestern im Wald gewesen hat gutgetan, heute geht es wieder in den Wald. Die alte Dame mit dem Hund muss dabei Pausen machen, der Hund aber auch, also passen wir zusammen. Ich wünsche so sehr, dass er einen richtigen Job findet, die Verdienstchancen sind theoretisch gut. Ein grauer Tag grüßt, aber ich sehe Licht und höre das Rauschen der Straße und denke an Randy Crawford: