Kotzgeräusch, Pizza, Regen, Frühstück, früher und mein Leben

Guten Morgen, nicht so gute Nacht, dieses Mal weiß ich aber warum, der Hund hat in der Nacht Kotzgeräusche gemacht, aber anscheinend nicht gekotzt. Hunderunde bereits hinter mir, wach und gutaussehend ist was anderes, aber das braucht es auch nicht um einen Hund hinterherzulaufen und seine Hinterlassenschaften aufzusammeln. Gestern Homeofficetag ganz ok und auch noch im Büro gewesen. Pizza für den Vater gemacht, wobei ich mittlerweile auch eine Empfehlung für den Lidl Pizza XXL Teig aussprechen möchte. Heute wieder Homeoffice mit einigen Telefonterminen, mal sehen, wie es wird. Scheißwetter haben wir, es ist grau und dunkel und es regnet in einer Tour, genau das richtige Spaziergehwetter.^^Aber heute Nachmittag geht es dann trotzdem in den Wald. Ein Paket sollte heute kommen, langsam kenne ich unseren Hermes-Boten, eine verlässliche Größe. Vor lauter Hund ist die Birne gerade leer. Mein kleines Leben in Berlin mit Hund zum Morgen. Der Mann will morgen vielleicht vorbeikommen, aber irgendwie entfernen wir uns gerade immer mehr, er scheint es nur nicht zu merken. Er scheint nicht zu verstehen, dass ich nicht die Frau bin, die man mit gutem Verdienst und einem Auto beeindrucken kann, sowas ist mir ziemlich egal, ich will das Kostbarste: Zeit. Er investiert aber gerade alle Zeit in Job und Führerschein.

Übergegangen mein Frühstück am Vorabend vorzubereiten, morgens habe ich einfach keine Lust lange darauf zu warten, bis die Haferflocken weich genug sind. Keine Ahnung wie es weitergeht, mit allen, aber mache dann trotzdem mal weiter. Zum Glück keine frühen Termine heute, also jetzt erstmal entspannen. Der Vogel nervt, was geht der mir auf die Eier, aber genau deswegen macht er Stress, er will Eier, aber keine willige Henne in Sicht. Der Kaffee schmeckt und die Leute aus der Einzimmerwohnung von oben sind gestern Nacht wieder unzählige Male laut durch das Treppenhaus gelaufen, keine Ahnung, warum um Mitternacht Dinge erledigt werden müssen und jetzt auch wieder, immer zwei Männer, ich frage mich wie viele Leute da leben oder ob sie Treppenhausnutzung als Sport sehen. Ja, ja, man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. Zum Beispiel einen ruhigen Hausflur. Nein ich singe jetzt kein Lied über früher, früher war bei mir auch oft nicht besser. Früher war ich nur jung und gesund, die Chancen waren besser, aber geklappt hat trotzdem nichts. Der Blutdruck ist unten, der Kaffee schmeckt und der Hund frühstückt vor mir.

Heute vielleicht ein Gnocchi-Auflauf in Tomatensoße mit Zucchini, wobei ich bemerken muss, dass Zucchini gerade mit über drei Euro das Kilo einen sehr hohen Preis hat. Normalerweise kostet das die Hälfte. In meiner jetzigen Situation an Essen sparen geht aber nicht und möchte ich auch nicht. Nie wieder billige Cervelatwurst von Aldi, dann lieber woanders gespart. Irgendwie musikalisch etwas aggressiv gerade, aber dieser Onkelz Song passt gerade wunderbar: Das ist mein Leben…

2022, Gast, Veränderung und aufstehen

Guten Morgen oder besser frohes neues Jahr?! Ich bin weder froh noch traurig, eher neutral. Was für ein beschissener Tag gestern, mit einem Abend der als OK durchgeht. Der Trauzeuge kam nämlich spontan doch und ich hatte damit zu wenig Essen und Getränke. Abgesehen davon hätte ich lieber meine Ruhe gehabt, im Zweifelsfall auch ganz alleine. Dieses Silvester nicht alleine sein wollen, ist doch nur ein Resultat von konditioniertet Erwartungshaltung. Das Feuerwerk vor der Tür war aber toll, nix hier von wegen Böllerverbot. Danach aber sehr müde gewesen und dem Gast das auch signalisiert und schlafen gegangen. Alles gerade etwas viel, Trauer und Veränderung. Gestern für meine Verhältnisse gesoffen: Bier, Sekt, Amaretto, aber ich vermute, das reicht dann für den Rest des Jahres. Der Mann hat gestern Blumen mitgebracht, endlich die richtigen Blumen, Gerbera statt Rosen. Eine Kerze brennt, der Kaffee schmeckt, die Spülmaschine läuft und der Mann schläft noch.

Immerhin gestern im Haushalt geputzt und geräumt, ich finde die ganzen Sachen der Mutter hier gerade doch belastend, weil ich bis gestern Abend nicht dazu gekommen bin alles durchzuwaschen und wegzusortieren. Gerne hätte ich diesen Ballast nicht mit ins neue Jahr genommen. 2022 eine Jahreszahl, die sich futuristisch anhört, aber doch schon jetzt ist. Obwohl ich nicht allein war, fühlte ich mich allein, vielleicht weil mein Kopf, meine Seele woanders war. Aber was soll es so war es schon sehr oft in meinem Leben, dass ich letztendlich mit meinem Kopf, meinen Gedanken allein bin. Bald wieder Arbeit, Vorfreude aktuell nicht vorhanden, ich brauche noch Zeit. Die Nachbarn gestern gar nicht gehört, alle ausgeflogen oder waren wir hier einfach die lautesten?

Heute nicht viel vor, wahrscheinlich noch frühstücken mit dem Mann und dann endlich Ruhe in der Kiste? Nicht wirklich Lust auf Menschen, es reicht ja schon, wenn ich einer bin. Ein grauer Tag grüßt, bei zu warmen Temperaturen für Dezember, Neuanfang, warum ausgerechnet am ersten Januar? Warum nicht zum Geburtstag? Kaum Neujahrsgrüße erhalten, alle schon am Pennen gewesen? Ich habe gehört, dass alte Leute Leute in meinem Alter das machen. Immer noch entspannend, keinen Vogel hier zu haben, er scheint wirklich das jeweilige Zimmer, indem er ist zu verteidigen. Das nenne ich mal einen Luxusvogel, der ein eigenes Zimmer will. Mein Kopf ist ok, keine Kopfschmerzen, wie die Tage öfter, da stehe ich nun in 2022, so allein wie schon immer, versuchen wir es trotzdem, mit guter Laune:

Freizeitstress, Matrix, kochen, Studenten-Sperrmüll-Schick und Geld

Ein Gruß aus der Nacht, das nenne ich Freizeitstress: bloggen wollen, schwimmen wollen und ins Lager müssen. Aber wahrscheinlich besser so, wenn das Lager endlich geräumt ist und ich nicht ständig diesen Druck und das schlechte Gewissen im Nacken habe. Der Kinobesuch gestern hat sich gelohnt, ich fand, der neue Matrixfilm war trotz Überlänge sehr kurzweilig. Aktion, philosophische Gespräche, Psychiatriekritik und die gute Botschaft, dass es nie zu spät im Leben ist. Ich ging mit einem Lächeln aus dem Film. Die Begleitung fand es auch gut und wir hatten eine ganze Sitzreihe für uns allein. Danach die japanische Suppe gekocht und für gut befunden, das war gestern fast ein vegetarischer Tag, nur eine Scheibe Salami und Schinken waren gestern mein Fleischanteil an der Ernährung. Heute ist eine Wiederholung geplant: „Tikka-Masala-Curry mit knusprigem Paneer-Käse“ ein Gericht, dass ich schon mal gekocht hatte und für gut befunden habe. Aber gut, ich finde fast alles mit Käse gut, vielleicht etwas zu gut. Silvester eigentlich nur ein Essen mit dem Mann geplant, aber der Trauzeuge hat sich eingeladen und ich sage dazu nicht nein. Silvester dann nicht vegetarisch und asiatisch kochen.

Es ist gerade so entspannend ohne Vogel hier zu sein, wie konnte ich so lange nach dem Auszug des Mannes warten, den Vogel wieder in ein anderes Zimmer zu positionieren? Ich denke auch die Nachbarn sind erleichtert, hier keine Geräuschalarmanlage in Form eines Nymphensittichs mehr zu haben. Zum Glück morgen früh einen Liefertermin ergattert, so konnte ich gestern Abend noch spontan beim Essen auf drei Personen umplanen, ohne in Stress zu geraten. Der Kaffee schmeckt, die Verdauung bereitet bisher keine Probleme, aktuell bin ich leider wieder „Pupsi“ meine Verdauung rebelliert ständig, ziemlich peinlich für mich. Meine Wohnung sieht jetzt schrittweise ziemlich erwachsen aus, der Studenten-Sperrmüll-Schick verschwindet schrittweise. Ich wusste irgendwie, als ich anfing meine Poster zu rahmen und nicht mehr mit Stecknadeln an der Wand zu befestigen, dass es wohl bald vorbei ist mit Einrichtungskindergarten. Findet der Mann ziemlich erfreulich, dem war das hier alles immer irgendwie peinlich, jetzt dürfen Gäste kommen.

Die finanzielle Armut der Kindheit und besonders die als Studentin zu vergessen, hat etwas länger gedauert. Obwohl, das werde ich nie vergessen, aber langsam mal loslassen, das ist die andere Geschichte. Ich kann ja immer noch sparsam leben, auch wenn es hier nicht mehr wie im Sozialkaufhaus aussieht. Ich werde schon nicht zum totalen Kapitalisten, nur weil ich Geld in meine Einrichtung stecke. In meinen Herzen bin ich immer ein Arbeiterkind, das sitzt tief, die Liebe zum Geld wird niemals allein mein Lebensinhalt sein…

Finster, abgestürzt, Express-Beratungen, Kerzenschein und Weihnachten

Guten Morgen, endlich wieder mehr geschlafen, aber draußen ist es trotzdem finster. Gestern Nachmittag emotional völlig abgestürzt, ich vermute Hormone, gerade geht es aber wieder. Das Gesicht hat sich wieder beruhigt, die Kosmetikerin sprach bei dieser Behandlung von einem Trauma für die Haut. Also Trauma Leben mit Trauma verbessern/heilen? Interessante Herangehensweise, schlimmes mit schlimmeren verbessern? Bei der Gesichtshaut scheint das teilweise zu funktionieren, aber im Rest des Lebens? Gestern im Büro, der Tag der ungewöhnlich kurzen Beratungen, passiert mir sonst nie, dass die Leute nicht ihre volle Zeit nutzen. Aber passte, ich war eh nicht gut gelaunt und wenn die Leute nur wenige Fragen haben, auch gut. Leute die ihre Seele ausschütten, brauche ich gerade weniger, auch keine Katastrophengeschichten. Ich habe schon genug Drama und Katastrophe in meinem Leben. Heute wieder Büro mit netter Kollegin, immerhin, hier allein zu Hause sitzen, ist auf gar keinen Fall eine gute Idee. Mal schauen, ob ich heute nach der Arbeit noch einen Drogeriemarkt besuche, gerade bestellen ist so eine Sache, denn die Paketdienste sind wieder überlastet. Kein Fernsehen und keine Musik gestern, das ist mir gerade alles zu viel.

Gerade sitze ich abends bei Kerzenschein in der Stille und surfe im Internet, ist schon aufregend genug, laute Technomusik gibt es ja von den Nachbarn dazu. Dezember, Weihnachten kommt, Vorfreude sieht anders aus, nur feiern mit meinen Männern, mehr ist nicht geplant. Weihnachten war noch nie meins, da selten ein schönes Fest für mich. Weihnachten ist für mich eher wie ein Shrek Zitat: „Weihnachten ist nicht Weihnachten, wenn keiner heult.“ Immerhin geheult wurde die letzten Jahre nicht, aber spannend oder freudig ist auch was anderes. Heute einige Termine, mal sehen, ob das wieder so ein Express-Tag wie gestern wird. Dem Vater gestern abgesagt wegen der Pizza, er hat die Nachricht nur nicht bekommen und stand dann vor der Tür mit Adventskalendern für den Mann und mich. Sehr lieb, leider mag der Mann nur gar keine Schokolade, also habe ich jetzt zwei? Hier stehen noch ein Osterhase und ein Weihnachtsmann vom letzten Jahr für den Mann. So wie es scheint vorerst kein neuer Lockdown in Berlin, gut so, die Seelen gehen kaputt dabei, besonders die der Kinder, von den wirtschaftlichen Schäden mal abgesehen. Geld ist ersetzbar, aber eine neue Seele/Gesundheit kann man sich nicht kaufen.

Einsatzfahrzeuge fahren laut tönend an meinem Fenster vorbei und reizen den Vogel zum herumschreien, keine Ahnung warum er bei jeder Sirene mitschreien muss. Es ist so doppelt nervig. Draußen Krach, drinnen noch mehr Krach. Meine Musik höre ich immer noch nicht gern, zu viel Erinnerung an Zeiten, die keiner gehabt haben will. Ich höre dann besser Musik ohne Texte, der besonders ruhigen Art:

Ohne Hund, Onkel, Stress und Wasser gegen Haustiere

Guten Morgen, seltsam aufwachen ohne Hund, obwohl das auch stressig war. Der Vater hat den Hund gestern Abend noch abgeholt. Der Onkel rief noch an, um viel zu spät zu einem Geburtstag einzuladen, klar kann ich nicht, aber das war ihm sicher auch klar. Immerhin er hat überhaupt persönlich gefragt. Gestern nach der Arbeit noch mit dem Hund durch den Park gelaufen und anschließend eine 2-stündige Videokonferenz. War beides anstrengend, ich wollte doch nur ruhen und essen, war dann aber beides erstmal nicht. Geld sollte unterwegs sein, wenn die Sächsin von Ebay wirklich überwiesen hat. Mit der untreuen Freundin noch gechattet, sie hat gerade auch zu viel Arbeit und kommt kaum zum Schlafen, das erklärt auch einiges. Eine Präsenzberatung gestern, zu viel erzählt, für die Aufnahmefähigkeit von meinem Gegenüber, aber es gab einen Betreuer der mitgeschrieben hat.

Heute auch früh Büro, keine Ahnung was mit früh ist, aber scheint aktuell normal zu sein. Getestet, aber immer noch kein Corona, aber überall Grippesymptome. Pakete von mir sind irgendwo gelandet, ja ohne Homeoffice, ist bestellen keine so gute Idee mehr. Ein Paket ist in einem anderen Haus in der Nachbarschaft, eines in einem Paketshop der 6 km entfernt ist. Der Terrrorvogel mag auch kein Wasser, die Wasserpistole hilft also nicht nur gegen kratzenden Hund, sondern auch gegen schreienden Vogel. Ich war schon kurz davor dem Vogel ein neues zu Hause zu suchen. Aktuell ab und zu ein zuckendes Auge, noch so ein Frühwarnsymptom, aber ich weiß, dass ich gestresst bin, auch so. Geräte aufladen für den Weg mit dem Bus, ja weder auf Smartphone noch auf iPod möchte ich verzichten. Dann kann ich genau wie die anderen blind, taub und stumm im Bus sitzen. Die Frage zum Frühstück bleibt unbeantwortet, entweder Bäcker oder jetzt noch was zubereiten. Gestern Abend gab es nur noch Nudeln mit Pesto.

Heute noch zur Apotheke und zum Supermarkt, mit Hund dabei darf man eigentlich nirgendwo rein, auch nicht zum Bäcker. Versuchen wir es mit guter Laune, um den grauen Tag zu verscheuchen…

Verpeilt, Überlastung, Vogel und Erinnerung

Guten Morgen, es geht so mittelmäßig. Schlecht geschlafen und wieder zu wenig. Gestern der Tag war aber deutlich besser als vorgestern, im Büro sein und Präsenzberatung machen, hat mir gutgetan. Aber ziemlich verpeilt gewesen gestern, erst am Nachmittag fiel mir auf, dass ich meinen Pullover falsch herum anhatte. Oh Mann, ein Zeichen für Überlastung. Blutdruck und Herzschlag aber seit gestern wieder normal niedrig, immerhin das, Körperfunktionen ok, aber Seele auf halb acht. Der Kaffee schmeckt und ein grauer Tag grüßt. Gestern hat die Psycho-Nachbarin geklingelt, ich habe entgegen meiner Vorsätze die Wohnungstür geöffnet. Sie hatte einen Wellensittich auf der Straße gesichtet und wollte wissen, ob das einer von meinen ist. Was soll man dazu sagen? Das war natürlich sehr aufmerksam und lieb gemeint von ihr. Aber ich vermisse keinen Vogel. Gestern eine neue Kollegin etwas angelernt, leider war sie dann leicht übergriffig in unserer ersten gemeinsamen Beratung. Passierte auch schon mit einer anderen neuen Kollegin, keine Ahnung warum die meinen mir reinquatschen zu müssen. Ich bin wohl zu nett und wenig autoritär. Fachlich war das nämlich nicht nötig. Viele Hausaufgaben für meine Kunden heute, das ist der Grund warum ich gerade Niemand neues aufnehmen möchte, die die ich schon habe machen genug Arbeit und ich hänge bereits hinterher. Gestern Abend noch länger telefoniert, aber eher fachlich statt persönlich, aber auch gut, Gespräche sind Gespräche und lenken immer ab. Draußen schreien Krähen und mein Wohnzimmervogel meint antworten zu müssen, wie nervig. Dem Mann geht es gut so weit, um den Vater sorge ich mich, er ist immer öfter schusselig, ich hoffe nur durch Überlastung und nicht durch Alter. Gut heute im Homeoffice zu arbeiten, die Fahrtwege sind mir für heute zu viel und die Begeisterung für die Kollegin ist seit gestern gedämpft. Ist wohl eine Utopie, dass man Menschen keine abgrenzenden Ansagen macht, sie aber trotzdem Grenzen einhalten. In diesem Punkt scheint mein Menschenbild wohl immer noch naiv, obwohl ich es besser wissen müsste. Nicht einkaufen gewesen gestern, es gibt hier genug zu essen, nicht immer Wunschkonzert, aber davon dann reichlich. Gestern Reste essen gemacht, Kartoffeln mit Zucchini, Möhren, Zwiebeln und Leberkäse angebraten. Ging schnell, war lecker. Erinnerungen, alte Erinnerungen kommen hoch, ich wünschte manchmal ich könnte mich nicht erinnern, aber ein Leben lang Pillen dagegen einwerfen ist auch keine Lösung…

Streit, Terror-Vogel, Insel und Rente

Guten Morgen, schon wieder eine zerhackte Nacht, aber ich fühle mich passabel. Etwas Sonne ist zu sehen und kein Laut zu hören. Gestern nirgendwo gewesen, keine Motivation und nur vor mich hin gearbeitet. Viel nachgedacht über den Streit auf Arbeit, eine Behauptung von vielen werde ich zurücknehmen, das Corona, die Arbeit und das Private einfach zu viel waren/sind, dafür kann die Kollegin nur bedingt was. Klar durch sie wurde die Arbeit noch anstrengender, aber dass es vorher schon zu viel war, dafür kann sie nichts. Ein lauer Tag grüßt und ich habe gestern zu viel Lasagne gegessen. Der Terror-Vogel schreit trotz Decke über den Käfig, er geht mir so sehr auf die Nerven, darf ich morgens nicht eine Stunde meine Ruhe haben? Der Vogel ist der größte und teuerste Fehlkauf seitdem ich Vögel haben. Er sollte ein Weibchen sein, er war extra teuer, weil geperlt, doch ein paar Wochen nach dem Kauf verlor er die Perlung im Gefieder und stellte sich als Mann heraus, der Tag und Nacht gerne schreit. Schwierig dazu zu dem Grundsatz bis an Lebensende zu stehen. Blutdruck ok, Herz etwas schnell, aber nicht gefährlich, keine Ahnung was ich heute Nacht träumte, kann mich an keinen Traum erinnern. Es ist seltsam jetzt ohne ihn zu leben, also er ist ja nicht gänzlich verschwunden, aber halt deutlich weniger da. Doch ich erinnere mich auch noch an den Nervfaktor, also unternehme ich nichts. Der Vater schreibt von der Insel, ich hoffe er hat eine gute Zeit, ich war seit 2018 nicht mehr da. Das war damals aber auch der Horror, weil der Vater keinen zweiten Bungalow gemietet hat und wir zur Beerdigung zu viert tagelang auf nur 30 m² hausten, war das schrecklich neben der sowieso schon schmerzhaften Trauer. Kein Rückzug, keine Privatsphäre, braucht man ja auch nicht, wenn man gerade seine Mutter beerdigt. ^^ Der Bruder ist dann nach ein paar Tagen ausgezogen und hat lieber am Pool geschlafen. Ich hätte wohl auch lieber auf eigene Kosten was anmieten sollen, statt diesen Horror zu ertragen. Aber ich glaube mein Vater hat einfach kein Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Rückzug und Ruhe brauchen. Er ist eher so ein Gesellschaftsmensch, er braucht ständig Menschen um sich, um sich gut zu fühlen, ich bin genau das Gegenteil. Der Kaffee schmeckt und ich muss wohl noch Lebensmittel wegwerfen, die er mitgebracht hat, die Hitze der letzten Woche hat den Vergammelungsprozess beschleunigt. Zum Paketshop komme ich auch heute nicht, Öffnungszeiten die nicht zu meinen Arbeitszeiten passen. Bei der Apotheke bestellt, ja im Alter muss man mehr investieren, um sich „normal“ zu fühlen, überall Zipperlein, überall Handlungsbedarf, um den Laden am Laufen zu halten. Wobei ich auch resultieren muss, dass es nicht nur das Alter, sondern auch ein Resultat von Lockdown, Neuroleptika und Trauer ist, dass mein Körper in schlechter Verfassung ist. Manchmal fühle ich mich schon wie eine Rentnerin, nichts mehr von der „Ich bin unsterblich“ Haltung aus jungen Jahren. Wäre die Rente nicht so mickrig, wäre ich vielleicht schon Rentnerin. Aber eine EU-Rente, die noch nicht mal den Hartz-IV Satz erreicht, nimmt einen die Freiheit nach einer schweren Krankheit eine Auszeit zu nehmen. Also habe ich darum gekämpft als erwerbsfähig zu gelten, auch wenn ich es von 2013 bis 2016 wirklich nicht war und ich, trotz aller Bemühungen, auch heute nicht voll erwerbsfähig bin und es wahrscheinlich auch nie wieder werde. So viel zur „sozialen“ Marktwirtschaft, wo Kranke und Alte weiterarbeiten müssen, weil es sonst nicht zum Überleben reicht. Die Pläne jetzt das Rentenalter auf 68 anzuheben sind ein Hohn für mich, wie soll ich bis fast 70 arbeiten? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich vorher sterbe und nie Rente bekomme, obwohl ich eingezahlt habe, ist leider höher. Da kann ich nur hoffen, dass mein Mann mich überlebt und wenigstens eine Witwerrente bekommt. Das ganze Rentengeld meiner Mutter ist unwiderruflich weg. Mindestens 30 Jahre eingezahlt und nichts bekommen. Zum Glück hat sie sich wenigstens ihre private Altersvorsorge, ein paar Jahre vor Ihren Tod, auszahlen lassen und in Immobilien gesteckt, somit haben ihr Ehemann und ich jetzt wenigstens etwas davon. Sie hatte immer Angst vor Altersarmut und wurde dann gar nicht alt, doch wie es scheint hat sie mich damit vor der totalen Armut bewahrt. Auf in den Tag, die Kollegin schreibt schon, aber ich bin noch nicht arbeitsbereit, erstmal duschen und vielleicht frühstücken und dann Mitmenschen.

Etappennacht, Salat, Krawall und alles kacke

Guten Morgen, wieder eine Etappennacht, aber insgesamt 8 Stunden geschlafen. Gestern ging es hier hoch her, böse um Geld mit dem Mann gestritten. Er ging dann wortlos und ist bisher nicht zurück. Kann aber nicht sein, dass ich hier dauerhaft immer drauf zahle, wenn er auch Einkommen hat. Soll er versuchen woanders günstiger davonzukommen, denn seine Gewohnheiten zur Benutzung einer Wohnung sind nun mal teuer und sein Essensgeschmack sowieso. Ich habe schon Angst vor den Jahresabrechnungen von Wasser, Heizen und Strom. Die Vögel werden auch immer mehr zum Problem, denn ein Vogel schreit derzeit dauernd sehr laut und tötet seine und meine Nerven, ich vermute auch die der Nachbarn. Gestern Salat mit Hähnchen, war ok, aber nicht der Hit, dazu brauche ich keine Kochbox um mir Salat mit einem Stück Hähnchenfilet zu machen. Ich hoffe heute wird es friedlicher hier, ich brauche Ruhe und Erholung und nicht noch Ehestreit an den freien Tagen. Heute kommt dann der Lachs in Blätterteig dran mit dem seltsamen Fenchelsalat. Also dieses Mal ist die Kochbox nicht der Hit, aber es ist eh die vorerst letzte, bis es wieder Gutscheine gibt. Besser nicht an die Arbeit denken, dass wir auch nächste Woche wieder anstrengend. Gestern vor lauter Streiterei fast vergessen mein Medikament zu nehmen, es dann Stunden später genommen, mal sehen, was der neue Psychiater morgen sagt. Ist er nicht da, ist es etwas gruselig alleine einzuschlafen, mit ihm fühle ich mich sicherer, aber gleichzeitig kann ich dann schlechter schlafen. Ein grauer Tag grüßt und die Berliner waren wohl doch trotz 1. Mai sehr brav in der Stadt, das hätte ich nicht erwartet, nur die Linken haben nachts noch Krawall gemacht. Mal sehen wie sich da die Infektionszahlen wieder erhöhen. Keine Ahnung wie das mit der Ehe weiter geht, zusammen wohnen während Corona und Homeoffice war wohl keine gute Idee, meine Schuld. Ich hatte darauf bestanden und bereue es jetzt. Bisher kein Frühstück, aber auch keine Lust, nachdem ich um Mitternacht noch den Osterhasen gefuttert habe. Nach dem Streit gestern hier gar nichts mehr hinbekommen, außer den Salat eine Waschladung und Fernsehen. Mal sehen, ob ich heute produktiver bin, gerade sieht es nicht so aus und der graue Tag motiviert auch nicht. Auf in den Tag oder wieder ins Bett, alles kacke gerade, deine Elli.

Passabel, Pute, Songbird und Freiheit

Guten Morgen, ganz passable Nacht, wenn auch wach zwischendurch. Gestern im Büro war gut, gutzutun gehabt und nette Kollegin. Leider war der Heimweg eine Odyssee, ich kam mit einer viel zu vollen Tasche von Lidl und dann fuhr der Bus nicht. Alternativ hieß es dann voll bepackt U-Bahn, S-Bahn und Bus fahren, um nach Hause zu kommen. Heute Lieferung, leider mehr als ich wollte, aber gut hier wird nichts schlecht. Sein neuestes Lieblingsfleisch ist Putenoberkeule, mag ich zum Glück auch und die Knochen kann dann alle er haben. Überlege dem Vater abzusagen, ein wirklich freier Sonntag wäre auch mal ganz schön. Er muss nämlich arbeiten am Sonntag, ich hätte also wirklich meine Ruhe. Er hat verstanden, dass mein Morgenritual schreiben wichtig für mich ist und lässt mir jetzt meine Zeit. Ich lasse ihm abends auch seine Zeit, um mit halb Nigeria zu telefonieren. Gestern, nachdem es mir dreimal empfohlen wurde, den Film Songbird auf Amazon geschaut, ich hoffe es kommt nicht so. Aber vielleicht bin ich trotz allen erlebten immer noch naiv. Braune Brötchen warten auf mich zum Frühstück, ich freue mich, es gab lange nur helle Brötchen zu kaufen. Heute Pute kochen, das dauert, aber ich wollte nicht das Haus verlassen. Homeoffice wartet, eine Dame braucht rechtliche Betreuung und ich hätte eine Freiwillige gefunden, ist nur fraglich, ob die Dame das gut findet, das werde ich dann gleich klären. Ein grauer Tag grüßt und mein Vogel fängt an zu stressen. Keine Ahnung was das soll, aber ohrenbetäubend. Nächste Woche wieder wichtige Termine, ich hoffe immer noch das Beste und versuche konstruktiv zu bleiben. Frühling, Frühling wäre schön, Freiheit noch dazu und ich wäre eine glückliche Frau. Vielleicht heute noch Haushalt machen, notwendig wäre es, auch wenn er die Priorität sicher auf die Pute setzt. Auf in den Tag, ohne Männer, Frauen stressen zwar auch, aber die verhalten sich meist sozialer.

Schnarchen, Team, Ruhe und Ausnahmezustand

Guten Morgen, eine schlechte Nacht, keine Alpträume, keine Panik, aber er schnarchte sehr laut und ich wurde wach und lag dann wach für eine Weile. Woher kommt der Irrglaube, dass Paare gemeinsam besser schlafen? Für mich stimmt das so nicht und ich glaube für ihn auch nicht. Er hat um 10 ein Bewerbungsgespräch, ich muss um 10 spätestens ins Büro. Gestern eine sehr unerfreuliche Teamsitzung gehabt, danach ging es mir schlecht. Die Pizza für den Vater ist gut geworden, aber es blieb was übrig, was er dann nach der Arbeit aß. Heute arbeitet er mehr und ich auch, die Wohnung gehört dann den lauten Vögeln allein. Er hat gestern eingekauft, und zwar auch 12 Flaschen Wasser, wunderbar, jetzt brauche ich wirklich nichts mehr bestellen, der Kühlschrank und der Tiefkühler sind rammelvoll, jetzt müssen wir erstmal eine Weile essen. Die Vögel sind zu laut, oder genauer gesagt ein Vogel, keine Ahnung warum er glaubt uns lautstark am Morgen begrüßen zu müssen. Wir sind nicht erfreut. Heute sind Burger geplant, keine Lust jeden Tag aufwendig zu kochen, besonders wenn ich spät nach Hause komme. Heute zwei Termine, mal sehen wie es wird. Unser Team schwimmt auf jeden Fall im Ozean. Ich bin erstaunlich ruhig für den Moment, ich spüre keine Aufregung, vielleicht bin ich aber auch einfach nur müde. Ein Brötchen und zu viele Bananen warten auf mich, denn er hat auch Bananen gekauft. Keine Lust auf die Kollegin heute, aber Lust auf meine Ratsuchenden. Das wird schon alles oder auch nicht, aber ich habe Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 und bin mittlerweile auch fit genug andere Jobs zu machen. Auf in den Tag und FFP2-Maske aufgesetzt, willkommen in einem Land im Ausnahmezustand.