Heizung, Sturm, gespart, Müsli und Traurigkeit

Guten Morgen, eigentlich ganz gute Nacht, nicht so guter Morgen, denn der Hund kratzte am Boden und der Nachbar schlug als Antwort lautstark gegen die Heizung. Muss ich heute noch die Polizei rufen? Kann irgendwie nicht sein, dass ich aus deren Sicht, weder Vögel, einen Hund noch einen Ehemann haben darf. Ich bin auch dagegen, dass die Hauptmieterin zwei kleine Jungs, mehrere Hunde und einen seltsam aggressiven Kerl dazu hat. Der Sturm ist immer noch stark, gestern sind mir die Balkonmöbel um die Ohren geflogen und heute früh ist der Hund fast davon geweht. Da hat dann auch der Hund keine große Lust auf ausgedehnte Gassirunden. Homeoffice war gestern ok, aber wegen Sturm, danach dann lieber nicht in den Wald, könnte lebensgefährlich sein, wegen alter, maroder, umkippender Bäume. Gleiches heute, Baumgerippe wackeln bedrohlich vor sich hin. Immerhin noch im Supermarkt gewesen, meine Art an der Kasse neben Rabatten und Sonderangeboten, auch noch Gutscheine und Coupons geltend machen zu wollen, überfordert viele Kassiererinnen, die dann verzweifelt nach der Marktaufsicht rufen. Freut dann andere wartende Kunden, aber ich habe 10 Euro extra gespart. Von 10 Euro kann man viel kaufen, warum sollte ich das Geld verschenken?

Mein Müsli-Business geht voran, ich werde immer kreativer in der Zusammenstellung, aktuell nehme ich einen Teil fertiges Müsli, ergänze es mit Haferflocken, Nüssen und Früchten und stelle die Mischung mit Milch abends vor dem Schlafen in den Kühlschrank. Keine Gedanken an die Vergangenheit gerade, aber die Gegenwart ist gerade auch nicht erheiternd. Die Außenwelt ist gerade eine visualisierte Depression. Glücklich wer gerade ein zu Hause hat. Gestern erst weiter Spinat gegessen und später noch den Gnocchi-Auflauf gemacht. Abgesehen von einer Scheibe Schinken, gestern kein Fleisch für mich. Der Vater ist gut angekommen im Ferienort und der (Pflege-) Bruder hasst mich bestimmt gerade, weil ich seiner Querdenker Mutter mitgeteilt habe, dass er Corona hat, war keine Absicht, fiel mir erst später auf, dass das wohl Konsequenzen hat. Ich finde jetzt sollten beide doch mal einsehen, dass es a) Corona gibt und b) die Impfung vor eine Infektion nicht schützt. Also beide mit ihren radikalen Ansichten falsch lagen. Stille im Haus, dem Nachbar mache ich ganz sicher nie wieder die Tür auf, der Zug für Gespräche ist abgefahren, selber mega asozial verhalten, aber maximal Rücksicht von anderen erwarten.

Mal sehen was aus dem Tag so wird, für den Moment keine Meinung und keine Pläne, spazieren gehen ist ja gerade eher nicht. Vielleicht Frühstück und wieder ins Bett, Faulheit muss auch mal sein, morgen und übermorgen genug Pläne und Termine. Winter und Traurigkeit:

(Alt)modisch, Kerzen, Rosa und Kältebäder

Guten Morgen aus der Nacht, bei -7 Grad. Gestern zu Hause fleißig gewesen, tatsächlich den Schrank ausgeräumt und aufgeräumt und Wäsche gewaschen. Modisch gesehen, ist bei mir seit dem Tod der Mutter nicht viele passiert, kann ich resultieren, kaum neue Kleidung in drei Jahren. Mir war nicht klar, wie langweilig ich damit bin, dabei wäre schon Geld dagewesen mir neue Kleidung zu kaufen. Ich glaube sowas kommentierte auch schon der Ehemann, warum ich immer gleich rumrenne. Auch bin ich aktuell extrem farbenfroh, alles schwarz geworden, nur hier und da ein Farbtupfer, meist in grün/türkis, ganz selten auch rot. Viele trampelnde Kinder im Haus gestern, aber Kinder sind Kinder. Gestern die Bedingungen der Bäderbetriebe erneut gelesen, alle Schüler brauchen einen Test, aber ich nicht, bei mir reicht der Impfnachweis, also auf ins Schwimmbad!

Überlege mich heute boostern zu lassen, aber habe Schiss, dass ich dann wieder flach liege. Kann mir meinen Urlaub auch anders versauen und noch gilt mein Zertifikat. Zu viel gegessen gestern und definitiv zu wenig bewegt. Gesprochen mit niemandem, außer ein paar Nachrichten auf dem Telefon geschrieben. Der Kaffee schmeckt und Kerzen brennen. Abends ein Bad genommen und kaum Zigaretten geraucht, irgendwie sind die eklig geworden. Keller aufräumen wäre auch eine Mission für heute, aber ich ahne schon, das wird zu viel Tatendrang. Bude so weit in Ordnung, ich hatte Weihnachten geputzt. Abends sitze ich jetzt im Kerzenmeer im Wohnzimmer, eine ziemlich raffinierte jahrhundertealte Technologie für den Winter: „Licht und Wärme aus nur einer Quelle.“ So spart die Romantikerin auch gleichzeitig Heizkosten.

Habe mir eine Mondlampe besorgt, die in verschiedenen Farben leuchten kann, ich finde es schön farbiges Licht zu haben und meine Stimmung damit bewusst zu beeinflussen. Aktuell am besten Rosa gegen Aggressionen. Funktioniert bei mir, während ich bei anderen Farben noch schimpfe, bei Rosa werde ich ganz entspannt. Gegessen gestern Rotkohl mit Kartoffelpüree und Bouletten, ein bisschen Weihnachtstradition in Form von frisch gemachten Rotkohl, die meinem Magen gutzutun scheint. Der Rotkohl wird also aufgegessen. Der Mann ist gestern beim Cousin geblieben und schaute glücklich drein, ich hoffe er hat eine gute Zeit. Aktuell genieße ich es zwischendurch Kältebäder zu nehmen, einfach ans offene Fenster stellen oder auf den Balkon gehen, andere zahlen für einen Aufenthalt in der Kältekammer, mir reicht der kostenlose Winter. Ist irgendwie erfrischend und ich bin ja schnell wieder in der Wohnung, wenn es zu viel wird.

Auf in den Tag oder besser wieder ins Bett? Zumindest die Altkleider sollte ich wegbringen heute, einkaufen wäre auch eine Option, schauen wir mal, gerade keine Musik im Ohr. Versuchen wir es doch mit einem Original, wohl besser bekannt als Cover der Blues Brothers…

Passabel, Hund, Adele, Schlangen und Badewanne

Guten Morgen, passabel geschlafen, allein. Irgendwie doch ganz gut, dass der Mann gestern wieder gegangen ist, ist doch ganz schön viel Arbeit, wenn er da ist. Aufgeräumt, Spülmaschine laufen lassen, Waschmaschine laufen lassen und dann ein Nachmittagsschlaf. Pizza für den Vater gemacht und der kam zu spät mit Hund. Der Hund wollte gestern erstaunlicherweise hier bleiben, obwohl es hier keine Dose für ihn gibt. Müsste ich den Hund nicht im Treppenhaus tragen, hätte ich ihn auch am liebsten hier behalten. Mit dem Vater teilweise ein Adele Konzert gesehen, wie konnte sie sich so sehr zur Barbie machen lassen? So eine talentierte Sängerin, aber kein Gefühl mehr unter der blondierten Birne. Bin mit meinen Kosmetikprodukten sehr zufrieden, sie machen die Haut so schön jung weich, nein es gibt keine Pläne mich blondieren zu lassen. Das Geschenk für den Bruder ist immer noch nicht da, obwohl vor Wochen bestellt. Die Schlange vor dem DHL Shop ist gerade wieder sehr lang in der Gegend, wenn man dachte, man ist schlau und bestellt hat und dann 30 Minuten in der Kälte vor dem Paketshop steht.

Lebensmittel doch nicht ganz komplett für Weihnachten, aber bestellen ist nicht mehr, keine Lieferslots, also heute mal zu Netto oder Lidl gegangen? Aber erst Homeoffice, es wartet ein Termin und sicher auch weitere Anrufe und Mails. Immerhin, als letzte arbeiteten Kollegin, kriege ich jetzt auch die ganzen Danksagungen ab. Der Mann wird heute vielleicht wieder trotz Krankschreibung arbeiten, so ist das halt mit der Probezeit. Die Kerze brennt in der Dunkelheit und der Kaffee schmeckt, Blutdruck schon eine Weile normal bis zu niedrig, muss ich beobachten. Weder im Lager gewesen noch bei einer neuen Hausärztin, irgendwie alles zu viel gerade, um neben den zwingenden Aufgaben wie Arbeit, Haushalt, Familie und Freunde irgendwas hinzukriegen. Vielleicht nächstes Jahr oder vielleicht doch schon nach Weihnachten? Kalt ist es in der Stadt mit -3 Grad, die Autos vor der Tür haben eine Eisschicht, aber kein Schnee. Gestern nur bei der Tankstelle gewesen, um Tabak zu holen, meine Sucht scheint größer als gedacht zu sein. Immerhin hier funktioniert die Heizung richtig, es gibt eine Badewanne und genug zu Essen und Getränke hier. Frauenschmerzen sind im Rückzug, aber irgendwie bin ich frustriert und traurig, leer. Weihnachten ohne Mutti, immer noch eine harte Sache. Alleine in der Badewanne liegen, vielleicht mein Trostpreis.

Immer noch nicht wirklich Bock auf Fernsehen und Musik, alles so stressig, aber auf Gesellschaft schon. Versuchen wir es mit Mama Musik…

Terminkalender, Dunkelheit, Heizung, Zeit und die Nachricht

Guten Morgen, es wird Zeit das die Arbeitswoche vorbei ist. Mein Terminkalender sagt nur anderes. Gestern anstrengender Tag, zu spät zu Hause, Pizza erstmalig nicht fertig, als der Vater (pünktlich!!) kam. Letztes Weihnachtsgeschenk für den Vater erhalten, dank Nachbarin. Das mit dem Päckchen bei den Nachbarinnen abholen klappt hier eigentlich. Freut mich, dass sie auch was für mich machen. Spät oder sollte ich besser sagen früh schlafen gewesen, ist immer so wenn ich noch bis 21/22 Uhr Besuch habe, ich kann danach nicht bald schlafen gehen. Der beste schwule Freund hat bald Geburtstag und lädt zum Spaziergang ein, ich habe beschlossen ihn kulinarisch zu beschenken, denn er kocht auch gerne. Nicht geschafft mich um meine Schüler zu kümmern, das wird schon noch. Gerade ist mein Leben voller Termine, was freue ich mich auf die Ruhe zwischen den Jahren. Es ist noch dunkel, aber es dämmert, keine 8 Stunden Licht am Tag ist schon eine Nummer, mit der man klarkommen muss. Ein alter (Handwerker) Freund hilft heute dem Vater oder besser seinen Nachbarn, die Heizung ist ausgefallen in dem Haus, schlechter Zeitpunkt so im Winter. Obwohl ich finde es nicht so kalt gerade, ich weiß aber, dass viele Leute das anders empfinden. Heute zum Glück Homeoffice, keine Lust allein im Büro zu sein, keine Lust auf den Fahrtweg, heute ist der Tag wo ich zu Hause sein darf.

Morgen voller Terminkalender und Sonntag zum Glück frei, dieser ganze Kosmetikkram die letzten Wochen hat mir regelmäßig meinen Montag und damit mein Wochenende zerstört. Musik immer noch ein schweres Thema, nichts passt und auch der Suchtfaktor Facebook ist gerade eher zu meiden. Auch Herr Zuckerberg darf mir meine Zeit nicht mit großteils Schwachsinn rauben. Der Kaffee schmeckt und heute wird wieder richtig gekocht, die Pizza gestern war nicht der Hit, heute lieber vegetarisch, asiatisch. Gerade keine Proteste oder Nachrichten an die Welt, außer vielleicht eine ganz alte:

Wohnung, spazieren, allein und zu viel Corona

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber soweit ok. Gestern war ok, obwohl es fing nicht so erfreulich an, weil eine Nachbarin des Vaters wieder spontan „Leute“ für eine Wohnungsbesichtigung organisiert hatte. Wie aufdringlich und übergriffig kann man sein, immer wieder Leute anzuschleppen, die die Wohnung mieten sollen und das am liebsten unter dem Selbstkostenpreis? Dazu dann den selten gewordenen Tochter-Vater-Sonntag zu nutzen noch geschmackloser. Ich war dann nicht so freundlich und habe mich rausgehalten aus der Besichtigung. Ich denke aber das wird eh nichts, denn die Wohnung ist zwar groß, aber für eine Familie schlecht geschnitten. Danach dann Frühstück und später in den Wald, der Wald gehört wieder uns, keine Massen an Corona-Spaziergängern oder Partyvolk, dafür aber sehr viel rutschiger Matsch. Heute Kosmetik für mich und leider keine Massage, die wurde abgesagt. Wieder versucht den Stiefvater eins zu kontaktieren, wieder ohne Antwort.

Gegessen Reste, keine Lust zu kochen. Es ist noch dunkel und die Straße rauscht. Nach dem Spaziergang gestern noch geschlafen, telefoniert und einen Film geschaut. Das mit dem Schlaf ist gerade seltsam, aber ich versuche weiterhin innerhalb von 24 Stunden auf 7 Stunden und mehr Schlaf zu kommen. Vom Mann gerade sehr enttäuscht, da kommt gar nichts mehr von ihm, er sagt wegen der Last der Arbeit, ich erinnere mich, dass es das auch schon früher gab, ich scheine nicht seine Priorität zu sein. Also warum sollte ich ihn zu meiner Priorität machen? Um Zeit und Aufmerksamkeit betteln, nein das mache ich nicht mehr, das habe ich jahrzehntelang erfolglos bei meiner Mutter gemacht. Dann halt nicht, aber traurig finde ich es schon. Vielleicht ein bisschen viel Corona für eine so junge Beziehung? Vielleicht ist die Antwort auf dieses Verhalten auch einfach: „Er steht nicht so sehr auf dich!“.

Wie auch immer, ich bin in Veränderung und dabei doch relativ allein, er kriegt einfach gar nichts mit, zum Glück habe ich noch Freunde und Familie. Aber Corona haben wir immer noch, schwieriger da zueinander zu finden. Der Kaffee schmeckt, die Kippe leider auch, aber ich habe Verdauungsprobleme und da hilft und Kaffee und Kippe meistens. Immer noch keine Ahnung wer ich bin, ich fühlte mich mein ganzes Leben immer so alt, aktuell fühle ich mich viel jünger als ich bin, also innerlich, der Körper erinnert mich schon an das richtige Alter. Weitermachen, ohne Umarmung, im Winter, in Berlin, komme darüber hinweg, hier wird nicht geheult und gebettelt und Sam und Dave gespielt:

Kartoffelsuppe, die Kirche, Glaubenssätze, Amaryllis und Winter

Guten Morgen, heute wieder Arbeit und ich denke dass ich auch ganz gut so. Gestern nicht viel passiert, einkaufen gewesen, Paket eingesammelt, geschlafen und Kartoffelsuppe gekocht. Kartoffelsuppe wie von Mama, das ist nicht nur gut für die Verdauung, sondern auch Seelenfutter. So eine Reise strengt mich immer sehr an, wie gut, dass es heute eine Rückenmassage gibt. Berlin im November, es gibt schönere Orte, aber wenige in Deutschland mit mehr Freiheit.

Denke die letzte Zeit auch viel an meine Zeit in Köln, an meinen ersten Stiefvater, und meine sehr christliche Erziehung. Besonders die kirchlichen Institutionen erschienen damals als Helfer und Retter, aber heute frage ich mich: Wirklich? Was hatten die davon? Was war der Plan? Oder alles vorbildliche Nächstenliebe? Um die von mir bezahlte Kirchensteuer ging es sicher nicht. Ich erinnere mich an Fürsorge, aber auch an sehr viele Glaubenssätze, die mir immer und immer wieder gepredigt wurden. Gehirnwäsche? Wofür? Missionsarbeit bei den Armen? Keine Ahnung, ob ich dieses Rätsel irgendwann lösen werde, aber im Nachhinein denke ich immer öfter, dass mir die evangelische Kirche doch etwas zu stark ins Gehirn geschissen hat. Heute denke ich, dass meine Erziehung doch sehr darauf ausgerichtet war wie Jesus zu leben. Also ein scheiß Leben, wer die Geschichte von Jesus kennt. Alles für andere machen und dafür dann als Dank am Kreuz qualvoll sterben. Ist das wirklich ein Leben, dass man haben will? Ich denke heute nein. Sich von so einer Programmierung lösen, ist aber gar nicht so einfach. Mindestens 10 Jahre hatten die den Einfluss, die ersten 10 Jahre. Laut Studien, die ich las, die wichtigsten Jahre für die Prägung eines Kindes.

Heute bin ich aber erwachsen und versuche mich zu lösen, aber wer bin ich jenseits der Glaubenssätze der Kirche? Ich habe keine Ahnung, für den Moment bin ich eine traurige, dicke Frau, die Pillen nehmen muss, um zu überleben. Themenwechsel, heute komme ich wohl nicht darauf, aber das Schreiben hilft mir immer meine Gedanken zu sortieren und festzuhalten. Zu viele Erinnerungen gehen sonst verloren, zu viele Gedanken bleiben sonst nicht zu Ende gedacht. Der Mann grüßt zum Morgen, der Kaffee schmeckt und der Blutdruck ist die Tage wieder etwas erhöht. Der Tag dämmert und ich habe wieder geraucht, besonders morgens zum Kaffee fällt es mir schwer es zu lassen. Abends dagegen kann ich es lassen. Gestern Amaryllis im Supermarkt bekommen, mein Bonbon zum Winter, ich liebe diese Blumen, wenn sie blühen, sie sind so wunderschön. Winter Traurigkeit und eindeutig zu viele Gedanken bei mir:

Kaffee, Mietenwahnsinn, Heizkosten, alte Lösungen und Winter

Guten Morgen, viel zu früh wach, aber gut erst mal Kaffee. Gestern tagsüber wieder viel geschlafen und abends Wecker gestellt und Pizza bereitet. Nichts vom Mann gehört, ich hoffe, es geht ihm gut. Die Nachbarin ist schon wach und auf dem Weg irgendwo hin, vielleicht hat mich das geweckt. Keine Ahnung was diese ältere Frau jeden Tag um 6 vorhat, ich dachte, die ist Rentnerin. Fernseher-Aktion gestern wieder nicht erfolgreich, falsche/fehlende Schrauben. Also noch eine Chance, das Wohnzimmer umzustellen, bevor hier irgendwas an der Wand befestigt wird. Heute Nacht wachte ich davon auf, wie mir Wind ins Gesicht blies, noch schlafe ich mit angekippten Fenster, ab nächste Woche dann wohl nicht mehr, die Temperaturen sollen fallen. Wunderbar, totale Dunkelheit und Kälte. ^^ Immerhin Blutdruck normal und Verdauung auch, spricht dafür, dass es mir wieder etwas besser geht. Heute ein Ausflug zur Apotheke geplant und sonst aber nicht viel. Die Veränderung in der Stadt ist gerade gewaltig, nicht nur Mietenwahnsinn, sondern auch sonst alles viel teurer, nix mehr mit arm aber sexy, sexy scheinen nur noch Geldscheine zu sein. Trotz Arbeit und Einkommen, wäre meine Existenz in Berlin aktuell eigentlich gerade auch gefährdet, wäre da nicht meine Familie. Denn die Gehälter in Berlin sind traditionell niedrig geblieben. Wie will man sich als Single eine Wohnung für 800 Euro kalt oder mehr leisten bei diesen Gehältern? Richtig gar nicht, man kann ja auch wegziehen. Irgendwo hin, wo die Gehälter reichen, um eine Wohnung zu finanzieren.

Gestern angefangen zu heizen, es ist mir zu kalt hier, aber ich fürchte die Kosten. Nein ich werde nicht wie von Sarrazin empfohlen einen Strickpullover und Mütze zu Hause tragen, um Heizkosten zu sparen. Soll der doch hoffen, dass Oma ihm einen Pullover strickt, aber ich glaube die mag ihn auch nicht mehr. Nächsten Sonntag der erstmal letzte Sonntag in der Elternwohnung, danach beginnen die Bauarbeiten. Alles verändert sich, gegen meinen Willen. Beständigkeit abbestellt, wie schon mein ganzes Leben. Einen Rasierhobel für mich entdeckt, ja manche Dinge aus der Vergangenheit sind besser als die aktuellen Lösungen, sie sind nur in Vergessenheit geraten. Das ist halt Marktwirtschaft, wenn gute Lösungen durch schlechtere neue ersetzt werden. Weil neu ist besser? Nein neu ist sehr oft nicht besser, auch wenn mein Mann das glaubt. Die Tage auch von einer Lösung gehört Kohlenmonoxid zu Stein zu verwandeln, wie wäre es damit einfach ein paar neue Bäume zu pflanzen? Alte sehr gut funktionierende Lösung? Was wurde aus der Tradition Wissen von Generation zu Generation weiterzugeben? Sind die neuen Generationen alles Klugscheißer? Oder einfach nur dämlich? Ich weiß es nicht, aber irgendwas läuft da gewaltig schief.

Langsam dämmert es, es ist noch zu früh um irgendwo hin zu wollen, vielleicht zurück ins Bett. Irgendwie gestohlene Zeit so eine Krankschreibung, aber ich finde auch irgendwie nicht, denn ich bin auch durch die Arbeit krank. Die Pizza gestern ist richtig gut geworden, nicht nur der Teig stimmt jetzt, sondern auch der Belag. Vom italienischen Ex gelernt, dass man das Gemüse für die Pizza mit Olivenöl, Salz und Pfeffer mariniert. Genug geschrieben für heute, der Winter kommt…

Ruhe, Schlaf, Frühwarnzeichen, Neuroleptika und neue Ufer

Guten Morgen, endlich Ruhe, endlich genug geschlafen. Schlafen könnte ich gerade nur. Seele und Körper brauchen das. Alles zu viel gerade, ich will auf die Insel. Eigentlich will ich meine Ruhe, aber uneigentlich will der Mann heute früher vor seiner Schicht vorbeikommen, um zu reden. Ich für meinen Teil will aber gerade gar nicht reden, ich will meine Ruhe. Ich rede schon die ganze Woche, kann man mich nicht in Ruhe lassen? Ich war so froh, dass der Vater abgesagt hat und nun der Mann. Muss dem Finanzamt noch schreiben, die verstehen die Erbangelegenheiten nicht und vermuten Sie würden Geld bekommen. Das muss ich natürlich widerlegen, was ich alles muss. Die Chefin stellt die Team-Arbeitsstunden zur Diskussion, aber in der aktuellen Lage will ich nicht mehr Stunden, sondern eher das Gegenteil. Blutdruck wieder ok, die Tage zu hoch, zu viel Aufregung. Gestern nach der Arbeit noch im Lager gewesen, anstrengend, obwohl der Vater die meiste Arbeit gemacht hat, emotional anstrengend, ich schwankte zwischen: „Ich nehme hier alles mit nach Hause“ und Schimpftiraden, wie man so viel Kram ansammeln konnte. Der Kaffee schmeckt, es ist kalt aber sonnig, gestern endlich das Huhn mit Erdnuss gemacht, war lecker. Die Erdnusssoße war was Neues für mich, keine Erdnussbutter, dafür Matjes Ketchup. Kurz: Weniger Fett, aber dafür Zucker in der Soße. Verdauung hat sich auch etwas beruhigt, das ist immer ein Frühwarnzeichen, wenn die Verdauung durchdreht.

Morgen zum Psychiater, aber ich weiß nicht, was ich erzählen soll, er hat mir schon einen Medikamentenwechsel vorgeschlagen, aber das will ich nicht. Ich habe jetzt schon fünf verschiedene Neuroleptika probiert, ich habe keinen Bock auf ein Sechstes. Ehrlich gesagt habe ich das mit den Selbstgesprächen schon mein ganzes Leben und ich bin 36 Jahre damit klargekommen, ohne Medikamente, bis die Krise kam und ich offiziell als krank erklärt wurde. Allerdings gab es nie eine eindeutige Diagnose bei mir, jeder Arzt hatte eine andere Meinung, jeder ein anderes Medikament. Kann ich nicht einfach ich sein, ohne Stempel auf der Stirn und dazu passender Medikation? Die Medikamente haben mir so geschadet und mir so viele Jahre meines Lebens geraubt. Alle wollen Sie mich verändern und nennen das Hilfe, es ist aber wenig hilfreich, es sei denn emotionslos, asexuell, körperlich steif wie ein Roboter und extrem übergewichtig sein, soll eine Hilfe sein. Diese Woche beschlossen doch eine medizinische Reha zu beantragen, aber wie ich hörte kann das bis zu einem Jahr dauern, bis das was wird. Habe ich noch nie für mich beantragt, dabei mache ich das für meine Kunden ständig, vielleicht bin ich jetzt mal dran.

Keinen Bock auf den Mann, keinen Bock auf niemanden, ich möchte nur schlafen, vielleicht was kochen und auf dem Balkon sitzen, wenn dort die Sonne scheint. Herbst, der Winter naht und damit die Dunkelheit. Dunkelheit wie Regen auf traurigen Gemüt, aber Traurigkeit kann man nicht reinigen oder ertränken, sie wird nur größer, wenn man gegen sie kämpft, man kann nur lernen entspannt mit ihr zu schwimmen, vielleicht bis zu neuen Ufern.

Allein, Krähe, Medis und gar nichts

Guten Morgen, was für eine herrliche Ruhe hier. Er ist nicht da, ich habe 8 Stunden geschlafen und gerade jetzt alle Zeit zu bloggen. Herrlich! Gut einschlafen ohne ihn war nicht so lustig, aber alles Gewohnheit. Homeoffice gestern war ok, eine Ratsuchende und Rückmeldung zu einer Bachelor-Thesis geschrieben. Keiner da der wegen meiner Zigaretten meckert und mir großzügig meine Zeit zum Bloggen lässt. Der Kaffee schmeckt und ich höre Krähen schreien, meine Vögel antworten. Krähen waren in meiner Psychose wichtig, ich dachte sie verfolgen mich, reden mit mir und beobachten mich. Sie waren damals in meiner Wahrnehmung überall und ich dachte, ich bin die Krähen-Frau. Na vielleicht früher zu viel „The Crow“ geschaut. Er hat wieder Bewerbungsgespräche für qualifizierte Jobs, ich hoffe es klappt mal endlich irgendwas, wenn es sein muss auch bei einem fucking Internet-Startup. Ich kenne ja die Wege wie Start-ups Leute systematisch ausbeuten und werde gut auf ihn aufpassen. Der Vater antwortet nicht auf meine letzte Nachricht, ich wollte absagen, aber jetzt reagiert er nicht mehr. Aber ich glaube ich brauche meine Ruhe, er wird heute arbeiten, ein wirklich ungestörter Tag für mich also. Allein sein war mir immer wichtig, gut hier und da habe ich übertrieben, aber ganz darauf verzichten kann ich auch nicht. Nur allein komme ich zur Ruhe, kann ich mich sortieren, die Bude aufräumen und Ruhe meine Dinge machen. Wieder Probleme mit dem linken Bein und zwischendurch ist mir immer wieder schlecht, scheiß Medikament, keine Ahnung wie lange man bei „Anpassungsschwierigkeiten“, wie es die Ärztin nennt, warten sollte. Ich nehme den Scheiß schon über ein halbes Jahr, habe zugenommen und es ist zwar weniger schlimm geworden, ist aber immer noch schlimm. Ganz ausschleichen traue ich mich aber immer noch nicht. Vielleicht gehe ich wieder schlafen, lasst mich doch alle in Ruhe, ich schlafe, die letzten Wochen und Monate waren so anstrengend, Medikamentenumstellung, zusammen wohnen mit einem lauten Afrikaner, Konflikte auf Arbeit, die alles zerreißen könnten, der Vater mit seiner Neuen und dann noch der fucking Lockdown im Winter, danke ich bin bedient und möchte nichts mehr bestellen. Vielleicht heute in die Badewanne und entweder nur Reste essen oder kochen, aber was mir gefällt und nicht irgendeinen Kerl. Auf in den Tag, Optimismus gesucht und einmal gar nichts für Nadine.

Woanders bloggen, Übersetzer, keine Beschwerden

Guten Morgen, nicht allein, aber wenn er vor mir aufsteht und das Wohnzimmer besetzt, steht es mir ja immer noch frei den Raum zu verlassen und woanders zu bloggen. So gerade geschehen inklusive einer Diskussion warum ich überhaupt schreiben will und was ich mit den ganzen Aufzeichnungen will. Ganz einfach es ist mein Morgenritual, es ist für mich, um mich besser zu fühlen und als Erinnerungsstütze was wann passiert ist. Der Kaffee schmeckt und es grüßt einer grauer Tag mit viel Neuschnee. Kein guter Tag um Fahrrad zu fahren, ich hoffe, er passt auf sich auf. Gestern Burger gegessen und später ein halbes Huhn geteilt, was es heute gibt, steht in den Sternen. Gestern für ihn Lebensläufe geschrieben, das Original in Englisch formatiert und gekürzt und dann noch eine Übersetzung ins Deutsche, wobei ich dafür auch einen Übersetzer bemüht habe und die Ergebnisse dann nur korrigiert habe. Heute Homeoffice in der Spätschicht, er wird nicht da sein, das finde ich gut. Morgens eine Stunde meine Ruhe haben finde ich auch gut, ich lasse mir diese Stunde nicht nehmen, auch wenn er es nicht versteht. War gut mal zwei Tage am Stück freizuhaben, auch ich muss mal zur Ruhe kommen und die Hilfe bei der Bewerbung hatte ich lange versprochen und hatte deswegen schon ein schlechtes Gewissen. Aktuell keine Zahnschmerzen oder sonstige Beschwerden, alles gut so weit. Ich liebe den Schnee eigentlich, wäre er nicht so kacke für ihn. Musik zum Morgen gefunden, weitermachen, ich hoffe bald kehren wieder geordnete Verhältnisse ein…