Geschlafen, spät, Wohnzimmer, Kosmetik und rum wackeln

Guten Morgen, tatsächlich geschlafen die Nacht und aufgewacht in einem grauen Novembertag. Gestern sehr kurz gearbeitet und stattdessen lieber das Wohnzimmer angegangen. Der alte Couchtisch ist jetzt weg und der Boden gestaubsaugt und gewischt. Danach schlafen und nicht gekocht, sondern TK-Lasagne gegessen, später dann aber noch das Gulasch für heute vorbereitet. Habe es mit einem Schuss Sherry gekocht, lecker. Im Hausflur gerade Besuchstag, ich habe Sonntag früh um acht andere Pläne als Leute zu besuchen und Krach zu machen. Ich schlürfe Kaffee und blinzle schweigend in den Tag. Die Amaryllis ist einfach wunderschön, ich bin immer traurig, wenn ich sie nach Dezember nicht mehr bekomme. Wäsche gewaschen und für heute keine genaue Zeit mit dem Vater vereinbart, vielleicht ein Fehler, so kommt er spät und ist dann noch nicht mal zu spät?

Veränderung, Veränderung, immer stressig, aber gleichzeitig aktuell auch lohnend, das Wohnzimmer sieht schon besser aus. Ist schon krass, dass ich erst nach sechs Jahren die Wohnung so einrichte und arrangiere wie ich es brauche und möchte, egal was Mama will/wollte. Die ersten Jahre habe ich den schönsten Raum hier gar nicht genutzt, weil sie es mir verboten hatte. So habe ich jahrelang Miete bezahlt, ohne was davon zu haben. Untermieter in der eigenen Wohnung. Jetzt wird das langsam meine Wohnung, die für meine Zwecke voll genutzt wird. Morgen zum Psychiater und zur Kosmetik, beides keine tollen Termine, der Psychiater ist zwar ein angenehmer Mensch, aber am Arsch der Welt und das mit der Kosmetik wird wieder schmerzhaft. Der Effekt beim letzten Mal war knallrotes Gesicht und einen Tag danach 10 Jahre älter aussehen, ich hoffe dieses Mal wird es besser.

Der Mann war gestern auch da, aber nur kurz, nach unserem Wochenende letzte Woche gerade auch nicht so große Sehnsucht, wir beide brauchen jetzt glaube ich Zeit allein, um liegen gebliebene Sachen zu sortieren und sich zu erholen. Ich glaube ich werde nie die Frau die 24/7 mit irgendwen zusammen sein möchte, die Einsamkeit ist eine notwendige Sache zwischendurch. Während es für viele Leute Horror ist allein zu sein, ist es für mich Horror nie allein zu sein. Ich brauche halt meine Privatsphäre Privatatmosphäre, wie ich als Kind fälschlicherweise sagte. Eine Blume braucht dringend neue Erde, eine Mission für heute. Das mit dem Terrorvogel ist dank Wasserpistole deutlich besser geworden, nur wenn Futter oder Wasser fehlt, kriege ich noch was auf die Ohren. Keine Ahnung was ich jetzt mit meinen Wohnzimmer-Bildern mache, sie passen hier nicht mehr rein, aber der Keller ist auch voll. Eine Erlösung wäre ein Altkleidercontainer in der Nähe, aber der nächste ist kilometerweit entfernt und ich habe kein Auto. Im Kleiderschrank ist auch noch Potenzial für weitere Säcke Altkleider, aber wohin damit?

Gestern weiter Musik gehört bzw. Musikvideos geschaut, auch anstrengend irgendwann, aber ich habe soviel Musik verpasst. Ich habe sehr viel verpasst in meinem Medikamenten-Koma, aber das Schlimmste finde ich ist die entgangene Musik. Singe jetzt wieder vor mich hin und wackle herum, solange das mein Körper zulässt, was nicht lange ist. Auf in den Tag, es gibt hier in der Wohnung viel zu tun und ich versuche es mal mit einem rum wackel Song zum Morgen:

Kino, Nachtschreck, frei, gekocht und Zeitsprung

Guten Morgen, ganz passabel, aber zu kurz geschlafen. Als ersten Kinofilm nach 2 Jahren einen Film mit Überlänge zu nehmen, war nicht so schlau. Über drei Stunden im Kino verbracht, mit einem Film der in Mitte dann doch sehr langatmig war. Aber durchgehalten, James Bond hat mal wieder die Welt gerettet. Heute frei, das brauche ich auch, irgendwie reichen mir derzeit 4 Tage Arbeit die Woche, ich bin auch dann schon fertig. Der Mann ist noch da, heute Nacht war ich glaube ich der Nachtschreck. Heißt, ich möchte sehr viel Platz im Bett und die Nase war halb verstopft. Blutdruck unten, vor den Tabletten, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich panisch war und deswegen hohen Blutdruck hatte, oder ob ich hohen Blutdruck hatte und deswegen panisch wurde. Oder beides?

Der Tag dämmert, zum Glück freigenommen, genug erlebt mit der Arbeit die Woche, mir reicht es dann und ein Privatleben habe ich ja auch noch. Gekocht Gnocchi mit Bacon und Tomaten-Walnuss-Pesto, Pesto selber machen ist immer noch neu für mich, aber dieses war lecker. Vielleicht heute noch zum neu eröffneten Netto gehen, die Pfandflaschen türmen sich. Ich ahne schon, dass der Mann sich wieder Rührei zum Frühstück wünscht, finde ich gerade auch gut. Rührei sind die neuen Brötchen, das gibt es meist nur am Wochenende. Ich hoffe der Mann hat bald den neuen Vertrag in der Tasche, bisher gibt es nur Vertragsentwürfe. Der Kaffee schmeckt und ich kann das Rauchen immer noch nicht lassen, gestern nach dem Kino konnte ich kurz riechen, wie eklig Rauch eigentlich riecht. Der Vater hat wieder abgesagt, irgendwie wird seine neue Familie immer mehr Prio für ihn, keine Ahnung wie ich das aufhalten soll, besonders wenn es bald keine Elternwohnung mehr gibt, wo wir uns treffen können. Der Herbst war die letzten Tage wunderbar, gelbes, oranges und braunes Laub leuchtete im Sonnenschein, einfach herrlich anzusehen. Heute Nacht wieder der Zeitsprung und ich bin dabei:

Gekocht, alt und neu, Parfüm und Wohnungsprojekte

Guten Morgen, Morgenkippe schmeckt nicht, dann halt nicht. Müde bin ich, gestern nicht ins Bett gekommen, also heute früh erst ins Bett. Gekocht vegetarischen Curry-Gemüsereis, und mit dem Mann gegessen, war nicht so toll und danach kam Hunger auf Burger auf. Zum Glück heute frei, aber ich muss zum Psychiater um elf, keine Ahnung was ich dem erzähle, aber so oder so, ich brauche ein Rezept. Ein grauer Tag grüßt, der Sonnenschein war gestern so schön und ich habe Fenster geputzt, schlecht wie ich später sah, aber sie sind sauberer als vorher. Nicht mit dem Mann über Probleme gesprochen, mir war nicht danach, alles zu viel gerade, um auch noch Streit mit dem Egoisten anzufangen. Der Kaffee schmeckt und die Straße rauscht. Im Lager der Mutter ein Poster vom Bild „Der arme Poet“ gefunden und mit nach Hause genommen, der Mann sprach nur von einem seltsamen Bild, was ich angeschleppt habe. Ich ahne schon, er wird nicht begeistert sein, dass ich das Bild hier auch aufhängen möchte. Aber ich liebe dieses Bild seit der Grundschule, der Mann weiß halt mit alter Kunst nichts anzufangen, er findet auch meine Leonardo da Vinci Poster seltsam. Ich vermute, für ihn ist das alles Müll, weil alt. Er meinte mal zu mir: „Neu ist immer besser“. Ein Glaubensatz den ich wiederum nicht teilen kann, im Gegenteil, neu ist oft Schrott. Ich bin mit Liebe und Wertschätzung für alte Dinge groß geworden, sie haben mich mein ganzes Leben begleitet, während neue Dinge oft nur ein paar Jahre halten. Egal, ich werde den Mann nicht bekehren können, soll er weiter bei IKEA kaufen und ich auf dem Flohmarkt. Das ist nicht unser Altersunterschied, das ist kulturelle Erziehung.

Bin ich froh, wenn ich den Arztbesuch heute hinter mir habe und wieder zu Hause bin. Vielleicht noch mein Glück bei Netto versuchen, es sei denn die Heuschrecken aus der Nachbarschaft waren wieder da. Habe immer noch kein neues Parfüm für mich gefunden, gefällt mir alles nicht richtig, ich bin bei Düften wählerisch und empfindlich, aber die Neue vom Vater soll nicht so riechen wie ich, ich vermute jedoch, die findet schneller einen neuen Duft als ich. Blutdruck ok und wegen Burger in der Nacht keinen Hunger, Frauenschmerzen vorbei, schon besser, schlimmer als die Schmerzen ist der Hormonwahnsinn mit Stimmungsschwankungen dazu. Aber besser als künstlich durch Medikamenteneinnahme schon in den Wechseljahren zu sein. Dass Neuroleptika viele unfruchtbar und asexuell machen, finde ich schon verdächtig und erinnert mich an Zwangssterilisation, aber natürlich, das ist nur eine zufällige Nebenwirkung.^^ Wo kommen wir da hin, wenn seelisch kranke Menschen Spaß am Sex haben?

Anderes Thema, zurück zur Wohnung, ich habe hier so viele Projekte vor, jetzt wo es so richtig meine Wohnung ist. Ich möchte Bodenbelag verlegen, streichen, lackieren, Möbel rücken und Möbel tauschen, gestern recherchiert wie ich mir einen schönen Couchtisch nach meinen Wünschen selber bauen kann, das, was ich will, gibt es nicht und wenn, dann sehr, sehr teuer. Auf in den Tag und das frei genossen, zugehört wird erst wieder morgen. Bis dahin geschmeidig bleiben:

Vanillekaffee, Küche, Krähen und Berlin.de

Guten Morgen, endlich Sonntag. Endlich keine Arbeit. Vanillekaffee schmeckt und ich fürchte die Reaktion des Terror-Vogels zum Morgen. Gestern nicht lange im Homeoffice gearbeitet, nix zu tun und keine Lust. Also mit Unterstunden Schluss gemacht und etwas im Haushalt geräumt. Später dann für den verschnupften, schlecht gelaunten Mann Putenoberkeule zubereitet, sein Lieblingsfleisch. Heute das hier für den Vater gekocht, wird aber nicht ganz vegetarisch, denn die Tortellini, die ich habe, sind mit Fleischfüllung oder das was sie so nennen. Alles ohne Lieferung einer Kochbox, ich hatte auch so alles da außer Tortellini und Rauchmandeln. Rauchmandeln sind sehr lecker wie ich feststellen durfte. Ruhig im Haus, außer mein Vogel, ich ahne schon, meine Nachbarn „lieben“ den Vogel auch. Aktuell zwei mögliche Käuferinnen für die Sachen meiner Mutter gefunden, mal sehen was wie zu welchem Preis klappt. Keine Ahnung, ob das heute der letzte Sonntag wird, wo ich ihn ihrer Küche kochen werde, denn bald beginnen die Bauarbeiten in ihrer ehemaligen Küche. Erinnerungen verschwinden, Sie verschwindet. Der Vater nannte die Küche die letzten Jahre auch meine Küche, weil da sonst niemand gekocht hat, dann verschwindet also auch meine Zweitküche.

Nächste Woche übernachtet der Hund bei mir und ich werde ihn mit ins Büro nehmen, die Kollegen freuen sich auf ihn, laut eigener Aussage. Überlegt einen neuen Bodenbelag für die Wohnung zu organisieren, einfach mal mit einem Raum anfangen, die Wohnung ist ja eigentlich ok, aber der Fußboden hier ist so verdammt hässlich. Heute Feiertag auf einen Sonntag, da freuen sich die Arbeitgeber und haben Geld gespart. Kurze Schreckminuten zum Morgen, Zahnschiene nicht finden können und Medikament nicht finden können, aber beides noch gefunden. Gerade nicht die Zeit wo ich ausprobieren will, ob ich auch ohne Zahnschiene und Neuroleptika auskomme. Bauch und Kopf sind sich da einig, dass das notwendige Maßnahmen sind. Glaubt mir zwar kein Pharmareferent oder Arzt, dass meine Dosis was bringt, aber die haben den Kram ja auch noch nie genommen. Eigentlich finde ich, dass jeder der Psychopharmaka verschreibt, sie vorher mal selbst genommen haben sollte, um zu wissen fühlen, was diese unzureichend erforschten Medikamente mit einem machen. Lebensqualität ist nämlich auch Gefühl für mich, Leben ohne Gefühl ist wie lebendig begraben sein.

Zurück zu leichteren Themen, das Wetter, es grüßt kalt und grau und Krähen schreien draußen und verscheuchen wieder alle anderen Vögel in der Gegend. Es ist wie ein Revierkampf, wenn die Krähen kommen und jeden anderen Vogel, der hier chillen möchte, verjagen. Ich finde es schade, denn die anderen Vögel hier sind hübscher, netter und singen besser. Gut das ich heute das Haus verlasse, gerade besser nicht zu viel allein sein, sonst werde ich wunderlich. Doch zugesagt, mich als Pressesprecherin vorzustellen, vielleicht finden die mich ja auch scheiße und geben mir den Job gar nicht. Einem meiner Schüler ein Praktikum bei uns versprochen, mal sehen, wie das wird. Gestern Nacht feststellen dürfen, dass Berlin.de offline war, das finde ich schon ein Ding, wenn die offiziellen Seiten einer Stadt wie Berlin offline sind. Angeblich wegen einem Zertifikatsfehler. Erinnert mich jetzt an den Fehler bei Twoday.net wo kein Geld und keine Men-Power vorhanden war, um rechtzeitig ein neues Sicherheitszertifikat zu kaufen und zu installieren. Dass Berlin pleite ist, ist keine Neuigkeit, aber kein Geld für ein Sicherheitszertifikat? Heute früh geht aber wieder alles, also doch noch ein nächtlicher Einsatz vom Techniker? Auf in Tag oder wieder ins Bett? Frühstück gibt es später beim Vater. Schlafen, ich muss mehr schlafen, die Akkus aufladen und ich lasse dazu Joss Stone den Morgen besingen:

Schlaf, die Wohnung, Wahlen und Veränderung

Guten Morgen, wirklich ganz gut, fast 8 Stunden geschlafen. Insgesamt aber nicht so gut drauf, denn der Vater hat verkündet, die ehemalig gemeinsame Wohnung mit meiner Mutter aufzulösen. Das hat mich dann doch getroffen, dass diese Erinnerung verschwinden wird. Andererseits eine Wohnung in Berlin fast leer stehen lassen, ist natürlich auch keine Dauerlösung. Er verkauft jetzt ihren Kram, denn er und leider auch ich nicht brauchen. Darüber hinaus wird er wohl endgültig zur neuen Frau ziehen, ein Ort wo ich ihn wohl nie besuchen werde. So verliere ich nicht nur den Ort der Erinnerung an meine Mutter, sondern auch ihn stückweise. Alles nicht so lustig. Der Vogel schreit und geht mir auf die Nerven, einiges vor heute, nachdem die erste Priorität „Schlafen“ erfüllt ist. Endlich keine Arzttermine heute, heute wartet die Wohnung auf mich. Der Mann ist fertig mit der Nachtschicht und schläft hoffentlich bald. Die Wahlen stehen vor der Tür und ich bin immer noch nicht sicher was ich wählen werde, es ist eine strategische Abwägung. Eine zu wichtige Wahl, um irgendeine Außenseiter-Partei zu wählen. Dabei wird mir immer wieder vom Wahl-O-Mat die Tierschutzpartei mit größter Übereinstimmung angeboten. Die werden aber sicher nicht die AfD in meiner Gegend stoppen können. Zukunft, ich hoffe, das Land kippt nicht nach rechts, zu viel Frust in der Bevölkerung und beobachtbar weniger soziales Verhalten. Ein ehemaliger Freund schickte gestern ein 1a Querdenker-Video auf einem Telegramm-Kanal, auf seinem Planeten möchte ich nicht leben. Ich finde, man muss unterscheiden zwischen Verschwörungstheorie und wie in meinem Fall Kritik an der Regierung und ihren Maßnahmen. Ich leugne nicht, dass es Corona gibt, ich leugne nicht, dass Maßnahmen nötig sind, finde aber die Umsetzung unserer Regierung schlecht und egoistisch. Alles sacken lassen erstmal, es scheint wieder etwas kontrollierte Normalität wiederzukehren. Die Bude sieht mies aus, irgendwie haben mich die letzten Jahre geschafft, als mein Mann zum ersten Mal meine Wohnung sah, meinte er noch wie ordentlich und sauber, aber jetzt, nachdem er hier wohnte und es im Job richtig abging, sind wir hier weit davon entfernt. Keine Lust zu putzen, wenn er dann gleich wieder kommt und alles dreckig macht. Keine Kraft zu putzen, wenn wieder Leute am Arbeits-Telefon mit Selbstmord drohen. Keine Zeit zu putzen, wenn ich ständig für zwei Männer am Einkaufen und Kochen bin. Keine Kraft zu putzen, wenn ich große Schmerzen wegen des Entzuges von Neuroleptika habe. Überforderung, meine Wohnung erzählt eine Geschichte der Überforderung. Aber ich bin noch da und putzen kann man nachholen. Veränderung, die größte Herausforderung für mich, früher änderte sich so oft immer alles für mich, ich sage nur mindestens 10 Umzüge bis zum 18. Lebensjahr, ich glaube es waren sogar mehr. Ein Grund warum ich heute nicht mehr so darauf stehe, aber das Leben geht weiter und Leben ist immer Veränderung:

Spülmaschine, Lamm, einkaufen und das Haus

Guten Morgen, kalt ist es geworden, keine Lust mehr offene Fenster zu haben, ist einfach schon nach wenigen Minuten zu kalt. Die neue/gebrauchte Spülmaschine ist gut und funktioniert. Leider ist die Freude nicht so groß wie erwartet, vielleicht wegen dem ganzen Stress drumherum. Die Reinigungsleistung ist aber klasse, so sauber war mein Geschirr noch nie. Gestern sogar angefangen das angeblich saubere Geschirr mit der Spülmaschine neu zu reinigen. Der Mann war gestern da, aber nur am Schimpfen über die Jobsituation und laufende Bewerbungsverfahren. Hatte Lamm gekocht, was auch gut ankam. Heute wahrscheinlich Blumenkohl, die nächste Kochbox kommt erst am Dienstag. Mittlerweile auch sauer auf die Ex-Kollegin, wie kann sie sich so einfach aus dem Staub machen, nachdem wir so gekämpft haben? Wie feige und asozial ist das mir gegenüber? Auch gibt es da so einige Umgangsformen von ihr, die auch immer sehr belastend waren. Gestern bei Netto gewesen und zugeschlagen, viele fast abgelaufene Sonderangebote, aber die Wochenangebote waren fast alle ausverkauft. Vor Ort einkaufen ist ungewohnt für mich geworden, es ist mühsam, vieles ist nicht verfügbar und dann muss man auch noch schleppen. Aber günstiger ist es, erstmal im Laden schauen und nur die fehlenden Dinge zu bestellen. Immerhin noch Kaffee im Sonderangebot bekommen, Kaffee ist online so viel teurer. Die Idee mit dem Verkauf und Kauf von Immobilien ist erstmal gestorben, ich habe mich vertan mit den Finanzierungen oder besser ich war zu unwissend. Ein Gespräch mit dem Vater brachte Klärung, jetzt kenne ich die genauen Konditionen und sehe auch kein Verbesserungspotential derzeit. Schade, aber nachdem der Nachbar jetzt wieder Besucher und Party in der Bude hat, hört er auf zu bohren? Ist nur fraglich ob Technomusik und lautes Gelaber besser sind. Muss hier immer noch putzen, aber das ist jetzt auch wieder möglich, nachdem ich seit gestern die Wasserversorgung in der Küche wieder nutzen kann. Keinen Bock auf den Mann, wenn er nur schlechte Laune mitbringt, schlechte Laune habe ich gerade auch allein, ein Vortrag über Rassismus in den Bewerbungsverfahren macht es nicht besser. Der Vater kommt nachher vorbei, den Unterbau der Spülmaschine noch einbauen, mal sehen, ob es gelingt, heute habe ich aber Zeit und bin entspannt, falls es länger dauert. Eigentlich eingeladen zum Flohmarkt heute, aber ich vermute allein gehe ich da nicht hin, ich brauche nichts und das Wetter ist mies. Die Überlegung das Wohnzimmer umzustellen steht immer noch im Raum, ich muss hier was ändern, um Coronazeit zu vergessen. Blutdruck und Puls unten, weniger als normal, auch mal ganz gut und in meinen früheren Jahren eigentlich immer normal. Vor der Gewichtszunahme, vor dem Tod meiner Mutter, vor Corona, war mein Blutdruck und Herzschlag immer unter den Werten, die als normal gelten. Musikalisch ist immer noch Mutti-Zeit. Also ein bisschen Zeitreise, passend zu meiner Wohnung in der ich wohl vorerst bleiben muss, unser Haus in der Mitte der Straße:

Diagnosen, Stabilität, alte Gegend und Pornografie auf Facebook

Guten Morgen, genug geschlafen und schon besser, gestern war irgendwie nicht mein Tag. Der Termin beim Psychiater war ganz gut, ein sympathischer älterer Mann. Er wollte mir keine neuen Medikamente andrehen oder das ich hochdosiere, aber vermutete eine andere Diagnose, möchte das aber beobachten. Habe keinen Bock mehr auf Diagnosen, was ich in meinen Leben angeblich alles hatte/habe, angeblich bin ich jetzt auch noch ein Stück bipolar, aber er möchte es beobachten und ich werde wohl auch hingehen, um mich beobachten zu lassen. Er ist auf den Weg ein Zimmer zu besichtigen, keine Ahnung was ich dazu denke, ich sollte mich freuen, freue mich aber nicht, gestern als er nach Hause kam war es ein Segen für mich, denn sofort gewann ich wieder Sicherheit und Stabilität. Irgendwie hilft er mir dabei stabil zu bleiben, zumindest dann, wenn er mir nicht gerade schwer auf die Nerven geht. Heute Homeoffice, aber meine Termine wurden abgesagt, sehr gut, ich brauche noch etwas Luft und Pause von den Problemen anderer, ich habe eigene Probleme. Ruhig hier und ich sehe Sonnenschein, ich glaube ich will gar nicht, dass er wirklich auszieht, ich möchte einfach nur mal ein paar Tage meine Ruhe und danach kann er wieder hier sein. Doch wohin soll er ein paar Tage? Oder wo soll ich hin für ein paar Tage? Stimmt nirgendwohin, wir haben Corona. Gestern nach dem Termin beim Arzt noch einkaufen gewesen, aber die Hälfte vergessen, war durch den Wind. Lag vielleicht auch daran, dass ich mit dem Bus in der Gegend rumgefahren bin, wo damals 2013 alles passiert ist, ich hatte das eigentlich verdrängt. Das nächste Mal umfahre ich die Gegend besser. Gekocht gestern meinen türkisch-deutschen Bohneneintopf, mit Kartoffeln, breiten grünen Bohnen und Hackfleischbällchen in einer scharfen Tomatensoße. Sehr lecker, fand sogar er. Ein Paket vom Mann ist beim Lärm-Nachbar gelandet, warum nimmt der Pakete für uns an, obwohl wir gerade nicht reden und kein gutes Verhältnis haben? Ich gehe da jetzt nicht runter und klingel bei denen, das ist mir nichts. Ansonsten sehr belastend, dass derzeit sehr viel Berichterstattung über Kindesmissbrauch in den Medien ist, das triggert mich, aber Nachrichten kann man wegschalten, schwieriger wird es, wenn ich auf Facebook in einer angeblichen Witzegruppe plötzlich ein Bild eines kleinen Mädchens sehe, dass gerade vergewaltigt wird. Gar nicht witzig. Facebook gemeldet, aber die löschen den Beitrag nur und unternehmen gar nichts gegen den Typen, der das gepostet hat. Ich finde bei Kinderpornografie, sollte der Nutzer sofort angezeigt und gelöscht werden. Bin dann mal raus aus der „Witzegruppe“. Keine Ahnung wie es weiter geht, mit meinen Diagnosen, mit meiner Ehe, meiner Medikation und auch nicht mit der Arbeit. Hoffen wir das Beste, das alles gut wird, irgendwann.

Hund, Nachbarschaftsstreit und anderes

Guten Morgen, ne eigentlich gar nicht gut. Kaum geschlafen wegen Hund und vor allem Nachbar. Der Nachbar stand gestern schreiend vor der Tür und meinte, dass das Kratzen des Hundes auf meinen Fußboden ihn davon abgehalten hätte im Homeoffice zu arbeiten und/oder zu schlafen. Welches Homeoffice? Jeder weiß, dass diese Familie seit Jahren von Hartz IV lebt, obwohl sie jung und gesund sind. Jeder weiß, dass diese Familie hier seit Jahren sehr viel Krach macht. Hat der nen Dachschaden, dass er wegen insgesamt vielleicht 30 Minuten Kratzen und von mir aus einer schlaflosen Nacht vor meiner Tür steht? Ich hatte sehr viele schlaflose Nächte mit denen, denn sie haben zwei kleine Jungen aufgezogen, sie haben ständig Party gemacht, ja auch gern unter der Woche bis 3 Uhr morgens, wenn ich arbeiten musste und dann nicht zum Schlafen kam. Ich habe mich nie bei Ihnen beschwert oder die Polizei gerufen, aber der beschwert sich jetzt, wenn der Hund alle paar Wochen oder Monate 1-2 Tage hier ist? Gehts noch? Er hat mir gestern sehr viel Angst gemacht mit seiner Schreierei und sein Facebook-Motto: „Lade, ziele, schieße“ macht es auch nicht besser. Ich werde dann spontan nicht mehr meine Wohnungstür öffnen und selbstverständlich keine Pakete für die entgegennehmen. Außerdem habe ich beschlossen, ab sofort ein Lärm-Protokoll zu führen. Gestern gab es von dieser Familie Techno-Musik mit harten Bässen und stundenlange Bauarbeiten. Der Krieg ist eröffnet, ich kann im Gegensatz zu ihnen meine Wohnung nicht so leicht verlieren. Ich hasse es die Polizei zu rufen, aber ein böser Brief an die Hausverwaltung geht schon. Allerdings wird das dann sicher dazu führen, dass er mich hier noch richtig bedroht, aber es kann doch nicht sein, dass ich hier zu machen und zu erdulden habe, was der gerade will. Der Hund wird heute Abend wieder abgeholt, dann kriegt er seine Ruhe, ich vermute, er selber glaubt an die Monster, denn ihre Kinder wohnen hier gerade gar nicht, wahrscheinlich weil es ihnen bei Oma besser gefällt, dort werden sie vielleicht nicht jeden Tag angeschrien und müssen bei Techno-Musik in einer Wolke von Alkohol und Gras sitzen. Ich hoffe die ziehen bald aus, ich vermute aber freiwillig gehen die nirgendwo hin. Erstmal alles verdauen. Heute Homeoffice für mich mit Team-Coaching, ich bin gespannt, aber auch sehr müde und gestresst. Gegessen gestern Reste-Nudeln und Burger, er hat dann nach seiner Schicht noch Yams mit Eiersoße gemacht. Urlaub, ich brauche Urlaub, allerdings Urlaub mit diesem Nachbarn in Hörweite? Aktuell richtiges Aprilwetter, gestern alles dabei: Sonnenschein, Regen, Schnee, Sonnenschein. Mal sehen, ob ich es auch heute für eine Stunde in den Wald schaffe, meine Kondition beim Laufen ist wieder besser geworden, ich brauche nicht ständig Pausen. Der Wadenkrampf wird seit den Vitaminen auch besser. Heute keine Termine gemacht, sehr schlau wie sich jetzt herausstellt. Habe zu wenig geschlafen und bin zu sehr mit dem Hund und Nachbarn beschäftigt. Aber den Rest der Woche habe ich viele Termine. Auf in den Tag oder besser raus mit dem Hund, ich hoffe, ich begegne ihm nicht.

Schlaf, Schnee, Zahnarzt, Homeoffice und Geld

Guten Morgen, endlich wieder 8 Stunden geschlafen und ich meine nur mit einer Unterbrechung, als er zum Schlafen kam. Gestern der Tag war heftig, raus trotz Schneesturm. Hatte aber auch Vorteile, keine Warteschlange vor der Post und auch keine Warteschlange vor Hermes. Der Zahnarzttermin danach war unangenehm, aber ging schnell vorbei, jetzt ist mein Zahn wieder repariert, bevor der Nerv betroffen ist. Dafür aber bis Adenauer und zurück fahren, war eine Odyssee. Danach Döner für uns beide, auch der war Dank Schneesturm gut, denn sonst gab es keine Kunden, weswegen die Döner größer ausfielen. Er schläft noch, der Blutdruck ist heute mit 120 zu 80 perfekt und der Kaffee schmeckt. Der Krampf in der linken Wade ist endlich besser geworden, seitdem ich jeden Tag Magnesium nehme, dadurch kann ich wieder besser laufen, fühlte mich die letzten Wochen schon gehbehindert. Vielleicht heute vor der Arbeit zu Netto, ich habe zwar bestellt, aber nach der Bestellung fehlten dann doch noch Dinge. Es wird Zeit, dass er anfängt zu zahlen, aber ohne Job, keine Einnahmen. Es schneit immer noch und es ist bitterkalt, jeder der ein zu Hause hat, kann sich derzeit glücklich schätzen. Ruhig ist es auf Arbeit, kaum Anfragen, aber dafür die Zwistigkeiten im Team, die auch beschäftigen. Er hat heute leider keine Arbeit und ich Homeoffice, da wird es eng hier, denn ich brauche zwei Räume zum Arbeiten, also muss er nach Bedarf den Platz wechseln. Das findet er nicht lustig, ich aber auch nicht. Besser wäre, er ist arbeiten und überlässt mir die Wohnung, damit ich arbeiten kann. Seitdem er die Kälte des Winters erlebt hat, diskutieren wir hier nicht mehr über Heizung, ihm ist es jetzt klar, dass 20 Grad Raumtemperatur reichen, besonders im Vergleich zu Minusgraden draußen. Vorher hat er die Heizung gern bis zu 30 Grad aufgedreht. Ich freue mich auf die Jahresendrechnung^^, das hier ist nämlich kein All-Inklusiv-Wohnmodell, wie seine Studentenwohnung vorher. Das Konto sieht mies aus, nix mehr bestellen, wenn es nicht wirklich nötig ist. Hoffen wir auf den Frühling, auf den Sommer, dass es dann wenigstens Lockerungen im Lockdown gibt, so wie jetzt kann es nicht weiter gehen, Berlin hat bald keine Clubs, Bars, Restaurants und Geschäfte mehr und wegen der Natur in Berlin, kommen keine Touris. Warten, warten, auf das Ende von Corona, aber es kommt nicht….

Gemeinsam, formell steuerpflichtig, Diskussionen und Rechnungen

Guten Morgen, gerade etwas verstimmt, mir ist das alles hier zu viel Gemeinsamkeit. Ich dachte er geht arbeiten, ich dachte er beteiligt sich an den Kosten und ich dachte ich bleibe weiterhin mein eigener Chef. Gestern nämlich rausgefunden, das wünscht frau, die steuerlichen Vorteilen wegen einer Hochzeit, ist bei der gemeinsamen Veranlagung der Mann formell steuerpflichtig. What the fuck? Wo leben wir? 1950? Warum wird der Mann im Steuerrecht über die Frau gestellt? Ich fühle mich diskriminiert und unterdrückt, denn ich bin die Frau, die die Kohle heim bringt! Warum ist im Steuerrecht nicht egal wer zuerst veranlagt wird, warum muss eine Person benannt werden, die formell steuerpflichtig ist? Ich könnte mich darüber endlos aufregen, als hätte ich mir mit einem Ehemann einen Vormund angelacht. Ich weiß schon, warum ich nie heiraten wollte! Selbstbestimmung und Freiheit steht für mich nämlich über Kohle. Kann doch nicht sein, dass meine Kohle jetzt auf seinem Konto landet und das, obwohl er gar nichts bezahlt?! Ich finde da muss dringend was im Steuerrecht modernisiert werden, Frauen arbeiten schon Jahrzehnte, aber sind sie verheiratet ist es nicht mehr ihre Kohle? Gestritten deswegen, dabei kann er natürlich rein gar nichts für das deutsche Steuerrecht. Homeoffice war gestern ok, eine Beratung, ein fachlicher Austausch, beides per Telefon. Das neue alte Sofa ist deutlich besser als das alte Sofa, aber er kritisiert meine farbenfrohen Kissen, ich habe mich schon von vielen Kissen für ihn getrennt, aber die kommen nicht alle weg, eher kommt er weg. Heute wollen wir das Arbeitszimmer hauptsächlich für ihn vorbereiten, der Tisch muss aufgebaut werden, Sachen in den Keller gebracht werden. Vorbei mit Egomania, wo überall meine Sachen nach meinen Regeln sind. Gefällt mir nicht, aber ist er im Arbeitszimmer, habe ich wenigstens etwas Ruhe hier. Gefühlt habe ich den Eindruck, dass hauptsächlich ich mich verändern muss für das Zusammenleben, ich soll Sachen wegtun, ich soll die Wohnung 24/7 teilen, ich soll alles organisieren und bezahlen und er geht mir dafür auf den Sack und sonst nicht viel. Gut gestern beim Sofatransport hat er geholfen, aber Fakt ist, ohne ihn hätte ich mein altes Sofa nicht weggeben und ein neues organisiert. Diskussionen über die Anzahl der Kissen und dessen Farben hätte es auch nicht gegeben. Gestern einkaufen gewesen, ein sehr leerer Netto grüßte, die Hälfte nicht bekommen und trotzdem viel bezahlt, da kann ich auch wieder bestellen. Er meint ich denke zu viel, ja das stimmt, das war schon immer so, deswegen blogge ich auch. Ich weiß nur nicht, ob das ist, weil ich eine Frau bin oder weil ich seelisch krank bin oder beides. Sich Vorschriften machen zu lassen wie ich hier leben kann und was ich haben darf gefällt mir aber gar nicht. Der Kaffee schmeckt, Brötchen warten und er pennt zum Glück noch. Er bat gestern um eine Pause von Diskussionen, ja die hätte ich auch gern, aber ich füge mich nicht kampflos. Besonders das Steuerding hat mich gestern so richtig wütend gemacht. Stille hier, ich wünscht er würde mal das Haus verlassen, damit ich Zeit habe das alles sacken zu lassen und mich daran zu gewöhnen, aber er ist ständig hier. Kann doch nicht sein, dass ich flüchten muss, um mal ohne ihn zu sein. Aktion, Veränderung, das ist eigentlich genau nicht, was ich brauche und eine Entmündigung durch das Finanzamt schon mal gar nicht. Ich hoffe das legt sich alles wieder, nächste Woche fängt er hoffentlich wieder an zu arbeiten, es wird Zeit, dass es auch Einnahmen zu seiner Anspruchshaltung gibt.