Lieferung, Systemfehler, Gläser und Schiene

Guten Morgen, früh wach gewesen, wieder hingelegt. Lieferung erhalten und geärgert, aber alles mit dem Kundenservice geklärt. Sämtliche Tabakwaren fehlen, wunderbar^^, aber ich muss ja eh noch zum Paketshop nach der Arbeit? Für den Vater und mich gestern noch Lauchkuchen gemacht, war lecker und der Vater hat mir mal wieder geholfen mit wirren Erinnerungen klarzukommen. Arbeit gestern nicht so produktiv, immerhin eine Präsenz-Beratung gemacht mit der anzulernenden Kollegin. Ich denke die Kollegin ist so weit, auch allein zu beraten. Vögel mit Futter und Kräcker ruhig gestellt. Heute Homeoffice ab 10, also noch Zeit, viele Termine heute. Die Lieferung heute war hauptsächlich für den Mann, es gibt wieder Ente und Pute für ihn hier. Der Tiefkühler ist aber jetzt voll, jetzt wird nichts mehr gekauft. Die Sache mit dem Fernseher bleibt weiterhin spannend, Amazon schickt den Fernseher einfach nicht raus, obwohl vor Tagen bestellt, der Kundenservice sprach von einem Systemfehler bei Amazon, ich glaube aber der Systemfehler lag nicht am Versand, sondern eher darin, dass der Preis, zu dem ich bestellt habe, zu niedrig war. Dieser Preis war nämlich nur zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens möglich, danach wurden alle Preise, auf die es Rabatt geben sollte, angehoben. Der Kaffee schmeckt und ich bin noch gar nicht wach, um fremden Lieferjungen die Tür zu öffnen und mit dem Kundenservice zu sprechen. Der Vater hat Gläser meiner Mutter gebracht, ich weiß jetzt nicht, was damit anstellen, aber ich wollte sie haben. Besonders das Glas mit der alten Folie aus der Küche von 1980 weckt starke Erinnerungen, außerdem sind noch Gläser meiner heißgeliebten Urgroßoma dabei. Gestern auch technische Fehler auf Arbeit behoben, ich habe den Eindruck der eigentliche Techniker würde die Aufgabe gern komplett an mich abgeben. Aktuell bin ich schon seine ausführende Hand im Büro, die per Telefon oder Video seinen Anweisungen folgt. Der Besuch bei der Zahnärztin war gut, habe wieder saubere Zähne und eine neue Zahnschiene für oben, viel besser die Schiene oben zu tragen und nicht nur, weile meine Zähne auf Wanderschaft sind. Ohne Schiene würden meine Zähne glaube ich bald wieder aussehen wie vor der Zahnklammer. Das ist eines der Dinge wo meine Mutter mal ziemlich hinterher war, meine Zähne, es wurde viel Zeit und Geld investiert, damit das Kind schöne Zähne hat. Die Haltung des Vaters zu meinen Erinnerungen ist ziemlich gut: „Scheiß drauf, was wer wann warum gesagt oder gemacht hat.“ Ein ziemliches Stoppschild für Gehirnfickerinnen wie mich. Stimmt ja auch, ich kann nicht mehr ändern was vor 10, 20 oder 30 Jahren passiert ist oder wer was warum angekündigt hat. Letztendlich ist es Vergangenheit und mein Leben ist jetzt und es ist mein Leben, ich muss mich nicht lenken lassen und Ankündigungen andere erfüllen, ich bin der Kapitän für mein Leben. Ein Song meiner Mutter dazu, alles süße (Alb-)Träume:

Zahnarzt, Kottbusser Tor, Lohnsteuererklärung und ohne Wecker

Guten Morgen, grau grüßt der Tag und die Vögel piepsen. Ein Nachbar hat die Waschmaschine am Laufen und ich bin noch nicht ganz wach. Gestern der Besuch beim Zahnarzt war eigentlich sinnfrei, aber was macht man nicht alles, um eine wohlgesonnene Zahnärztin zu haben. Gestern viel geschafft, Paket weggebracht, Müll weggebracht, zweimal einkaufen, Zahnarzt und abends das Treffen mit einem Freund am Kotti. Ich war lange nicht am Kottbusser Tor, dort gibt es derzeit gar keine Junkies mehr, die wurden alle erfolgreich in die U8 und damit hauptsächlich nach Neukölln verdrängt. Das Problem ist damit nicht gelöst, es wurde nur verschoben. Geputzt habe ich hier leider nicht, keine Lust und keine Zeit, aber ich erwarte hier keinen Besuch. Vielleicht mache ich heute wenigstens das Bad. Immer noch komisch allein zu leben, es ist sehr entspannend, aber auch etwas allein. Ich kaufe nicht mehr für zwei ein, das ist seltsam, aber spart auch Geld. Die Lohnsteuererklärung ist in Arbeit, aber es gibt Rückfragen und für meinen Fall eine Erstattungsprognose, die lächerlich gering ist.  Das nimmt mir etwas die Motivation. Aber gut, für ihn wird es sich lohnen, denn er hat viel mit Lohnsteuerklasse 6 gearbeitet. Dritter Tag ausschlafen heute, ausschlafen zu dürfen ist mir fast wichtiger, als den Tag freizuhaben, schlafen ohne Wecker ist einfach göttlich. Ein Paket wartet hier auf ihn, aber ich habe keine Zeit für Besuch, diese Woche sind meine Freunde und der Vater dran. Ich hoffe, der Vater findet noch andere Themen, als seine Neue. Auf in den Tag, der Kaffee schmeckt und ich habe noch reichlich Zeit bis ich zur Arbeit muss, aber es gibt gerade nicht viel zu tun für mich, das ist aber gut so, nach dem Ansturm der letzten Wochen.

Heizungsableser, Mentholtabak, Essen und Spätschicht

Guten Morgen, auch wenn ich gerade nicht viel gut finde. Eigentlich hätte ich ausschlafen können, uneigentlich kommt der Heizungsableser vorbei und ich bin verdonnert früh aufzustehen und zu warten. Nicht so gut geschlafen und keine Lust auf Arbeit heute, besonders nicht auf die Spätschicht. Der Hausflur wird gerade laut gereinigt, könnten sie auch lassen, der Unterschied ist kaum erkennbar. Er wird Ende Januar wieder ausziehen und ich weiß nicht, ob ich trauere oder tanze. Ich werde ihn sicher vermissen. Der Tabak ist alle und ich muss auf eine Notreserve Menthol Tabak zurückgreifen, gar nicht so schlimm, perfekt ist aber was anderes. Er hat gestern Kochbananen und Nudeln gekocht, war ganz gut, aber meine Moussaka hätte ich besser gefunden, die gibt es dann heute Abend. Gestern wie eine Wilde geputzt, auch die schwer erreichbaren Stellen, damit es mit dem Heizungsableser nicht peinlich wird. Eingekauft habe ich auch, aber fast nur Grundzutaten. Er akzeptiert eigentlich keinerlei Fastfood oder Fertigessen. Das ist aber natürlich gut für mich, ich esse viel zu viel Mist und das, obwohl ich viel über Essen weiß und kochen kann. Grau grüßt der Tag und die Rechnung meiner Zahnärztin liegt wie ein Dämon auf meinem Schreibtisch, Geld was ich nicht habe, aber zubeißen können, muss schon sein. Der Heizungsableser war schon da, sehr gut, erledigt. Ein kleiner Mann der schnell überall hinrannte und wieder verschwand. Der Kaffee schmeckt, der Mentholtabak weniger, Brötchen warten und danach meine Kollegen.

Provisorium, Zahnarzt, Schneiderin und Frühstück

Guten Morgen, das Wunder ist passiert: Ich bin mal vor ihm wach und habe mir den neuen Laptop gesichert. Sehr schön, mal Ruhe und Laptop für mich am morgen. Er hat nämlich Studien für heute angekündigt, da weiß ich jetzt schon, dass ich den ganzen Tag weder vom ihm noch vom Laptop etwas haben werde. Gestern der Besuch beim Zahnarzt war erleichternd, habe ein Provisorium und die Schmerzen sind fast weg, auch geht Essen damit wieder fast normal. Beschlossen, dass ich meinen Zahn doch behalte und brav Raten zahle, meine Mutter hätte es auch so gewollt. Nach dem Zahnarzt zur Krankenkasse, die immerhin 180 Euro bezahlt, kein Hit im Verhältnis zu den Gesamtkosten, aber besser als nichts. Das erste Mal ein fast privates Gespräch mit der Zahnärztin gehabt, ich glaube, sie ist doch ganz ok. Trotzdem gestern geschwächt gewesen von den ganzen Zahnproblemen am Wochenende und zu Hause dann nicht mehr fleißig gewesen. Heute muss ich einkaufen und vielleicht die Schneiderin besuchen, sie hat sich mir gegenüber immer wie eine Mutter verhalten, mir zugehört, an mich gedacht, für mich genäht und mich immer wieder auch mal beschenkt. Jetzt ist wohl der Zeitpunkt, wo ich mal Tochter spielen kann. Nix zum Frühstücken da, aber ich bin nicht hungrig, Hauptsache erstmal Kaffee. Seltsam diese Woche am Samstag wieder arbeiten zu müssen. Ich bin gespannt auf den Weihnachtsbonus, der sollte Ende des Monats kommen, ich werde ihn für Weihnachten und für meinen Zahn auch brauchen. Auf in den Tag, meine verlorene Zahnkrone lag gestern übrigens in der Toilette.