Nachtschicht, Frühling, Supervision und Zähne

Guten Morgen, zu früh wach, aber wach ist wach. Er sollte seine Nachtschicht beendet haben, ich hoffe, es geht ihm gut. Zum Glück ist die Übelkeit und Schummrigkeit vorbei, das war ja nicht auszuhalten. Der Vater hat Geburtstag, doch sein Geschenk ist gestern im Paketshop gelandet. Mal sehen, ob ich es heute abholen kann. Aktuell sehe ich Sonne und grau blauen Himmel ohne Wolken, das sieht fast wie Frühling aus. Vorgestern endlich die Haare gefärbt, da ich am Hinterkopf nichts sehen kann, hatten sich dort wunderbare graue Strähnen entwickelt, die ich monatelang nicht entdeckt hatte. Heute früh ins Büro, die Supervision wartet, aber ich hadere noch mit mir, ob ich meine problematischen Fälle offen lege. Lege ich sie offen, kriege ich Entlastung, aber vielleicht auch ein Handlungsverbot. Die Tage die Sendung „Irre! Wir behandeln die Falschen!“ entdeckt und für sehr gut befunden, selten so sehr über die Psychiatrie gelacht. Vögel kreuzen den Horizont und mein Schatz hat sich verfahren und ist in Potsdam. Kann passieren nach einer Nachtschicht, fände ich aber selber gar nicht witzig. Heute Labbertag und eine Beratung, wird sicher anstrengend. Die Zahnschiene ist zwar nicht gerade sexy, aber ein Segen, ich habe morgens keine Zahnschmerzen mehr und fresse nicht meine eigenen Zähne auf. Sicher wäre es besser herauszufinden, warum ich Zähne knirsche und das zu beheben, die Zahnschiene ist aber die Soforthilfe. Brötchen sind im Ofen und meine Vögel schweigen, ich vermisse ihn, obwohl wir uns erst gestern Morgen gesehen haben. Alles friedlich in meiner kleinen Wohnung, aber schaut man sich den Mietenwahnsinn an, weiß ich, ich habe nichts zu meckern und sollte einfach nur glücklich sein. Auf in den Tag, alles wird gut.

Corona, Hamsterrad, Geld und keine Zahnschmerzen

Guten Morgen, der Stein ist erwacht, hat aber heute Augenringe und leichte Halsschmerzen. Nein sicher kein Corona, irgendwie ist die ganze Panik deswegen bisher an mir vorbeigegangen. Habe beschlossen weiter gelassen zu bleiben, solange es keine Meldungen für Berlin gibt. Gestern sehr viel geredet und den Restarbeitstag allein genossen, danach zur Drogerie und in den Supermarkt, gestern gab es Steak mit Salat und ein Basenbad. Irgendwie muss sich Frau ja belohnen. Er hatte wieder Nachtschicht und sollte jetzt auf dem Heimweg oder bereits in seinem Studentenwohnheim sein. Der Blutdruck ist mit 110 niedrig, ich vermute wäre er hier, wäre er höher. Der Kaffee schmeckt und ich muss aufpassen, dass die Woche sich nicht wie ein einziger Murmeltiertag anfühlt, es ist kein gutes Zeichen, wenn ich mich wie in einem Hamsterrad fühle, aber derzeit fühle ich mich so, immer in Erwartung auf den Feierabend. Ich hoffe, das ist nur der Winter, der mich antriebslos macht. Derzeit fände ich 24/7 Freizeit gar nicht so schlecht. Gestern einen Test zum Autismus gemacht, autistisch bin ich nicht, aber vieles andere. Für Autismus bin ich zu emphatisch und gesellig. Das Geld ist endlich da, aber auch diesen Monat sollte ich meine Füße still halten, keine Sonderausgaben bitte. Ich sollte das mit der Umschuldung immer noch angehen, günstige Kredite sind überall zu haben. Trage jetzt brav nachts meine Zahnschiene, endlich keine kieferübergreifenden Zahnschmerzen mehr, ich hatte mich gewundert, woher die Schmerzen kommen, jetzt weiß ich sie kamen vom nächtlichen Zähneknirschen. Seit dem Tod der Mutter habe ich mir sehr viel Zahn weggeknirscht. Auf in den Tag, ohne Zahnschmerzen und mit niedrigem Blutdruck, was will man mehr.

Spätdienst, Ruhe, Vater und Valentinstag

Guten Morgen, wieder wach um acht, aber umgedreht und weiter gepennt. War heute Nacht bis fast 2 wach, weil er und ich noch reden wollten und er Spätdienst hatte. Heute allein arbeiten, fand ich vor einem Jahr noch gruselig, heute eher entspannend. Endlich Ruhe, kein Gequatsche und kein Gezicke. Drei Termine heute, das wird schon, Langeweile auf Arbeit hatte ich schon lange nicht mehr. Die Pizza gestern war gut, aber der Vater kam wieder 2 Stunden zu spät und war dann nicht hungrig. Wir haben darüber gesprochen, dass es zukünftig keine Pizza am Donnerstag mehr gibt. Er braucht das nicht mehr und für mich ist es nur Stress, von dem ich wenig habe. 1,5 Jahre habe ich mich jetzt um meinen Vater gesorgt, jetzt sorgt sich eine andere. Loslassen ist so eine Sache, denn mit ihm lasse ich auch meine Mutter ein Stück los. Gestern 5 Beratungen gemacht, immer noch Akkordarbeit, aber ich fühlte mich gestern gut dabei. Valentinstag und für mich gibt es etwas Romantik am Abend, nach seiner Schicht. Wir müssen leider beide heute und morgen arbeiten. Mit der Zahnschiene läuft es gut, derzeit keine Zahnschmerzen. Ich freue mich auf ihn, ich freue mich für meinen Vater, aber es bleibt auch ein mulmiges Gefühl. Meine und seine Unterlagen sind bei der Lohnsteuerfrau, ich hoffe das Finanzamt lässt Geld regnen, schon ewig keine Lohnsteuererklärung gemacht. Auf in den Tag, alles verändert sich und ich bin nicht mehr für zwei Männer zuständig.

Zahn-Horror, Pechmarie, Schneiderin und Urlaub

Früh, sehr früh, früher als ich all die letzten Monate wach war. Allerdings war ich auch selten bereits gegen 22 Uhr schlafen. Gestern einen Zahn-Horror gehabt, der leider noch anhält. Meine Zahnreinigerin schien gestern übermotiviert und polierte, kratze und putzte an meinen Zähnen rum, als ging es darum einen Preis zu gewinnen. Am Ende kam die Zahnseide und da merkte ich, dass sie damit meine andere Krone im Mund bewegte und schrie eine Runde. Das sagte ich auch der Zahnärztin, dass mit der wackelnden anderen Krone, aber sie sah keinen Handlungsbedarf und dachte wohl ich wäre überempfindlich. Abends nach dem Essen meinte ich, dann meine alte Zahnschiene anprobieren zu müssen und da passierte es, als ich die Zahnschiene wieder rausnahm, holte ich damit auch meine andere Krone mit raus. Jetzt habe ich wieder einen offenen Zahn und Schmerzen. Dabei wurde der andere Kronenzahn gerade erst geflickt. Bei diesem Zahn ist aber jetzt nichts gebrochen und auch die Krone ich noch heil, ich hoffe schwer, dass sich diese Krone heute beim zahnärztlichen Notdienst einfach wieder einkleben lässt. Noch ein Wochenende mit schmerzenden offenen Zahn will ich nicht. Dazu muss ich heute arbeiten und frage mich, wie ich eine Beratung mit offenem Zahn machen soll. Ich werde vor der Arbeit zum Zahnarzt fahren und hoffe, dass ich damit nicht vom Regen in die Traufe komme. Meine Zahnärztin hat erst wieder Montag auf. Deswegen war ich gestern auch früh schlafen, ich hätte heulen können, da kommt man noch mit Schmerzen und hunderte Euro leichter vom Zahnarzt und dann sowas. Ich scheine wohl eine Pechmarie zu sein, wenn sich gleich 2 Kronen in der gleichen Zeit aus meinem Mund lösen. Sonst gestern nicht viel passiert, nach dem Zahnarzt zur Schneiderin meiner Mutter gefahren und lange gequatscht, ich hoffe sie ruft auch wirklich an, wenn sie Hilfe braucht. Er hat mich gestern zum Essen eingeladen, weil er gerade Geld bekommen hat und weil er spontan nichts mochte, was ich kochen wollte. Heute arbeiten wir beide, nur zu total anderen Zeiten, ich arbeite früh bis Nachmittag, er von Nachmittag bis nachts. Sehen werden wir uns wohl kaum. Dunkel ist der Tag, es sieht aus wie tiefe Nacht und ich freue mich immer noch nicht auf die Kollegin. Anderseits ist das derzeit auch nebensächlich, denn mein Zahn ist mein größeres Problem. Zwei Wochen Urlaub sind vorbei und ich habe eigentlich nichts geschafft, außer beim Zahnarzt arm zu werden. Er schläft in meinem Bett, ich liebe ihn, aber heiraten ist nach 5 Monaten immer noch kein Thema für mich. Auf in den Tag, drückt mir die Daumen, dass meine zweite Krone einfach wieder eingesetzt werden kann.